Immobilien

10 Millionen Geflüchtete werden Immobilien-Preise weiter treiben

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock geht von bis zu 10 Millionen Flüchtlingen durch den Ukraine-Konflikt aus: “Und wir werden sie alle aufnehmen.” Das wird die Immobilien-Preise weiter nach oben treiben.

10 Millionen neue Menschen in Deutschland

Deutschland hat derzeit einen Bevölkerungsstand von 83,2 Millionen Menschen. In einer kürzlichen Rede am 26.03.2022 in Cottbus kündigte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in Bezug auf die Ukraine-Krise an: “Es werden 8 bis 10 Millionen Geflüchtete kommen. Und wir werden sie alle aufnehmen.

Das würde ein Bevölkerungsplus von 10 bis 12 Prozent für Deutschland bedeuten. Die derzeitige Bevölkerung der Ukraine beläuft sich auf rund 40 Millionen Menschen. So ist die Schätzung der Außenministerin durchaus realistisch, dass etwa ein Viertel davon fliehen wird. Auch, dass die meisten davon nach Deutschland kommen werden, scheint realistisch.

Totgeglaubte leben länger

Wer sich die Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anschaut erkennt: Der Trend zu mehr Zuwanderung nimmt kontinuierlich zu. Während mit der Balkan-Krise Anfang der 90er Jahre rund 1 Million neue Menschen nach Deutschland kamen, waren es mit der Flüchtlingskrise um das Jahr 2015 herum bereits rund 2 Millionen (vgl. Das Bundesamt in Zahlen 2021, Seite 9).

Die Prognosen, dass die Bevölkerung in Deutschland wegen der abnehmenden, niedrigen Geburtenraten zurückgehen und die Immobilien-Preise darum fallen würden, liegen darum falsch.

Immobilien-Preise werden weiter steigen

Die Immobilien-Preise in Deutschland werden durch die zunehmende Bevölkerung weiter steigen. Alleine schon, weil wegen des Krieges in der Ukraine Immobilien zerstört werden, müssen die übrig gebliebenen Immobilien im Zentrum von Europa an Wert gewinnen. Immobilien werden knapper.

Die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge können sich Immobilien zudem leisten. Zunächst erhalten sie dafür Soforthilfe vom Staat. Später integrieren sie sich idealerweise in den Arbeitsmarkt und können die Miete und Bankrate für die Immobilie aus ihrem laufenden Einkommen bedienen.

Fazit: Es gibt keine Immobilien-Blase

Die Immobilien-Preise haben sich in Wachstumsregionen in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren gerade einmal verdoppelt. Die Basis-Geldmenge wurde in der Euro-Zone seit Euro-Einführung von etwa 0,5 auf aktuell rund 6 Billionen Euro verzwölffacht. Derzeit erleben wir eine Rekord-Inflation von 7,3 Prozent und mehr.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Flüchtlinge nach Deutschland die Wohnraum für sich beanspruchen. Die Immobilien-Preise werden weiter steigen. Wer zu billigen Zinsen, finanziert durch die laxe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Immobilien gekauft hat, macht weiterhin einen guten Gewinn.