Generali-Chef Donnet übersteht Aktionärsstreit – Dritte Amtszeit

Mailand (Reuters) – Generali-Chef Philippe Donnet bleibt im Amt.

Der Vorstandschef des größten italienischen Versicherers hat auf der Hauptversammlung das Kräftemessen mit kritischen Aktionären überstanden. Die Anteilseigner stimmten am Freitag mit 56 Prozent den Nominierungsvorschlägen des Verwaltungsrats zu, Donnet eine dritte Amztszeit zu gewähren. Ein rivalisierender Vorschlag, der vom Aktionär Francesco Gaetano Caltagirone eingebracht wurde, erhielt auf der Aktionärsversammlung nur 42 Prozent Zustimmung. Donnet leitet Generali seit 2016.

Der Vorstandschef ist bei italienischen Unternehmen als einziger operativ tätiger Manager Teil des Verwaltungsrats und wird daher von den Aktionären gewählt. Doch die Wiederwahl von Donnet war durch den Aktionärszwist in Frage gestellt. Caltagirone hatte Luciano Cirina, den suspendierten Osteuropa-Vorstand des Konzerns, als neuen Konzernchef vorgeschlagen. Kern des Zwist ist ein Streit über die Konzernstrategie. Der Milliardär hatte in Aussicht gestellt, dass mit seinen Plänen der Gewinn pro Aktie bis 2024 fast doppelt so schnell steigen werde wie nach der im Dezember vorgestellten Konzernstrategie der Generali-Führung.

Mercedes-Produktion derzeit trotz gestörter Lieferketten stabil

Frankfurt (Reuters) – Die Störungen von Lieferketten durch den Ukraine-Krieg haben die Produktion beim Autobauer Mercedes-Benz bisher kaum beeinträchtigt.

In Zusammenarbeit mit den Lieferanten versuche Mercedes, Ausfälle wie etwa Kabelbäume aus der Ukraine, zu vermeiden, erklärte Vorstandschef Ola Källenius am Freitag auf der Hauptversammlung. “Derzeit laufen unsere Werke weltweit größtenteils uneingeschränkt.” Auch die Rohstofflieferketten seien derzeit stabil. So habe der Autobauer zum Beispiel Palladium aus Russland bezogen, könne den Bedarf aber fast vollständig aus anderen Quellen decken.

Zu kämpfen hat Mercedes-Benz nach wie vor mit dem Mangel an Halbleitern. Das mit der Corona-Pandemie entstandene Problem werde sich noch bis ins kommende Jahr hinziehen, bekräftigte Källenius. Generell will das Unternehmen seine Lieferketten robuster machen, indem verstärkt dort eingekauft wird, wo die Fahrzeuge produziert werden. Auch arbeite Mercedes daran, den Einsatz von seltenen Erden aus China zu reduzieren oder auf manche ganz zu verzichten.

OMV – Neue Zahlungskonditionen der Gazprom gelten wohl ab Mai

Wien (Reuters) – Der Wiener Öl- und Gaskonzern OMV stellt sich darauf ein, dass die neuen Zahlungskonditionen der Gazprom für Gaslieferungen im Mai wirksam werden.

“Ich würde davon ausgehen, dass das im Laufe des Mai geschehen soll”, sagte Vorstandschef Alfred Stern am Freitag zur Agentur APA. Derzeit würde jedoch “relativ große Unklarheit” bestehen. Er könne es daher zur Zeit nicht endgültig sagen.

Bei der Präsentation der Ergebnisse für das erste Quartal sagte Stern lediglich, dass die OMV im Mai die nächste Rechnung der Gazprom erwarte. Derzeit bezahle der Konzern gemäß seiner bestehenden Verträge mit Gazprom in Euro.

Russland verlangt vor dem Hintergrund der Sanktionen gegen das Land künftig eine Bezahlung der Gas-Rechnungen in Rubel. Die von Russland vorgeschlagenen neuen Zahlungskonditionen sehen die Möglichkeit vor, dass das Geld bei der Gazprombank in Euro eingezahlt und dann in Rubel konvertiert wird. Einen Bericht, wonach die OMV in der Schweiz ein Rubel-Konto bei der Gazprombank eröffnen wolle, hatte der Konzern am Vortag als falsch bezeichnet.

Ukraine – Schwere Verluste auf beiden Seiten bei Kämpfen mit Russland

– von Natalia Zinets

Kiew (Reuters) – Die Ukraine hat schwere Verluste durch die russische Offensive im Osten des Landes eingeräumt.

