Goldbarren

Rahmenbedingungen für Gold rundum positiv

An den Finanzmärkten ist es wichtig, das große Bild im Auge zu behalten. Achten Sie auf die langfristigen Trends und die Rahmenbedingungen, auf denen sie basieren. Das schützt Sie davor, dem oft sehr hektischen Tagesgeschehen eine ihm nicht zukommende Bedeutung beizumessen.

Langfristige Charts helfen Ihnen dabei, die richtige Perspektive einzunehmen. Sie sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für jede Analyse.

Minimum-Kursziel 3.100 Dollar pro Unze

Der folgende Monatschart des Goldpreises zeigt ein extrem bullishes charttechnisches Bild. Der Kursverlauf seit dem Hoch des Jahres 2011 lässt sich etwas trivial bezeichnet als mächtige „cup with handle“-Formation (Tasse mit Griff) interpretieren.

Dabei handelt es sich um eine klassische Konsolidierung im Rahmen eines übergeordneten Aufwärtstrends, der in diesem Fall um die Jahrtausendwende begonnen hat.

Das Minimum-Kursziel dieser Formation beträgt übrigens 3.100 $ pro Unze. Die Herleitung erheblich höherer Kursziele ist ebenfalls möglich. So habe ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren auf die Ähnlichkeit der beiden großen Bodenformationen hingewiesen, deren Obergrenzen wir in diesem Chart mit horizontalen blauen Linien gekennzeichnet haben.

Goldpreis pro Unze in $, Monatschart, 1996 bis 2022

Chart

Die in Rot kenntlich gemachte „cup with handle“-Formation signalisiert einen langfristigen Aufwärtstrend und deutlich höhere Kurse.

Quelle: StockCharts.com

Plus 650% von 2001 bis 2011

Im ersten Fall (links unten im Chart) stieg der Goldpreis von einem Tief bei 255 $ pro Unze im Jahr 2001 auf 1.924 $ im September 2011. Trotz durchgängig niedriger offizieller Inflationsraten hat sich der Goldpreis in diesem ersten Teil der langfristigen Hausse also fast verachtfacht.

Das im Dezember 2015 erreichte Tief der Bodenformation rechts im Chart, die gleichzeitig einen Teil der größeren „cup with handle“-Formation bildet, betrug 1.045 $ pro Unze. Bei einem ähnlichen Aufwärtstrend wie in den 2000er Jahren reden wir also über ein Kursziel des Goldpreises von rund 8.000 $.

Kaufen Sie Qualitätsaktien des Edelmetallsektors

Letztlich hängt die Entwicklung des Goldpreises jedoch von den makroökonomischen Rahmenbedingungen ab, insbesondere von der zukünftigen Geld- und Staatsschuldenpolitik.

Die US-Zentralbank hat zwar deutliche Zinserhöhungen angekündigt. Geliefert hat sie bisher aber nur einen einzigen winzigen Zinsschritt – obwohl die offizielle US-Inflationsrate bereits auf 8,3% gestiegen ist.

Aufgrund der extrem hohen Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten Haushalten ist eine Rückkehr zu einer auch nur halbwegs seriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik nahezu ausgeschlossen. Es mag zwar ein paar Zinserhöhungen geben.

Sie werden aber nicht nur weit hinter der Geldentwertung zurückbleiben, sondern auch schnell wieder rückgängig gemacht, sobald eine Rezession beginnt und die Arbeitslosigkeit steigt oder die Aktienkurse stärker unter Druck geraten.

Die geld- und schuldenpolitischen Rahmenbedingungen sind und bleiben also überaus bullish für Gold. Deshalb sollten Sie die aktuelle Korrektur im Edelmetallsektor und insbesondere bei den Minenaktien unbedingt als Kaufgelegenheit nutzen.

Welche Qualitätsaktien des Edelmetallsektors ich Ihnen zum Kauf empfehle, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Apropos großes Bild: „Zäsur wie 1914 – Globalisierung und ökonomische Integration auf dem Rückzug“ lautet eine meiner aktuellen Analysen in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen?

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Ausbleibende Nutzung eines teuren Pavillons

Liebe Leserinnen und Leser,

für eine Ausstellung ließ ein Bundesland im Jahr 2018 einen Pavillon in Holzbauweise für knapp 600.000 Euro errichten. Die beabsichtigte Nachnutzung des Pavillons wurde bis heute nicht realisiert.

