EU Parlament und Anti-Anonymitätsregeln

Rückschlag für Krypto-Datenschützer

Die Befürworter des Krypto-Datenschutzes in Europa müssen heute einen Rückschlag hinnehmen, da das Europäische Parlament Anti-Anonymitätsregeln für den Kryptowährungsraum vorgeschlagen hat.

Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung sowie der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments, der gesetzgebenden Körperschaft der Europäischen Union, haben in einem Vorschlag zur Bekämpfung der Geldwäsche und des Transfers von Krypto-Vermögenswerten für eine Krypto-Regulierung gestimmt.

In knappen Abstimmungen stimmten die Ausschussmitglieder für bestimmte Kompromisse und Regeln, die negativen Folgen für Krypto-Unternehmen und -Nutzer in der Europäischen Union haben könnten.

Der nächste Schritt besteht darin, über den gesamten Entwurf abzustimmen, und das sollte heute geschehen. Sollte dieser angenommen werden, wird der Entwurf in die Trilog-Verhandlungen eintreten, was die Gelegenheit bietet, die vorgeschlagene Gesetzgebung anzufechten und zu ändern.

Coinbase warnt

Es gibt verschiedene Gründe, warum die vorgeschlagene Gesetzgebung als problematisch angesehen wird. Eine Konsequenz ist, dass Transaktionen zwischen nicht gehosteten Wallets und Kryptowährungsbörsen sehr viel mühsamer und teurer werden würden, wovor der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, gewarnt hat.

Vor kurzem hat die Europäische Union eine Gesetzgebung abgelehnt, die das Proof-of-Work-Mining verbieten würde.

Wie lange hält der Hype um Zilliqa noch an?

Zillqas Explosion

Zilliqa hat den Rest des Kryptowährungsmarktes in den letzten Tagen übertroffen, aber die technischen Daten zeigen, dass eine Spitze der Gewinnmitnahme im Gange sein könnte.

Der Layer 1-Token hat in letzter Zeit eine Rolle gespielt und ist in der letzten Woche um fast 370% gestiegen. ZIL startete letzte Woche eine parabolische Rallye, als das Projekt eine Partnerschaft mit Agora für seine Metaverse-as-a-Service-Plattform, Metapolis, bekannt gab.

ZIL wurde zu einem Tiefststand von 0,047 $ gehandelt und erreichte anschließend einen Höchststand von 0,22 $. Angesichts des Ausmaßes des Ausbruchs deuten mehrere technische Indikatoren darauf hin, dass sich der Token jetzt im überkauften Bereich befindet.

Wie geht es weiter mit Zillqa?

Zillqa Chart

Trotz der zunehmenden Verkaufssignale, die sich auf der Vier-Stunden-Chart von Zilliqa abzeichnen, werden Händler nach einem weiteren zinsbullischen Ausbruch Ausschau halten, so Analysten.

Ein entscheidender Schlusskurs oberhalb des jüngsten Hochs bei $ 0,22 könnte die Kraft haben, den kurzfristigen pessimistischen Ausblick zu entkräften und zu weiteren Kursgewinnen zu führen. Ein Durchbrechen des kritischen Widerstandsbereichs könnte ZIL in Richtung 0,28 $ oder höher treiben.

Krypto-Seminar vom Verband der Auslandsbanken

Verband der Auslandsbanken gibt Krypto-Seminar

Der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e. V. veranstaltet am 12. April von 9:00 bis 14:00 Uhr ein Online-Seminar zum Thema „Krypto, Blockchain, Token – Digitalisierung im Bankensektor“.

Agenda: Digitalisierter Finanzmarkt bis rechtliche Bedingungen

Die Agenda der Veranstaltung umfasst folgende vier Punkte:

  • Überblick: Treiber und Tendenzen eines digitalisierten Finanzmarktes
    Dr. Christian Storck und Dr. Florian Reul | Linklaters LLP
  • Use-Case: Die Emission eines Kryptowertpapiers nach dem eWpG – Darstellung der rechtlichen, technischen und prozessualen Anforderungen am Beispiel des ersten Kryptowertpapiers in Deutschland
    Eric Romba | Osborne Clark
    Daniel Maier | Chartered Investment Germany GmbH/e-Sec GmbH
    Markus Kluge und Moritz Stumpf | TokenForge GmbH
  • DLT-basierte Fondsabwicklung – Digitale Zukunft der (globalen) Fondsindustrie
    Volker Braunberger | INTAS.tech GmbH/Funds On Chain GmbH
  • Krypto-Fonds(-Anteile) – Rechtliche Rahmenbedingungen für Kryptoinvestments und DLT-basierte Fondsanteile
    Dr. Nick Wittek | Jones Day

Anmeldung bis 10. April möglich

Eine Anmeldung ist unter https://www.vab.de/event/online-seminar-krypto-blockchain-token-digitalisierung-im-bankensektor-am-12-april-2022/ noch bis zum 10. April möglich. Auch nähere Information zur Veranstaltung sind unter diesem Link zu finden. Die Teilnahmegebühr beträgt für Mitglieder des Verbands 320 Euro und für Nicht-Mitglieder 420 Euro.

