Erdgaspreisprognose – Erdgasmärkte haben brutal geöffnet

Technische Analyse Erdgas

Die Erdgasmärkte sind zu Beginn der Dienstagssitzung ziemlich stark gefallen, da die Amerikaner zur Arbeit zurückgekehrt sind. Im Moment sieht es so aus, als ob der Markt versucht, herauszufinden, was er als nächstes tun soll, da wir so überkauft waren. Außerdem gibt es erste Anzeichen für Risse in der europäischen Solidarität, so dass es möglich ist, dass die Erdgasmärkte dies widerspiegeln werden.

Abgesehen davon waren wir ein wenig parabolisch, so dass ich zumindest davon ausgehe, dass wir weiterhin ein gewisses Hin und Her erleben werden, da wir versuchen, den Schaum der großen Bewegung abzuarbeiten. Wenn die Märkte so überkauft sind, wie es bei Erdgas der Fall war, ist es nur logisch, dass es zu einem gewissen Auf und Ab kommen wird. Letztlich ist dies ein Markt, der noch viel Arbeit vor sich hat, um entweder nach oben zu steigen oder darunter zu fallen. Wenn wir unter die 8,00 $-Marke fallen, könnte der Markt bis zum 50-Tage-EMA gehen, der sich im Bereich von 7,27 $ befindet.

Man könnte ein Argument für einen steigenden Keil anführen, aber ich denke, es ist noch zu früh, um nach einer Art von Leerverkaufsmöglichkeit zu rufen. Man muss davon ausgehen, dass der überkaufte Zustand so lange anhält, bis er aufhört. Ich weiß, dass sich das etwas undurchsichtig anhört, aber das ist die Realität beim Handel mit einem Markt, der so weggelaufen ist wie dieser. Der Markt scheint in der Nähe der 9,50 $-Marke eine gewisse Obergrenze zu haben. Sollten wir also darüber ausbrechen, ist es wahrscheinlich, dass der Markt die 10,00 $-Marke erreichen könnte.

Erdgaspreisprognose Video 01.06.22

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Rohölpreisprognose – Rohöl bricht aus dem Widerstand aus

Technische Analyse WTI-Rohöl

Der Markt für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate erholte sich während des Handels am Dienstag erneut und überwand einen bedeutenden Widerstand. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es offensichtlich, dass Rohöl noch viel höher steigen wird, und es würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn die WTI-Sorte die $130-Marke erreichen würde. In Anbetracht dessen dürften die kurzfristigen Kursrückgänge weiterhin Kaufgelegenheiten bieten, und es ist daher wahrscheinlich, dass bei jeder Abwärtsbewegung zahlreiche Käufer auftauchen werden. Ich kann mir keine Gelegenheit vorstellen, diesen Markt in nächster Zeit zu verkaufen, zumindest nicht, solange wir uns über dem 50-Tage-EMA befinden. Das sind $13 unter dem aktuellen Preis.

Rohölpreisprognose Video 01.06.22

Technische Analyse von Brent Crude Oil

Die Brent-Märkte sind ebenfalls ausgebrochen und bedrohen derzeit die 120 $-Marke. Es ist wahrscheinlich, dass wir weiterhin einen Ausbruchsversuch über diese Marke sehen werden, was die Möglichkeit eines Anstiegs auf die $130-Marke eröffnen könnte. Die $115-Marke darunter dürfte eine wichtige Unterstützung sein, da wir dort nach oben ausgebrochen sind, und zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, dass der Brent-Markt dem WTI-Markt sehr ähnlich ist, in dem Sinne, dass die Käufer weiterhin bei jeder sich bietenden Gelegenheit Werte aufkaufen werden. Ich habe kein Interesse daran, diesen Markt zu leerverkaufen, und ich glaube auch nicht, dass wir in nächster Zeit die Gelegenheit dazu haben werden. Es würde mich nicht überraschen, wenn Brent die jüngsten Höchststände durchbrechen und den Markt in Richtung der 140-Dollar-Marke treiben würde. Wir haben es mit außerordentlich volatilen und gefährlichen Märkten zu tun.

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Zins- und Konjunktursorgen setzen Europas Börsen wieder zu

Frankfurt (Reuters) – Aus Furcht vor rascheren Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und einem vorläufigen Ende des Aufschwungs ziehen sich Anleger aus den heimischen Börsen zurück.

