Dow Jones Index – Folgende wichtige Widerstände drücken den Kurs!

Im letzten Monat schafften es die Bullen vom Dow Jones Index Anstiege in Richtung des Widerstands von etwa 35.500 Punkten zu initiieren. Doch am gestrigen Handelstag kam es zu einem scharfen Rückgang, welcher den Anfang einer nächsten Abwärtswelle einläuten könnte.

Hierzu gilt es zu beachten, dass die Marke von etwa 34.300 USD noch als hervorragende Unterstützung anzusehen ist. Es wird also sehr spannend werden, wie sich die Kurse in den nächsten Tagen verhalten.

Dow Jones Index – wichtige GD200 sorgt für Widerstand

Auch der wichtige langfristige 200-Tage-Durchschnitt sorgt, wie auf dem Schaubild hervorragend zu sehen ist, vorerst für Gegenwehr. Werden die Bullen diesen wichtigen Indikator erobern können? Derzeit bleibt die Lage weiter äußerst angespannt.

Auf der Unterseite könnte es anstehen in Richtung des schon besprochenen Unterstützungsbereich von 34.300 USD zu laufen. Aber natürlich sind auch weitere Kursrückgänge zur 34.000er-Marke oder gar bis zum diesjährigen Kurstief von 32.272 USD denkbar.

Entscheidend wird es sein, die Widerstandszone, welche grob gesagt zwischen 35.000 und 35.700 USD zu finden ist, erobert wird. Kurse unterhalb dieser Marke sind vorerst als zwiespältig zu betrachten.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Dow Jones Index (D1)

Dow Jones Index Prognose
Dow Jones Index | Chart von FxEmpire

Das ist eine Trendanalyse (D1) für den Dow Jones Index!

Macd Oszillator: Bei dem beliebten Indikator wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind 7 positiv. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei dem Dow Jones Index die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind 6 steigend. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen. -the trend is your friend-

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind 6 positiv. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Die Auswertung der Trendanalyse

01.04.2022: Was zeigt die Gesamtauswertung auf? Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 19 als positiv zu bezeichnen. Das sind immerhin 63.33 %. Deshalb kann der Status hier auf „Bullisch“ gesetzt werden. So gesehen ist es durchaus nützlich, einen Einstieg in den Dow Jones Index zu suchen und zu kaufen, bzw. investiert zu bleiben.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Ukraine fürchtet neue Angriffe – Kämpfe bei Kiew

– von Sergiy Karazy

Irpin (Reuters) – Die Ukraine bereitet sich auf neue Angriffe Russlands im Süden und im Osten des Landes vor.

Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte vor Kämpfen, die in der östlichen Donbass-Region und der belagerten südlichen Hafenstadt Mariupol bevorstünden. Nördlich und östlich der Hauptstadt Kiew kam es am Freitag allerdings erneut zu heftigen Kämpfen, wie Bürgermeister Witali Klitschko mitteilte. Die Verhandlungen für eine Waffenruhe zwischen beiden Ländern gingen unterdessen per Videokonferenz in eine neue Runde. Zu Störungen bei Gaslieferungen aus Russland nach Europa wegen des Rubel-Dekrets kam es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Kiews Bürgermeister Klitschko sagte: “Das Risiko, in Kiew zu sterben, ist ziemlich hoch, und deswegen ist mein Rat an alle, die zurückkommen wollen: Bitte lasst Euch ein bisschen länger Zeit.” Der Gouverneur der Region Kiew sagte allerdings auch, dass sich die russischen Truppen aus einigen Gebieten zurückzögen, aber ihre Positionen in anderen Orten verstärkten. Die Bemühungen, Bürger aus Mariupol zu evakuieren, kamen zunächst nicht voran. 45 Busse zur Rettung von Zivilisten wurden nach ukrainischen Angaben an der Fahrt in die Stadt gehindert. Die Bemühungen zur Einrichtung eines humanitären Korridors würden aber fortgesetzt. Diese waren in den vergangenen Tagen wiederholt gescheitert, wofür sich beide Seiten gegenseitig die Schuld gaben.