Interessant für Entscheider im Finanzwesen

Interessant ist das Seminar vor allem für Entscheidungsträger im Bank- und Finanzwesen, die selbst blockchain-basierte Investment-Produkte anbieten oder Dienstleistungen dazu erbringen wollen. Aber auch für potenzielle Investoren, die sich frühzeitig ein Bild über künftige Trends machen wollen, scheint das Seminar spannend.

 

Airlines sehen Reiseboom im Sommer trotz aller Krisen

Frankfurt (Reuters) – Sorgen über den Ukraine-Krieg und die damit steigende Inflation werden die Erholung der Luftfahrt in Europa nach Meinung der Branche nicht bremsen.

“Alle, die nur in Europa operieren, werden dem Niveau vor der Pandemie nahe sein. Da gibt es gewissen Optimismus”, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Jahresversammlung des Branchenverbandes Airlines for Europe (A4E) in Brüssel. Als diesjähriger Vorsitzender der Lobby sprach er dabei für alle. Easyjet-Chef Johan Lundgren erklärte, Flüge würden so schnell hochgefahren, dass es Bedenken gebe, ob die Abfertigung an den Flughäfen damit Schritt halten könne. Die Erholung von zwei Jahren Corona-Krise, der härtesten der Luftfahrt seit dem Zweiten Weltkrieg, sei derzeit das wichtigste Thema, waren sich die Airline-Chefs einig.

Die europäischen Fluggesellschaften seien am schwersten getroffen worden in der Corona-Krise durch besonders strikte Reiserestriktionen, die zudem national unterschiedlich waren, beklagte A4E-Geschäftsführer Thomas Reynaert. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 sei die Zahl der Passagiere 2021 um 450 Millionen auf 270 Millionen abgesackt. Von 400.000 Jobs vor Corona baute die Branche 150.000 ab. Die Flugzeugflotten schrumpften dabei nur um knapp neun Prozent auf 3200, da es dank staatlicher Finanzhilfen fast keine Airline-Pleiten gab.

SCHLUSSLICHT LUFTHANSA

Nach kurzen Erholungsphasen in den vergangenen beiden Sommern, jeweils gefolgt von Rückschlägen durch mehrere Corona-Infektionswellen, soll der Steigflug ab Ostern nicht mehr abbrechen. “Die Oster-Buchungen liegen über dem Vorkrisenniveau”, sagte der Lufthansa-Chef. Im Sommer sei die Entwicklung bei einigen Reisezielen ähnlich. Für Zuversicht sorgt auch die Lockerung von Corona-Auflagen. Die Schweiz schaffe die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ab, sodass die Lufthansa-Tochter Swiss künftig Passagiere wieder ohne Masken an Bord begrüßen werde. Die EU mache zugleich Druck auf die USA, die Testpflicht vor Abflug zu lockern. “Diese Restriktionen werden schnell fallen und das Reisen wieder bequemer machen”, sagte Spohr.

Die Lufthansa ist unterdessen mit 84 Prozent des Vorkrisenniveaus fast das europäische Schlusslicht beim Wiederaufbau des Flugplans, wie aus Daten des Beratungsunternehmens ICF Consulting für den Zeitraum April bis September hervorging. So wie den anderen internationalen Airline-Gruppen fehlt der Kranich-Linie noch ein Teil des Langstreckengeschäfts. Dabei schlägt sich vor allem der weitgehende Ausfall des Asien-Geschäfts nieder, da sich etwa China weiter gegen Corona abschottet. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges erschwert die Lager zusätzlich. Auf Europa spezialisierte Billigairlines wie Marktführer Ryanair oder Wizz aus Ungarn liegen dagegen einige Prozentpunkte über dem Niveau von 2019.