Allerdings seien sie auf russischer Seite sehr viel schwerer, sagte Präsidialberater Olexij Arestowytsch am Freitag. “Ihre Verluste sind kolossal.” Das britische Verteidigungsministerium berichtete von besonders schweren Gefechten um die Städte Lyssytschansk and Sewerodonezk im Donbass. “Die russischen Gebietsgewinne sind begrenzt und wurden unter erheblichen Kosten für die russischen Streitkräfte erzielt”, hieß es zur militärischen Lage. Das russische Verteidigungsministerium gab seinerseits einen Angriff auf ukrainische Militärziele mit Marschflugkörpern von einem U-Boot im Schwarzen Meer aus bekannt. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge war es das erste Mal, dass Russland einen derartigen Angriff öffentlich machte.

Die jeweiligen Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Der russische Vorstoß konzentriert sich offenbar auf den Osten der Ukraine, wo Teile des Landes schon länger von pro-russischen Separatisten kontrolliert werden. Die ukrainische Militärführung berichtete am Freitag dort von einem Beschuss ihrer Stellungen, um eine Neuordnung der Verteidiger zu verhindern. Russische Behörden berichteten vom Beschuss ihres grenznahen Territoriums von der Ukraine aus. Die Regierung in Moskau spricht nicht von einem Krieg, sondern von einem Sondereinsatz des Militärs, um die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren.

Zudem blieb das große Stahlwerk in der südöstlichen Hafenstadt Mariupol unter Belagerung. Das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kündigte einen Einsatz im Laufe des Tages an, um Zivilisten von dem Gelände herauszuholen. Einzelheiten wurden nicht genannt, eine russische Stellungnahme lag nicht vor. Dem Rat der Stadt zufolge sind in Mariupol etwa 100.000 Bewohner in Lebensgefahr angesichts russischen Beschusses und mangelnder Versorgung und Hygiene. Es gebe einen katastrophalen Mangel an Trinkwasser und Lebensmitteln. Russland hatte in der vergangenen Woche den Sieg in Mariupol ausgerufen. Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, die verbliebenen ukrainischen Soldaten nicht abziehen zu lassen.

SCHOLZ: PUTIN WILL DEMOKRATISCHE STAATSFORMEN VERNICHTEN

In Deutschland zeigen sich zunehmend die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. “Seit Ende Februar beeinflussen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine die konjunkturelle Entwicklung zunehmend”, teilte das Statistische Bundesamt bei der Vorlage des Plus von 0,2 Prozent beim Bruttoinlandsproduktes (BIP) mit. Auch die Debatte über russische Energie-Lieferungen hielt an. Unternehmen wie Mercedes-Benz kündigten an, sich auf einen möglichen Lieferstopp von Erdgas vorzubereiten. Spekulationen über ein baldiges Öl-Embargo gegen Russland trieben die Preise am Weltmarkt nach oben.

Bundeskanzler Olaf Scholz warf Putin vor, demokratische Staatsformen vernichten zu wollen. “Schließlich verfolgt Putin nicht nur das Ziel, die Ukraine zu zerstören. Sein Krieg richtet sich gegen alles, was Demokratie ausmacht: Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz, Selbstbestimmung, Menschenwürde”, schrieb er in einem Gastbeitrag https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus238443465/Kanzler-Olaf-Scholz-im-Gastbeitrag-Warum-wir-krisenfester-sind-als-die-autoritaeren-Staaten.html für die Zeitung “Welt”. Laut dem Kanzler treten die demokratischen Länder angesichts dieser Gefahr so geschlossen auf wie lange nicht. “Hier zeigt sich, was uns als Demokratien verbindet: Die Überzeugung, dass Recht der Macht Grenzen setzen muss”, schrieb Scholz. “Nur Demokratien könnten die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen.”

BBVA profitiert von guten Geschäften in Schwellenländern

Madrid (Reuters) – Gute Geschäfte in den Schwellenländern haben den Gewinn der spanischen Bank BBVA hochgetrieben.

Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 36,4 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro, wie BBVA am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 1,24 Milliarden Euro gerechnet.

Positiv hätten sich nach angehobenen Zinsen gute Ergebnisse in Mexiko, der Türkei und Südamerika ausgewirkt. Sowohl die Türkei als auch Mexiko zählen zu den Regionen, in die die Bank besonders viel Hoffnung setzt. Mexiko trägt rund die Hälfte zu den Ergebnissen von BBVA bei, die Türkei rund 15 Prozent, Spanien selbst mehr als ein Drittel. In Mexiko stieg der Nettogewinn im ersten Quartal um knapp 60 Prozent, in der Türkei um rund 31 Prozent, in Spanien um 62 Prozent.

