USA melden ersten bekannten Fall von H5-Vogelgrippe beim Menschen

Bangalore/Berlin (Reuters) – Die USA haben den ersten Nachweis des jüngsten H5-Vogelgrippen-Strangs beim Menschen gemeldet.

Dieser sei bei einer Person in Colorado entdeckt worden, die an der Keulung von Geflügel beteiligt gewesen sei, meldet die Seuchenbehörde CDC am Donnerstag. Den Gesundheitsbehörden des Bundesstaates zufolge https://cdphe.colorado.gov/press-release/state-health-officials-investigate-a-detection-of-h5-influenza-virus-in-a-human handelt es sich um einen erwachsenen Mann unter 40 Jahren, der als einziges Symptom Erschöpfung angebe. Der Insasse eines Gefängnisses im Landkreis Delta werde mit dem Mittel Tamiflu behandelt. Er habe an einem Arbeitsprogramm zur Vorbereitung seiner Entlassung teilgenommen. Die CDC erklärte, die Gefahr einer Ansteckung für die Allgemeinbevölkerung sei weiter als niedrig einzustufen.

Weltweit handelt es sich den US-Behörden zufolge um den zweiten Fall dieses Vogelgrippen-Strangs, der beim Menschen nachgewiesen worden ist. Der erste sei im Dezember in Großbritannien aufgetreten. Die Chefin der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), Monique Eloit, sagte der Nachrichtenagentur Reuters Anfang Januar, die gegenwärtige Variante könne möglicherweise leichter auf den Menschen übertragen werden. Allerdings sei dazu ein enger Kontakt notwendig.

Umsatzplus: Puma überrascht die Analysten

So ließ Konzernchef Björn Gulden verlauten, dass des dem Unternehmen trotz anhaltender Einschränkungen in der Lieferkette gelungen sei, „genügend Produkte zu beschaffen, um die steigende Nachfrage (…) bedienen zu können“.

Dies bescherte Puma eine Umsatzsteigerung von knapp einem Viertel auf insgesamt €1.9 Milliarden, währungsbereinigt beträgt das Umsatzplus in etwa 20%. Auf €196 Millionen und somit um ganze 27% stieg das operative Ergebnis im Hause Puma, das Nettoergebnis wurde dementsprechend im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11.2% auf €121 Millionen gesteigert.

Maßgeblichen Anteil an den neuerlichen Rekordzahlen lässt sich der starken Performance des Unternehmens in Amerika und der EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) zuschreiben. So stieg der Umsatz in der Region Amerika um rund 44%, in der EMEA um etwas mehr als 25%.

Durchaus markante Verluste musste das Unternehmen hingegen im asiatischen Raum hinnehmen: So schrumpfte der Umsatz in der Region Asien/Pazifik aufgrund geopolitischer Spannungen sowie coronabedingter Einschränkungen um ganze 17%.

Puma-CEO Gulden ist insgesamt dennoch positiv gestimmt im Hinblick die zukünftige Entwicklung: „Das starke und profitable Wachstum im ersten Quartal, ein starker Auftragsbestand, eine spannende Produktpalette sowie sehr gutes Feedback von Einzelhändlern und Verbrauchern stimmen uns zuversichtlich für den mittelfristigen Erfolg und das Wachstum von PUMA“.

In „normalen“ Zeiten würden diese Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung der unternehmerischen Tätigkeit sicher zu einer Anhebung der Jahresprognose führen. Diese bleibt jedoch aufgrund von Corona, Ukrainekonflikt, Inflationsdruck und Co derzeit weltweit herrschenden Unsicherheit unverändert.

Das Unternehmen sehe für das aktuelle Jahr laut Gulden zwar durchaus weiteres Wachstumspotential beim Umsatz, doch auch einen erhöhten Kostendruck. So rechnet Puma im Jahr 2022 auch weiterhin mit einem Umsatzwachstum von mindestens 10%.