NEUE RISIKOFAKTOREN

Die möglichen Folgen des Ukraine-Krieges und der steigenden Inflation schürten unterdessen Bedenken, die Erholung könnte abermals ins Stocken kommen. Der Krieg treibt die Kerosinpreise hoch. Das trifft die Airlines nicht mit voller Wucht, da sie sich in Termingeschäften niedrigere Preise sicherten. Doch auch andere Kosten steigen wie für Personal und Bodendienste oder die Flughafengebühren, sagte Spohr. Analysten zufolge ziehen die Ticketpreise kräftig an. Bei Ryanair seien die Ticketpreise im April und Mai noch niedrig, aber im Sommer über dem Vorkrisenniveau, sagte Konzernchef Michael O’Leary.

Bislang hat das Verbraucher noch nicht davon abgehalten, nach zwei Jahren Pandemie Urlaub im Süden zu buchen. Aber der Anstieg der Lebenshaltungskosten in allen Bereichen könnte sie vielleicht doch bremsen, erklärte ICF-Luftfahrtexpertin Kata Cserep. “Ich persönlich glaube, das wird ein Dämpfer in einigen Märkten sein”, ergänzte sie. So sieht es auch die Chefin der portugiesischen Airline TAP, Christine Ourmieres-Widener: “Das wird beeinträchtigen, wenn die Inflation so weitergeht.”

Scholz widerspricht Putin – Firmen werden Gasrechnungen in Euro zahlen

– von Andreas Rinke und Crispian und Balmer

Berlin/Rom (Reuters) – Die G7-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien bestehen ungeachtet russischer Forderungen darauf, dass Rechnungen für russisches Gas weiter in Euro gezahlt werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz reagierte am Donnerstag demonstrativ gelassen auf die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass ausländische Unternehmen ab Freitag Gaslieferungen in Rubel zahlen müssten. Er verwies in Berlin auf die bestehenden Verträge. “Auf alle Fälle gilt für die Unternehmen, dass sie in Euro zahlen wollen, können und werden”, betonte er.

Russland hatte die Rubelzahlung bereits vor Tagen angekündigt, die G7-Staaten hatten sie abgelehnt. Putin sagte am Donnerstag, er habe ein entsprechendes Dekret[nL5N2VY6G9] unterzeichnet. Um an das Gas zu gelangen, müssten ausländische Kunden Rubel-Konten bei russischen Banken eröffnen. “Wenn solche Zahlungen nicht geleistet werden, betrachten wir dies als Verzug der Käufer mit allen daraus resultierenden Konsequenzen”, erklärte der Präsident. “Niemand verkauft uns etwas umsonst, und wir werden auch keine Wohltätigkeit tun – das heißt, bestehende Verträge werden gestoppt.”

Der Kanzler verwies dagegen ebenso wie Italiens Ministerpräsident Mario Draghi und Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire auf die bestehenden Verträge. “Darin steht …, dass in Euro gezahlt wird, manchmal in Dollar”, sagte Scholz. “Ich habe in dem Gespräch mit dem russischen Präsidenten klar gemacht, dass das auch so bleiben wird.” Man werde sich nun anschauen, wie Russland dies umsetzen werde. Ähnlich äußerte sich der britische Premierminister Boris Johnson.

“Verträge in Euro müssen in Euro bezahlt werden”, betonte auch Le Maire. Deutschlands Finanzminister Christian Lindner sagte, man werde nun prüfen, was der Kreml genau vorhabe. “Wir sind auf alles das, was Putin entscheidet, gut vorbereitet”, sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck. Wegen eines möglichen Ausfalls russischer Lieferungen hatte er bereits am Mittwoch die Frühwarnstufe des Notfallsplans Gas aktiviert.

Unterstützung kommt von der energieintensiven Industrie. “Wir sollten weiter in der Frage Eurozahlung zusammenhalten, die verbleibende Zeit aber nutzen, um uns Gedanken zu machen, wie mit dem Gasbedarf der Industrie umzugehen ist”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), Christian Seyfert. Er sprach sich zudem dafür aus, Kohlekraftwerke schon jetzt aus der Reserve holen, um die Gasspeicher zu schonen.

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer lehnte nach einem Gespräch mit Scholz Forderungen ab, dass die EU ihrerseits die Gas- und Ölimporte aus Russland stoppen sollte. Russisches Gas sei weder morgen noch übermorgen ersetzbar, sagte er. Man müsse bei der Verhängung von Sanktionen aufpassen, dass man sich nicht selbst schade. Zur Zeit sei der Grad der Abhängigkeit von Ländern wie Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn oder der Slowakei von russischem Gas noch zu hoch. Scholz sagte, dass man die Abhängigkeit von russischem Öl und russischer Kohle noch in diesem Jahr beenden könne.

