Chinesischer Ölgigant plant milliardenschwere Zweitnotierung in Shanghai

Shanghai (Reuters) – Der chinesische Ölriese CNOOC strebt eine milliardenschwere Zweitnotierung an der Börse in Shanghai an, um seine Ausweitung der Öl- und Gasförderung in unsicheren Zeiten zu finanzieren.

Ziel sei es, 35 Milliarden Yuan (umgerechnet 4,94 Milliarden Euro) einzunehmen, teilte der chinesische Branchenprimus am Donnerstag mit, der sich auf der Schwarzen Liste der USA befindet. Am 12. April würden 2,6 Milliarden Aktien verkauft.

CNOOC profitiert gerade von den wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine rapide gestiegenen Ölpreisen. Das Unternehmen geht von einem Gewinnanstieg von bis zu 89 Prozent im ersten Quartal aus. Mit den Einnahmen aus dem Aktienverkauf will CNOOC konkret sieben Ölfelder und ein Gasfeld in China sowie im Ausland finanzieren. “Wir rechnen damit, dass die Investitionen Chinas in die Öl- und Gaserkundung weiter zulegen, da die chinesische Nachfrage nach Öl und Gas steigt und die Regierung großen Wert auf Energiesicherheit legt”, hieß es im Börsenprospekt. Wegen der US-Sanktionen ist CNOOC inzwischen nicht mehr an der Wall Street notiert. Weitere Sanktionen seien möglich, teilte das Unternehmen mit.

Shanghai meldet erstmals seit zwei Wochen weniger Corona-Fälle

Shanghai (Reuters) – Die im Lockdown steckende chinesische Finanzmetropole Shanghai meldet erstmals seit zwei Wochen einen Rückgang der Corona-Neuinfektionen.

Die Behörden berichteten am Donnerstag von insgesamt knapp 5700 neuen Fällen, nach fast 6000 tags zuvor. Dennoch appellierten sie an die 26 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, sich weiterhin an die strengen Beschränkungen zu halten, die am Montag verhängt wurden.

“Die Pandemieprävention und -bekämpfung hat den Menschen viele Unannehmlichkeiten bereitet”, heißt es in einem Schreiben der Behörden, das auf dem offiziellen WeChat-Konto der Stadt veröffentlicht wurde. “Einige von Ihnen waren lange Zeit in Quarantäne und Lockdown. Die Stadt weiß das Verständnis und die Zusammenarbeit aller sehr zu schätzen.” Viele Einwohner haben in den sozialen Medien ihrer Frustration über das Vorgehen Luft gemacht, indem sie Videos und Bilder von überfüllten Quarantänezentren veröffentlichten sowie um Hilfe bei der medizinischen Versorgung und beim Kauf von Lebensmitteln baten. Vor vier Wochen begann sich in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes die hochansteckende Omikron-Variante des Corona-Virus auszubreiten. Auf Shanghai entfielen zuletzt fast 80 Prozent der Fälle in China.

Der Lockdown erfolgt durch eine Zweiteilung der Stadt entlang des Huangpu, die das historische Zentrum westlich des Flusses vom östlichen Finanz- und Industrieviertel Pudong trennt. Nach Angaben der Behörden sind so gestaffelte Massentests möglich. Die Bewegungseinschränkungen für die Bewohner der östlichen Bezirke begannen am Montag und sollen am Freitag wieder aufgehoben werden. Die Gebiete westlich des Flusses werden ab Freitag abgeriegelt, obwohl hier in einigen Wohnanlagen die Bewohner bereits angewiesen wurden, seit Mittwoch zu Hause zu bleiben.

Auch der Geschäftsverkehr wurde unterbrochen. Volkswagen kündigte an, die Produktion in seinem Werk in Shanghai am Donnerstag teilweise einzustellen, weil die Zulieferer nicht genügend Teile schicken können. Die deutsche Wirtschaft befürchtet wegen des Shanghai-Lockdowns neue Probleme für die ohnehin schon angespannten Lieferketten. China ist seit 2016 der wichtigste Handelspartner Deutschlands: Zwischen beiden Ländern wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 245,4 Milliarden Euro gehandelt, 15,1 Prozent mehr als im ersten Corona-Jahr 2020. Mehr als 2000 deutsche Unternehmen sind in der Metropole aktiv.

Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt deutlich

Berlin (Reuters) – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist deutlich gesunken.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 274.901 Fälle binnen 24 Stunden. Das 43.486 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 318.387 positive Tests verzeichnet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 1625,1 von 1663,0 am Vortag. Spitzenreiter ist das Saarland mit 2251,1. 279 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Corona-Todesfälle auf 129.391. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Krankenhäusern lag am Mittwoch bei 2283. Insgesamt befinden sich laut RKI derzeit fast 4,3 Millionen Menschen in Quarantäne.

Am 2. April laufen die Übergangsregeln bei den Corona-Schutzmaßnahmen aus. Danach dürfen Bundesländer und Kommunen nach dem Willen der Ampel-Koalition nur noch eingeschränkt Maßnahmen anordnen. Die Maskenpflicht fällt in Handel und generell in Innenräumen bis auf wenige Ausnahmen. SPD, Grüne und FDP geben zur Begründung an, dass eine Überforderung des Gesundheitssystem nicht mehr zu befürchten sei. Nur in regionalen Hotspots mit hohen Infektionszahlen und Krankenhausbelegungen können einige weitergehende Maßnahmen verhängt werden, wenn die Landtage dies jeweils beschließen. Länder und kommunale Spitzenverbände halten das neue Infektionsschutzgesetz für kaum anwendbar. Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erklärten sich zu einem Hotspot.

USDTRY – Kurz von neuen Hochpunkten?

Innerhalb der letzten Wochen kommt es zu einer Stabilisierung in der Preiszone von etwa 14,60 TRY. Grundsätzlich baut sich nun Druck auf den Bereich von etwa 15,00 TRY auf. Mit Ausbruch des USDTRY über diese Marke ist der Weg Richtung 2021er-Hoch von 18,40 TRY frei.

Die Chart-technische Lage gestaltet sich recht positiv für die long-orientierten Anleger. Diverse Trendindikatoren zeigen übergeordnet einen Bullenmarkt an. Um die positive Aussicht aufrechtzuerhalten, müssen es die Bullen bewerkstelligen, die Marke von 13,50 TRY überboten zu halten. Ein Rückfall dorthin wäre noch kein Problem, allerdings muss bei Unterschreiten mit deutlichen Abverkäufen gerechnet werden.

USDTRY – aus Sicht der Oszillatoren besteht weiter Luft

Als Kursziel käme auf der Unterseite der vielbeachtete gleitende Durchschnitt mit der Periode 200 in den Fokus. Dieser kommt aktuell bei 11,14 TRY unterstützend zur Oberseite gelaufen. Der Blick auf die Oszillatoren, Rsi und Stochastik gestaltet sich neutral. Aus dieser Sicht heraus besteht Luft für weitere Anstiege.

Fazit – die übergeordnete Ausrichtung ist gen Norden. Insofern sollte es den Bullen gelingen, die wichtige 15er-Marke zu erobern, um Richtung 2021er-Top zu gelangen. Zu beachten gilt die 13,50-USD-Marke, welche überstiegen bleiben muss.

Der Heikin-Ashi-Chart von USDTRY (D1)

USDTRY Prognose
USDTRY | Chart von fxempire

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Macd Oszillator: Es wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nur die Hälfte positiv. Das überzeugt nicht besonders. Da muss mehr kommen!

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei USDTRY die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind 8 steigend. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen. -the trend is your friend-

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob sich der Indikator unterhalb vom Schlusskurs befindet. Falls ja, dann ist ein bestätigter Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur die Hälfte positiv. Das geht aber wirklich besser. Die Bullen müssen Gas geben.