Die Puma-Aktie, die übrigens auch Teil unseres DAX40-Aktienpakets ist, verbuchte zuletzt wieder ein deutliches Minus und steht, Stand 27. April 2022, bei €68.02. Zur Orientierung: Das 52-Wochen-Hoch der Aktie liegt bei €115.40.

Quellen:

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/sportartikel-puma-steigert-umsatz-zum-jahresstart-kraeftig-ueblicherweise-wuerden-wir-unseren-ausblick-anheben/28278826.html

https://www.deraktionaer.de/artikel/commerce-brands-unicorns/puma-mit-rekordzahlen-aktie-noch-nicht-auf-dem-sprung–20249395.html

https://www.ariva.de/news/leichte-zugewinne-bei-der-puma-aktie-10114421
https://www.sueddeutsche.de/bayern/sportartikel-herzogenaurach-puma-mit-umsatzsprung-im-ersten-quartal-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220427-99-60158

https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/ausblick-puma-se-gibt-ergebnis-zum-abgelaufenen-quartal-bekannt-11275977

https://www.welt.de/finanzen/boerse/article238385421/Puma-Aktie-Es-geht-wieder-bergab-Puma-bleibt-klar-hinter-Dax-zurueck.html

https://www.boersennews.de/nachrichten/artikel/dgap-news-puma-se-puma-verzeichnet-starkes-umsatz-und-ebit-wachstum-im-ersten-quartal-trotz-geopolitischer-spannungen-und-einschr-nkungen-in-der-lieferkette/3627486/

https://www.godmode-trader.de/analyse/puma-quartalszahlen-stoppen-abwaertstrend-noch-nicht,10986721

 

Triebwerksbauer MTU rüstet sich für höhere Flugzeugproduktion

München/Paris (Reuters) – Der Münchner Triebwerksbauer MTU stellt sich auf eine höhere Produktion von Airbus-Flugzeugen ein.

MTU-Chef Reiner Winkler sagte am Freitag, sein Unternehmen habe sich mit Airbus auf die Produktionsraten für Kurzstreckenmaschinen der A320-Familie für das Jahr 2024 geeinigt. “Der Markt ist da für höhere Produktionsraten, wir sind zuversichtlich, dass wir das schaffen.” Auch der französische Hersteller Safran bestätigte, dass eine Vereinbarung mit Airbus erzielt worden sei, äußerte sich aber nicht weiter dazu. Airbus lehnte eine Stellungnahme ab.

MTU-Chef Winker sprach von einer Zielrate von 70 bis 75 Maschinen monatlich, nannte aber keine Details. Eine MTU-Sprecherin verwies auf laufende Diskussionen. Airbus hatte zuletzt bis zur Jahresmitte eine Entscheidung darüber angekündigt, ob die Produktion bis zum ersten Quartal 2024 auf 70 und bis 2025 auf 75 Maschinen hochgefahren werden soll. Der weltweit führende Flugzeugbauer stellt derzeit etwa 50 A320 pro Monat her. Zuletzt hatten sich die Triebswerksbauer CFM und in geringerem Umfang auch Pratt & Whitney zurückhaltend dazu geäußert, ob die Produktion nach Mitte 2023 auf mehr als 65 Maschinen gesteigert werden soll. Sie befürchten Einbußen in ihrem Wartungsgeschäft, sollten zu schnell neue Flugzeuge auf einen immer noch unter den Spätfolgen der Pandemie leidenden Markt geworfen werden.

ABSCHREIBUNGEN WEGEN SANKTIONEN IN RUSSLAND

Im ersten Quartal ging es für MTU bei Gewinn und Umsatz spürbar nach oben. Die Erlöse verbesserten sich den Angaben zufolge um knapp ein Fünftel auf 1,18 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn schnellte um 52 Prozent nach oben auf 131 Millionen Euro. Die Gewinnmarge weitete sich auf 11,1 Prozent von 8,7 Prozent vor Jahresfrist aus. Vorerst sieht sich MTU bei seinen Jahreszielen auf Kurs: “Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine beobachten wir kontinuierlich”, sagte Winkler. “Falls nötig werden wir unseren Ausblick anpassen.” MTU rechnet mit einem Umsatz zwischen 5,2 und 5,4 Milliarden Euro und einem Plus beim Gewinn. Die guten Geschäftsaussichten spiegelten sich in einem Personalaufbau wider, sagte Winkler.

