Der DAX und die friedliebende EZB

Der DAX-Index erholte sich im Laufe des gestrigen Tages stark, blieb aber knapp unter seinen Höchstständen. Da die US-Aktienindizes ebenfalls stark schlossen, gehen wir davon aus, dass sich dieses Momentum auf den DAX auswirken wirkt und dieser ebenfalls aus seinem Bereich ausbrechen sollte.

Der DAX wird sich gut entwickeln

Es gab mehrere Faktoren, die dem Index hilfreich zur Seite gestanden haben. Vor allem die Bekanntgabe der EZB-Zinsraten sowie die entsprechenden Erläuterungen auf der Pressekonferenz spielten dabei eine Rolle. Die Rate ist unverändert geblieben. Das war allgemein erwartet worden. Auch die Sprache der Verlautbarungen wich nicht von den üblichen Mustern ab, insofern konnte man aus der Textform nichts ableiten. Es war die Pressekonferenz von Draghi, die den Unterschied machte.

DAX Hourly
DAX Hourly

Obgleich Draghi in der Pressekonferenz versuchte, den Eindruck zu vermitteln, dass die EZB zuversichtlich in die Zukunft blicke und dass die Fundamentaldaten stark wären, fügte er hinzu, dass die EZB sehr genau die Situation beobachten würde. Ein mögliches Ende der QE wurde mit keinem Wort erwähnt. Dies war genug Signal für den Markt, dass in der Eurozone nicht alles so glatt läuft. Der Markt interpretierte dies als ein Signal, dass die QE länger als ursprünglich erwartet fortgesetzt werden müssten. Dies gab für die Bullen den Startschuss zum Aktienkauf, was dem DAX half, sich noch einmal auf die 12.5000-Region zu erholen.

Mit Blick auf den Rest des Tages glauben wir, dass der DAX sehr gut in den Tag starten sollte. Tagsüber könnte die 12.600-Marke erreicht werden. Die Auswirkungen des gestrigen starken Schlusskurses sowohl im DAX als auch in den USA dürften ausreichen, dass sich der Index positiv entwickelt. Vom Schlusskurs wird einiges abhängen.