Dax und EuroStoxx50 fielen am Dienstag um jeweils etwa eineinhalb Prozent auf 14.388,61 beziehungsweise 3784,82 Punkte. Der Euro verlor 0,5 Prozent auf 1,0723 Dollar. Europäische Staatsanleihen flogen ebenfalls aus den Depots, die Rendite der zehnjährigen Bundestitel stieg auf 1,123 Prozent. An der Wall Street ging es mit dem US-Standardwerteindex Dow Jones ebenfalls abwärts. Er büßte 0,6 Prozent ein.

“Der rasche Energiepreisanstieg führt zu steigenden Kosten für die Unternehmen, die diese an ihre Kunden weitergeben”, sagte Volkswirt Bert Colijn von der ING Bank. Die Inflation in der Euro-Zone stieg im Mai überraschend stark auf ein Rekordhoch von 8,1 Prozent. Größere Zinsschritte der EZB von einem halben Prozentpunkt schienen nicht mehr unmöglich, sagte Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger. Allerdings sei dies nicht ihr Basis-Szenario.

EU VERFÜGT IMPORTSTOPP FÜR GROSSTEIL RUSSISCHEN ÖLS

Börsianer gehen angesichts weiter steigender Energiepreise nicht davon aus, dass der Teuerungsdruck seinen Höhepunkt bereits erreicht hat. Unter anderem wegen des EU-Embargos für einen Großteil russischer Ölimporte stieg der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee um bis zu 2,4 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch von 124,64 Dollar je Barrel (159 Liter). “Der Bann wird vor dem Hintergrund der bereits hohen Inflation und der Lieferketten-Probleme die Euro-Zone in eine Rezession stürzen”, warnten die Analysten der Rabobank.

Gleichzeitig zog der europäische Erdgas-Future um 2,4 Prozent auf 88,85 Euro je Megawattstunde an. Es fließe weniger russisches Gas auf Russland durch die Pipelines nach Westen, sagten Börsianer. Grund sei offenbar der Lieferstopp des Konzerns Gazprom an den niederländischen Gashändler GasTerra, weil dieser Zahlungen nicht wie gefordert in Rubel geleistet habe.

Vor diesem Hintergrund griffen Investoren bei europäischen Öl- und Gaswerten zu. Der Index dieser Branche stieg um bis zu zwei Prozent auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 356,13 Punkten. Aus den Depots flogen dagegen Airlines, für die Treibstoff ein wichtiger Kostenfaktor ist. Die Aktien der Lufthansa und der British Airways-Mutter IAG sowie der Billig-Flieger EasyJet und Ryanair fielen um bis zu 4,6 Prozent.

LANXESS PUNKTET MIT ZUKAUF – DSM MIT MILLIARDEN-FUSION

Titel von Lanxess legten dagegen gut elf Prozent zu. Der Spezialchemiekonzern übernimmt gemeinsam mit dem Finanzinvestor Advent das Kunststoffgeschäft des niederländischen Rivalen DSM. Die Lanxess-Sparte, die die Deutschen in dieses Joint Venture einbrächten, werde deutlich höher bewertet als von ihm erwartet, kommentierte Analyst Chris Counihan von der Investmentbank Jefferies. Außerdem erhalte der Konzern die Option, seine Anteile an der Gemeinschaftsfirma binnen drei Jahren loszuschlagen.

In Amsterdam rückten die Titel von DSM mehr als acht Prozent vor. Parallel zum Lanxess-Deal kündigte das Unternehmen eine milliardenschwere Fusion mit dem Schweizer Duft- und Aromen-Hersteller Firmenich an. Damit entstehe einen neue Supermacht der Branche, schrieben die Analysten der Citibank. Dies drückte die Kurse der Firmenich-Rivalen Givaudan und Symrise jeweils etwa 3,5 Prozent ins Minus.

Dank des Erfolgs des Actionfilms “Top Gun: Maverick” mit Tom Cruise gingen an der Wall Street die Papiere der Kinoketten AMC, Imax und Cinemark erneut in den Steigflug. Sie stiegen um bis zu 11,7 Prozent. Einsetzende Gewinnmitnahmen drückten die beiden Letzteren dann allerdings ins Minus, während sich AMC 1,7 Prozent im Plus hielt. Die Aktien des Filmstudios Paramount, das den Film herausgebracht hat, verloren ebenfalls an Schwung und notierten 0,5 Prozent fester.