Bislang musste MTU wegen der Sanktionen gegen Russland etwa 52 Millionen Euro abschreiben. Der größte Teil davon entfällt auf ein Triebwerk für das russische Passagierflugzeug Irkut MC-21. Weitere Wertberichtigungen seien nicht nötig, sagte Finanzchef Peter Kameritsch. Auch bei der Rohstoffversorgung aus Russland zeigte sich MTU zuversichtlich. Der Anteil des russischen Titans liege bei rund zehn Prozent des Bedarfs, sagte Winkler; ab 2023 wolle MTU ganz ohne das Metall aus Russland auskommen. “Wir haben sehr lange Vorlaufzeiten, deswegen sind unsere Lager für dieses Jahr weitgehend gefüllt.”

Beim französischen Hersteller Safran kommt die Hälfte des Titans aus Russland. Safran stellt neben Triebwerken auch Landevorrichtungen für Flugzeuge her, für die das Leichtmetall benötigt wird. An Alternativen werde gearbeitet, teilte das Unternehmen mit. Zugleich kündigte Safran-Chef Andries Einsparungen an, um die Folgen des Kriegs abzumildern. Im ersten Quartal meldete das Unternehmen ein Umsatzplus von 17 Prozent auf 4,07 Milliarden Euro.

Wachstum der Kreditvergabe an Firmen im Euroraum nimmt etwas ab

Frankfurt (Reuters) – Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen in der Euro-Zone hat sich zu Beginn des Ukraine-Kriegs im März etwas verlangsamt.

Banken reichten 4,2 Prozent mehr Kredite an Firmen aus als ein Jahr zuvor, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Im Februar hatte das Plus noch bei 4,5 Prozent gelegen nach 4,4 Prozent im Januar. An die Privathaushalte reichten die Institute im März 4,5 Prozent mehr Kredite weiter als vor Jahresfrist. Damit zog das Wachstum im Vergleich zum Vormonat leicht an. Im Februar hatte das Plus noch bei 4,4 Prozent gelegen.

Die Daten zur Kreditvergabe liefern der EZB wichtige Anhaltspunkte zu den Finanzierungsbedingungen im Euroraum. Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Geldpolitik. Bundesbankchef Joachim Nagel zufolge könnte die EZB Anfang des dritten Quartals – also im Juli – eine erste Zinsanhebung beschließen, da die Anleihenkäufe der Euro-Hüter dann vermutlich abgeschlossen seien. Es wäre die erste Leitzins-Erhöhung seit 2011.

Das Wachstum der Geldmenge M3 lag im März bei 6,3 Prozent nach einem Plus von 6,4 Prozent im Februar. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 6,2 Prozent gerechnet. Zu der Messgröße M3 gehören unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Auf mittlere bis lange Sicht kann Volkswirten zufolge eine stark steigende Geldmenge ein Hinweis sein auf eine zunehmende Inflation.

Italienische Wirtschaft zu Jahresbeginn geschrumpft

Rom (Reuters) – Die italienische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2022 verglichen mit den drei Monaten zuvor um 0,2 Prozent geschrumpft. Das teilte das Statistikamt Istat am Freitag mit. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schnitt damit genau wie von Experten erwartet ab, aber deutlich schlechter als Deutschland und Frankreich.

Erstmals seit dem vierten Quartal 2020 ist die italienische Wirtschaft damit wieder geschrumpft. Als Gründe gelten Belastungen durch die Coronavirus-Pandemie sowie die hohen Rohstoffpreise, eine Folge des Krieges in der Ukraine.

