Der DAX wird unruhig, geopolitische Ereignisse dominieren

Der DAX-Index war fast wieder bei seinen Höchstständen angelangt, da der Index in Richtung der 12.300-Region driftete und kurz über dieser Region gehandelt wurde, bevor es gegen Ende des Tages zu einer Korrektur kam und er unterhalb dieser Marke schloss. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Index sich auf kurze Sicht weiterhin unbeständig zeigen wird, da Händler und Investoren nach einer Richtung suchen.

DAX unruhig

Die Risikostimmung hatte in letzter Zeit aufgrund der Gefahr eines globalen Handelskriegs und auch aufgrund der geopolitischen Entwicklungen in Syrien mehrere Schläge einstecken müssen. Aber überraschenderweise bewegten sich die europäischen Aktienmärkte in diesen Zeiten aufwärts. Der Hauptgrund dafür dürfte darin liegen, dass die Konjunkturdaten aus der Eurozone nicht so gut sind wie ursprünglich erwartet, und zudem auf den Erwartungen des letzten Jahres basieren. Dies hat die Aktienmärkte einschließlich des DAX stark unter Druck gesetzt.

DAX Hourly
DAX Stunden-Chart

Es bestand die Sorge, dass bessere Daten zu einem QE-Ende führen würde und es somit auf Käuferseite zu Beeinflussungen des DAX kommen könnte. Da aber die Daten nicht das gehalten haben, was sie versprochen hatten, gab es die Hoffnung, dass die QE nicht so schnell beendet wird, wie es von vielen Händlern vorausgesagt worden ist. Dies trieb den Index in Richtung seiner Höchststände. Doch gegen Ende des Tages verkündeten EZB und Draghi, dass sich die Wirtschaft sehr gut entwickelte und dass die EZB der Hoffnung, sei, dass die Wirtschaft sämtliche von ihr gesetzten Ziele erreichen könnte. Unter diesem Gesichtspunkt stände einem QE-Ende kaum noch etwas entgegen.

Dies hat den Druck auf den Index wieder erhöht und daher kam es zu den Kurskorrekturen am Ende des Tages. Mit Blick auf den heutigen Tag erwarten wir keine wichtigen Wirtschaftsnachrichten oder Daten. Daher wird es wahrscheinlich ein ruhiger Tag werden, an dem Konsolidierungsbewegungen innerhalb der Bandbreite dominieren sollten.