Die Auswertung der Trendanalyse

31.03.2022: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 18 als positiv zu bezeichnen. Das sind immerhin 60.00 %. Deshalb kann der Status hier auf „Bullisch“ gesetzt werden. So gesehen ist es durchaus nützlich, einen Einstieg in USDTRY zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

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Russland diskutiert Umstellung auf Rubel bei allen großen Exportgütern

London/Berlin (Reuters) – Nach der geforderten Umstellung der Öl- und Gas-Geschäfte auf Rubel wird in Russland für alle größeren Exportgüter eine Verwendung der Landeswährung diskutiert.

“Wenn Sie Erdgas haben wollen, beschaffen Sie sich Rubel”, erklärte Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin am Mittwoch auf Telegram. Darüber hinaus wäre es richtig “die Liste der in Rubel bepreisten Exportprodukte wie folgt zu erweitern: Düngemittel, Getreide, Speiseöl, Öl, Kohle, Metalle, Holz, etc.” Der russische Präsidialamts-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Bemerkungen als “eine Idee, an der definitiv gearbeitet werden sollte”.

Russland hat angekündigt, Gas und Öl nur noch gegen Zahlung in Rubel zu liefern. Damit reagierte Präsident Wladimir Putin auf die internationalen Sanktionen nach dem Angriff auf die Ukraine. Die Abnehmerstaaten – darunter Deutschland – lehnen dies ab. Peskow zufolge will Russland ihnen Zeit geben, auf Rubel umzustellen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einem Insider erfuhr, will Russland die Preishöhen unverändert beibehalten. Einem russischen Medienbericht zufolge verständigten sich Putin und Kanzler Olaf Scholz, dass Experten der beiden Länder sich zu der Umstellung beraten sollen.

Ein deutscher Regierungssprecher sagte Reuters dazu, Putin habe in dem Telefonat erklärt, dass sich für die europäischen Vertragspartner nichts ändern werde. Die Zahlungen würden weiter ausschließlich in Euro ergehen und wie üblich an die Gazprom-Bank überwiesen, die ja nicht von den Sanktionen betroffen sei. Sie konvertiere dann die Beträge in Rubel. Scholz habe diesem Vorgehen in dem Gespräch nicht zugestimmt, betonte der Sprecher. Er habe “lediglich um schriftliche Informationen gebeten, um das Verfahren genauer zu verstehen”. Es bleibe dabei, dass wie von den G7-Staaten vereinbart Energielieferungen ausschließlich in Euro oder Dollar bezahlt würden – “So wie es die Verträge vorsehen.”

Die wichtigsten russischen Exportgüter wie Öl, Erdgas und Metalle werden auf dem Weltmarkt in Dollar verrechnet. Der Energiekonzern Gazprom etwa erhält nach eigenen Angaben für seine Erdgas-Exporte gegenwärtig 58 Prozent des Geldes in Euro, 39 Prozent in Dollar und etwa drei Prozent in Pfund. Russland versucht seit längerem, seine Abhängigkeit von der Weltleitwährung Dollar zu verringern. Der ehemalige Präsident Dmitri Medwedew rief am Mittwoch “die Ära der Regionalwährungen” aus. “Die Welt wacht auf: Das Vertrauen in die Reservewährungen schmilzt wie der Nebel am Morgen”, sagte er. “Die Abkehr von Dollar und Euro als wichtigste Reservewährungen ist keine Fantasie mehr.”

Schweizer Bundesanwaltschaft durchsucht Bank Pictet

Zürich (Reuters) – Schweizer Ermittler haben in Zusammenhang mit dem internationalen Korruptionsfall rund um den brasilianischen Erdölkonzern Petrobras die Bank Pictet durchsucht.

Die Untersuchung bezöge sich auf Vorgänge, die mehrheitlich mehr als ein Jahrzehnt zurücklägen, erklärte ein Sprecher des Genfer Vermögensverwalters am Mittwoch. Über die Hausdurchsuchung hatte zuvor bereits die Zeitung “Le Temps” berichtet.

“Die Bundesanwaltschaft bestätigt, dass sie Mitte März unter anderem eine Hausdurchsuchung bei einem Bankinstitut auf dem Genfer Platz durchgeführt hat”, erklärte die Behörde in einer Stellungnahme. Die Razzia habe im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens im Zusammenhang mit dem Petrobras-Untersuchungskomplex stattgefunden. Das Verfahren sei im Dezember 2021 gegen die Bank, eine natürliche Person und Unbekannte wegen des Verdachts der Beihilfe zur Bestechung ausländischer Amtsträger und der schweren Geldwäsche eröffnet worden.

