Chinas Industrie legt im Dezember überraschend zu

Peking (Reuters) – Die chinesische Industrie ist im Dezember überraschend gewachsen.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex kletterte auf 50,3 von 50,1 Punkten im November, wie Daten des Nationalen Statistikbüros NBS zeigten. Analysten hatten erwartet, dass das Konjunkturbarometer unter die 50-Punkte-Marke fällt. Ein Ergebnis oberhalb dieser Marke signalisiert Wachstum.

Allerdings zeigen sich Analysten für die weitere Entwicklung skeptisch. So prognostizieren die Experten von Nomura für Januar für den Index einen Rückgang auf 50 Punkte. Chinas Wirtschaft hat derzeit mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen, wie etwa strauchelnden Firmen im Immobiliensektor, Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und Lockdowns der Regierung gegen einzelne Corona-Ausbrüche, die teilweise Auswirkungen auf die Produktion haben.

Das Verbrennen von Shiba Inu (SHIB) geht weiter

Shiba Inu Live-Burn-Party

Steven Cooper, CEO von Bigger Entertainment, hat getwittert, dass sein Team weitere 2,5 Millionen SHIB-Token verbrannt hat. Die Entwicklung folgt seiner früheren Ankündigung einer Live-Burn-Party, die am 26. Dezember stattfand.

In der Zwischenzeit fügte er hinzu, dass auch 1,5 Millionen SHIB aus dem Verkehr gezogen werden. Daher wird geschätzt, dass seit dem 20. Oktober insgesamt 884,9 Millionen Shiba Inu-Token verbrannt wurden, und allein in diesem Monat wurden 3 Millionen SHIB verbrannt.

Für die Zukunft ist geplant, weitere 2,9 Milliarden SHIB-Token im Wert von 100.000 US-Dollar zu verbrennen.

SHIB Chart

SHIB Wale

Währenddessen sammeln Shiba-Inu-Wale während dieses rückläufigen Marktes Token an. Eine Analyse der 100 Top-Inhaber unter einer kumulierten Million Inhabern ergab, dass der durchschnittliche SHIB in Wal-Wallets in der Erholungsphase um 28% gestiegen ist. Während ihre Bestände um 18% gestiegen sind.

Das Handelsvolumen des Tokens bleibt jedoch zum Zeitpunkt des Schreibens mit einer täglichen Preisspanne zwischen 0,0003319 USD und 0,00003483 USD gering. Abgesehen davon haben die SHIB-Entwickler kürzlich auch eine große Überraschung im Jahr 2022 gehänselt, ohne auf Details einzugehen.

Darüber hinaus listete die in Indien ansässige Krypto-Investitions-App CoinSwitch am 30. Dezember Shiba Inu (SHIB) auf ihrer Handelsplattform auf, wie aus einer mit AMBcrypto geteilten Veröffentlichung hervorgeht.

Laut CEO Ashish Singhal ist die Nachfrage nach Shiba Inu gestiegen und viele Benutzer hätten gebeten, die Münze an der Börse zu notieren. Auch wenn CoinSwitch dieser Nachfrage gerecht wurden, hat das Unternehmen Leitplanken gebaut, um die Anleger zu schützen.

Phantom Wallet und Solana

Laut Mitbegründer Brandon Millman, strebt das Phantom Wallet irgendwo im Bereich von 10 Millionen bis 50 Millionen Benutzer an. Derzeit sei es jedoch schwieg eine genauere Ziffer preiszugeben, da die Makro-Kryptoumgebung ebenfalls ein so großer Faktor sei.

Anstieg der Solana Benutzer

Als Referenz wurde Phantom im April 2021 einem Betatest unterzogen und verzeichnete einen Anstieg von 4.400 % von 40.000 Benutzern im Juli auf 1,8 Millionen Benutzer im Dezember. Phantom erreichte im November 1 Million Nutzer und Ende Dezember erreichte die wöchentliche Anzahl aktiver Nutzer etwa 1,8 Millionen.

Im Juli schloss Phantom eine 9-Millionen-Dollar-Runde der Serie A unter der Leitung von Andreessen Horowitz oder a16z ab. Seitdem gibt es großes Interesse von Investoren, aber derzeit sind keine weiteren Finanzierungsrunden zu verkünden.

Denkweise der Solana Benutzer

Das ursprüngliche Ziel des Phantom Wallet war es, eine Multi-Chain-Version von MetaMask mit Fokus auf DeFi und NFTs zu entwickeln, aber da das Phantom-Team ein extremes Wachstum verzeichnete, haben sie ihre Denkweise dahingehend verlagert. Solana sollte unterstütz werden und es zur besten Option für Solana-Wallet-Benutzer zu machen. Wallet-Benutzer können Token auf der Solana-Blockchain speichern, senden, empfangen, einsetzen und tauschen.