KREML SORGT FÜR VERWIRRUNG

Bereits am Mittwoch hatte die russische Regierung für Verwirrung gesorgt. Nach einem Telefonat von Scholz und Putin hatte der Kreml laut russischer Agentur Tass mitgeteilt, Scholz habe sich nach Möglichkeiten der Rubel-Zahlungen erkundigt. Daraufhin hatte Regierungssprecher Steffen Hebestreit betont, Putin habe Scholz im Gegenteil versichert, “dass sich für europäische Vertragspartner nichts ändern werde”. Die Zahlungen würden weiter ausschließlich in Euro geleistet und wie üblich an die Gaprom-Bank überwiesen. Am Donnerstag sagte Italiens Ministerpräsident Draghi, dass Putin auch ihm genau dies zugesichert habe. Die europäischen Firmen würden die Lieferungen weiter in Euro und Dollar zahlen. “Was ich verstanden habe, aber ich kann mich auch irren, ist, dass die Umrechnung der Bezahlung (…) eine interne Angelegenheit der Russischen Föderation ist”, fügte Draghi hinzu.

“Möglicherweise handelt der Kreml aus der Angst heraus, dass die Gazprom-Bank bald ebenfalls sanktioniert wird, und zwar inmitten eines umfassenderen Bestrebens der Europäischen Union, die Energiebeziehungen mit Russland vollständig zu kappen”, sagte ein Analyst bei Fitch Solutions. Russland müsste die Gaslieferungen an die EU-Staaten physisch stoppen, um seine Forderung durchzusetzen, was eine große Eskalation darstellen würde, die nicht einmal auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges stattgefunden hat.

Die von Russland angekündigte Umstellung der Gaslieferverträge machte Investoren nervös. Der Dax[GDAXI] und EuroStoxx50[STOXX50E] bauten ihre Verluste aus. Der europäische Erdgas-Future[TRNLTTFMc1] verteuert sich dagegen deutlich.

Aktienbörsen können von Ölpreis-Verfall nicht profitieren

Frankfurt (Reuters) – Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag schwächer tendiert.

Zwar schickten Spekulationen auf eine massive Freigabe strategischer Ölreserven durch die USA und anderer Staaten den Ölpreis auf Talfahrt. Wegen mangelnder Fortschritte bei den Gesprächen über eine Waffenruhe in der Ukraine und des weiterhin hohen Inflationsdrucks hielt sich die Erleichterung der Aktienanleger darüber aber in Grenzen. Dax und EuroStoxx50 gaben jeweils 1,3 Prozent auf 14.414,75 beziehungsweise 3905,72 Punkte nach. Der US-Standardwerteindex Dow Jones büßte 0,4 Prozent ein.

Investoren könnten sich derzeit nur schwer zu Käufen durchringen, da auf der einen Seite die Kämpfe in der Ukraine weitergingen und gleichzeitig eine “Stagflation” drohe, sagte Anlagestratege Peter McCallum von der Investmentbank Mizhuo. Ein Lichtblick sei aber dass ein Großteil der negativen Nachrichten schon in den Kursen enthalten seien. Unter Stagflation verstehen Experten eine stagnierende Wirtschaft bei gleich steigender Inflation.

USA PLANEN REKORD-FREIGABE VON ÖLRESERVEN

Einem Insider zufolge will die Regierung um US-Präsident Joe Biden bis zu 180 Millionen Barrel auf den Markt werfen, um den aktuellen Angebotsengpass zu verringern und einen weiteren Preisanstieg zu verhindern. Außerdem wurde für Freitag ein außerordentliches Treffen der Internationalen Energieagentur IEA einberufen, bei dem andere Staaten sich den USA anschließen könnten. “Außergewöhnliche Zeiten verlangen nach außergewöhnlichen Maßnahmen”, sagte Analystin Susannah Streeter vom Brokerhaus Hargreaves Landsdown. “Die Freigabe von einer Million Barrel pro Tag für die kommenden sechs Monate deutet darauf hin, dass im Ukraine-Konflikt keine rasche Lösung erwartet wird.”