Ihren Anfang hat die Affäre in Brasilien, wo dem Baukonzern Odebrecht Schmiergeldzahlungen vorgeworfen wurden. Mit den Zahlungen soll sich das Unternehmen milliardenschwere Aufträge von Petrobras gesichert haben. Der Ölriese wiederum soll unrechtmäßig Gelder an politische Parteien geschleust haben. Eine ganze Reihe von Schweizer Banken sind in den Fall verstrickt. Früheren Angaben zufolge hatte die Bundesanwaltschaft auch Verfahren gegen die Privatbanken J. Safra Sarasin, Banque Cramer und PKB eingeleitet.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma schloss 2018 die Verfahren gegen eine Reihe von Instituten ab. Pictet habe sich 2014 nach einer internen Prüfung mit der Finma über dieses Thema unterhalten, wie der Sprecher weiter sagte. 2015 habe die Aufsichtsbehörde den Fall abgehakt.

Aktionäre fordern von Credit Suisse Greensill-Sonderprüfung

Zürich (Reuters) – Aktionäre fordern von der Credit Suisse eine Sonderprüfung zu der Greensill-Affäre und zu Medienberichten über angebliche Kundenbeziehungen zu umstrittenen Machthabern und Kriminellen.

Das Schweizer Bankhaus will den Vorschlag von Ethos und anderen Eignern den Aktionären auf der Generalversammlung vom 29. April zur Abstimmung vorlegen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Einladung zu dem Aktionärstreffen hervorgeht.

Allerdings empfiehlt der Verwaltungsrat der Credit Suisse, den Antrag abzulehnen. Angesichts der laufenden Bemühungen, so viel Geld aus den liquidierten Greensill-Fonds für die Kunden zu sichern wie möglich, sei der Verwaltungsrat der Auffassung, dass eine Sonderprüfung zum gegenwärtigen Zeitpunkt für die Bank von Nachteil wäre. Dazu komme die juristische und regulatorische Komplexität, heißt es zur Begründung.

Der Verwaltungsrat beantrage zudem, den Mitgliedern des Gremiums und der Geschäftsleitung für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 die Entlastung zu erteilen. Ausgeklammert werden sollen dabei alle Themen mit Bezug zu Greensill. Dieser Antrag solle erst gestellt werden, wenn die regulatorische Prüfung durch die Schweizer Aufsichtsbehörde Finma abgeschlossen und weitere juristische Fragen geklärt seien.

US-Börsenaufsicht SEC will SPACs enger an die Kandare nehmen

Washington (Reuters) – Die US-Börsenaufsicht SEC will den Auswüchsen im Geschäft mit Börsengängen leerer Firmenhüllen mit strengeren Vorschriften Einhalt gebieten.

Die Investoren in solche “Special Purpose Acquisition Companies” (SPAC) sollen nach dem am Mittwoch in Washington vorgestellten SEC-Regelungsentwurf künftig ähnlich stark geschützt werden wie bei einem normalen Börsengang (IPO). Für diese gelten in den USA besonders strenge Regeln – die im Vergleich dazu lockeren Vorschriften für SPACs hatten diese für viele Initiatoren erst attraktiv gemacht. “Unternehmen, die in der Öffentlichkeit Gelder einsammeln, sollten die Investoren zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung vollständig und fair informieren”, sagte SEC-Chef Gary Gensler.

Dabei geht es unter anderem um die Geschäftsprognosen der Firmen, die später in den SPAC-Mantel schlüpfen sollen. Diese hatten sich häufig als übertrieben optimistisch herausgestellt. Vor normalen Börsengängen in den USA dürfen Unternehmen ihre Investoren dagegen praktisch gar nicht mit Prognosen locken. Zahlreiche Initiatoren hatten SPAC-Konstruktionen genutzt, um das Verbot zu umgehen.