Gegenüber dem wegen der Corona-Krise sehr schwachen Vorjahreszeitraum ergab sich ein Plus von 5,8 Prozent. Experten beurteilen die Aussichten wegen des Krieges eher düster. Das Konsumklima hat sich bereits eingetrübt. Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt die Wachstumsprognose der Regierung für dieses Jahr von 4,7 auf 3,1 Prozent gesenkt. Das gilt aber immer noch als vergleichsweise optimistische Annahme. Eigentlich sollte die Wirtschaft des Landes dieses Jahr das Vor-Corona-Niveau wieder erreichen. Das ist nun aber einigen Experten zufolge in Gefahr, eine Rezession könnte sogar drohen, also zwei Quartale in Folge mit schrumpfender Wirtschaftsleistung.

Verfassungsgericht – Bank muss Geld trotz Verjährung zurückzahlen

Karlsruhe (Reuters) – Die Warburg-Bank muss wegen Beteiligung an den Cum-Ex-Geschäften 176 Millionen Euro an die Staatskasse zurückzahlen.

Die dagegen erhobene Verfassungsbeschwerde des Instituts blieb erfolglos. Das Bundesverfassungsgericht erklärte am Freitag die rückwirkende Einziehung des illegal erworbenen Geldes für zulässig, obwohl die Forderung nach früher geltendem Recht verjährt war. Wegen überragender Belange des Gemeinwohls sei die Rückwirkung ausnahmsweise zulässig und mit dem Grundgesetz vereinbar, begründten die Karlsruher Richter ihre Entscheidung. (AZ: 2BvR 2194/21)

Bei den sogenannten Cum-Ex-Geschäften hatten Banken und Investoren den Staat um Milliardenbeträge betrogen. Dabei ließen sich Anleger eine einmal gezahlte Kapitalertragssteuer auf Aktiendividenden mit Hilfe von Banken mehrfach erstatten. Dazu verschoben sie um den Stichtag der Dividendenzahlung herum untereinander Aktien mit (cum) und ohne (ex) Dividendenanspruch. Zahlreiche Institute sind in das Visier der Ermittler geraten, die Rückforderung der Steuerbehörden gehen in die Milliarden.

Die Warburg-Bank war eine der Akteurinnen bei den Cum-Ex-Geschäften. Im Jahr 2020 verurteilte das Landgericht Bonn neben zwei Londoner Börsenmaklern auch die Warburg-Beteiligungsgesellschaft zur Zahlung von 176 Millionen Euro an die Staatskasse, weil sie zwischen 2007 und 2011 an den Geschäften beteiligt war. Der BGH bestätigte im Juli 2021 das Urteil.

Nach altem Recht wäre der Rückzahlungsanspruch verjährt gewesen, weil die Taten zwischen 2007 und 2011 lagen. Ein neu eingeführtes Gesetz ermöglichte es aber 2020, bei schwerer Steuerhinterziehung Vermögenswerte noch rückwirkend einzuziehen. Die Rückwirkung wurde jetzt von einer Kammer des Bundesverfassungsgerichts für “ausnahmsweise zulässig” erklärt. “Das Interesse der Allgemeinheit geht dem Interesse der Betroffenen, durch Steuerdelikte erlangte Vermögenswerte nach Eintritt der steuerrechtlichen Verjährung behalten zu dürfen, vor,” hieß es in der Entscheidung.

Französische Wirtschaft stagniert zum Jahresstart unerwartet

Paris (Reuters) – Die Wirtschaft in Frankreich tritt überraschend nur auf der Stelle.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Januar bis März stagnierte auch wegen der Kaufzurückhaltung der Konsumenten im Vergleich zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt Insee am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Experten hingegen hatten mit 0,3 Prozent Wachstum gerechnet. Der traditionelle Wachstumstreiber – der private Konsum – schwächelte allerdings. Denn wegen der hohen Energiepreise sanken die Ausgaben der Verbraucher um 1,3 Prozent. Die französische Wirtschaft kam damit in diesem Jahr schwächer aus den Startlöchern als die deutsche. Das BIP in Deutschland stieg im ersten Quartal um 0,2 Prozent und damit einen Tick besser als erwartet.

