Russische Notenbank – Interne Alternative zu Swift steht Banken offen

Moskau (Reuters) – Nach dem Abkoppeln russischer Banken vom internationalen Zahlungssystem Swift bietet die Notenbank in Moskau eine interne Alternative an.

Zentralbankchef Elvira Nabiullina sagte am Montag, mit diesem System könnten sich auch ausländische Gegenparteien verbinden. Als Reaktion auf die russische Invasion der Ukraine hatte der Westen eine Reihe russischer Banken von Swift abgeklemmt. Diese Finanzinstitute können ihre Verbindlichkeiten gegenüber vielen ausländischen Gläubigern damit nicht mehr über dieses System begleichen. Laut Nabiullina werden alle Banken ihren Verbindlichkeiten nachkommen. Alle Gelder auf den Konten seien sicher.

Zugleich betonte sie, die Notenbank habe am Montag nicht auf dem Devisenmarkt interveniert. Wer Dollar und Euro zur Stützung des trudelnden Rubels auf den Markt geworfen hat, ließ sie offen. Die EU hatte in der Nacht die angekündigten schwerwiegenden Sanktionen gegen die Moskauer Zentralbank in Kraft gesetzt. Sie umfassen ein Verbot von Transaktionen der Bank in Bezug auf die hohen russischen Währungsreserven in Euro. Zudem wird das Vermögen der Bank in der EU beschlagnahmt.

Baerbock – Wir werden alle ukrainischen Flüchtlinge aufnehmen

Berlin (Reuters) – Außenministerin Annalena Baerbock hat betont, dass die EU und Deutschland alle ukrainischen Flüchtlinge aufnehmen werde.

Man sei gemeinsam an den Grenzen des Landes präsent, um zu helfen, sagte die Grünen-Politikerin am Montag in Berlin. Zugleich bremste sie bei dem Wunsch der Ukraine, der EU beizutreten. Dies sei keine Entwicklung, die sich in einigen Monaten vollziehen könne. Baerbock fordert zudem alle Deutschen in Russland auf, eine Ausreise in Erwägung zu ziehen, wenn eine Präsenz nicht dringend nötig sei. Sie verwies auf die zunehmende gegenseitige Sperrung der Lufträume zwischen europäischen Staaten und Russland. Baerbock warf Russlands Präsident Wladimir Putin zudem vor, persönlich für diesen Krieg verantwortlich zu sein. Seine Atomdrohung müsse man ernst nehmen, aber die Nato sei nie eine Bedrohung für Russland gewesen.

Regierung bringt Gesetz für Gas-Reserven auf den Weg

Berlin (Reuters) – Die Bundesergierung bringt vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs ein Gesetz zur Sicherung der Gas-Reserven auf den Weg.

Mit Vorgaben für Mindestfüllstände der Speicher soll gesichert werden, dass die Versorgung vor allem für die Wintermonate ausreicht, geht aus Eckpunkten des Gesetzes hervor, das am Montag vom Wirtschaftsministerium an die anderen Ressorts weitergeleitet wurde. Vorgeschrieben wird darin, dass die Speicher Anfang August zu 65 Prozent und Anfang Oktober zu 80 Prozent gefüllt sein müssen. Anfang Dezember müssen es 90 Prozent und im Februar noch mindestens 40 Prozent sein. Verantwortlich für das Füllen soll eine Tochtergesellschaft der Gas-Pipeline-Betreiber sein, die die Gasmengen ausschreiben. Die Kosten werden auf die Netz-Entgelte und damit letzlich auf die Kunden umgelegt.

Die deutschen Speicher können insgesamt etwa ein Viertel des pro Jahr benötigten Erdgases aufnehmen. Bereits zu Beginn dieses Winters waren die Speicher aber vergleichsweise gering befüllt, was die Bundesregierung besorgte. Als ein Grund auch für die hohen Preise galt, dass Russland kaum zusätzliches Gas über die Lieferverträge hinaus lieferte. Ein Drittel der Speicher gehören dem russischen Gaskonzern Gazprom, die besonders leer waren.

