Cardano – ADAX geht live

ADAX im Detail

ADAX, ein Depot- und Orderbook-basierter DEX, enthält die Plutus Smart Contracts von Cardano, um eine vollständige Dezentralisierung zu gewährleisten. Der Start von ADAX im Cardano-Mainnet war ein bedeutender Meilenstein für das Netzwerk, da es sich weiterhin mit dezentralisierter Finanzierung (DeFi) befasst. Das Unternehmen verbrachte sechs Monate damit, den ersten DEX auf Cardano zu liefern, der in Zukunft zugunsten des Ökosystems arbeiten wird.

ADAX ermöglicht On-Chain-Swap-Ausführung und konzentrierte Liquiditätsaufträge, was es ihm ermöglicht, in Bezug auf Effizienz und Leistung ein führender Konkurrent im DEX-Ökosystem zu sein. Der DEX vermeidet Staus und Parallelitätsprobleme, indem er jede Bestellung in kleinere nicht ausgegebene Transaktionsausgaben (UTXOs) aufteilt.

ADAX arbeitet nach der Philosophie der Dezentralisierung und wird das Orderbookmodell nutzen, um einen nicht verwahrten und zensurresistenten Handel zu gewährleisten.

Derzeit unterstützt ADAX das Nami Wallet, aber andere Wallets, einschließlich GeroWallet und CCVault, werden einige Tage nach dem Start unterstützt.

ADAX hofft, in die Fußstapfen von Uniswap und PancakeSwap treten zu können, um mit seinem einzigartigen Funktionsangebot eine Anlaufstelle für Cardano zu werden. Cardano erreichte nach dem Einsatz eines konkurrierenden DEX auf Cardano, SundaeSwap, einen Gesamtwert von über 70 Millionen US-Dollar.

Cardano-Preis hat es immernoch schwer

Der Token hat Mühe, die Preise nach oben zu treiben, da er auf einen starken Widerstand trifft. Cardano könnte als nächstes in Richtung der unteren Grenze bei 1,00 $ fallen, wenn der Verkaufsdruck zunimmt. Ein weiteres Standbein könnte beim Tief vom 24. Januar bei 0,94 $ erscheinen.

Cardano Chart

Kyber Network steigt um fast 60%

So macht es für jedes einzelne Projekt viel schwieriger, sich über den Lärm zu erheben und positive Kursgewinne zu verbuchen, aber es gab sicherlich einige Projekte, die während des aktuellen Abschwungs viel Stärke gezeigt haben.

KNC Preis explodiert

Einigen Quellen zufolge ist der Preis von Kyber Capital seit dem Erreichen eines Tiefststands von 1,18 $ am 6. Januar weiter gestiegen und um 57 % auf ein Tageshoch von 1,87 $ zu schießen. Trotz der grauen Stimmung, die auf dem Kryptomarkt gerade herrscht.

Kyber Chart

Es gab einige Gründe für diese sehr starke Leistung von KNC, darunter die Veröffentlichung von Kyber 3.0, die auch eine Umbenennung in KyberSwap beinhaltet, wobei die wachsende Liste von DEXs in das gesamte Ökosystem von Kyber integriert wird.

Kyber 3.0

Die größte treibende Kraft für das Kyber Network war die Veröffentlichung von Kyber 3.0. Die Einführung beinhaltete auch eine Umbenennung der Austauschschnittstelle der Plattform in KyberSwap sowie die Integration in sechs verschiedene Blockchain-Netzwerke, zu denen auch Polygon, Ethereum, Binance Smart Chain, Fantom, Avalanche und Cronos gehören.

Ein weiterer Grund für die Aufwärtsdynamik, die das Kyber-Netzwerk nach oben getrieben hat, war die fortgesetzte Integration neuer dezentraler Austauschprotokolle in das Ökosystem von Kyber. Zuletzt ging KyberSwap voran und integrierte Pools aus den meisten der mehreren DEX-Protokolle, darunter ShibaSwap, DeFi Swap und EmpirDEX.

CPI Property im Übernahmerennen um Immofinanz auf der Zielgeraden

Wien (Reuters) – Im Übernahmekampf um den österreichischen Immobilienkonzern Immofinanz ist die CPI Property Group auf die Zielgerade eingebogen.