Entwurf – Löwenanteil des Bundeswehr-Sondervermögens für Luftwaffe

Berlin (Reuters) – Im 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für die Bundeswehr ist einem ersten Entwurf für den Wirtschaftsplan der Löwenanteil für die Luftwaffe reserviert.

Demnach ist für die “Dimesion Luft” 40,9 Milliarden Euro vorgesehen, wie es in der Vorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages heißt, die der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. Darin enthalten ist die Beschaffung des Tornado-Nachfolgers, der US-Kampfjet F-35, sowie die Entwicklung und der Kauf des ECR Eurofighters.

Für die Marine sind 19,3 Milliarden Euro veranschlagt, für das Heer 16,6 Milliarden. Des weiteren vorgesehen sind zwei Milliarden Euro für “Bekleidung und persönliche Ausrüstung”. Für die “Führungsfähigkeit der Bundeswehr” sind 20,7 Millarden Euro genannt. Darin enthalten ist auch das Thema Digitalisierung. Für Forschung und Entwicklung steht ein Betrag von 500 Millionen Euro in der Planung.

Schweizer Börse rutscht ab – Investoren flüchten aus Credit Suisse

Zürich (Reuters) – Zins- und Konjunktursorgen haben die Anleger an der Schweizer Börse am Dienstag zu Verkäufen getrieben.

Der Leitindex SMI sank bis kurz vor Handelsschluss um 1,0 Prozent auf 11.619 Punkte. “Dass die Märkte in der vergangenen Woche erstmals seit mehreren Wochen im Plus schlossen, bedeutet nicht, dass die Tiefstkurse bereits erreicht wurden”, sagte George Alevrofas, Anlagechef bei VT Wealth Management. “Die Zinsentwicklung und die Konjunkturlage scheinen in den heutigen Preisen noch nicht vollständig enthalten zu sein.”

An die Spitze der SMI-Verlierer setzte sich die Credit Suisse mit einem Kursverlust von 4,6 Prozent. Die krisengeplagte Grossbank prüft Insidern zufolge Massnahmen zur Stärkung des Kapitals, darunter eine Kapitalerhöhung oder den Verkauf eines Teilbereichs. Die Givaudan-Aktien rutschten 3,9 Prozent ab. Der Aromen- und Riechstoffkonzern muss sich auf härtere Konkurrenz einstellen: Der niederländische Vitaminhersteller DSM und der Schweizer Duft- und Aromenkonzern Firmenich schliessen sich in einem Milliardendeal zu einem neuen Branchenriesen zusammen.

Weit oben auf den Verkaufszetteln standen auch konjunktursensitive Unternehmen wie der Prüfkonzern SGS, die Bauindustriefirmen Geberit und Sika und der Elektrotechnikkonzern ABB.

Am breiten Markt schossen die Anteile von U-Blox 19 Prozent hoch. Der Hersteller von GPS-Chips hat die Prognose für Umsatz und Rentabilität im laufenden Jahr angehoben.

Scholz äußert Verständnis für Ungarn – EU-Öl-Embargo steht

Brüssel (Reuters) – Bundeskanzler Olaf Scholz hat Verständnis für die Haltung von Ländern wie Ungarn geäußert, die den Import von russischem Öl nicht so schnell wie Deutschland beenden könnten.

Scholz verteidigte zum Abschluss des EU-Gipfels am Dienstag in Brüssel, dass das von den EU-Staaten beschlossene Einfuhrverbot von russischem Öl nicht für Lieferungen über Pipelines gelte. “Das war wichtig”, sagte der Kanzler, weil einige Länder die Übergangsmaßnahmen nicht so schnell hinbekämen wie andere. Zugleich räumte Scholz aber ein, dass ein einstimmiger Beschluss der EU-Staaten nur auf diese Weise möglich gewesen sei.