Russland verlegte unterdessen nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums Truppenteile aus Georgien in die Ukraine. Damit wolle Russland offenbar seine Invasion verstärken. Dem Ministerium zufolge sei es unwahrscheinlich, dass Russland dies von vornherein so geplant habe. Der Schritt werde daher als Hinweis auf unerwartete Verluste Russlands bei dem Einmarsch gesehen. Der britische Geheimdienst teilte mit, der Ukraine seien Geländegewinne an den Hauptversorgungsrouten zwischen der Hauptstadt Kiew und der umkämpften Großstadt Tschernihiw im Norden des Landes gelungen. Tschernihiw und Kiew würden von Russland aber weiterhin beschossen.

Russland warf der Ukraine erstmals seit Kriegsbeginn am 24. Februar Luftangriffe auf russisches Gebiet vor. Zwei ukrainische Militärhubschrauber hätten am Freitag Treibstofflager in der russischen Grenzstadt Belgorod beschossen, schrieb der russische Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf der Plattform Telegram. Die Hubschrauber hätten die Grenze zu Russland vor dem Angriff in geringer Höhe überflogen. Bei der Explosion an dem Tanklager seien zwei Arbeiter verletzt worden. Teile der Stadt, die nahe der Grenze zur Ukraine liegt, seien evakuiert worden. Die Ukraine bestätigte den Angriff zunächst nicht, dementierte ihn aber auch nicht.

DEUTSCHLAND LIEFERT WEITERE WAFFEN

Der ukrainische Botschafter in Japan erklärte, sein Land erwarte eine Lieferung modernster militärischer Ausrüstung aus den USA und Großbritannien. Die russische Armee sei immer noch überlegen in der Luft, weil sie die besseren Flugzeuge und Raketen hätten. Deshalb brauche die Ukraine moderne Ausrüstung. Deutschland genehmigte unterdessen die Lieferung weiterer Rüstungsgüter an die ukrainische Armee. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) habe die Erlaubnis erteilt, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Es gehe um 58 Schützenpanzer, die ursprünglich aus den Beständen der Nationalen Volksarmee der DDR stammten. Die Schützenpanzer seien im Besitz einer tschechischen Firma, die sie an die Ukraine weiterverkaufen wolle. Die dafür notwendige Genehmigung aus Deutschland sei jetzt erfolgt.

Mit Spannung wurde die Entwicklung am Gasmarkt beobachtet, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin darauf besteht, dass Unternehmen aus “nicht freundlichen Staaten” Gaslieferungen seit Freitag in Rubel zahlen müssen. Abnehmer-Länder wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien wollen sich darauf aber nicht einlassen und wie in den Verträgen festgelegt die Rechnungen in Euro oder Dollar zahlen. Unterbrechungen der Gas-Lieferungen wurden zunächst nicht gemeldet.

Für Freitag war eine Dringlichkeitssitzung der Internationalen Energieagentur (IEA) geplant. Dabei sollte auch über die Freigabe strategischer Ölreserven diskutiert werden. Die USA hatten bereits am Donnerstag Ölreserven in nie dagewesenem Umfang freigegeben. Die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise gaben daraufhin nach.

Das Bundeswirtschaftsministerium bekräftigte am Freitag, die privat geschlossenen Verträge mit Russland über Gaslieferungen gälten und die Rechnungen würden in Euro gezahlt. Die Gasversorgung sei stabil, die Versorgungssicherheit sei gewährleistet, sagte eine Sprecherin in Berlin.

Europas Börsen mit stabilem Quartalsauftakt – Ölpreis im Blick

Frankfurt (Reuters) – Trotz düsterer Konjunkturprognosen sind Europas Börsen stabil in das neue Quartal gestartet.

Auch ein etwas schwächer als erwartet ausgefallener Stellenaufbau in den USA konnte am Freitag daran zunächst nichts ändern. Der Dax legte bis zum Nachmittag 0,3 Prozent auf 14.453 Zähler zu, der EuroStoxx50 rückte um 0,5 Prozent vor. Die US-Futures lagen ebenfalls etwas höher.

Im März entstanden zwar mit 431.000 neuen Jobs weniger neue Jobs in den USA als erwartet. Doch wurden die Februar-Zahlen deutlich nach oben korrigiert. Zudem fiel die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote auf 3,6 Prozent von 3,8 im Februar. Damit dürfte annähernd Vollbeschäftigung erreicht sein.