Die dem tschechischen Milliardär Radovan Vitek gehörende Immobiliengesellschaft habe sich mit dem Wiener Gegenspieler S Immo darauf geeinigt, ihr Gebot auf 23 Euro je Aktie nachzubessern und gleichzeitig dessen Aktienpaket an der Immofinanz in Höhe von rund 12,7 Prozent zu übernehmen, teilte CPI am Montag mit. Die Firma mit Sitz in Luxemburg hat sich damit eigenen Angaben zufolge bereits rund 48,18 Prozent an dem Immobilienkonzern gesichert. Die S Immo, die im Rahmen eines Teilangebots bislang ebenfalls 23 Euro je Aktie geboten hatte, überlässt der CPI das Feld und zieht sich aus dem Bieterrennen zurück.

Die Übernahmekommission muss für die Angebotsänderung noch grünes Licht geben. Die Annahmefrist für das Pflichtangebot läuft noch bis 23. Februar. Danach gibt es eine gesetzliche Nachfrist von drei Monaten. Erst danach steht fest, wieviele Aktionäre das Pflichtangebot angenommen haben. Der Vorstand der Immofinanz hatte bisher beide Angebote als zu niedrig bezeichnet und den Aktionären empfohlen, sie nicht anzunehmen. An der Wiener Börse schlossen Immofinanz-Papiere mit 23 Euro und damit exakt auf Höhe des Angebots.

Erst in der vergangenen Woche hatte die CPI ihr Angebot auf 22,70 Euro je Aktie nachgebessert und sich mit dem Hedgefonds Petrus Advisers auf den Kauf von dessen Immofinanz-Paket geeinigt. Die CPI sieht in dem Kauf der auf Gewerbeimmobilien in Österreich, Deutschland und Osteuropa fokussierten Immofinanz eine optimale strategische Ergänzung ihres Geschäfts. Damit käme die Frankfurt gelistete Firma auf ein Immobilienportfolio im Wert von insgesamt rund 16 Milliarden Euro.

NEUER ANLAUF FÜR STREICHUNG DES HÖCHSTSTIMMRECHTS BEI S IMMO

Offen ist auch noch, wie es mit dem 26,5-Prozent-Anteil der Immofinanz an der S Immo weitergeht und ob das umstrittene Höchststimmrecht doch noch abgeschafft wird. Die CPI nennt in ihrem Übernahmeangebot zwei Optionen: Entweder ein Verkauf der S-Immo-Aktien oder eine Fusion von Immofinanz und S Immo. Letzterem steht jedoch das Höchststimmrecht bei der S Immo im Wege. Nun dürfte es aber zu einem neuen Anlauf für die Abschaffung dieser Bestimmung kommen. Der S-Immo-Aktionär Evax Holding hatte kürzlich von der Konzernführung die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung verlangt, um die Aktionäre darüber abstimmen zu lassen. Die Evax Holding ist dem slowakischen Geschäftsmann Peter Korbacka zuzuordnen und hält 5,2 Prozent an der S Immo. Das Höchststimmrecht war zuletzt der Knackpunkt bei einer seit Jahren diskutierten Verschmelzung der beiden Immobilienkonzerne. Diese Bestimmung sieht vor, dass kein Aktionär mehr als 15 Prozent der Stimmrechte halten darf, auch wenn er einen höheren Aktienanteil besitzt. Selbst ein Mehrheitsaktionär würde damit kein Durchgriffsrecht haben. Die Immofinanz wollte die S Immo übernehmen und diese Regelung abschaffen. Bei der Hauptversammlung erreichte sie aber nicht die notwendigen Stimmen und die Fusion war damit geplatzt. Korbacka stimmte damals gegen die Abschaffung dieses Rechts. Warum er seine Meinung nun geändert hat, ist unklar. Die Übernahmekommission will das Vorgehen prüfen.

BaFin erlässt Verfügung – Banken müssen mehr Krisenpolster anlegen

Frankfurt (Reuters) – Banken müssen wegen zunehmender Risiken im Finanzsystem mehr Krisenpolster anlegen.

Nach Ablauf einer Anhörungsfrist erließen die Finanzaufseher der BaFin dazu eine Allgemeinverfügung, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Montag mitteilte. Wie bereits angekündigt wird der sogenannte antizyklischen Kapitalpuffer von null Prozent auf 0,75 Prozent angehoben. “Ziel ist, die Widerstandsfähigkeit des deutschen Bankensystems präventiv zu stärken”, erklärten die Aufseher. Dabei geht es um einen Aufschlag auf andere Reserven, der zur Abfederung von Konjunkturabschwüngen dient.