Inflation im Euroraum auf neuem Rekordhoch – “EZB sollte rasch handeln”

– von Reinhard Becker und Frank Siebelt und Klaus Lauer

Berlin/Frankfurt (Reuters) – Die Inflation in der Euro-Zone ist auf ein neues Rekordhoch gestiegen und bringt die auf Nullzins-Kurs steuernde EZB unter Zugzwang.

Angetrieben von den hohen Energiekosten kletterte die Teuerungsrate im April auf 7,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Im März hatte die Inflation bereits mit 7,4 Prozent einen Höchstwert markiert, im Februar bei 5,9 Prozent gelegen. Ob mit dem April-Wert das Ende der Fahnenstange erreicht ist, bleibt laut Ökonomen ungewiss. EZB-Vizechef Luis de Guindos hat die Verbraucher bereits auf eine weiter hohe Inflation eingestimmt und signalisiert, dass die Notenbank reagieren wird. Laut Bundesbankchef Joachim Nagel könnte eine erste Zinserhöhung im Juli kommen.

Mit Ausbruch des Ukraine-Krieges habe sich der Teuerungsdruck verstärkt und an Breite gewonnen, erklärte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank: “Eine Zinsanhebung im Juli ist gemessen daran Pflicht. Wir wollen hoffen, dass die Währungshüter dieser Pflicht nachkommen.” An den Finanzmärkten wird für dieses Jahr bereits mit drei bis vier Zinsschritten nach oben gerechnet. Derzeit liegt der geldpolitische Schlüsselsatz bei 0,0 Prozent. Zugleich müssen Banken Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Dieser sogenannte Einlagesatz ist aktuell bei minus 0,5 Prozent. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) mit Zinserhöhungen Ernst machen, könnte der Einlagesatz dieses Jahr erstmals seit 2014 wieder den positiven Bereich erreichen. Die Ära der Strafzinsen wäre damit passé.

KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib sieht die EZB gefordert: Falls sie zu lange Teuerungsraten über ihrem Zwei-Prozent-Ziel toleriere, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Lohn-Preis-Spirale komme. “Die Inflation in solch einer Situation erneut zu bändigen, wäre dann ein viel schwierigeres und kostspieligeres Unterfangen”, warnte die Ökonomin.

INFLATIONSGIPFEL ERREICHT?

Der Handlungsdruck auf die Währungshüter steigt, je mehr sich die Teuerungsrate vom Ziel der EZB von 2,0 Prozent entfernt. “Es sieht ein wenig nach Inflationsgipfel aus, wegen der globalen Gemengelage ist dies aber höchst unsicher. Die anhaltend hohe Inflationsrate dürfte die EZB weiter auf Trab bringen”, meint Chefökonom Alexander Krüger von der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe.

ENERGIEPREISE STEIGEN UM 38 PROZENT

Haupttreiber der Teuerung waren im April einmal mehr die kräftig gestiegenen Energie-Preise, die infolge des Ukraine-Kriegs erheblich anzogen. Auf Jahressicht kletterten sie um 38 Prozent. Im März waren es sogar 44,4 Prozent. Unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich um 9,2 Prozent, Dienstleistungen um 3,3 Prozent. “Die Preise legen mittlerweile auf breiter Front zu. Die EZB sollte rasch handeln, damit die Inflationserwartungen der Menschen nicht weiter steigen und sich die hohe Inflation dauerhaft festsetzt”, mahnte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer.

Trotz aller Inflationssorgen dürfte es den Währungshütern in Frankfurt als Lichtblick erscheinen, dass sich die Wirtschaft zu Jahresbeginn ungeachtet der Schockwellen des Ukraine-Kriegs in der Wachstumszone hielt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte in der Euro-Zone zwischen Januar und März zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu. Die Wirtschaft im Euro-Raum wird aber auch durch weiter anhaltende Lieferkettenprobleme im Zuge der Corona-Krise beeinträchtigt – insbesondere durch Lockdown-Maßnahmen in China. Zudem lastet die hohe Inflation auf der Konjunktur, die auf die Konsumlaune drückt.

(Mitarbeit Balazs Koranyi, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Studie: Beliebtheit der Kryptoanlagen steigt!

Wenn es um Investitionen geht, gibt es eine Vielzahl von Optionen, aus denen man wählen kann. Von Aktien und Anleihen bis hin zu Immobilien und Kryptowährungen – die Auswahl kann überwältigend sein.