Der Krieg in der Ukraine hat Ökonomen zufolge jedoch die konjunkturellen Aussichten weltweit zu Beginn des zweiten Quartals deutlich eingetrübt. “Von der Hoffnung auf einen nachhaltigen Post-Corona-Aufschwung bleibt immer weniger übrig”, schrieben die Analysten der Helaba. Einen kleinen Lichtblick habe der Rückgang des Ölpreises geliefert, der sich auf Wochensicht um rund neun Prozent verbilligte. Dennoch sorgt das Thema hohe Energiepreise und die dadurch angeheizte Inflation weiterhin für Nervosität.

Mit Spannung warteten Investoren, ob sich bei der außerordentliche Sitzung der Internationalen Energieagentur IEA am Nachmittag andere Staaten den USA anschließen und strategische Ölreserven freigeben könnten. Es sei wahrscheinlich, dass zu den freigegebenen US-Mengen noch weitere hinzukämen, meinte Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. “Die akute Angebotsknappheit am Ölmarkt ist dadurch gelindert.” Der Preis für das Nordseeöl Brent fiel um bis zu 2,3 Prozent auf 102,35 Dollar je Fass. Das US-ÖL WTI rutschte zeitweise unter die 100-Dollar-Marke. Seit vergangenen Freitag sind die Preise für Brent und WTI um rund 12 Prozent gesunken.

POKER UM RUSSISCHES GAS GEHT WEITER

Mit Sorge wird zudem die Entwicklung am Gasmarkt beobachtet. Zuletzt hatte Russlands Präsident Wladimir Putin bekräftigt, dass ab dem 1. April ausländische Firmen Gaslieferungen in Rubel zahlen müssten. Abnehmer wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien wollen sich darauf aber nicht einlassen. “Die Tage, in denen die deutsche Wirtschaft mit russischem Gas die Wertschöpfungsketten für viele Produkte aufrechterhalten kann, könnten gezählt sein”, sagt Stratege Jürgen Molnar von Robomarkets. Der europäische Erdgas-Future stieg in der Spitze um 9,1 Prozent auf 132 Euro je Megawattstunde.

An den Metallbörsen verbilligte sich Kupfer wegen Spekulationen auf einen nachlassenden Rohstoffhunger Chinas um 0,8 Prozent auf 10.290 Dollar je Tonne. Die schwach ausgefallenen chinesischen Konjunkturdaten für März und ein Corona-Lockdown in Shanghai stimmten die Anleger pessimistisch, sagten Analysten.

AUFTRÄGE SCHIEBEN VESTAS AN

Die zuletzt ins Hintertreffen geratenen Dax-Titel Delivery Hero und Zalando gingen auf Erholungskurs und legten 6,7 und 4,7 Prozent zu. Übernahmespekulationen schoben Stratec um bis zu 24,7 Prozent auf 126,20 Euro in die Höhe. Mehrere Finanzinvestoren erwägen Insider zufolge einen Einstieg bei dem Laborzulieferer.

An der Kopenhagener Börse machten Vestas mit einer Reihe neuer Aufträge von sich Reden. Die Aktien des dänischen Herstellers von Windturbinen gewannen 5,5 Prozent. Die im SDax notierten Nordex legten mehr als fünf Prozent zu.

Hamsterkäufe von Speiselöl/Mehl – Handel erwartet höhere Preise

Berlin (Reuters) – Der Ukraine-Krieg trifft deutsche Verbraucher nicht nur über teures Tanken und Heizen, sondern zunehmend auch über knappe Nahrungsmittel und steigende Lebensmittelpreise.

Zum einen hamstern die Konsumenten wie im Corona-Lockdown wieder bestimmte Produkte – derzeit vor allem Speiseöl und Mehl. Zudem rechnet der Handel mit weiter deutlich steigenden Preisen. Schon vor Ausbruch des Ukraine-Krieges seien die Preise “über die Produktpalette hinweg” um gut fünf Prozent gestiegen, sagte der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Dies sei Folge der höheren Energiekosten gewesen. “Die zweite Welle an Preissteigerungen kommt, und die wird sicherlich zweistellig.”

Erste Handelsketten hätten bereits die Preise angehoben. “Wir werden das zeitnah überall in den Supermärkten an den Preisschildern sehen können”, sagte Sanktjohanser. Es werde “erst einmal keine anhaltende Abwärtsbewegung mehr bei den Preisen geben”. Aldi etwa erhöht ab Montag die Preise für Fleisch, Wurst und Butter “signifikant”, wie ein Firmensprecher sagte, ohne konkreter zu werden. Grund sei, dass sich in der Landwirtschaft die Herstellungskosten rund um Weizen, Futter und Energie stark verteuert hätten. “Wir sind eigentlich gezwungen, um überhaupt Waren im Laden zu haben, diese extrem gestiegenen Lieferantenpreise mitzugehen.”