Die Quote werde mit Wirkung zum 1. Februar erhöht, teilte die BaFin mit. Banken müssen dann bis zum 1. Februar 2023 die Vorgabe vollständig umsetzen. Laut Finanzaufsicht beträgt die Gesamtkapitalanforderung für den antizyklischen Kapitalpuffer 17,09 Milliarden Euro, was rund 10,2 Prozent des Überschusskapitals der Banken entspreche. Die Aufseher gehen nicht davon aus, dass durch den Schritt die Kreditvergabe der Geldhäuser gebremst wird. Jedes Vierteljahr soll überprüft werden, ob der Puffer noch angemessen ist. Dies gilt laut den Aufsehern auch in der zwölfmonatigen Einführungsphase.

Die Finanzaufsicht hatte zudem angekündigt, von Banken zusätzlich zu diesem Krisenpuffer noch einen Systemrisikopuffer für Immobilienkredite zu verlangen. Die BaFin will die Europäische Zentralbank (EZB) und den Europäischen Systemrisikorat (ESRB) in Kürze dazu informieren. Diese können sich dann innerhalb eines Monats dazu äußern. Der zusätzliche sektorale Puffer soll nach früheren Angaben bei zwei Prozent liegen. Eine Allgemeinverfügung dazu soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.

Die Bundesbank warnt schon seit längerer Zeit vor Übertreibungen am deutschen Immobilienmarkt. Aus ihrer Sicht sind Wohnimmobilien mittlerweile zwischen zehn und 30 Prozent überbewertet, wobei die Übertreibungen inzwischen nicht mehr nur die großen Ballungsräume betreffen.

Untersuchungsbericht kritisiert Lockdown-Parties in Downing Street

London (Reuters) – Der Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson wegen zahlreicher Partys während der Corona-Lockdowns steigt.

Einige der Veranstaltungen an seinem Amtssitz Downing Street hätten nicht stattfinden dürfen, andere seien aus dem Ruder gelaufen, schrieb die Spitzenbeamtin Sue Gray in ihrem am Montag veröffentlichten Zwischenbericht. Sie attestierte der britischen Regierung schweres Führungsversagen und ein mangelndes Urteilsvermögen. “Es tut mir leid”, sagte Johnson im britischen Parlament. “Ich verstehe die Wut, die die Menschen empfinden.” Nun müsse man aber zurück an die Arbeit gehen.

In den vergangenen Wochen waren immer mehr Partys während der Corona-Lockdowns bekannt geworden. Angesichts scharfer Kritik auch aus den eigenen Reihen hatte Johnson auf Zeit gespielt und erklärt, zunächst den Gray-Bericht abzuwarten. Doch wegen parallel laufender Polizeiermittlungen wurde dieser nun nicht vollständig veröffentlicht.

Gleichwohl enthalten die veröffentlichten Passagen einigen politischen Sprengstoff. So forderte Gray klare Regeln, die Trinkgelage am Arbeitsplatz verhindern. “Der übermäßige Konsum von Alkohol ist an einem professionellen Arbeitsplatz zu keiner Zeit angebracht.” In Medienberichten war in den vergangenen Wochen von Trinkgelagen berichtet worden, bei denen Regierungsmitarbeiter Koffer voller Alkohol angeschleppt hätten und bis in die frühen Morgenstunden tanzten. Währenddessen galten in Großbritannien strenge Corona-Kontaktbeschränkungen, so dass Angehörige beispielsweise nicht an Beerdigungen teilnehmen konnten.

Gray stellte zudem fest, dass sich Mitarbeiter unter Druck gesetzt fühlten. Einige hätten zwar Bedenken äußern wollten, seien aber davor zurückgeschreckt. Regierungsmitarbeiter müssten in der Lage sein, sich über ungebührliches Verhalten zu beschweren, schrieb Gray.

In ersten Reaktionen kritisierte die Opposition, dass wegen der laufenden Polizeiermittlungen nur ein Teil des Berichts veröffentlicht wurde. “Dieses verwässerte Update ist völlig sinnlos”, sagte Ed Davey, Parteivorsitzender der oppositionellen Liberal Democrats. “Jeder weiß, dass Boris Johnson die Regeln gebrochen und das Land belogen hat.”