Zuständig für die Durchführung derartiger Ausstellungen ist eine Kultureinrichtung, die in das Wissenschaftsministerium des betreffenden Bundeslandes eingegliedert ist.

Im Jahr 2018 veranstaltete die Einrichtung zusammen mit einem Kloster eine Ausstellung, in welcher es u.a. um das Thema Wald ging. Weitere Beteiligte waren ein Landkreis und das Forstministerium des Bundeslandes. Die Gesamtausgaben der Ausstellung lagen bei rund 2,8 Millionen Euro.

Das Forstministerium hatte der Kultureinrichtung in der Planungsphase mitgeteilt, dass es bereit sei, an einer Ausstellung zum Thema Wald mitzuwirken. Man denke dabei an einen temporären, modern gestalteten Holzbau, der nach der Ausstellung auch an anderen Orten weiterverwendet werden solle.

Dies wäre eine richtungsweisende und innovative Demonstration der Möglichkeiten modernen Holzbaus. Die Weiterverwendung korrespondiere sehr gut mit dem Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die Einrichtung griff die Idee des Forstministeriums auf und ließ als zusätzlichen Ausstellungsraum im Garten des Klosters einen Pavillon aus Holz errichten.

Das Kloster sollte für eine Nachnutzung sorgen

Bei dem Pavillon handelte es sich um einen vieleckigen, weithin sichtbaren Holzbau von 6 bis 10 Metern Höhe. Nach den getroffenen Vereinbarungen sollte der Pavillon so konstruiert werden, dass er nach Beendigung der Ausstellung abgebaut und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden konnte.

Weiterhin war vereinbart, dass das Kloster nach der Ausstellung das Holzbauwerk für eine angemessene Kostenbeteiligung übernimmt, es einer Nachnutzung zuführt und die Kosten für den Wiederaufbau des Pavillons am neuen Standort trägt.

Hohe Kosten sind zu erwarten

Der errichtete Pavillon entspricht nach Aussage des Klosters jedoch nicht dem ursprünglich geplanten, leicht zu versetzenden und an anderer Stelle wiederaufbaubaren Holzbauwerk. Es sei daher mit einem hohen finanziellen Aufwand für Rückbau, Lagerung, Transport und Wiederaufbau des Pavillons zu rechnen.

Weiterhin verwies das Kloster auf Schwierigkeiten bei der angestrebten Nachnutzung. Vor diesem Hintergrund wandte sich das Kloster an das Land und bat um Unterstützung. Das Wissenschaftsministerium sieht weiterhin das Kloster bei der Gestaltung der Nachnutzung in der (primären) Verantwortung.

Es werde das Kloster aber im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Nachnutzung unterstützen.

Die Frage der Nachnutzung ist weiterhin ungelöst

Angesichts der hohen Errichtungskosten von fast 600.000 Euro steht es schlecht um die Wirtschaftlichkeit dieses staatlich angestoßenen und finanzierten Projekts. Der Pavillon befindet sich immer noch auf dem Gelände des Klosters und seine Nachnutzung ist offen.

Damit ist das staatliche Ziel, für nachhaltiges Bauen mit Holz zu werben und den Pavillon andernorts weiterzuverwenden, bisher nicht erreicht. Deshalb und angesichts der von dem Kloster angezeigten Probleme bei der Nachnutzung des Pavillons sollten sich die beteiligten staatlichen Stellen zusammentun und gemeinsam mit dem Kloster eine wirtschaftliche Nachfolgenutzung für den Pavillon entwickeln.

Das Land will bei der Nachnutzung helfen

Das Wissenschaftsministerium hat dazu ausgeführt, die ursprünglich geplante Errichtung eines Leichtbaus habe sich aufgrund verschärfter Bauvorschriften als unmöglich erwiesen. Versuche, den Pavillon für kulturelle Zwecke an anderer Stelle zu empfehlen, hätten bisher nicht zum Erfolg geführt.

Aus Sicht des Forstministeriums hat das Land einen vertraglich gesicherten Anspruch gegen das Kloster auf Übernahme und Nachnutzung des Pavillons. Die Lösung von Schwierigkeiten bei der Nachnutzung obliege dem Kloster. Gleichwohl hat auch das Forstministerium inzwischen Unterstützung bei der Frage der Nachnutzung signalisiert.

Dann wollen wir mal hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass bei so viel Unterstützungsbereitschaft alsbald eine Lösung für die weitere Nutzung gefunden wird, sagt mit Nachdruck

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

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2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.