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PayPal: 42 Prozent Kursverlust! Jetzt einsteigen?

Die Aktie des US-Bezahldienstleisters PayPal Holdings kann schon seit dem Sommer 2021 nicht mehr mit der allgemeinen guten Marktverfassung des Tech-Techsektors mithalten. Während der Nasdaq 100 fast wöchentlich neue Rekordhochs erklommen hat, lassen Anleger und Investoren die Aktie fallen wie eine heiße Kartoffel. Seit dem letzten Allzeithoch am 26. Juli 2021 hat der Wert der Anteile gute 42 Prozent eingebüßt. Viele fragen sich jetzt zurecht, ob der Ausverkauf vorbei ist und die Aktie wieder gute Chancen auf Kursgewinne bieten könnte. Im Folgenden eine charttechnische Einschätzung.

PayPal-Aktie Kursverlauf

PayPal-Aktie: Viel Hype, wenig dahinter?

Der Börsengang (IPO = Initial Public Offering) im Jahr 2015 war äußerst erfolgreich. Schnell konnte Paypal dem Technologiesektor enteilen und die Benchmark in Gestalt des Nasdaq 100 deutlich schlagen. Zeitweise stieg die Aktie fast dreimal so stark wie der Gesamtmarkt. Die Gründe dafür sind schnell ausgemacht. Die Aussichten für den Online-Bezahldienst sind rosig und der Trend zum Online-Shopping ist seit Jahren ungebrochen. Paypal hat es geschafft ein relativ einfaches und günstiges Bezahlsystem weltweit zu etablieren, das sich schnell in bestehende Shops integrieren lässt. Zusätzlich können Nutzer in diversen bereits via PayPal Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin, erwerben. Zudem arbeitet das Unternehmen im Hintergrund bereits an einer eigenen Kryptowährung.

PayPal-Aktie vs Nasdaq 100

PayPal-Aktie hat sich gefährlich vom Gesamtmarkt entkoppelt

Geholfen hat das alles in Kombination nicht (mehr). Der Aktienkurs befindet sich seit Oktober 2021 im Sturzflug. Anleger, die im Herbst geglaubt haben, die Party bei PayPal geht ewig und immer so weiter, stehen aktuell ordentlich im Minus und verstehen wahrscheinlich die Börsenwelt nicht mehr. Mit knapp 178 USD notierte die Aktie jüngst auf dem Niveau von Anfang Oktober 2020 und damit über 40 Prozent unter ihrem Allzeithoch.

PayPal-Aktie vs Nasdaq 100 1 Jahr

Per Definition befindet sich Paypal damit schon längst in einem Bärenmarkt, der bei einer Abwärtsbewegung ab einer Größenordnung von über 20 Prozent beginnt. Bereits im September 2021 wurde der steile Aufwärtstrend ohne viel Gegenwehr gebrochen. Anschließend verging für viele Wochen fast kein Handelstag, an dem die Aktie nicht einen negativen Handelstag aufs Parkett gelegt hat.

Ausverkauf noch nicht beendet: Wichtige Unterstützung im Fokus

Nach Elliott Wave lassen sich in diesem Zusammenhang die Kursstrukturen ganz wunderbar einordnen. Ab den Rekordhochs lässt sich ein noch unterfertigen 5-teiliger Abwärtsimpuls identifizieren. Das Tief im Dezember 2021 ist hier sehr wahrscheinlich der Teilwelle 3 zuzuordnen. Die anschließende Seitwärtsbewegung auf relativ niedrigem Niveau passt zudem zu Korrekturwelle 4. 

PayPal nach Elliott Wave

Da PayPal am letzten Freitag auf neue Verlauftiefs ausgebrochen ist, muss hier davon ausgegangen werden, dass damit die finale 5 des besagten Abwärtswellenzyklus initiiert worden ist. Wie skizziert, kann diese PayPal noch ein Stück weit tiefer in den Abgrund reißen. Bei ungefähr 150 bis 145 USD trifft PayPal auf gewichtige und mittelfristige Unterstützungslinie. Dort könnte dann vom Markt ein „echter“ Boden ausgebildet werden, aus dem dann anschließend im besten Fall eine Trendwende erwachsen könnte. Anleger können bei diesem bullischen Setup im Laufe dieses Jahres wieder mit einem Aktienkurs von 212 bis 226 USD rechnen.