Mali weist französischen Botschafter aus

Bamako (Reuters) – In Mali hat der Verhältnis der Militärregierung zur Schutzmacht Frankreich einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Die Regierung in Bamako gab dem französischen Botschafter am Montag 72 Stunden Zeit, um das Land zu verlassen. Grund seien “feindliche und empörende” Bemerkungen, teilte die Regierung mit. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian hatte am Freitag gesagt, dass die Junta “außer Kontrolle” und illegitim sei. Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly hatte zudem gesagt, dass die französischen Truppen nicht in dem nordafrikanischen Land bleiben würden, wenn der Preis zu hoch sei. Eine Reaktion der französischen Regierung war zunächst nicht zu erhalten.

Die Ausweisung kommt in einer Phase wachsender Spannungen zwischen der Militärregierung und europäischen Staaten, die sich an dem Militäreinsatz beteiligen. Frankreich hat seit 2013 Truppen in Mali stationiert, um islamistische Milizen zurückzuschlagen, die auf die Hauptstadt vorrückten. Das Verhältnis zu der Militärregierung verschlechterte sich rapide, als diese die verabredeten Wahlen von Februar auf 2025 verschob. Außerdem hat die Führung in Bamako russische Söldner angeheuert, was einige EU-Staaten als nicht vereinbar mit der Präsenz ihrer Truppen bezeichneten.

Mali hat bereits dänische Soldaten aufgefordert, das Land zu verlassen. Auch in Deutschland gibt es wie in anderen europäischen Staaten massive Bedenken gegen eine weitere Militärhilfe. Mehrere Hundert Bundeswehrsoldaten sind als Teil einer UN-Friedenstruppe in Mali stationiert. Weitere rund 350 Soldaten aus Deutschland sind an einer europäischen Ausbildungsmission beteiligt.

Airlines beschwören starken Reisesommer trotz Pandemie

Frankfurt/Dublin (Reuters) – Alle Hoffnungen der weiterhin unter der Corona-Pandemie leidenden Airlines richten sich auf einen Reiseboom im Sommer.

Europas passagierstärkster Billigflieger Ryanair sieht nach Worten von Airline-Chef Michael O’Leary eine starke Erholung kommen, wenn es bis nach Ostern keine erneuten Rückschläge durch Corona geben sollte. Deutschlands größter Ferienflieger Eurowings stieß am Montag ins selbe Horn. “Trotz aller Ernüchterung zum Jahresstart bin ich optimistisch, dass es ein gutes Reisejahr wird”, sagte der Chef der Lufthansa -Tochter, Jens Bischof. Mit mehr Personal, mehr Flugzeugen und anziehenden Buchungen für die Zeit ab Ostern stehe Eurowings “vor einem steilen Aufstieg”. Die letzten Wochen waren dagegen eher von Flugstreichungen und Buchungseinbruch geprägt, nachdem die neue Virusvariante Omikron für neue Reiseschranken und Unsicherheit sorgte.

Zuversichtlich über eine kräftige Erholung dank voranschreitender Corona-Impfungen waren die Airlines auch vor einem Jahr. Doch die Branche konnte die Krise 2021 nicht so weit hinter sich lassen wie erhofft, hatte kürzlich etwa der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft erklärt. Europa-Flüge, auf die sich Eurowings fokussiert, erholten sich 2021 schneller als Interkontinentalflüge oder innerdeutsche Verbindungen[L8N2UB2XA]. Die Nachfrage danach in Deutschland erhöhte sich nach Daten des Flughafenverbandes ADV im vergangenen Jahr um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr, lag damit aber noch 64 Prozent unter dem Niveau von 2019.

FLUGPREISE ZIEHEN AN

Bei den Ticketpreisen wird es nach Einschätzung der Airline-Manager eher nach oben gehen. Schon im vergangenen Jahr waren sie nach Angaben des BDL bei innereuropäische Flügen um gut ein Fünftel gestiegen. Ryanair-Boss O’Leary rechnet mit knapperem Angebot durch die Konkurrenz. Zudem steigen mit dem Ölpreis die Kerosinkosten, auch Gebühren an Flughäfen ziehen an. Er wüsste deshalb nicht, warum es keine starke Preiserholung geben solle bis in den Hochsommer hinein. Die Billigairline verkaufte Tickets im Zeitraum April bis September im vergangenen Jahr für 33 Euro durchschnittlich auf einer Strecke. Das waren 30 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019.