Lindner braucht länger für Haushaltsaufstellung

Berlin (Reuters) – Nach dem Kurswechsel der Bundesregierung in der Sicherheitspolitik im Zuge des Ukraine-Kriegs verzögert sich die Aufstellung des Bundeshaushalts.

Finanzminister Christian Lindner sagte am Montag zu Journalisten, der Haushaltsentwurf für dieses Jahr solle nun am 16. März vom Kabinett beschlossen werden. Bislang war dies für den 9. März geplant gewesen. Damit hat Lindner mehr Zeit, die Details für das 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen zur Modernisierung der Bundeswehr auszuarbeiten und im Kernhaushalt Prioritäten zu setzen, um die dort vorgesehene Neuverschuldung wie bisher geplant auf 100 Milliarden Euro zu begrenzen.

Lindner sagte, es werde mit Hochdruck an den Details für den Bundeswehr-Sonderfonds gearbeitet. Das Vorhaben soll im Grundgesetz verankert werden, damit es nur für die Armee zur Verfügung steht, das Volumen nicht einfach verändert werden kann und Überparteilichkeit hergestellt wird.

Mit dem Sondervermögen, das in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen dürfte, will die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP das Nato-Ziel zu Verteidigungsausgaben in Höhe von mindestens zwei Prozent der Wirtschaftsleistung bereits dieses Jahr erreichen. Das sei zwei Jahre früher als bisher zugesagt, so Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Dabei werde der Bundeswehr-Sonderfonds helfen, mit dem die jahrlange Unterfinanzierung der Truppe beendet werde. Er solle so schnell wie möglich errichtet werden. Um das Nato-Ziel zu schaffen, sind zusätzlich zum Verteidigungsetat Ausgaben von mehr als 20 Milliarden Euro im Jahr nötig. Lindner hatte zuletzt gesagt, der Verteidigungsetat solle gegenüber früheren Plänen deutlich ausgeweitet werden.

Wie das Geld konkret eingesetzt wird, liegt in der Hand des Verteidigungsministeriums. Viele Experten haben diesem in der Vergangenheit vorgeworfen, nicht effizient mit dem Geld der Steuerzahler umzugehen. Die Modernisierung mit Mitteln aus dem Sondervermögen werde Jahre dauern, sagte Regierungssprecher Hebestreit.

VOLLBREMSUNG IM NÄCHSTEN JAHR ERWARTET

Weil der Bundeswehr-Sonderfonds dieses Jahr ins Leben gerufen werden soll, dürfte die Neuverschuldung deutlich nach oben gehen. Gleichzeitig soll die bisher geplante Neuverschuldung im Kernhaushalt 2022 – trotz neuer Lage – bei 99,7 Milliarden Euro bleiben, bekräftigte Lindner. Das könne erreicht werden, wenn entsprechende Prioritäten gesetzt würden. Das dürfte in den nächsten Tagen zum Ringen innerhalb der Bundesregierung führen, was künftig noch finanzierbar ist und was nicht. Lindner sagte, wegen des Ukraine-Kriegs hätten zuletzt nicht alle Gespräche zum Haushalt geführt werden können, daher die Verschiebung um eine Woche. “Es wird auch nicht alles neu aufgemacht und verhandelt.”

Der FDP-Vorsitzende will dann ab 2023 die Schuldenbremse wieder einhalten, die im Grundgesetz zwar verankert, wegen der Corona-Pandemie aber seit 2020 ausgesetzt ist. Im Haushalt kommt dies einer Vollbremsung gleich. Die Regierung versucht auch deswegen, mit Rücklagen für Klimainvestitionen und dem neuen Bundeswehr-Topf Vehikel zu nutzen, die bei der Berechnung der Schuldenbremse nächstes Jahr keine Rolle spielen.