Scholz betonte, mit dem Beschluss werde die Einfuhr von russischem Öl in die Europäische Union um 90 Prozent gekappt. Der Schritt diene dazu, dass Russland den Krieg in der Ukraine beende, sich aus dem Land zurückziehe und eine Friedenslösung anstrebe. Für Deutschland bleibe er bei seinem Ziel, bis Jahresende kein Öl aus Russland mehr zu importieren. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron sagte, weitere Sanktionen gegen Russland seien möglich und dabei könne nichts ausgeschlossen werden. Die Ukraine begrüßte den Schritt gegen Russland. Die neuen Sanktionen der EU würden den Kollaps der russischen Wirtschaft beschleunigen, erklärte das Außenministerium in Kiew. Die Haltung Ungarns sei allerdings enttäuschend.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte mit seinem Veto in Brüssel ein vollständiges Öl-Embargo verhindert. Er verwies dabei auf die große Abhängigkeit der ungarischen Wirtschaft von dem russischen Energieträger. Auch die Slowakei und Tschechien haben Bedenken gegen ein vollständiges Embargo geäußert. Die osteuropäischen Länder werden über die “Druschba”-Pipeline versorgt. Über die Leitung fließt Öl von Russland zu Raffinerien in Budapest, Prag und Bratislava. Ungarn, die Slowakei und Tschechien verfügen wegen ihrer geografischen Lage nicht über einen Anschluss an das offene Meer und sind daher nahezu vollständig auf Lieferungen über die Pipeline angewiesen.

“SICHERE UND ZUKUNFTSFÄHIGE PERSPEKTIVE”

Das von den EU-Staats- und Regierungschefs beschlossene Embargo soll mit Übergangsfristen greifen. Für anlandendes Rohöl seien dafür sechs Monate, für raffinierte Produkte acht Monate vorgesehen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Die Fristen griffen, wenn das sechste Sanktionspaket der EU gegen Russland formal beschlossen sei. Erwartet wird, dass die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten noch diese Woche den entsprechenden Beschluss fassen. In dem Sanktionspaket ist auch der Ausschluss des größten russischen Finanzinstituts Sberbank aus dem Zahlungssystem Swift enthalten. Zudem sollen drei staatliche russische Sender ihre Lizenz für die EU verlieren.

Was das Öl-Embargo für die ostdeutsche Raffinerie in Schwedt bedeutet, ist weiter unklar. Schwedt bezieht sein Öl ebenfalls aus der Druschba-Pipeline. Scholz verwies auf laufende Gespräche und betonte, es werde nach einer “Perspektive” gesucht, die die Arbeitsplätze dort sichere. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagte, er wolle für Schwedt “eine sichere und zukunftsfähige Perspektive schaffen, sowohl was die Versorgung mit Öl angeht, wie auch dann ein wachsendes Geschäftsfeld jenseits der Ölproduktion”. Es gelte nun, die Umsetzung des EU-Embargos auch in Deutschland vorzunehmen, sagte der Grünen-Politiker bei einem Besuch der Hannover-Messe.

Aus Moskau lag zunächst keine offizielle Reaktion vor. Allerdings stellte der russische Staatskonzern Gazprom am Morgen wie angekündigt seine Lieferungen in die Niederlande ein. Betroffen ist der niederländische Gashändler GasTerra. Zuvor hatte Gazprom bereits seine Gaslieferungen nach Bulgarien, Polen und Finnland gekappt. GasTerra habe seine Zahlungen für April nicht in der geforderten Rubel-Form geleistet, teilte Gazprom zur Begründung mit.

Mercedes startet Bau des eCampus im Stuttgarter Stammwerk

Stuttgart (Reuters) – Mercedes-Benz treibt den Wandel vom Verbrenner- zum Elektroauto in seinem Stuttgarter Stammwerk weiter voran.

Konzernchef Ola Källenius legte am Dienstag im Beisein des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann den Grundstein für ein Batterie-Kompetenzzentrum mitten im Werk Untertürkheim. Der Grundstein symbolisiere die Zukunftsfähigkeit des Traditionsstandortes, der zugleich Sitz der Konzernzentrale ist, sagte Källenius. “Untertürkheim wird auch in Zukunft das Zentrum der Mercedes-Benz-Antriebsexpertise sein.”

Der Autobauer hat vor gut einem Jahr den Bau des “eCampus” beschlossen, für den ein dreistelliger Millionenbetrag investiert wird. In dem Kompetenzzentrum sollen ab Ende 2023 die Forschung und Entwicklung von Batteriezellen und Batterien bis hin zu einer Kleinserienproduktion von Zellen angesiedelt werden. Management und Betriebsrat verhandelten lange über die Zukunft des fast 120 Jahre alten Werkes, das mit der Fertigung von Getrieben, Motoren und Teilen noch stark vom Verbrennungsmotor abhängig ist.