“Ich würde eher die Prognose wagen, dass die Preise steigen”, sagte auch Eurowings-Chef Jens Bischof. Neben höheren Treibstoffkosten und Gebühren liege das auch daran, dass sich die Branche nach Verlusten in der Pandemie wieder gesund wirtschaften wolle. Bei frühzeitigem Buchen seien meist günstigere Preise zu ergattern, wie es schon vor der Corona-Krise üblich war. Mit über 100 Flugzeugen und mehr als 140 Zielen im Programm wolle Eurowings bei der Kapazität im Sommer das Vorkrisenniveau erreichen. Ryanair kündigte an, 14 Prozent mehr Angebot als zwei Jahre zuvor zu planen.

PERSONAL GESUCHT

Der Optimismus der Fluggesellschaften und Reiseveranstalter sorgt für neue Jobs in Cockpit und Kabine. Nachdem viele Piloten und Flugbegleiter durch die Corona-Krise auf der Straße standen, können sie sich jetzt wieder bewerben. Eurowings stockt dieses Jahr um 550 Flugbegleiter und 200 Piloten auf, nachdem im vergangenen Jahr schon 750 Stellen besetzt worden waren. Auch der deutsche Konkurrent Condor fährt das Flugpersonal hoch mit 150 neuen Stellen für Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter und 180 für Pilotinnen und Piloten. Spitzenreiter bei den Urlaubszielen im Sommer ist bei Eurowings wie Condor die spanische Insel Mallorca. Die Lufthansa-Tochter plant bis zu 380 Abflüge von mehr als 20 Flughäfen in der Woche und damit mehr als 2019. Condor will bis zu 126 Flüge pro Woche von zehn Airports in Deutschland, Österreich und der Schweiz losschicken, so viele wie nie zuvor.

Westen redet mit Russen – Demonstrative Unterstützung für Ukraine

Washington/Berlin (Reuters) – In die festgefahrenen Verhandlungen zur Lösung der Ukraine-Krise wollen westliche Staaten mit einer Serie von Gesprächen mit Russland neuen Schwung bringen.

Zugleich wollen westliche Politiker in die Ukraine reisen, um ihre Solidarität zu zeigen. Polen sah am Montag Anzeichen dafür, dass Russland seine künftige Militärpräsenz in Belarus erhöhen wird. Das Thema soll auch den UN-Sicherheitsrat bei einer noch am Montag (New Yorker Ortszeit) geplanten Sitzung beschäftigen. In Berlin versuchte die SPD-Führung, ihre Linie in der Russland-Politik abzustecken.

US-Außenminister Antony Blinken will am Dienstag mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow telefonieren. Dabei dürfte es um die Warnungen der USA und der EU gehen, dass Russland mit harten Sanktionen zu rechnen habe, wenn es das Nachbarland angreife. Die amerikanische und die britische Regierung betonten, dass die politische Führung in Moskau getroffen werden soll. Im Visier seien “Individuen, die wir im oder nahe des inneren Kreises im Kreml identifiziert haben, die eine Rolle in der Regierungsentscheidung spielen oder sich an dem destabilisierenden Verhalten des Kreml beteiligen”, sagte ein US-Offizieller.

AUCH JOHNSON UND ERDOGAN WOLLEN MIT PUTIN REDEN

Bei dem Gespräch zwischen Blinken und Lawrow dürfte es auch um die von Russland eingeforderten Sicherheitsgarantien wie etwa eine Zusage gehen, dass die frühere Sowjetrepublik Ukraine nicht der Nato beitreten dürfe. Auch der britische Premierminister Boris Johnson und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan planen in dieser Woche Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin.

Zugleich wollen europäische Staaten der Ukraine Signale der Unterstützung senden. Johnson, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sowie EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis reisen dazu am Dienstag in die Ukraine. Die britische Regierung kündigte im Falle eines russischen Angriffs Sanktionen gegen Kreml-Mitarbeiter an, was die ukrainische Führung begrüßte.

Westliche Staaten und die Ukraine werfen Russland vor, angesichts der Truppenkonzentration von 100.000 Soldaten vor der Grenze zur Ukraine einen Angriff vorzubereiten. Russland dementiert dies. Der polnische Außenminister Zbigniew Rau verwies am Montag bei einem Besuch in der estnischen Hauptstadt Tallinn auf Signale, dass Russland seine Truppen in Belarus verstärke.