Der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee fiel um 4,6 Prozent auf 108,21 Dollar je Barrel (159 Liter). Börsianer warnten aber, dass dieser Rückgang nur vorübergehend sei. “Der Durchschnittspreis wird höher bleiben als zu Jahresbeginn erwartet und sich in der Inflation widerspiegeln”, sagte Charles-Henry Monchau, Chef-Anleger der Syz Bank. “Das bedeutet, dass die Notenbanken keine andere Wahl haben werden, als die Zinsen anzuheben.” Die Fed aus den USA und die Bank von England haben damit schon begonnen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ziert sich noch.

Nervös machte Börsianer die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Gas-Lieferungen seines Landes müssten ab Freitag in Rubel bezahlt werden. Die westlichen Abnehmer lehnen diese Umstellung ab. Vor diesem Hintergrund stieg der europäische Erdgas-Future um fast fünf Prozent auf 122 Euro je Megawattstunde.

ZUKÄUFE VON FRESENIUS KOMMEN GUT AN – CHINA-WERTE IM MINUS

Am deutschen Aktienmarkt stand Fresenius im Fokus. Der Gesundheitskonzern stärkt seine Medikamenten-Sparte Kabi mit zwei Zukäufen im Volumen von mehr als 700 Millionen Euro. Fresenius-Titel stiegen um zwei Prozent.

Abwärts ging es dagegen für die US-Papiere chinesischer Firmen. So fielen die Aktien des Suchmaschinen-Betreibers Baidu und seiner Beteiligung iQIYI, eines Streaming-Anbieters, um sieben beziehungsweise acht Prozent. Wegen eines Streits um den Zugang zu Unterlagen chinesischer Wirtschaftsprüfer setzte die US-Börsenaufsicht SEC Baidu den Angaben zufolge auf eine Liste von Firmen, denen ein Ausschluss von der US-Börse droht.

Rally im Öl treibt USDCAD auf neue Tiefs – Potential ist weiter vorhanden!

Trendfortsetzung, Unterstützungsbruch und Jahrestief! Was folgt als nächstes?

Tickmill-Analyse: USDCAD im Tageschart

Die Bärenrally im USDCAD geht seit dem Jahreshoch bei 1,2900 USD in einem Tempo voran, dass man sich im Vorfeld kaum vorstellen konnte. Die gesamten Zuwächse, die während der Erholung vom Tief bei 1,2455 USD Anfang Januar bis an das erwähnten Jahreshoch Anfang März bewerkstelligt wurden, wurden innerhalb der letzten 16 Handelstage wettgemacht.

Der richtungsführende Abwärtstrend konnte am Mittwoch noch einmal einen Erholungsversuch bis in den letzten Verkaufsbereich bei 1,2587 CAD starten, doch dieser wurde ebenfalls mit hoher Dynamik wieder abverkauft. Das Endresultat war ein Bruch der Unterstützung am alten Jahrestief.

Aus technischer Sicht steht der FX-Paarung USDCAD nun der Weg in Richtung Oktobertief 2021 bei gut 1,2288 CAD offen. Als Zwischenstation bietet sich das blau markierte Drehlevel bei 1,2385 USD an.

Tradeplanung für den Korrekturverlauf

Tickmill-Analyse: USDCAD im 4-Stundenchart

Aus technischer Sicht hat die aktuell laufende Korrekturphase nun das Potential, bis in den Verkaufsbereich bei 1,2593 CAD zu laufen. Hier liegt das Zwischenhoch des Abwärtstrends auf Tagesbasis. Wird diese Marke nachhaltig überschritten, ändert sich der bärische Charakter des Tagescharts.

Auf dem Weg zu diesem Zwischenhoch stellt das untergeordnete Drehlevel um 1,2530 CAD einen planbaren Anlaufpunkt dar. Kommt es innerhalb der Regression zur Ausbildung eines Umkehrsignals, deutet das auf einen möglichen Start der progressiven Trendphase hin.

Im Sinne der Abwärtstrendfortsetzung bedeutet dies für kurzfristig ausgerichtete Setups, dass sich der Fokus auf das Tagestrendtief bei 1,2430 CAD richtet. Setzt sich der Trend fort, fallen die Kurse unter diese Marke, wodurch sich ein sehr gut planbarer Zielbereich ergibt.

Videobesprechung

 

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Ukraine bereitet sich auf russische Offensive im Osten vor

(neu: Putin zu Gas, Scholz, Klitschko, Einzelheiten)

– von Oleksandr Kozkuhan

Lwiw/Kiew/Berlin (Reuters) – Die Ukraine bereitet sich nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einen massiven russischen Angriff im Osten des Landes vor.