Der Deutsche Bauernverband begrüßte das umgehend. “Diese Anpassungen sind überfällig und spiegeln nicht nur die aktuellen Marktverwerfungen und Kostensteigerungen in der Erzeugung, sondern auch die ersten Kosten des Transformationsprozesses der Branche”, sagte der Verbands-Generalsekretär Bernhard Krüsken. Das Geld dürfe jetzt aber nicht in der Vermarktungs- und Verarbeitungskette hängen bleiben, sondern müsse auch bei den Betrieben ankommen.

LEERE REGALE – EINZELHÄNDLER RATIONIEREN PRODUKTE

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar sind die Verkaufszahlen für Mehl und Speiseöl deutlich gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. So war die Nachfrage nach Speiseöl in der Woche vom 7. bis 13. März mehr als doppelt so hoch (plus 123 Prozent) wie im September 2021. Die Nachfrage nach Mehl verdreifachte sich (plus 206 Prozent). Viele Einzelhändler haben bereits die Abgabe von Speiseöl und anderer Produkte rationiert. Inzwischen sanken die Verkaufszahlen für Mehl und Speiseöl wieder, blieben aber immer noch deutlich erhöht. Ob dafür eine gesunkene Nachfrage der Grund ist oder ob die Lebensmittelhändler die Regale nicht mehr befüllen konnten, geht laut Statistikamt nicht aus den Daten hervor. Diese Zahlen sprechen demnach aber gegen eine großflächige Unterversorgung in Deutschland. Als es zu Beginn der Corona Pandemie 2020 zu einer ähnlich erhöhten Nachfrage nach Produkten wie Toilettenpapier, Desinfektionsmittel und Seife kam, dauerten die Schwankungen der Absatzmengen für die meisten “Krisengüter” etwa zehn Wochen.

Die Ukraine ist einer der größten Produzenten und Exporteure von Sonnenblumenöl und Weizen. Auch Russland ist einer der größten Hersteller von Sonnenblumenöl und hat eine Begrenzung des Exports von Sonnenblumenkernen und Sonnenblumenöl angekündigt. Sinkende Getreidelieferungen aus diesen beiden Ländern bedrohen vor allem die Ernährungssicherheit in Afrika.

RUSSLAND WILL NUR “BEFREUNDETE” LÄNDER BELIEFERN

Russland droht unterdessen damit, landwirtschaftliche Exporte auf “befreundete” Länder zu beschränken. “Wir werden nur unsere Freunde mit Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten beliefern”, erklärte Dmitri Medwedew, von 2008 bis 2012 russischer Präsident und jetzt Vize-Vorsitzender des nationalen Sicherheitsrats. “Glücklicherweise haben wir viele davon, und sie sind überhaupt nicht in Europa oder Nordamerika”, ergänzte der Vertraute von Präsident Wladimir Putin.

In Deutschland haben sich Nahrungsmittel im März binnen Jahresfrist bereits um 6,2 Prozent verteuert. Die gesamte Inflationsrate kletterte auf 7,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit November 1981. Grund ist vor allem, dass Energie in Folge des Krieges fast 40 Prozent mehr kostet. Der Preisdruck könnte sich auf immer mehr Bereiche ausdehnen. Denn wegen steigender Kosten wollen 55 Prozent der Firmen und damit so viele wie noch nie ihrerseits die Preise in den kommenden drei Monaten anheben, wie das Münchner Ifo-Institut jüngst zu einer Unternehmensumfrage mitteilte. Die Inflation im Euro-Raum stieg im März derweil auf 7,5 Prozent und damit auf ein Rekordhoch. [nL5N2VZ2SW]

(Bericht von Klaus Lauer; redigiert von Ralf Banser und Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Russland – Agrarexport könnte auf “befreundete” Staaten begrenzt werden

(Reuters) – Russland droht, landwirtschaftliche Exporte auf “befreundete” Länder zu beschränken.