SPD-SPITZE WILL ÜBER RUSSLAND-POLITIK REDEN

In Berlin wies SPD-Chef Lars Klingbeil den Eindruck der Zerstrittenheit in Regierung und seiner Partei in der Russland-Politik zurück. “Es ist völlig klar für uns: Wir erleben eine Eskalation, die von Russland ausgeht”, sagte Klingbeil in der ARD auf die Frage, ob es nicht Differenzen in seiner Partei und der Ampel-Regierung gebe. “Da sind wir sehr deutlich, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, sollte Russland die Ukraine angreifen”, fügte er mit Blick auf mögliche Sanktionen hinzu. Seit Wochen gibt es eine Debatte, ob es dann Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 geben sollte.

Klingbeil reagierte auf umstrittene Äußerungen des früheren Kanzlers Gerhard Schröder (SPD), der der Ukraine Säbelrasseln vorgeworfen hatte. “Äußern können sich viele, aber entscheiden tun wir als aktuelle SPD-Führung gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz.” Der SPD-Chef hat für den Nachmittag eine interne Runde führender Sozialdemokraten einberufen, um über die Russland-Politik zu diskutieren.

Deutsche Inflation sinkt nur leicht – “EZB sehnt Rückgang herbei”

– von Reinhard Becker und Patricia Uhlig

Berlin (Reuters) – Die deutsche Inflation sinkt zu Jahresbeginn nicht so stark wie erwartet und befeuert so die Debatte über den lockeren Kurs der EZB.

Die Preise für Waren und Dienstleistungen lagen im Januar noch 4,9 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Im Dezember hatte die von teurer Energie getriebene Inflationsrate zwar noch einen Wert von 5,3 Prozent erklommen – das höchste Niveau seit 1992. Doch auch wenn es nun bergab ging, blieb der Rückgang hinter den Erwartungen der Volkswirte zurück, die mit einem Wert von 4,3 Prozent gerechnet hatten. Ob der Inflationsgipfel überschritten ist, bleibt unklar – auch weil die Energiepreise weiter anzogen.

Vor dem am Donnerstag anstehenden Zinssitzung der EZB werden die frischen Zahlen aus der größten Volkswirtschaft des Euroraums für reichlich Gesprächsstoff sorgen. “EZB-Chefin Christine Lagarde dürfte heute ein Stein vom Herzen fallen. Der Rückgang der Inflationsraten wird innerhalb der EZB flehentlich herbeigesehnt”, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Anders als die auf eine baldige Zinswende zusteuernde US-Notenbank Fed bleibe die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer These eines nur temporären Teuerungsanstiegs, die einen weiterhin lockeren geldpolitischen Kurs begründen könne.

Doch die Teuerungsrate ist auch im Euroraum zu Jahresbeginn wohl nicht sehr stark gesunken: Experten erwarten für die am Mittwoch anstehenden Daten einen Wert von 4,4 nach 5,0 Prozent im Dezember. Damit ist das Ziel der EZB von 2,0 Prozent noch sehr weit entfernt. “Eine geldpolitische Wende sollte angesichts der Inflationszahlen für Deutschland und andere Staaten der europäischen Währungsunion nicht länger hinausgezögert werden”, forderte Chefökonom Michael Heise von HQ Trust. Auf einen erwünschten baldigen Rückgang der Energiepreise zu setzen, erscheine angesichts der ernsten geopolitischen Spannungen mit Russland “eher Wunschdenken” zu sein.

“DRUCK AUF EZB NIMMT ZU”

Im Jahresverlauf dürfte der Preisdruck zwar allmählich nachlassen, insbesondere wenn sich die Material- und Lieferprobleme entspannen werden, prognostizierte Commerzbank-Ökonom Marco Wagner. “Allerdings dürfte bis in den Herbst und auch beim Jahresdurchschnitt bei der Inflationsrate eine Vier vor dem Komma stehen.” Der Druck auf die EZB nehme zu, ihren geldpolitischen Kurs zu ändern, so das Fazit von IfW-Ökonom Nils Jannsen. Die Inflationserwartungen drohten umso stärker zu steigen, je länger die Teuerung auf erhöhtem Niveau verharre: “Im Ergebnis würde sich die hohe Inflation verfestigen.”

