Neues Tief beim EURUSD-Währungspaar im Zuge der Italien-Krise

Der Euro-Dollar-Kurs setzte seine Verlustserie am Dienstag fort. Die Ängste, ob der Euro überleben wird, sind als Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen in der italienischen Politik größer geworden. Die Strategen dort streben an, die Gemeinschaftswährung auf einen Stand zu bringen, wie es seit der französischen Präsidentschaftswahl von April 2017 nicht mehr der Fall gewesen ist. Das Paar erreichte ein Tagestief von 1,1515 und erholte sich seitdem minimal. Dennoch bleibt es an der Marke von 1,15 haften. Zum Zeitpunkt der Beitragsabfassung notiert das Paar bei 1,1540 und sollte sich während der asiatischen Marktzeiten auf die Marke von 1,15 entwickeln. Der Rückgang des Paares EURUSD hat die Nachfrage nach EUR-Puts erhöht, da die Anleger einen tieferen Rückgang des EUR/USD-Spotmarktes befürchten. Italiens politische Probleme haben sich auf die Anleihemärkte ausgeweitet, wobei die Renditen der italienischen und deutschen Anleihen auf das höchste Niveau seit 2014 gestiegen sind. Die US-Schatzanweisungen notierten tiefer, wobei die 10-jährige Rendite auf rund 2,8% zurückging.

EUR/USD-Währungspaar rückläufig

Mit Ausnahme der sicheren „Hafen-Währungen“ verzeichnete der US-amerikanische Dollar gestern Gewinne gegenüber den wichtigsten globalen Währungen. Der amerikanische CB-Verbraucherindex fiel gemischt aus, während der HPI-Composite und der Dallas Fed Mfg Business Index positive Daten zu vermelden hatten. Geopolitische Probleme in der Eurozone und gemischte Makrodaten aus der Eurozone haben jedoch dazu geführt, dass der US-Dollar den ganzen Tag nicht ins Minus rutschte. Derzeit konzentrieren sich die Anleger auf das vorläufige französische BIP, die Daten zur deutschen Arbeitslosigkeit und den Einzelhandelsumsatz im europäischen Kalender und die ADP-Daten zur Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft und die vorläufigen BIP-Daten aus den USA, die heute veröffentlicht werden sollen.

Aus technischer Sicht nähert sich das EUR/USD-Währungspaar einer größeren Unterstützung, auf einen größeren Zeitrahmen bezogen. Die wöchentlichen einfachen und gleitenden Durchschnitte (SMA) für die Periode 100 und 200 liegen jeweils bei 1,1411 und bei 1,1432. Sie können die nächsten Ziele in den kommenden Tagen darstellen, falls sich der bärische Trend weiterhin fortsetzt. Wir können jedoch erwarten, dass sich der Preis um die Marke von 1,15 konsolidieren wird, falls sämtliche europäischen Marktdaten, die wir heute erwarten, positiv ausfallen. Die erwartete Unterstützungs- und Widerstandsspanne für das Paar liegt bei 1,1510 / 1,1470 / 1,1410 und 1600 / 1650 / 1700.