NRW – Länder für Prüfung längerer Atom- und Kohle-Laufzeiten

Düsseldorf (Reuters) – Die Bundesländer treten wegen der hohen Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen nach den Worten des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministers Andreas Pinkwart für eine Prüfung längerer Laufzeiten von Kohle- und Atomkraftwerken in der Bundesrepublik ein.

“Sowohl das Bundeswirtschaftsministerium als auch die Vertreter der Länder haben deutlich gemacht, (…) dass wir kurzfristig ohne Denkverbote und Tabus prüfen müssen”, sagte Pinkwart am Montag nach Beratungen mit seinen Amtskollegen. Eine weitere Nutzung der Atomkraft könne “nur eine Ultima Ratio sein, aber wir müssen sie bedenken”, sagte der FDP-Politiker. “Wir müssen alles tun, um uns von der hohen Abhängigkeit vom Gas ein Stück weit zu befreien.” Dazu zähle auch ein möglicherweise längeres Festhalten an Braun- und Steinkohle. Steinkohleblöcke in NRW könnten etwa länger am Netz bleiben.

Priorität habe aber der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien, sagte der Minister weiter. Gefahren bei der Versorgungssicherheit müssten beim Kohleausstieg vermieden werden, die Bundesnetzagentur müsse prüfen, ob Kohle-Blöcke in der aktuellen Situation weiter vorgehalten werden müssten.

Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gesagt, er werde eine weitere Nutzung der Atomenergie in Deutschland nicht “ideologisch abwehren”. Eine Vorprüfung habe aber ergeben, dass die Atomkraft nicht helfen werde. Die drei deutschen Energiekonzerne Eon, RWE EnBW hatten am Samstag die Idee einer Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke zurückgewiesen.

Ethereum (ETH) – Diesjähriges Tief muss halten!

Mit aktuellen Kursen von 2.600 USD besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es den Bullen von Ethereum (ETH) gelingt, die seit Juni 2021 noch leicht vorherrschende Aufwärtsphase wieder aufzunehmen. Die Wichtigkeit liegt aktuell darauf, das diesjährige Kurstief von 2.160 USD weiterhin überstiegen zu halten.

Können die Bullen dies realisieren, so besteht die große Chance, dass das Februarhoch von 3.284 USD zum wiederholten Male angelaufen und auch zur Oberseite durchbrochen wird. Damit würden dann Kaufsignale einhergehen, welche das Potenzial haben, neue Allzeithöchststände zu generieren.

Ethereum (ETH) – 200-Tage-Durchschnitt ist unterschritten

Als sehr ungünstig ist allerdings der Umstand einzustufen, dass der 200-Tage-Durchschnitt, welcher derzeit bei 3.566 USD zur Unterseite gelaufen kommt, unterschritten und zudem fallend ist. Das zeigt einmal mehr die gespaltene Situation auf. Unterhalb des diesjährigen Jahrestiefpunkts verfestigt sich der seit November letzten Jahres vorherrschende zwischenzeitliche Abwärtstrend.

Fazit – die Gemengelage ist recht durchwachsen.

Der Heikin-Ashi-Chart von Ethereum (ETH) (D1)

Ethereum (ETH) Prognose
Ethereum (ETH) | Chart von fxempire

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für Ethereum (ETH)!

Macd Oszillator: Es wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nur eine positiv. Hier muss man davon sprechen, dass dies sehr bärisch ist.

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei Ethereum (ETH) die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind nur 3 steigend. Insofern ist das leider als bärisch zu bezeichnen.

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob sich der Indikator unterhalb vom Schlusskurs befindet. Falls ja, dann ist ein bestätigter Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 4 positiv. Bullisch ist definitiv etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

28.02.2022: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 8 als positiv zu bezeichnen. Das sind nur 26.67 %. Demzufolge wird der Status hier auf „Bärisch“ gesetzt. Von daher ist es clever, mit dem Einstieg in Ethereum (ETH) zu warten, bis die Analyse ein positives Ergebnis bringt.