Dmitri Medwedew, von 2008 bis 2012 russischer Präsident und jetzt Vize-Vorsitzender des nationalen Sicherheitsrats, erklärte am Freitag, er wolle angesichts der vom Westen verhängten Sanktionen “einige einfache, aber wichtige Punkte zur Ernährungssicherheit in Russland” skizzieren. “Wir werden nur unsere Freunde mit Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten beliefern”, sagte Medwedew, ein enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin, in den sozialen Medien. “Glücklicherweise haben wir viele davon, und sie sind überhaupt nicht in Europa oder Nordamerika.”

Russland liefert Weizen bereits hauptsächlich nach Afrika und in den Nahen Osten. Die Europäische Union und die Ukraine sind die Hauptkonkurrenten im Weizenhandel. Die Priorität bei der Lebensmittelversorgung sei Russlands Inlandsmarkt und die Preiskontrolle hierbei, sagte Medwedew. Russland nutzt seit 2021 Getreideexportquoten und Steuern, um die hohe inländische Inflation bei Lebensmittel zu stabilisieren. Landwirtschaftliche Lieferungen an “Freunde” werde es sowohl in Rubel geben als auch in deren Landeswährung im vereinbarten Verhältnis.

Russland hatte 2014 die meisten Lebensmittelimporte aus dem Westen verboten, als es die Krim von der Ukraine annektierte und der Westen darauf mit Sanktionen reagierte. Medwedew sagte, diese Liste könnte jetzt weiter ausgebaut werden. Viele ausländische Unternehmen wie Schokoladenhersteller haben im vergangenen Monat den Verkauf ihrer Marken in Russland eingestellt.

Meta Platforms-Aktie – Kommt hier die Trendwende?

Mit dem scharfen Abfall vom September letzten Jahres bis zum März dieses Jahres verlor die Meta Platforms-Aktie etwa 50 % an Wert. Die Kurse kamen auf die 200er-Marke zurück und hier stellt sich erstmals eine größere Gegenbewegung ein. Glatte Marken sind auch immer aus psychologischer Sicht interessant, da dort viele ihre Stopps, Gewinnziele oder Einstiege planen.

Aus charttechnischer Sicht besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich hier nun eine generelle Trendwende einstellt. Diese muss allerdings erst einmal abgewartet werden. Hierzu benötigt es steigende Hoch- sowie Tiefpunkte. Zudem fällt der Blick auf die später noch folgende Trendanalyse bärisch aus. Das heißt, zu viele Trendindikatoren zeigen derzeit noch einen intakten Bärenmarkt an. Auch die Trendindikation sollte für einen Einstieg auf bullish gedreht sein.

Meta Platforms-Aktie – die Marke von 185, 82 USD ist im Blickfeld

Der Blick auf den Stochastik Indikator zeigt eine aus kurzfristiger Sicht heraus überkaufte Situation. Es könnte sich also eine kleine Korrektur einstellen. Auf der Unterseite ist es jetzt entscheidend und wichtig, die Marke von 185,82 USD überboten zu halten. Dort befindet sich das diesjährige Kurstief der Meta Platforms-Aktie. Eine Bodenbildung und Trendwende kann nur stattfinden, insofern keine neuen Tiefpunkte am Markt generiert werden.

Fazit – die Marke von 200 USD sorgt ganz offensichtlich für einen Kampf zwischen Bullen und Bären. Es besteht die Möglichkeit einer Bodenbildung, doch die aktuelle Bewegung ist noch nicht aussagekräftig genug.

Der Heikin-Ashi-Chart von der Meta Platforms-Aktie (D1)

Meta Platforms-Aktie Prognose
Meta Platforms-Aktie | Chart von FxEmpire

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für die Meta Platforms-Aktie!

Macd Oszillator: Es wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nur die Hälfte positiv. Das überzeugt nicht besonders. Da muss mehr kommen!

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei der Meta Platforms-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind nur 3 steigend. Insofern ist das leider als bärisch zu bezeichnen.

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob sich der Indikator unterhalb vom Schlusskurs befindet. Falls ja, dann ist ein bestätigter Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 3 positiv. Bullisch ist definitiv etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

01.04.2022: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 11 als positiv zu bezeichnen. Das sind nur 36.67 %. Demzufolge wird der Status hier auf „Bärisch“ gesetzt. Von daher ist es clever, mit dem Einstieg in die Meta Platforms-Aktie zu warten, bis die Analyse ein positives Ergebnis bringt.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Russische Industrie schrumpft so stark wie seit fast zwei Jahren nicht

(Reuters) – Die russische Industrie schrumpft so stark wie seit den Anfängen der Corona-Pandemie vor knapp zwei Jahren nicht mehr.

