EURUSD-Währungspaar im Aufschwung gegenüber den dortigen US-Makrodaten

Das EURUSD-Währungspaar hat am Mittwoch seit Handelsbeginn in Nordamerika zu einer Aufwärtsbewegung angesetzt, da die US-Makrodaten die Erwartungen nicht erfüllt haben. Das Paar wurde am Donnerstag größtenteils während den asiatischen Handelszeiten um die 1,16 gehandelt. Das Paar notiert derzeit bei 1,16628, mit einem Wertzuwachs von 1,27%, im Vergleich zum gestrigen niedrigsten Stand bei 1,15170. Der deutsche Einzelhandelsumsatz liegt mit 2,3% weit über den Erwartungen. Die Inflation in Deutschland stieg auch höher als vorhergesagt: 2,2% YoY für europäische und deutsche Maßnahmen. Auch in Spanien bleibt die Inflationsrate robust. Sie lag bei 2% und übertraf auch die frühen Prognosen. Nach einer langen Zeit des Untergangs scheint die Erholung des Frühlings echt zu sein. Vielleicht trägt das raue Winterwetter die ganze Schuld.

EURUSD erholt sich

Der ADP NFP lag bei 178.000, man hatte für Mai 190.000 erwartet. Darüber hinaus wurde die Zahl für April deutlich nach unten korrigiert: 163.000 statt 204.000 wie ursprünglich berichtet. Auch der BIP-Bericht für das erste Quartal blieb hinter den Erwartungen zurück: 2,2% jährliches Wachstum nach der zweiten Veröffentlichung statt 2,3% wie zuvor prognostiziert. Die Anleger waren auf der Suche nach einem Ende des bärischen Trends. Insofern hat das Währungspaar deutlich an Dynamik gewonnen und entwickelt sich zugunsten des Euros. Das Paar hat über 150 Punkte gegenüber dem 10-Monats-Tief vom Dienstag dazu gewonnen. Diese Aufwärtstrendbewegung wird von vielen als Aufschub betrachtet, da sich die italienischen Staats- und Regierungschefs bewegt haben, um die politischen Turbulenzen abzuschwächen und potentiell disruptive Neuwahlen zu vermeiden.

EURUSD Hourly
EURUSD Stunden-Chart

Abgesehen von den Entwicklungen in Italien blicken die Anleger auch auf die Verbraucherpreisdaten der Eurozone, die um 0900 GMT veröffentlicht werden sollen. Die Inflation dürfte sich im Mai auf 1,6% beschleunigt haben. Allerdings gab es auch auf den Märkten die Nachricht, dass die Vereinigten Staaten doch nun planen, Zölle auf Stahl und Aluminium, die aus der Europäischen Union importiert werden, zu erheben. Die Anleger warten nun ab, wie sich die Dinge entwickeln werden, bevor sie riesige Wetten platzieren. Sollten sich die VPI-Daten in der Eurozone, die wir für heute erwarten, als positiv herausstellen, könnte das Währungspaar oberhalb der Marke von 1,16 notieren. Es ist wahrscheinlich, dass das Paar während des Handels in Nordamrika mindestens die 1,1730 erreicht. Die erwartete Unterstützungs- und Widerstandsspanne für das Paar liegt bei 1,1640 / 1,1603 / 1,1561 und 1,1690 / 1,1719 / 1,1730.