 

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Weltklimarat – Weltweite Armut wird durch Klimawandel zunehmen

London (Reuters) – Die Erderwärmung und Extremwetter schaden dem Weltklimarat IPCC zufolge bereits der Weltwirtschaft und drohen Millionen in die Armut zu stürzen.

Steigende Lebensmittelpreise, ein gestörter globaler Handel und Verwerfungen auf den Arbeitsmärkten könnten die Folgen sein, warnten UN-Klimaexperten des IPCC in ihrem am Montag vorgestellten Bericht. Es bleibe nur noch “ein kurzes und sich schnell schließendes Zeitfenster zur Sicherung einer lebenswerten und nachhaltigen Zukunft für alle”. Der Bericht spiegelt den jüngsten globalen Konsens in der Klimawissenschaft wider. Der Wandel drohe die Welt schneller zu verändern als bislang angenommen.

Eines der durchgespielten Szenarien kommt zu dem Ergebnis, dass bis 2050 bis zu 183 Millionen Menschen zusätzlich unterernährt sein könnten. “Individuelle Lebensgrundlagen wurden durch Änderungen der landwirtschaftlichen Produktivität, Folgen auf die menschliche Gesundheit und Ernährungssicherheit, Zerstörung von Häusern und Infrastruktur sowie Verlust von Eigentum und Einkommen beeinträchtigt”, so der Bericht.

Der Bericht kommt vor dem Hintergrund weltweit steigender Kraftstoffpreise und der zunehmenden Inflation. Manche Politiker argumentierten, dass Förderung sauberer Energiequellen die Lebenshaltungskosten der Ärmsten noch weiter erhöhen würden. Der Weltklimarat befürchtet dagegen, dass etwa durch die zunehmende Hitze viele Landarbeiter ihren Beruf aufgeben und in andere Wirtschaftszweige wechseln könnten. “Dies würde negative Folgen wie eine verringerte Lebensmittelproduktion und höhere Lebensmittelpreise haben”, heißt es in der Studie. Das wiederum führe zu erhöhter Armut, wirtschaftlicher Ungleichheit und unfreiwilliger Migration in die Städte.

Sanktionen erschüttern Wiener Bank RBI – Schutzschirm nötig?

– von Alexandra Schwarz-Goerlich

Wien (Reuters) – Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) ist angesichts des Ukraine-Krieges und der westlichen Sanktionen gegen Russland weiterhin schwer unter Druck.

Die Papiere des in Russland und der Ukraine tätigen Geldhauses waren am Montag an der Wiener Börse erneut auf Talfahrt und verloren in der Spitze um bis zu 18,5 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 13,90 Euro. Damit waren sie Schlusslicht im europäischen Banken-Index. Das Wiener Institut, das mehrheitlich im Besitz der österreichischen Raiffeisenlandesbanken ist, zählt zu den am stärksten betroffenen westlichen Banken.

Das Institut selbst versuchte zu beschwichtigen: In der Ukraine biete die RBI weiterhin die wichtigsten Bankleistungen an und auch in Russland sieht sich das Institut gut aufgestellt. “Unsere russische Tochterbank verfügt über eine sehr starke Liquiditätsausstattung und verzeichnet Zuflüsse”, teilte Bankchef Johann Strobl in einer schriftlichen Stellungnahme mit. Die russischen Kunden hätten Vertrauen in die RBI.

Zu den Sanktionen hält sich der Manager bedeckt. “Sie sind hart und in ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die Realwirtschaft weitreichend”, erklärte die Bank lediglich. Für die Österreicher ist Russland der wichtigste Einzelmarkt, der zuletzt einen Nettogewinn von 474 Millionen Euro abgeliefert hat. Das gesamte Exposure der RBI in Russland, wo sie seit 1992 tätig ist, beläuft sich auf 22,85 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr hatte die RBI wegen drohender Russland-Sanktionen bereits Vorsorgen in der Höhe von 115 Millionen Euro getroffen.