Der S&P Global-Einkaufsmanagerindex sank im März um 4,5 Punkte auf 44,1 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020, wie am Freitag aus einer Unternehmens-Umfrage hervorgeht. Das Barometer signalisiert bei Werten über der Marke von 50 Punkten ein Wachstum der Industrie, bei Werten darunter ein Schrumpfen. Grund für den Abwärtstrend waren demnach stark steigende Lieferzeiten und Materialengpässe.

Die Umfrage verzeichnete den stärksten Anstieg der Verkaufspreise und den kräftigsten Anstieg der Kosten seit Beginn der Datenerhebung im September 1997. Die Beschäftigung ging im zweiten Monat in Folge zurück, was mit dem Rückgang der Kundennachfrage und bei Neuaufträgen zusammenhängt. Dabei beschleunigte sich der Jobabbau so stark wie zuletzt im Juli 2020. Der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine am 24. Februar wurde in der Umfrage nicht erwähnt.

Ifo – Materialmangel verschärft sich nach Einmarsch in die Ukraine

Berlin (Reuters) – Der Krieg in der Ukraine hat den Materialmangel in der deutschen Industrie noch einmal verschärft.

80,2 Prozent der Firmen klagten im März über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu einer Umfrage mitteilte. Im Februar waren es noch 74,6 Prozent. “Die Attacke auf die Ukraine hat die Lage für viele Unternehmen nochmals verschlechtert”, sagte Ifo-Fachmann Klaus Wohlrabe. “Zu den bestehenden sind nun neue Probleme in den Lieferketten hinzugekommen.” Etwa 17 Prozent der Industriefirmen importierten etwa aus Russland.

In den Schlüsselbranchen der deutschen Industrie blieben die Anteile der über Materialmangel klagenden Firmen laut Ifo auf sehr hohem Niveau nahezu unverändert. So berichteten rund neun von zehn Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Elektroindustrie von Lieferproblemen. In der Chemie-Industrie stieg der Anteil von 58,4 auf 70,5 Prozent. Auch bei den Herstellern von Bekleidung berichteten deutlich mehr Firmen von Knappheiten. “Ursprünglich hatten die Unternehmen für den Sommer mit einer Entspannung gerechnet. Die wird sich nun weiter verzögern”, betonte Wohlrabe.

Viele Firmen spüren eine Belastung durch den Krieg auch über die massiv gestiegenen Kosten etwa für Energie oder Rohstoffe. In Deutschland wollen deshalb so viele Unternehmen wie noch nie ihre Preise in den kommenden drei Monaten anheben, wie das Ifo vor kurzem erklärt hatte. Demnach sind dies fast 55 Prozent, nach knapp 48 Prozent im Februar.

Toshibas Großaktionäre wetten auf Bieterkampf von Finanzinvestoren

Tokio (Reuters) – Die Großaktionäre des japanischen Mischkonzerns Toshiba bringen sich für einen Bieterkampf von Finanzinvestoren in Stellung.

Die Hoffnung auf einen Wettstreit mit sich hochschaukelnden Angeboten ließ die Aktie am Freitag mehr als sechs Prozent in die Höhe steigen. Am Donnerstag hatte Großaktionär Effissimo Capital Management bekanntgegeben, seinen Toshiba-Anteil in Höhe von 9,9 Prozent an den US-Finanzinvestor Bain zu verkaufen, sollte dieser eine Offerte abgeben. Insidern zufolge ist Bain auch mit anderen Anteilseignern in Kontakt. Andere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten Reuters, auch andere Private-Equity-Firmen hätten Interesse an dem 146 Jahre alten Traditionsunternehmen.

Das Konglomerat, das von Speicherchips über Drucker bis hin zu Klimaanlagen zahlreiche Produkte anbietet, hangelt sich von Krise zu Krise, seit es 2015 in einen Bilanzierungsskandal geriet. Zwei Jahre später meldete die US-Atomsparte Insolvenz an und Toshiba sicherte sich von mehr als 30 ausländischen Investoren eine 5,4 Milliarden Dollar schwere Kapitalerhöhung. Damit kamen aber auch die aktivistischen Investoren an Bord. Die Spannungen mit ihnen beherrschen seither die Schlagzeilen. Die Hedgefonds streben einen Verkauf oder Minderheitsbeteiligungen von Finanzinvestoren an. Allerdings sind ihre Toshiba-Anteile nicht groß genug, um sich durchzusetzen. Das Management ringt inzwischen seit Monaten nach einer Strategie, die eine Mehrheit der Aktionäre überzeugen könnte. Erst vergangene Woche fielen zwei miteinander konkurrierende Pläne auf einer außerordentlichen Hauptversammlungen durch.