Ein kleiner Teil der rund 16.000 Produktionsbeschäftigten ist schon zur Fertigung von Antriebselementen für Elektroautos gewechselt. An dem Standort, der sich am Neckar entlang über mehrere Ortschaften zieht, gibt es bereits zwei Batteriefabriken. Ab Ende 2024 soll zudem der komplette elektrische Antriebsstrang dort hergestellt werden. Später noch ein Batterieprüfzentrum dazukommen. Die Beschäftigten beim Wandel zur Elektromobilität mitzunehmen sei eine Herausforderung, erklärte Betriebsratschef Michael Häberle. Denn es gebe Verlustängste. “Es ist aber kein Verlust, sondern das Schaffen von Neuem.” Der Betriebsrat wolle sich dafür einsetzen, dass noch mehr Teile für E-Autos und so das komplette Spektrum der klimafreundlichen Technik dem Werk Untertürkheim zugeteilt werden. “Der eCampus wird auf Dauer nicht reichen”, betonte er.

Uniper – Haben Gaslieferungen aus Russland sanktionskonform bezahlt

Düsseldorf (Reuters) – Der Energiekonzern Uniper hat nach eigenen Angaben die Zahlung seiner Gasrechnung aus Russland so umgestellt, dass sie sowohl den Forderungen aus Russland als auch den Sanktionen des Westens entspricht.

“Uniper zahlt in Euro im Einklang mit dem neuen Zahlungsmechanismus. Die erste dieser Zahlungen erfolgte Ende Mai”, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Uniper handele auf diese Weise sanktionskonform und könne weiterhin eine fristgerechte Vertragserfüllung gewährleisten. “Das Vorgehen war im Vorfeld mit der Bundesregierung abgestimmt worden und folgt den entsprechenden EU-Leitlinien.”

Zu den Details der Zahlungen wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Russland hatte vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs von als unfreundlich eingestuften Ländern wie Deutschland die Umstellung auf eine Zahlung in Rubel verlangt. Der staatliche Gasriese Gazprom hat unter anderem Polen, Bulgarien und Finnland den Gashahn zugedreht, nachdem diese die Forderung abgelehnt hatten.

Mercedes – Produktion kaum gebremst durch Chip-Mangel

Frankfurt (Reuters) – Der Mangel an Computerchips oder Teilen aus der Ukraine hat die Produktion des Autobauers Mercedes-Benz in diesem Jahr nur wenig beeinträchtig.

“Es gab keine großen Auswirkungen”, sagte Produktionschef Jörg Burzer am Dienstag am Rande einer Mercedes-Veranstaltung in Stuttgart. “Die Produktion läuft stabil, im Wesentlichen fahren wir durch”, ergänzte er. Der Dax-Konzern hatte zu Jahresbeginn erklärt, er rechne ab dem zweiten Halbjahr mit einer Besserung der Versorgungsprobleme mit Halbleitern. Der Engpass machte der Autoindustrie weltweit aufgrund von Nachfrageverschiebungen in der Corona-Pandemie zu schaffen. Auch Lieferausfälle von Teilen aus der Ukraine und der Lockdown in Peking, wo Mercedes-Benz im Joint-Venture BAIC produziert, hätten die Produktion nicht getroffen, ergänzte Burzer.

Bafin sieht wegen Ukraine-Krieg erhöhte Gefahr von Cyberangriffen

Frankfurt (Reuters) – Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor Hackerangriffen auf die Finanzwirtschaft im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg.

Die Bafin sehe aktuell eine verstärkte Gefahr von Cyberangriffen auch auf den deutschen Finanzsektor, teilten die Behörde am Dienstag in Bonn mit. In den letzten Tagen sei es zu wiederholten Angriffen auf IT-Infrastrukturen gekommen, insbesondere mittels DDoS. Dabei wird ein Netzwerk Anfragen geflutet, um es zu lähmen.

BaFin-Chef Mark Branson hatte bereits kürzlich auf das Risiko von Hackerangriffen hingewiesen. Der Krieg habe solche Attacken wahrscheinlicher gemacht, warnte er. Experten halten es für möglich, dass es aufgrund des Kriegs und der scharfen Sanktionen des Westens gegen Russland und Belarus zu verstärkten Hackerangriffen aus Russland auf kritische Infrastruktur kommen könnte.