Darüber hinaus verzeichneten nicht fungible Token in diesem Jahr ein exponentielles Wachstum, was zum Erfolg von Phantom beigetragen hat, da es Wallet-Inhabern ermöglicht, NFTs auf Solana-Basis über NFT-Marktplätze wie Solanart zu handeln und zu halten. Obwohl Solanart einer von vielen NFT-Marktplätzen ist, mit denen Phantom verbunden ist, hat es laut seiner Website 541.851 Gesamtverkäufe mit einem Gesamtvolumen von 4.532.922 SOL erzielt, was etwa 797.794.272 US-Dollar entspricht.

Solana Chart

Trotz enormen Wachstums hat die browserbasierte Desktop-Krypto-Wallet keine Pläne, sich zu verlangsamen. Neben der Erweiterung auf über 10 Millionen Nutzer arbeitet das Unternehmen an der Fertigstellung seiner mobilen Anwendungen für iOS und Android, berichtete Blockworks zuvor.

Die mobile Anwendung von Phantom befindet sich derzeit im Betatest und obwohl es noch kein genaues Startdatum gibt, strebt sie einen iOS-Start Ende Januar oder in der ersten Februarwoche an. Seine Android-Anwendung sollte kurz darauffolgen.

Finnland droht Streik von mehr als 50.000 Industriebeschäftigten

Helsinki (Reuters) – In der finnischen Technologie-, Bergbau- und Metallindustrie droht ein Streik von mehr als 50.000 Beschäftigten.

Der zehntägige Ausstand ist ab Mitte Januar geplant, wie die Gewerkschaften am Donnerstag mitteilten. Betroffen wären mehr als 200 Unternehmen, darunter Branchengrößen wie Nokia und Kone oder der schwedische Maschinenbauer Sandvik und der Schweizer Industriekonzern ABB. Die Gewerkschaften verlangen höhere Löhne, um gestiegene Lebenshaltungskosten aufzufangen. Die Betriebe lehnen dies ab, weil sie durch die geforderten Mehrausgaben ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet sehen. Am 4. Januar ist ein Treffen mit der Nationalen Schlichtungsstelle geplant, um doch noch eine Lösung zu finden.

Großaktionär stärkt Credit-Suisse-Präsidenten den Rücken

London/Zürich (Reuters) – Nach einem Reuters-Bericht über eine zweite Quarantäne-Verletzung von Antonio Horta-Osorio hat sich einer der größten Aktionäre hinter den in der Kritik stehenden Credit-Suisse-Präsidenten gestellt.

“Wir unterstützen die Bemühungen des Verwaltungsratspräsidenten zu 100 Prozent und sind überzeugt, dass er die CS auf den Weg der Besserung bringt”, erklärte Harris-Associates-Anlagechef David Herro am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Andere Anleger, Politiker und Medien äußerten sich dagegen kritisch.

Der Wirtschaftschef der Schweizer Tamedia-Zeitungen, Peter Burkhardt, forderte gar den Rücktritt des Firmenlenkers. “Er ist nach außen und innen unglaubwürdig geworden”, schrieb er in einem Kommentar. Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab.

Reuters hatte am Vortag berichtet, dass die Credit Suisse Insidern zufolge einen zweiten Verstoß Horta-Osorios gegen Corona-Quarantäneregeln untersucht. Neben der Missachtung von Quarantänevorschriften in der Schweiz habe der Firmenchef vorläufigen Ergebnissen einer internen Prüfung zufolge bei einem Besuch des Tennisturniers in Wimbledon auch britische Covid-Schutzregeln verletzt. Nun liege das Thema beim Verwaltungsrat.

“Wir betrachten diese kleineren Verstöße als reine Ablenkungen, und der Fokus muss auf dem Hauptproblem liegen, um das es geht: Der Turnaround der CS”, erklärte Herro. Harris ist nach Angaben von Refinitiv der drittgrößte Aktionär des Schweizer Instituts. Herro hatte auch dem früheren Credit-Suisse-Konzernchef Tidjane Thiam in einer Überwachungsaffäre, die den Ivorer schließlich den Job kostete, bis zuletzt die Treue gehalten.

Horta-Osorio war Ende April angetreten, bei der von einer Reihe von Skandalen und einem milliardenschweren Handelsverlust geschwächten Bank das Steuer mit einem Kulturwandel und einer Stärkung des Risiko-Managements herumzureißen. Mitte Dezember wurde der Portugiese in einer Mitteilung mit den Worten zitiert: “Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung werden gemeinsam eine Unternehmenskultur fördern, welche die Bedeutung von Rechenschaftspflicht und Verantwortung über die gesamte Bank hinweg weiter stärkt.”