Man sehe dort eine Truppenkonzentration, sagte Selenskyj am Donnerstag. Auch auf russischer Seite hieß es, Ziel sei es, die Gebiete des Donbass zu erobern, die bisher noch nicht unter der Kontrolle der prorussischen Separatisten stünden. Diese kontrollieren Teile der rohstoffreichen Ostukraine seit 2014. Wladimir Klitschko, der Bruder des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko, traf unterdessen zu Gesprächen mit der Bundesregierung in Berlin ein. Zunächst kam er mit Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck zusammen. Danach war auch ein Treffen im Kanzleramt geplant.

Russland hat in der fünften Woche des Krieges in der Ukraine angekündigt, seine militärischen Aktivitäten im Nordwesten des Landes und um die Hauptstadt Kiew zurückzufahren. Das britische Verteidigungsministerium teilte mit, dass man aber in den Vororten Kiews dennoch in den kommenden Tagen heftige Kämpfe erwarte. Selenskyj führte den Teilrückzug der russischen Truppen vor allem auf dortige militärische Rückschläge zurück.

Unterdessen gibt es neue Hoffnung auf Hilfe für die in der südostukrainischen Hafenstadt Mariupol von russischen Truppen eingeschlossenen Menschen. Das Internationale Rote Kreuz teilte mit, mehrere Teams seien auf dem Weg nach Mariupol, um Evakuierungen zu organisieren. Russland habe dem zugestimmt. Die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sagte, ein Konvoi aus 45 Bussen solle Menschen aus der Stadt bringen. In den vergangenen Tagen waren allerdings Evakuierungsversuche aus der durch russische Bombenangriffe stark zerstörten Stadt mehrfach gescheitert. Das britische Verteidigungsministerium berichtete am Donnerstag von weiteren heftigen Kämpfen um die Stadt.

Die Ukraine und westliche Länder sprechen von einem russischen Angriffskrieg und einer Invasion, die am 24. Februar begonnen hat. Russland hat sein Vorgehen in der Ukraine dagegen zunächst als Spezialoperation zur Zerstörung militärischer Stützpunkte bezeichnet. Nun wird als Hauptziel die Eroberung der Ostukraine genannt. In dem Krieg sollen nach Angaben der Ukraine und westlicher Sicherheitskreise bereits mehrere Zehntausend Menschen gestorben sein. Allein in Mariupol soll es nach Aussagen von Präsident Selenskyj bislang Tausende Tote geben. Mehr als vier Millionen Menschen sind dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge inzwischen aus der Ukraine geflohen.

NEUE GESPRÄCHE ZWISCHEN UKRAINE UND RUSSLAND AM FREITAG

Der ukrainische Unterhändler David Arachamia gab an, dass die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine am Freitag weitergeführt werden sollen, diesmal aber virtuell. Russland stellt sich einem Agenturbericht zufolge nicht gegen ein weiteres Treffen von Außenminister Sergej Lawrow mit dem ukrainischen Ressortchef Dmytro Kuleba.

Bei den Friedensgesprächen in Istanbul hatte es am Dienstag Fortschritte gegeben. So bot die Ukraine im Gegenzug zu Sicherheitsgarantien ihre Neutralität und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt an. Zudem war von einer 15-jährigen Übergangsregel für die von Russland 2014 annektierte ukrainische Halbinsel Krim die Rede. Auch Deutschland ist nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Hebestreit prinzipiell bereit, nach einem Friedensschluss als einer der Garantenstaaten für die Ukraine aufzutreten.

SCHOLZ BEHARRT BEI GAS-LIEFERUNGEN AUF VERTRÄGEN

Russlands Präsident Wladimir Putin unterzeichnete unterdessen ein Dekret, nachdem ausländische Käufer für russisches Gas von Freitag an in Rubel zahlen müssen. Verträge würden gestoppt, wenn diese Zahlungen nicht erfolgten, sagte Putin in Moskau. Bundeskanzler Olaf Scholz reagierte gelassen. Er verwies erneut auf die bestehenden Verträge. “Darin steht drin, dass in Euro gezahlt wird, manchmal in Dollar”, sagte er. “Ich habe in dem Gespräch mit dem russischen Präsidenten klar gemacht, dass das auch so bleiben wird.” Man werde sich nun anschauen, wie Russland dies umsetzen werde.

Die G7-Staaten haben es insgesamt abgelehnt, Öl und Gas in Rubel zu bezahlen, weil die Verträge auf Euro und Dollar laufen. Wegen eines möglichen Ausfalls russischer Lieferungen hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck am Mittwoch die Frühwarnstufe des Notfallsplans Gas ausgesprochen.

