Euro springt am Mittwoch deutlich vom Hauptniveau ab

Der Euro hat sich während der Handelssitzung am Mittwoch wie erwartet deutlich erholt. Die Marke von 1,15 zu erreichen ist nicht nur psychologisch wichtig, sondern auch für die längerfristigen Charts strukturell von Bedeutung. Es erscheint als sinnvoll, dass es zu signifikanten Bewegungen kommen wird. Das ist jedoch kein Grund zum Kauf. Denn derzeit gibt es noch jede Menge Unruhe in der Europäischen Union, in Form von Italien. Zwar gab es in letzter Zeit einen Aufschub und es zeichnet sich ab, dass doch noch eine Regierungsbildung zustande kommen wird. In Bezug auf die Verschuldung existieren aber immer noch große Bedenken.

Ich glaube, dass wir uns in einer Art „totem Katzensprung“ befinden, was bedeutet, dass die Verkäufer irgendwann wieder zurückkommen werden. Die Frage ist bloß: Wann wird das genau sein? Ich denke, dass eine Erholung von 130 Pips in kurzer Reihenfolge sinnvoll ist, wenn man sich die längerfristigen Charts betrachtet. Es wird aber meiner Meinung bald zu Erschöpfungserscheinungen kommen und man wird nochmals die psychologisch wichtige Marke von 1,15 angehen. Sollte man an dieser Marke scheitern, könnte sich das langfristig sehr negativ für den Euro auswirken. Nachdem, was wir alles an „bärischen Druck“ wahrnehmen konnten, liegt dies tatsächlich im Bereich des Möglichen. Vergleicht man all diese Probleme mit den steigenden Zinsen in den USA, weiß man, warum dieser Markt weiter fällt.

Euro/Dollar-Prognose Video 31.05.18