Ende 2021 hatte die Wirtschaft in Frankreich noch um revidiert 0,8 Prozent zugelegt, während sie in Deutschland um 0,3 Prozent geschrumpft war. Die hohe Inflation bremst nun allerdings die Kauflaune der Franzosen. So kletterte die Jahresteuerung im April auf das Rekordhoch von 5,4 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Berechnung nach einheitlichem EU-Standard Anfang der 1990er Jahre. Die Regierung des wiedergewählten Präsidenten Emmanuel Macron hat bereits ein Bündel von Hilfen geschnürt, um die Bürger zu entlasten.

“Obwohl die staatlichen Maßnahmen die Haushalte vor dem Schlimmsten der Energiepreiserhöhungen bewahrt haben, wird der allgemeine Inflationsanstieg dennoch seinen Tribut bei den Realeinkommen und Ausgaben fordern”, sagte Jessica Hinds, Europa-Ökonomin bei der Beratungsfirma Capital Economics. “Ein Silberstreif am Horizont ist, dass die französische Wirtschaft dem Ukraine-Konflikt weniger ausgesetzt ist als die meisten anderen Länder der Euro-Zone, einschließlich Deutschland”, fügte sie hinzu.

Macron hat das Land in seiner ersten Amtszeit zu einem Magneten für Direktinvestitionen gemacht und stellte im Wahlkampf die Erfolge im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit https://avecvous.fr/notre-action/travail heraus. Im vorigen Jahr wurde beim BIP ein Plus von rund sieben Prozent erreicht – das stärkste Wachstum seit 1969. Allerdings war die Wirtschaft im Corona-Rezessionsjahr 2020 auch um etwa acht Prozent eingebrochen.

Neuer Goldrausch in Neuseeland

Da diese Anlage als krisensicher wahrgenommen wird, haben die Menschen vermehrt in das Edelmetall investiert, sodass der Goldpreis Anfang März zeitweise über $2000 pro Freiunze (31.1g) angestiegen ist.

Für diese Goldliebhaber gibt es nun gute Nachrichten: Auf der Südinsel von Neuseeland wird aktuell sowohl von Firmen wie auch von Privatpersonen wieder vermehrt nach dem kostbaren Gut gesucht, denn dort werden noch weitere Reserven vermutet.

Das neuseeländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung (Ministry of Business, Innovation and Employment (MBIE)) berichtet von deutlich mehr Anträgen für die Prospektion (Erkundung), die Exploration (Erschließung) und den Abbau von Gold. 84 dieser Anträge wurden bereits genehmigt, 136 weitere stehen noch aus.

Bereits im Jahre 1861 hatte ein Goldfund in der Region Otago einen regelrechten Rausch ausgelöst und tausende Goldsucher angelockt. Der Bergmann und spätere Farmer Thomas Gabriel Read (1824/26-1894) war am 25. Mai 1861 in einem Gebiet nahe der Stadt Lawrence, das heute nach ihm selbst Gabriel’s Gully benannt ist, fündig geworden.

Nur mit Spaten, Schüsseln und einem Fleischermesser ausgerüstet, entdecke er innerhalb weniger Stunden 7 Unzen (ca. 200g) sauberes Gold. Noch im Juli desselben Jahres konnte er weitere Vorkommen im Waitahuna Feld auskundschaften. Reads Erfolg bewirkte einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, sowohl für die Region Otago als auch für Neuseeland insgesamt.

Zu Hochzeiten des Goldfiebers strömten über 1000 Enthusiasten am Tag nach Otago, sodass sich die Bevölkerung dort schon in der zweiten Hälfte des Jahres mehr als verdoppelt hatte. Mitte der 1860er Jahre erreichte der Goldrausch seinen Höhepunkt, danach ebbten die Besucherzahlen ab.

Zudem rissen ab 1869 immer mehr große Bergbaufirmen die Kontrolle über die Goldfelder an sich und verdrängten nach und nach auch die letzten Glücksritter – oder stellten sie offiziell als Bergarbeiter ein.

