Der Dollar dürfte weiterhin seinen Aufwärtstrend gegenüber dem Euro fortsetzen

Das EUR/USD-Währungspaar begann die Woche ruhig. Die Investoren warten auf frische Impulse an den europäischen Märkten aufgrund der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen des deutschen Verbraucherpreisindexes. Das Wärhungspaar blickt auf seine schlechteste Woche seit Januar zurück, konnte sich aber während des US-Handels etwas erholen und seine Verluste wettmachen. Es notierte aber immer noch fast 150 Pips unter dem Wert aus der letzten Woche. Der US-Dollar verlor am Freitag trotz unerwartet guter US-Daten.

EURUSD-Währungspaar schwächer

Die erste Schätzung für das BIP-Wachstum im ersten Quartal lag mit 2,3% über den erwarteten 2,0%. Der US-Dollar erreichte nach dem Bericht seinen Höhepunkt, fiel danach aber wieder. Der Aufwärtstrend am Freitag war einer Kombination aus rückläufigen T-Renditen und Gewinnmitnahmen geschuldet. Unabhängig davon hat sich die Marktstimmung gegenüber dem US-Dollar aufgrund der Nachrichtenlage verbessert, zum einen, dass die USA Gespräche mit China beginnen werden, zum anderen, dass sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Führer Nord- und Südkoreas getroffen haben und über eine Entnuklearisierung gesprochen haben. Diese Entwicklung sollte sich für das globale Wohlbefinden als gut erweisen und somit sollte auch die Risikostimmung an den Märkten steigen.

EURUSD Hourly
EURUSD Stunden-Chart

Der Dollar steht diese Woche vor großen Herausforderungen. Zum einen werden die PCE-Inflationsdaten für März veröffentlicht, zum anderen trifft sich die Fed am Freitag und wird die Beschäftigungsdaten von April vorstellen. Allerdings geht man davon aus, dass es keine negativen Überraschungen geben wird, somit sollte die Markteinschätzung ausreichen, damit der Dollar weiterhin seinen positiven Kurs einschlägt. Heute liegt der Fokus auf der deutschen Inflation und den US-PCE-Index, da die europäischen Märkte aufgrund des morgigen Feiertags geschlossen sind.

Die Händler werden sich auch auf die BIP- und Inflationsdaten der Eurozone konzentrieren, die am Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht werden sollen. Das Währungspaar unterzog die Unterstützungsmarke bei 1,2060 einer Prüfung, während ein Blick auf den 4-Stunden-Chart eine mögliche Widerstandslinie bei 1,2150 aufzeigt. Im Fortgang des Handels findet man zahlreiche Unterstützungs- und Widerstandsmarken bei 1,2100/1,2060/1,2020 bzw. bei 1,2160/1,2200/1,2245.