Um SPACs hatte es seit 2020 vor allem in den USA eine regelrechte Euphoriewelle gegeben. Allein im vergangenen Jahr wurden nach Daten von Renaissance Capital 604 dieser leeren Firmenhüllen an die Börse gebracht, die 144 Milliarden Dollar einsammelten. Auch deutsche Start-ups gingen an die US-Börse, indem sie sich von SPACs mit Milliardenbewertungen übernehmen ließen: etwa das Flugtaxi-Startup Lilium und der Solarautobauer Sono Motors. Doch die Begeisterung kühlte seit Mitte 2021 ab, nachdem sich viele der jungen Unternehmen als nicht börsenreif entpuppten. In zahlreichen Fällen lehnten die Investoren die Übernahmen ab und forderten ihr Geld zurück.

Mehr Transparenz fordert die SEC in dem Entwurf auch, was die Initiatoren (Sponsoren) der SPACs, deren finanzielle Vorteile und mögliche Interessenkonflikte betrifft. Die Sponsoren bekommen für ihre Arbeit meistens kostenlos Anteile am SPAC. Die Behörde fordert auch unabhängige Überprüfungen, ob die Übernahme des ins Visier genommenen Zielunternehmens (“de-SPAC”) für die Anleger wirklich vorteilhaft ist. Zur Verantwortung ziehen will sie auch Wirtschaftsprüfer, Anwälte und Investmentbanken – für die Zeit vor dem Börsengang und danach.

In Europa sind traditionelle Börsengänge weit weniger rigide reglementiert. Investmentbanker und Anwälte bezweifeln daher die Attraktivität von SPACs außerhalb der USA. Trotzdem hatten im vergangenen Jahr eine Handvoll Unternehmen in Deutschland über diesen Umweg an die Börse gewagt, darunter das Kinder-Hörspiel-Startup Tonies und der Reisevermittler HomeToGo.

Blatt – Deutschland bereitet neue Militär-Hilfen für Ukraine vor

Berlin (Reuters) – Die Bundesregierung bereitet einem Medienbericht zufolge militärische Hilfen für die Ukraine im Wert von 300 Millionen Euro vor.

Die “Süddeutsche Zeitung” berichtete am Mittwoch vorab, dabei handele es sich nicht um Waffen und Ausrüstung aus Beständen der Bundeswehr, sondern um Güter, die die Industrie ohne großen Vorlauf liefern könne. Ein Regierungsmitarbeiter bestätigte die Angaben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bundeswehr selbst hat bereits Raketen zur Panzer- und Flugabwehr teils aus alten NVA-Beständen abgegeben, ist aber kaum mehr in der Lage, auf weiteres Material zu verzichten.

Das Blatt berichtete, es handele sich um etwa 200 Produkte, die für die Hilfen infrage kommen. Darunter seien unter anderem 2650 Panzerfäuste vom Typ Matador und 18 Aufklärungsdrohnen, die umgehend geliefert werden könnten. Zudem stünden Mörser, Maschinenkanonen, 3000 Nachtsichtgeräte-Sätze, Tausende Schutzwesten und Helme bereit. Auch Bodenüberwachungsradargeräte und weitere Anlagen zur Luftraumüberwachung und ungeschützte sowie geschützte Fahrzeuge seien in den Planungen.

ABB startet am 1. April mit neuem Aktienrückkauf

Zürich (Reuters) – Der Elektrotechnikkonzern ABB startet am 1. April mit seinem bereits angekündigten Aktienrückkaufprogramm.

Innerhalb von knapp einem Jahr sollen eigene Titel im Volumen von bis zu drei Milliarden Dollar zurückgekauft werden, wie der Schweizer Konzern am Donnerstag mitteilte. Mit dem Rückkauf will ABB unter anderem die verbleibenden 1,2 Milliarden Dollar der insgesamt 7,8 Milliarden Dollar Barerlöse aus dem Verkauf des Stromnetzgeschäfts an die Aktionäre ausschütten. Seit Juli 2020 hat ABB eigene Aktien im Gesamtwert von rund 6,6 Milliarden Dollar erworben.