Inzwischen finden sich Anzeichen, dass die Goldader in Central Otago noch nicht durch den Goldrausch zwischen 1861 und 1863 erschöpft wurde. Experten führen dies darauf zurück, dass die Abbautechniken damals nicht so effizient waren wie heute, und vermuten daher, dass in den alten Abbaustätten noch viel Potenzial steckt.

Diese Vermutung fällt nun bei Privatleuten wie auch bei professionellen Bergbaufirmen auf fruchtbaren Boden. Letztere sind bereits dabei, nach Möglichkeiten für den Aufbau neuer Minen zu suchen. Platzhirsch ist momentan allerdings die OceanaGold Corporation, die mit der Macraes Mine die größte und ertragreichste Goldmine Neuseelands betreibt.

Seit 1990 wurden dort mehr als 2 Millionen Unzen Gold (170000 Unzen pro Jahr) gefördert und die Prognosen für den weiteren Abbau sind gut.

Gut ist auch die aktuelle Entwicklung am Goldmarkt, die sich vorbildlich an unsere Primärerwartung hält. Von dem bereits erwähnten Hoch bei über $2000 von Anfang März hat sich der Preis in der laufenden übergeordneten Korrektur schrittweise immer weiter nach unten gearbeitet und ist gerade in unserer grünen Zielzone kurz vor der wichtigen Unterstützungslinie bei $1888 angekommen.

Diese sollte er im weiteren Verlauf zunächst kurzzeitig und schließlich, nach einer Gegenbewegung in die orangene Zone, nachhaltig unterschreiten. Wer hier also – entweder neu oder weiter – investieren möchte, sollte unser Gold-Update buchen und kann dann unsere Berechnungen und bunten Zielzonen als Orientierung für das Hinterlegen von Handelspositionen nutzen.

https://www.fr.de/wirtschaft/neuseelands-goldrausch-91495174.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Otago_(Region)

https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Gabriel_Read

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldrausch_in_Otago

 

Neues aus Indien

Die USA haben einen globalen Anteil von 55.9% am globalen Aktienmarkt. Weit abgeschlagen liegt Japan auf dem zweiten Platz – mit einem Anteil von 7.4%.

Die zweitgrößte Wirtschaft, China, liegt auf Platz 3 mit 5.4%. Deutschland kommt mit 2.6% erst auf Platz 7 (alles Stand Januar 2021). Es ist ja nicht so, dass diese Länder nichts zu bieten hätten; auch hier gibt es wertschöpfende und innovative Unternehmen mit legitimen Wachstumsaussichten. Allerdings haben sie den Vorteil aus den Fehlern der Vorreiter zu lernen.

Auch Indien entwickelt sich als Finanzplatz, was nicht zuletzt daran liegt, dass das Land seit dem Jahr 2000 massives Wirtschaftswachstum und zudem eine der höchsten Raten von Armutsbekämpfung aufweist. Mit 1.4 Milliarden Einwohnern ist Indien weiterhin das zweitgrößte Land der Welt, liegt aber nur rund 4 Millionen hinter China.

Wie der Lauf der Dinge eben ist, wird auch die Wirtschaft weiter wachsen, und mit ihr der Finanzmarkt. Da aber eben Länder, wie die USA, schon einige Entwicklungen durchgemacht haben, kann man hier auf die Erfahrungen anderer Länder aufbauend einige Dinge anders machen.

Nandan Nilekani ist einer der Mitgründer und Vorsitzender von Infosys Ltd., zweitgrößten indischen Software-Unternehmen. Mal abgesehen davon, dass die Aktie des Unternehmens seit dem Corona-Tief 2020 trotz Korrektur noch immer über 170% im Plus steht, zählt es zu den wenigen starken Global Playern aus Indien.

Nun hat Herr Nilekani ein anderes Ziel: Er möchte mit der indischen Regierung den Onlineshops Flipkart und Amazon den Kampf ansagen.

