Christian Lindner Finanzminister

Christan Lindner geht auf Krypto zu, UK baut Krypto-Hub auf

Kryptowährungen werden zunehmend unter die Lupe genommen, da die politischen Entscheidungsträger sich der potenziellen Risiken digitaler Vermögenswerte bewusst werden.

Das vorherrschende Thema in den globalen Krypto-Nachrichten in dieser Woche war die Regulierung, da die politischen Entscheidungsträger daran arbeiten, einen Rahmen für die Regulierung des Kryptowährungsmarktes zu entwickeln.

Lindner gibt sich Krypto-Positiv

In den letzten Wochen wurde viel über die Regulierungsdebatten auf EU-Ebene berichtet. Aber auch auf Bundesebene schreitet die Bitcoin-Regulierung voran. So lud Finanzminister Christian Lindner (FDP) kürzlich Branchenvertreter zum Digital Finance Forum ein.

Nach Ansicht der Teilnehmer des Forums hat Lindner kryptofreundliche Signale gesendet. Er wolle die Branche größer machen und die gesamteuropäische Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Asien und den USA stärken, heißt es. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch noch nicht vereinbart.

In den USA sieht es derzeit ganz anders aus. Börsenaufsichts-Chef Gary Gensler hat mehrmals betont, das Kryptowährungen wie Wertpapiere behandelt werden sollten.

Gensler bekräftigte  in seiner Rede auf der Jahreskonferenz der Penn Law Capital Markets Association, dass Bitcoin-Börsen und Krypto-Firmen in den Zuständigkeitsbereich seiner Behörde fallen. Dementsprechend sollten Krypto-Investoren den gleichen Schutz genießen dürfen wie alle anderen auch.

Die SEC hat am 31. März eine neue Richtlinie veröffentlicht, die besagt, dass Unternehmen in den USA, die Krypto-Vermögenswerte für ihre Kunden halten, diese Bestände offenlegen und über Risiken aufklären müssen.

Gensler fuhr in seiner Rede fort, insbesondere Stablecoins in ein negatives Licht zu rücken. Er sagte, dass sie dazu beitragen, das traditionelle Bankensystem zu umgehen und folglich ein Vehikel für Geldwäsche sind.

UK als Krypto-Hub

Die britische Regierung plant die Einführung neuer Maßnahmen, die Unternehmen dabei helfen sollen, in den Krypto-Asset-Technologie-Sektor des Landes zu investieren, zu innovieren und zu expandieren.

Die wichtigste Maßnahme wäre die Regulierung von Stablecoins als anerkanntes Zahlungsmittel. In Zusammenarbeit mit der Royal Mint ist die Regierung dabei einen NFT schaffen. Dieser soll bis zu diesem Sommer herausgegeben werden.

Großbritanniens Wunsch ist es in Zukunft enger mit der Krypto-Branche zu arbeiten. Die Regierung arbeitet daran, die Wettbewerbsfähigkeit des britischen Steuersystems zu verbessern. Sie prüft zum Beispiel, wie DeFi-Darlehen steuerrechtlich werden können. Die Regierung hofft Investoren und Arbeitsplätze anzuziehen.