Das italienische Sorgenkind und der DAX

Der DAX-Index öffnete gestern aufgrund der Entwicklungen am Wochenende, die das Risiko begünstigten, stärker. In Korea fand ein Gipfel zwischen den Führern aus Süd- und Nordkorea statt, sodass die Möglichkeit wieder im Raum steht, dass der US-Nordkoreanischer-Gipfel wieder stattfinden kann. Dies führte zu stärkerem Handel. Aber was danach folgte, war ein Blutbad.

DAX fällt

Die Anzeichen waren schon am Freitag spürbar gewesen, als Italien begann, die Schlagzeilen des Marktes zu dominieren. Dies führte zu einem Ausverkauf der italienischen Anleihemärkte. Aber dieses Gemetzel hörte nicht auf und entwickelte sich zu einem Schneeball. Es wirkte sich auf die gesamte Eurozone aus und zog somit auch den DAX in Mitleidenschaft. Es kam im DAX zu einem Ausverkauf: Anstatt, dass der Index durch die 13.000 Punkte schoss, fiel er.

DAX Hourly
DAX Stunden-Chart

Die Verkäufe setzten sich im Laufe des Tages weiter nach unten fort, bis der DAX unterhalb der 12.800 Punkte notierte. Es sagt viel aus, dass nun die Bären die Kontrolle über den Index innehaben. Es wird einige Zeit dauern, bis sich der Index auf kurze Sicht stabilisiert hat. Anstatt zu versuchen, die Talsohle des Trends zu finden, wäre es ratsam, dass die Händler am Rande warten und sehen, was zu tun ist.

Mit Blick auf den Rest des Tages dürften sich die Verkäufe kurzfristig fortsetzen, was den DAX weiter nach unten drücken dürfte. Es scheint derzeit noch keine wichtigen Unterstützungsregionen zu geben – und die Unsicherheit auf den italienischen Märkten halten an. Daher bewerten wir die Verkäufe nicht als Erholung.