Auch wenn dies angesichts der Volatilität des Kryptomarktes für einige überraschend sein mag, so ist es doch ein Hinweis auf einen größeren Trend. Dieser könnte dazu führen, dass Kryptowährungen in naher Zukunft die traditionellen Anlageformen überholen.

Kryptoinvestitionen nehmen an Beliebtheit zu

Laut einer Umfrage der Krypto-Handelsplattform Bitstamp werden Kryptowährungen in den nächsten zehn Jahren weiter an Popularität gewinnen und immer mehr zum Mainstream werden. In seiner ersten Vorschau auf den Global Digital Assets Pulse Survey 2022 veröffentlichte Bitstamp Krypto-Trends aus 23 Ländern.

Die Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der institutionellen Anleger und Kleinanleger glaubt, dass Kryptowährungen innerhalb des nächsten Jahrzehnts von der breiten Masse angenommen werden. Dies deutet auf ein hohes Maß an Vertrauen in Kryptowährungen hin und könnte in Zukunft zu einer noch breiteren Akzeptanz führen.

Der Bericht stellt auch fest, dass weitere 80 % der institutionellen Anleger glauben, dass Kryptowährungen die traditionellen Anlageformen überholen werden.

Kryptowährungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. 71 % der Anlageexperten und 65 % der Privatanleger geben an, dass sie Kryptowährungen als Anlageklasse vertrauen. Dieses hohe Maß an Vertrauen ist vor allem in Schwellenländern bemerkenswert, wo die Regulierung möglicherweise weniger weit entwickelt ist.

Im Gegensatz dazu bereiten die entwickelten Märkte einigen Anlegern nach wie vor Sorgen, da sich die regulatorische Unsicherheit auf den Wert von Kryptowährungen auswirken könnte.

Start-ups als Vorreiter

Start-ups werden zu einem wichtigen Akteur im Streben nach globaler Krypto-Adoption. Sie werden zum neuen Gesicht der Branche, und es werden große Summen in Bitcoin und Co. investiert.

In Kryptowährungen wurde in letzter Zeit viel investiert: Im ersten Quartal 2022 wurden über 5 Milliarden Dollar investiert. Das ist eine Verdoppelung gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz der Besorgnis über die hohen Unternehmensbewertungen und die globale Marktangst fließt weiterhin Geld in den Kryptowährungsmarkt.

 

Verbio erhöht Prognose – Aktie fällt wegen Ministerinnen-Aussagen zu Biosprit

Frankfurt (Reuters) – Der Biokraftstoffhersteller Verbio ist zuversichtlich für den Rest seines Geschäftsjahres und hebt seine Prognose an.

An der Börse perlte dies am Freitag aber ab, da Spekulationen auf eine Einschränkung der Produktion von Biosprit die Aktien in den Keller trieben. Die Verbio-Papiere lagen am Vormittag rund 17 Prozent im Minus und waren damit mit Abstand größter Verlierer im Kleinwerteindex SDax.

Börsianer verwiesen auf Aussagen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die sich in der “Augsburger Allgemeinen” dafür aussprach, weniger Getreide und Pflanzenöl für Biosprit zu verwenden. “Agrokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen sind keine sinnvolle Option”, sagte die Grünen-Politikerin der Zeitung. “Agrarflächen sind weltweit begrenzt, wir brauchen sie dringend für die Ernährung, das führt uns der Krieg in der Ukraine dramatisch vor Augen.” Sie wolle den Einsatz von Agrokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen im Tank weiter reduzieren. Die Details würden derzeit zwischen ihrem Ressort und dem Bundeslandwirtschaftsministerium besprochen. Das seien keine unerwarteten Aussagen, aber sie lasteten auf den Verbio-Aktien, sagte ein Händler.

Verbio erhöhte unterdessen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2021/22. Das Ende März beendete dritte Quartal sei stark gewesen, so dass die Prognose für das operative Ergebnis (Ebitda) auf 430 Millionen Euro erhöht werde. Zuvor war das Unternehmen für 2021/22 von 300 Millionen Euro ausgegangen. “Sowohl in den USA als auch in Europa/Deutschland ist die Nachfrage und das Preisniveau nach fortschrittlichen Biokraftstoffen der 2. Generation stärker gestiegen als erwartet”, teilte Verbio zur Begründung mit.