Angesichts der Bedeutung der beiden Märkte für die RBI brachte der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Gabriel Felbermayr, einen Rettungsschirm für die Bank ins Spiel. “Da haben wir echt ein Thema, da wird man jetzt einen Schutzschirm spannen müssen, damit das nicht zu echten Problemen bei der RBI führt”, sagte der Ökonom in einem ORF-Radiointerview. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters nicht zu RBI äußern. Im Finanzministerium war vorerst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der Wifo-Chef versuchte zu beschwichtigen: “Ob die RBI einen Rettungsschirm braucht, das muss man sehen. Es ist wichtig, dass wir dieses Risiko im Blick haben”, sagte er. “Es wäre unschön, wenn aus einer russischen Finanzkrise auch Probleme für den österreichischen Bankenmarkt erwachsen”. Der Ökonom sagte, er sei sich sicher, dass bereits jede Menge Gespräche laufen würden. Staatshilfe sei das letzte Mittel, seiner Einschätzung nach könne man auch mit staatlichen Garantien helfen. “Das Instrumentarium ist groß, da gibt es viele Möglichkeiten.”

Toyota stoppt Produktion in Japan nach mutmaßlichem Hackerangriff

Tokio (Reuters) – Ein mutmaßlicher Hackerangriff bei einem Zulieferer hat weitreichende Folgen für Toyota.

Alle Bänder in den japanischen Werken seien gestoppt worden, teilte der japanische Autobauer mit. Der Hackerangriff betraf Toyotas Plastikteile- und Elektrokomponenten-Zulieferer Kojima Industries. Zunächst gab es keine Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckte und worauf dieser abzielte. Normalerweise fertigt Toyota in Japan rund 13.000 Fahrzeuge pro Tag.

Der Hackerangriff erfolgt nur wenige Tage, nachdem sich Japan den wegen der Invasion in die Ukraine verhängten Sanktionen gegen Russland angeschlossen hatte. Ohne eingehende Prüfung sei es schwer zu sagen, ob dies etwas mit Russland zu tun habe, sagte Ministerpräsident Fumio Kishida.

Toyota stellt rund ein Drittel seiner Wagen im Inland her. Es sei noch unklar, ob der Stopp länger als einen Tag dauere, sagte ein Firmensprecher. Toyota ist bekannt dafür, Produktionsteile, die von Zulieferern kommen, direkt zu verwenden und nicht erst zu lagern. Wegen der Coronapandemie kämpft der Volkswagen-Konkurrent bereits mit Lieferproblemen.

Zeitung – Niedersachsen erwägt Aufstockung bei Volkswagen

Hamburg (Reuters) – Das Land Niedersachsen erwägt einem Zeitungsbericht zufolge eine Aufstockung seiner Beteiligung an Volkswagen.

Die Regierung diskutiere intern, einen Teil des Geldes, das ihr nach dem geplanten Porsche-Börsengang als Sonderdividende zufließen würde, in den Kauf von VW-Aktien sowie von Porsche Vorzugsaktien zu stecken, berichtete das “Handelsblatt” am Montag unter Berufung auf mehrere mit der Situation vertraute Personen. Entscheidungen seien noch nicht gefallen. Volkswagen und die Familienholding Porsche SE lehnten eine Stellungnahme ab. “Niedersachsen möchte sich zu der gesamten Thematik überhaupt nicht äußern”, sagte eine Sprecherin der niedersächsischen Staatskanzlei.

Das Land ist mit 20 Prozent der Stimmrechte zweitgrößter VW-Eigner hinter der Familienholding Porsche SE der Familien Porsche und Piech. Volkswagen hatte vergangene Woche mitgeteilt, man prüfe einen Börsengang der Sportwagentochter Porsche noch in diesem Jahr. Die Platzierung von Porsche-Vorzugsaktien könnte demnach bereits im Schlussquartal 2022 erfolgen. Ein Viertel der Stammaktien soll zudem die Familie Porsche und Piech übernehmen. Im Spätsommer will Volkswagen über den Stand der Vorbereitungen informieren.