Das 2007 gegründete Unternehmen, Flipkart, hat bereits jetzt einen Marktanteil von 39.5% am indischen Markt und einen Umsatz von umgerechnet $5.6 Milliarden. 2018 erwarb Walmart Inc., ein Titel, den wir auch im Dow30-Aktienpaket führen, 77% des Unternehmens für $16 Milliarden. Zusammen haben Flipkart und Amazon einen Marktanteil von 80%.

Durch die Vormachtstellung von Amazon und anderen lokalen Onlineshop-Giganten, ging in den letzten Jahren der klassische Einzelhandel immer mehr in die Knie. Weder in Sachen Preis noch in Sachen Bequemlichkeit können andere da mithalten.

In den physischen Laden geht man nur noch, um sich beraten zu lassen, gekauft wird dann bei Amazon. Kleinere traditionelle Läden haben dabei keine Chance mehr und müssen sich an die Kaufgewohnheiten der Stammkundschaft verlassen. Das möchte Nilekani zusammen mit der indischen Regierung vermeiden.

Mit einem sogenannten „Open Network for Digital Commerce“, welches von der Regierung aufgebaut wird, sollen kleine Händler die Möglichkeit bekommen, dieselbe Reichweite und dasselbe Verkaufspotenzial erlangen, wie größere Händler über Amazon.

Nilekani sagte, dass man es Millionen von kleinen Verkäufern schuldig sei, ihnen den Zugang zum rapide wachsenden eCommerce-Markt zu gewähren. Das Pilotprojekt soll nächsten Monat schon starten und drei indische Großbanken haben schon Anteile am Unternehmen.

Interessanterweise hat Amazon schon direkt eingeworfen, dass man das Modell verfolgen wird, um es besser zu verstehen. Man möchte eventuell eine Rolle spielen. Somit lernt Amazon aus einem Projekt, was aus dem Lernprozess zur Amazon-Entwicklung entstanden ist. In jedem Fall wird der indische Markt in diesem Sektor, wie auch anderen Sektoren, noch sehr spannend sein!

 

Gewinn von NatWest schnellt zu Jahresbeginn kräftig nach oben

London (Reuters) – Steigende Erträge und höhere Zinsen haben die Gewinne der vom britischen Staat gestützten Bank NatWest zum Start in das Jahr kräftig angeschoben.

NatWest erzielte im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 1,2 Milliarden Pfund – ein Plus von 41 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. “Trotz des herausfordernden Umfelds bin ich mit unserer Leistung zufrieden, da wir unsere Strategie weiter gut umsetzen und nachhaltiges Wachstum und Renditen vorantreiben”, sagte Bankchefin Alison Rose. Das Vorsteuerergebnis lag deutlich über den Schätzungen der Analysten, die im Schnitt 755 Millionen Pfund erwartet hatten.

NatWest erwirtschaftete im Zeitraum Januar bis März Erträge von 3,03 Milliarden Pfund, eine Steigerung von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Staatsbeteiligung sank auf rund 48 Prozent im ersten Quartal. Dies sei das erste Mal seit der Finanzkrise, dass der Anteil des Staates auf unter 50 Prozent gefallen sei, erklärte die Bank.

Britische Finanzinstitute profitieren derzeit davon, dass sich das Land von den Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie erholt. Zudem stützen die anziehenden Leitzinsen das Geschäft. Sorge bereitet aber die anziehende Inflation, die die Einkommen der Haushalte drückt und dazu führt, dass die Gefahr von Kreditausfällen zunimmt. NatWest-Chef Rose merkte dazu an, sie sei sich der Herausforderungen und Sorgen sehr bewusst, die die Krise bei den Lebenshaltungskosten verursache. Seine Konjunkturprognosen aktualisierte das Geldhaus allerdings nicht – das soll später im Jahr geschehen.

Die Rivalen Barclays, Lloyds und HSBC hatten in dieser Woche allesamt vor den möglichen Folgen der anziehenden Inflation gewarnt, die sich aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der russischen Invasion der Ukraine noch verschärft hat.