Selenskyj verlangte in einer Videobotschaft an das niederländische Parlament einen völligen Stopp des Handels mit Russland. “Stärkere Sanktionen sind erforderlich, damit Russland keine Chance hat, diesen Krieg in Europa weiterzuführen.” Vor dem australischen Parlament sagte er in einer Videoansprache: “Wenn wir Russland jetzt nicht aufhalten, wenn wir Russland nicht zur Rechenschaft ziehen, dann werden einige andere Länder der Welt, die sich auf einen ähnlichen Krieg gegen ihre Nachbarn freuen, entscheiden, dass solche Dinge auch für sie möglich sind.”

Wie diversifiziert ist die globale Wirtschaft? – Teil 2

Langfristig müssen diese Fragen dann empirisch aufgearbeitet werden, um entsprechende Anpassungen vorzunehmen. In dem ersten Beitrag lag der Fokus der Fragestellung darauf, wie abhängig die globale Wirtschaft von westlichen Unternehmen in strategischen Schlüsselpositionen ist.

Dabei ging ich insbesondere auf die 4 großen Wirtschaftsprüfergesellschaften, Deloitte, E&Y, KPMG und PwC ein, sowie die beiden Zahlungsdienstleister, Visa und Mastercard.

Auf meiner Suche nach weiteren Fragen stieß mir die Rohstoffthematik ins Auge. Wenn man im Kontext der Ukraine-Krise an russische Sanktionen und mögliche Vergeltungsschläge denkt, so kommen einem Öl und Gas in den Sinn – nicht zuletzt, weil gerade in Deutschland die Debatte um die Abhängigkeit der beiden Energieträger aktuell recht prominent ist.

Allerdings gehen die Implikationen der Krise deutlich über diese beiden Rohstoffe hinaus. Auch der Lebensmittelmarkt kommt unter Druck.

Die Ukraine war 2021 mit einem Marktanteil von 10% weltweit der sechstgrößte Exporteur von Weizen. Zudem ist das Land auch einer der Top-Exporteure von Gerste, Sonnenblumenkerne und Raps, auch wenn es gleichzeitig eines der ärmsten Länder Europas ist. Der Produktionsrückgang schlägt aber derzeit global Wellen.

Besonders Ägypten wurde davon getroffen, da das Land über 80% seines Weizens aus der Ukraine und aus Russland bezog. In einem Kulturkreis, in dem sämtliche Formen von Weizenbrot massiv konsumiert werden, wundert es nicht, dass der Staat die Weizenprodukte subventioniert, um hier für Preisstabilität zu sorgen.

Mit den rapide steigenden Preisen, welche durch die Knappheit an Weizen angetrieben wurden, hat die Ukraine-Krise den ägyptischen Haushalt durcheinander gebracht.

Ähnlich geht es Indonesien, wo Nudelpreise durch die Decke gehen. Hier sind die abgepackten Ramen-Nudeln sehr beliebt und fester Teil der indonesischen Küche. Auch Tunesien, Thailand und Marokko setzen auf ukrainische Exporte. Freuen werden sich aber die Inder, die nach China zweitgrößter Weizenexporteur sind.

Hier plant man mit einer Exportmenge von rund 12 Millionen Tonnen in diesem Jahr, was ein starker Kontrast zu den 8.5 Millionen Tonnen im letzten Jahr ist. Und hier beginnen die Fragen.

Es ist natürlich klar, dass sich Abnehmer von verschiedensten Gütern nach Alternativen umschauen, aber es zeigt auch wie sehr man sich auf die Sicherheit der Vorkrisenzeit verlassen hat. Wie kann es sein, dass ein so armes Land so verschiedene Regionen so beeinflussen kann?

Wie kann es sein, dass die Produktion von verschiedenen Gütern und Rohstoffen an einigen, wenigen Schlüsselakteuren hängt? Wieso bestehen auf staatlicher Ebene in den wenigsten Ländern anständige Maßnahmen, um die Effekte von Schocks aufzugreifen?

All das sind wichtige Fragen, die gestellt werden müssen. Und das am besten, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Der Markt regelt alles, sagt man ja, aber sagen Sie das mal der ägyptischen Mutter, die nun das Fladenbrot am Abendtisch rationieren muss.

Ich würde drum wetten, dass die Personen, die jetzt sagen: „was interessiert mich die ägyptische Mutter oder der Indonesier mit seinen Nudeln“, ebenfalls die Leute sind, die im Supermarkt die Kassierer angehen, weil das Sonnenblumenöl nun doppelt so viel kostet.