Wirtschaft in Euro-Zone bleibt zu Jahresbeginn auf Wachstumskurs

Brüssel/Berlin (Reuters) – Trotz Ukraine-Krieg und Lieferengpässen hat sich die Wirtschaft der Euro-Zone zu Jahresbeginn in der Wachstumszone gehalten.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Januar und März zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu, wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Freitag auf Basis einer vorläufigen Schätzung mitteilte. Experten hatten sogar ein Plus von 0,3 Prozent erwartet, nachdem die Wirtschaft bereits Ende 2021 im selben Tempo gewachsen war.

Zu Jahresbeginn trat die Wirtschaft in Frankreich auf der Stelle, während in Deutschland ein Plus beim BIP von 0,2 Prozent herauskam. In Spanien verlangsamte sich das Wachstum deutlich auf nur noch 0,3 Prozent, während die italienische Wirtschaft auf Talfahrt ging und 0,2 Prozent schrumpfte.

Die Wirtschaft im Euro-Raum wird durch weiter anhaltende Lieferkettenprobleme im Zuge der Corona-Krise beeinträchtigt – insbesondere durch Lockdown-Maßnahmen in China. Zudem lastet die hohe Inflation auf der Konjunktur, die durch den Ukraine-Krieg weiter angefacht wurde und die Konsumlaune zusehends dämpft. Die Teuerungsrate im Euroraum stieg im April auf das neue Rekordhoch von 7,5 Prozent.

DAX, DOW und Co. holen Wochenverluste auf – Die Chance erneut teurer zu verkaufen!

Erholungsrally im DAX

Tickmill-Analyse: DAX im Tageschart

Seit dem Märzhoch bei etwas über der Marke von 14.900 Punkten haben sich die Käufer deutlich zurückgehalten. Zwar gab es zwischenzeitlich immer wieder Erholungsversuche, doch deren Nachhaltigkeit blieb aus. Fallende Hochs und fallende Tiefs kennzeichnen das derzeitige Chartbild im DAX und sprechen eine klare Sprache.

Der Abwärtstrend ist weiterhin richtungsführen. Kursanstiege über mehrere Tage haben daher den Charakter einer korrektiven Phase. Mit Blick auf die aktuelle Verortung im Bereich des aktuellen Wochenhochs bei gut 14.162 Punkten eröffnen zwei Möglichkeiten. Das Thema Korrekturausweitung kommt dann ins Spiel, wenn der Markt Kurse oberhalb des genannten Wochenhochs akzeptiert.

In diesem Fall öffnet sich das Feld für Zuwächse in Richtung des Abwärtstrendhochs bei 14.605 Punkten. Kommt es jedoch zum Abprall, der mit Kursen unter dem aktuellen Tagestief bei 13.990 Punkten einhergeht, generiert der DAX ein neues Verkaufssignal. In diesem Fall deuten die Zeichen auf weitere Kursrückgänge hin.

Als grobes Orientierungslevel im Sinne einer Trendfortsetzung steht dann zunächst das Trendtief bei 13.528 Punkten im Raum.

DOW 30 kurzfristig ebenfalls an wichtigem Entscheidungslevel

Tickmill-Analyse: DOW im Stundenchart

Das grobe Bild im DOW 30 kann mit den oben beschriebenen Fakten des DAX verglichen werden. Der Weg des leichteren Widerstandes führt auch hier eher in Richtung der Chartunterseite. Die Erholungstendenz wird auch im DOW gespielt. Seit Mittwoch gab es keine fallenden Tiefs. Im Stundenchart ist die Aufwärtstendenz sauber erkennbar.

Sollten die Käufer weiter aktiv bleiben und Kursanstiege über 34.055 Punkte bzw. das Stundenhoch bei 34.130 Punkten verursachen, ebnet sich der Weg für eine Ausweitung der Erholung in Richtung des Verlaufshochs bei 34.790 Punkten. Fällt die Notierung jedoch unter das heutige Tagestief bei 33.757 Punkten, entsteht wie im DAX ebenfalls ein Verkaufssignal. Das erste wichtige Orientierungslevel stellt in diesem Zusammenhang das Wochentief bei 33.106 Punkten.

 

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

Haftungsausschluss: Das bereitgestellte Material dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Die im Text geäußerten Ansichten, Informationen oder Meinungen gehören ausschließlich dem Autor und nicht dem Arbeitgeber des Autors, der Organisation, dem Ausschuss oder einer anderen Gruppe oder Einzelperson oder Gesellschaft.

Hochrisikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 71% (Tickmill UK Ltd) und 65% (Tickmill Europe Ltd) der Privatanleger verlieren Geld, wenn sie CFDs handeln. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs oder andere unserer Produkte funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.