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Könnte sich die Haltung der EU gegenüber Kryptowährungen bald ändern?

Über Twitter wurde ein kürzlich veröffentlichtes Dokument der Europäischen Kommission, dass ein Kapitel über DeFi enthält, veröffentlicht. Im Rahmen der Überprüfung der europäischen Finanzstabilität und -integration im Jahr 2022 skizziert die Kommission einige der wichtigsten Anwendungsfälle und Protokolle von DeFi.

Die Kommission nennt Vorteile

Als einige der Vorteile von DeFi nennt die Kommission schnellere Abwicklungszeiten und Datentransparenz. Das kann zu geringeren Kosten für Finanzprüfungen führen.

Die Kommission wies auch darauf hin, dass ein offener Quellcode die Innovation fördert. Sie kam zu dem Schluss, dass DeFi erhebliche Möglichkeiten für die grenzüberschreitende Finanzintegration bieten könnte.

In einem Abschnitt stellt die Kommission die Frage, wie es überhaupt möglich ist, den DeFi-Sektor zu regulieren, angesichts der oft pseudonymen Natur der DeFi-Entwickler, insbesondere im Hinblick auf dezentralisierte autonome Organisationen.

Die EU und die Kryptoindustrie

In den letzten Monaten hatte die Europäische Union einen etwas gemischten Ansatz in Bezug auf die Regulierung von Bitcoin & Co.

Im März stimmte das Europäische Parlament für ein regulatorisches Update, das die Möglichkeiten von Kryptodienstleistern einschränken würde, mit selbstverwahrten Wallets umzugehen. Außerdem droht nach wie vor ein generelles Verbot von Proof of Work-Blockchains.

Das EU-Parlament scheint eine eher negative Haltung gegenüber der Kryptoindustrie zu haben. Letztendlich wird jede neue Krypto-Regulierung wahrscheinlich Gegenstand von Trilog-Verhandlungen zwischen der Kommission, dem Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten sein. Erst dann wird sie als Gesetz verabschiedet.