Was der Markt nicht regeln kann, muss der Staat mit Voraussicht planen. In einer diversifizierten Weltwirtschaft muss Produktion und Distribution dezentraler verlaufen. Heute sind es Weizen, Sonnenblumenöl und Raps. Morgen erwischt eine Dürre den Mittelmeerraum und uns gehen die Tomaten aus.

Übermorgen gibt es einen Konflikt in Lateinamerika und die Bananen werden knapp. Genauso, wie die Weltwirtschaft von westlichen Finanzakteuren abhängig ist, so ist sie auch immer von bestimmten Regionen abhängig.

Entweder muss hier eine flächendeckende Diversifizierung stattfinden oder ein international-rechtlicher Rahmen zur Bewahrung der Produktion von Gütern her. Wenn Sie mich fragen, so ist die erste Option deutlich realistischer, braucht aber mehr politische Voraussicht.

 

EZB-Vize – Kurzfristig droht noch höhere Inflation und Konjunkturflaute

Frankfurt/Berlin (Reuters) – Angesichts der Erschütterungen durch den Ukraine-Krieg erwartet die EZB auf kurze Sicht weiter rasant steigende Preise und eine Konjunkturflaute.

EZB-Vizechef Luis de Guindos sagte am Donnerstag auf einer Veranstaltung an der Universität Amsterdam, er rechne erst nach einer Reihe von Monaten mit dem Höhepunkt der Inflationswelle. In der zweiten Jahreshälfte werde sie dann aber voraussichtlich abflachen. Die am Freitag anstehenden Verbraucherpreisdaten für März würden höher als im Februar ausfallen. “Im März werden wir die Auswirkungen des Krieges spüren”, warnte er mit Blick auf die im Sog des Ukraine-Kriegs stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise hinzu.

Mit Blick auf die Konjunktur rechnet der Spanier zwar nicht damit, dass die Euro-Zone kurzfristig in eine Rezession rutscht. Für das erste Quartal sei nach seinem Eindruck allerdings nur ein geringes Wachstum zu erwarten und für das zweite Quartal ein Wert nahe null. Auf die Frage, ob eine Stagflation drohe – also eine vor sich hin dümpelnde Wirtschaft bei gleichzeitig hoher Inflation, antwortete der Spanier: “Ich glaube nicht, dass wir 2022 ein negatives Wachstum haben werden.” Auch EZB-Chefin Christine Lagarde sagte jüngst, weder eine nachhaltige Rezession noch eine immer höhere Inflation zeichneten sich ab.

Die EZB will im dritten Quartal ihre milliardenschweren Anleihenkäufe im Rahmen des Programms APP beenden, wenn es die Inflationsaussichten erlauben. Das Ausschalten des Programms gilt als Vorstufe einer Zinserhöhung, die laut EZB “einige Zeit” nach Ende der Anleihen-Zukäufe vollzogen werden soll. Einige Währungshüter dringen darauf, dass die Wende zügig eingeleitet wird.

“TEKTONISCHER SCHOCK”

Für die Inflationsdaten im Euroraum erwarten Experten einen neuen Rekordwert von 6,6 Prozent im März, nach 5,9 Prozent im Februar. Die Wirtschaftsweisen rechnen für 2022 in Deutschland mit einer Inflationsrate von 6,1 Prozent, halten aber in den nächsten Monaten hierzulande auch zweistellige Werte für möglich, sollte es einen Lieferstopp russischer Energie geben.

Trotz des massiven Preisauftriebs im Euroraum rechnet die Europäische Zentralbank (EZB) weiter mittelfristig mit dem Erreichen ihres Inflationsziels. Gestützt von einer angemessen austarierten Geldpolitik werde sich die Inflation auf mittlere Sicht wohl um den Zielwert von 2,0 Prozent stabilisieren, sagte EZB-Chefökonom Philip Lane. Zugleich erscheine es plausibel, dass die Zeiten relativ niedriger Inflation nicht zurückkehrten, wie sie vor Ausbruch der Corona-Pandemie herrschten.

Die russische Invasion habe in der globalen geopolitischen und wirtschaftlichen Ordnung einen “tektonischen Schock” ausgelöst, sagte der Ire und fügte an: “Wir werden alles tun, was nötig ist, um das Mandat der EZB zu erfüllen, für stabile Preise zu sorgen und Finanzstabilität zu sichern.”

 

(Bericht von Balazs Koranyi und Reinhard Becker, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)