Für etwas Entspannung an der Preisfront sorgte hierzulande zu Jahresbeginn ein sogenannter Basiseffekt: Denn die Preise wurden jetzt nicht mehr mit jenen aus dem zweiten Halbjahr 2020 verglichen, als die Mehrwertsteuer wegen der Corona-Krise zeitweise von 19 auf 16 Prozent gesenkt wurde. Abgeschwächt wurde der Auftrieb bei den Verbraucherpreisen zu Jahresbeginn bei Nahrungsmitteln: Sie verteuerten sich im Januar um 5,0 Prozent, im Dezember waren es noch 6,0 Prozent.

LINDNER FÜR BALDIGE ENTLASTUNG BEI STROMKOSTEN

Die Energiepreise zogen im Januar allerdings zum Vorjahresmonat um 20,5 Prozent an. Im Dezember waren es lediglich 18,3 Prozent. Neben teurem Gas nagen auch stark steigende Stromkosten an der Kaufkraft der Verbraucher. In Hessen beispielsweise zog der Strompreis im Januar um 18,9 Prozent zum Vorjahr an.

Bundesfinanzminister Christian Lindner will als Reaktion auf die gestiegenen Stromkosten die sogenannte EEG-Umlage so schnell wie möglich abschaffen. “Jetzt konkret muss gehandelt werden”, sagte der FDP-Vorsitzende in der ARD. Die Menschen spürten die Inflation, die auf die teure Energie zurückgehe. Die EEG-Umlage ist der Strompreis-Aufschlag für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Diesen will die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP spätestens 2023 streichen. Zuletzt mehrten sich aber Stimmen, es bereits 2022 zu tun.

Biden und Katars Emir sprechen über LNG-Lieferungen für Europa

Washington/London/Berlin (Reuters) – In der Ukraine-Krise suchen die USA und Katar nach Alternativen zu den Gas-Lieferungen aus Russland nach Europa.

Die Energieversorgung ist eines der Themen bei einem noch am Montag geplanten treffen von US-Präsident Joe Biden mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, in Washington. Katar ist der weltweit größte Lieferant von Flüssigerdgas (LNG) und könnte das Gas nach Europa umleiten, sollte es infolge der Spannungen zwischen dem Westen und Russland zu Versorgungsengpässen kommen.

Das Emirat hat bereits mit der Europäischen Union über Gas-Lieferungen gesprochen. Katar fordere von der EU, dass es den Weiterverkauf von LNG-Gas unterbindet, wenn Europa Notfall-Lieferungen haben wolle, sagte eine mit den Verhandlungen betraute Person zu Reuters. Außerdem solle die EU ihre Vorbehalte gegen langfristige Verträge auch für LNG-Gas aufgeben. Die EU sieht den freien Handel mit Gas als Mittel, um die Energiesicherheit zu sichern. Einige Produzenten und Konsumenten kritisieren aber, dass diese Politik zu einem Anstieg der Preise geführt habe.

Auch in Deutschland gibt es Bemühungen, LNG-Kapazitäten aufzubauen, um mehr Flüssiggas anlanden zu können. Bundeskanzler Olaf Scholz unterstütze Pläne, “einen oder mehrere” Terminals für Flüssiggas zu bauen, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Eine Sprecherin des Wirtschafts- und Klimaministeriums sagte, derzeit seien die LNG-Terminals in Europa zu 71 Prozent ausgelastet. Grund dafür ist der generelle Anstieg der Gaspreise, der das früher stets teurerer LNG-Gas wettbewerbsfähiger mache.

Scholz hatte als Finanzminister der damaligen Bundesregierung den USA unter dem früheren Präsidenten Donald Trump die Investition von einer Milliarde Dollar in LNG-Technik in Aussicht gestellt, wenn die US-Regierung ihre Sanktionen gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 fallen lasse. Die USA sind in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten LNG-Produzenten aufgestiegen und verkaufen ihr Gas in Europa.

Zuvor hatte RWE[RWEG.DE]-Chef Markus Krebber die Bundesregierung im Reuters-Interview zur Eile für neue Gaskraftwerke aufgefordert und sich für den seit einigen Jahren geplanten Bau eines Terminals zur Entladung von Tankern mit verflüssigtem Erdgas im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel stark gemacht. Die Planungen seien weit fortgeschritten. “Wir brauchen aber ein klares Signal von der Politik, die sagt, wir brauchen dieses Terminal.”