Staatengemeinschaft sagt 2,4 Mrd Dollar für Afghanistan zu

Berlin/Genf (Reuters) – Angesichts einer zunehmend dramatischen Lage in Afghanistan hat die Staatengemeinschaft am Donnerstag 2,4 Milliarden Dollar für humanitäre Hilfe zugesagt.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte allerdings den Bedarf des Landes akut auf rund vier Milliarden Euro geschätzt. Die Wirtschaft in Afghanistan sei effektiv zusammengebrochen, neun Millionen Menschen seien vom Hungertod bedroht, die Lage “alarmierend”, sagte Guterres zum Auftakt einer virtuellen internationalen Geberkonferenz, die von Deutschland, Großbritannien und Katar mitorganisiert wurde. Deutschland stellt Afghanistan nach den Worten von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock weitere 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Baerbock verwies auf eine schwere Dürre in Afghanistan. Die Wirtschaft sei nach der Machtübernahme der Taliban ohnehin schwer getroffen, und die Coronavirus-Pandemie belaste zusätzlich. “Deshalb muss die internationale Gemeinschaft ihre humanitäre Unterstützung für Afghanistan verstärken.” Die Summe von vier Milliarden Euro wäre die größte von den UN gezahlte Einmalsumme für humanitäre Angelegenheiten gewesen. Großbritannien hat angekündigt, umgerechnet rund 335 Millionen Euro zu geben. Das Geld soll direkt an Hilfsorganisationen gehen und nicht an die Taliban, die nach dem Abzug der US-geführten internationalen Truppen im August 2021 das Land wieder übernommen haben.

“Die Afghanen brauchen unsere Hilfe, um ihre Wirtschaft anzukurbeln, ihre Landwirtschaft aufrechtzuerhalten und Grundlagen der sozialen Sicherung zu halten”, erklärte UN-Vize Martin Griffiths, der als Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und als Nothilfekoordinator tätig ist. Baerbock betonte: “Die Taliban müssen Akteuren der humanitären Hilfe ungehinderten Zugang verschaffen und ihre Sicherheit gewährleisten, und sie dürfen die humanitäre Hilfe nicht einschränken.” Über die humanitäre Hilfe hinaus werde das weitere Engagements Deutschlands in Afghanistan vom Handeln der Taliban abhängen. “Wir werden sie an diesen Taten messen, nicht an ihren Worten”, sagte die Grünen-Politikerin.

“NICHT EINFACH FORTGESPÜLT WERDEN WIE EIS”

Obwohl die Taliban nach ihrer Machtübernahme versprochen haben, Grundrechte zu achten, werden vor allem die Rechte von Frauen wieder stark eingeschränkt. Erst vergangene Woche hatten die Taliban ihre frühere Zusage zur Öffnung von Gymnasien für Mädchen zurückgenommen. Zudem ist es Frauen verboten, ohne männliche Begleitung zu fliegen. Auch ist der Besuch von Parks nach Geschlechtern getrennt. Der Zutritt ist künftig Frauen nur noch an drei Tagen in der Woche und Männer an den übrigen vier Tagen einschließlich des Wochenendes erlaubt. Staatsbedienstete wurden zudem angewiesen, einen Bart und traditionelle Kleidung zu tragen.

Guterres mahnte, die Schulen in Afghanistan für alle wiederzueröffnen. Auch Baerbock betonte den Umgang mit Frauen. “Die Fortschritte, die die Frauen und Mädchen Afghanistans in den letzten zwei Jahrzehnten errungen haben, dürfen nicht einfach fortgespült werden wie Eis, das in der Sonne dahinschmilzt”, sagte sie. “Sie sollten unerschütterlich sein. Das ist unser eindringlicher Appell an die Taliban.” Griffiths mahnte allerdings, das Land nicht zu isolieren. In seinen Gesprächen in Kabul habe er den Eindruck gewonnen, die Taliban wollten “einen konstruktiven Weg nach vorne” einschlagen. Eine Isolation würde das Leid der Menschen nur noch verschlimmern.