“PROBLEM FÜR DIE GANZE SCHWEIZER FINANZBRANCHE”

Es gebe Zeiten, in denen kleine Fehler keine Rolle spielten, sagte ein Fondsmanager, der nicht namentlich genannt werden wollte. “Aber bei CS muss in der gegenwärtigen Situation Zero Tolerance gelten.” Wenn sich der zweite Quarantäne-Bruch bewahrheite, könne Horta-Osorio den kulturellen Wechsel nicht mehr verkörpern. “Je früher er geht, desto geringer ist der Schaden.” Die Credit-Suisse-Aktie, die sowohl 2021 als auch 2020 deutlich an Boden verlor, leide vor allem unter den Zweifeln an der Unternehmensführung.

Gewisse Firmenchefs glaubten offenbar, dass Regeln für sie nicht gelten würden, erklärte der Schweizer Parlaments-Abgeordnete Gerhard Andrey. “Solche Handlungen sind Ausdruck einer ungesunden Kultur in der Finanzbranche, die geändert werden muss,” so der Politiker der Grünen Partei. Die anhaltenden Skandale und Negativschlagzeilen schadeten nicht nur dem Institut selbst. “Wenn die Credit Suisse an Glaubwürdigkeit verliert, ist das nicht nur ein Problem für die Bank, sondern für die gesamte Schweizer Finanzbranche.”

Tesla ruft 475.000 Fahrzeuge zurück

Bangalore (Reuters) – Der amerikanische Elektroautobauer Tesla ruft fast eine halbe Million Fahrzeuge der Reihen Model 3 und Model S zurück.

Wegen Problemen mit der Rückfahrkamera werden 356.309 Model 3 in die Werkstätten beordert, wie aus einem Dokument der US-Fahrzeugsicherheitsbehörde NHTSA hervorgeht. Der Kabelbaum der Rückfahrkamera könne durch das Öffnen und Schließen des Kofferraumdeckels beschädigt werden und die Rückfahrkamera ausfallen. Alle Model 3 der Modelljahre 2017 bis 2020 würden daher zurückgerufen, erklärte die Behörde.

Außerdem werden 119.009 Model S wegen einer fehlerhaften Montage der Haube des vorderen Kofferraums (Frunk) zurückgerufen. Dadurch könne sich die Fronthaube plötzlich öffnen und die Sicht des Fahrers behindern, erklärte die Behörde https://www.nhtsa.gov/recalls?nhtsaId=21V00B000. Tesla seien keine Unfälle wegen der Probleme bei den beiden zurückgerufenen Reihen bekannt.

Für den Elektroautobauer ist der Rückruf, der schon mehrfach in Konflikt mit der NHTSA geraten ist, ein herber Rückschlag. Mit fast einer halben Millionen Fahrzeugen werden etwa genauso viele Wagen zurückgerufen wie Tesla im gesamten Jahr 2020 produziert hat. An der Wall Street fiel die Aktie um 1,3 Prozent.

Dax mit ruhigem Jahresausklang – Anleger blicken auf 2022

Frankfurt (Reuters) – Das teils turbulente Börsenjahr 2021 klingt für Dax-Anleger geruhsam aus.

Der deutsche Leitindex beendete den verkürzten Handel am Donnerstag 0,2 Prozent im Plus bei 15.884,86 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte ein halbes Prozent höher bei 4305,72 Zählern. “Die Investoren können zum Jahresausklang getrost die Sektkorken knallen lassen”, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research.

Der Dax berappelte sich in den vergangenen Wochen nach dem Schock über die neue Corona-Variante Omikron wieder und gewann auf Jahressicht rund 16 Prozent. Damit schloß er das neunte Mal in zehn Jahren mit einem Jahresgewinn ab. Von Reuters befragte Analysten sagen dem Index für 2022 neue Kursrekorde voraus. Dafür sind allerdings keine allzu großen Ausschläge nötig: Von seiner bisherigen Bestmarke von 16.290 Zählern ist der Dax nur noch rund 400 Punkte oder knapp drei Prozent entfernt.

Die Börse dürfte auch in den ersten Wochen des neuen Jahres “wie ein Seismograf auf die Erkenntnisse und Zahlen zur Omikron-Variante des Coronavirus reagieren”, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Broker RoboMarkets. Anleger hofften darauf, dass die wieder verschärften Pandemie-Beschränkungen nur vergleichsweise kurze Zeit in Kraft blieben.

In Asien legte der Tokioter Nikkei-Index auf Jahressicht 4,9 Prozent zu und steht damit so hoch wie seit 1989 nicht mehr. Im Vergleich zu den US-Börsen, wo die Tech-Börse Nasdaq auf ein Jahresplus von 22 Prozent zusteuert, ist der Zuwachs allerdings eher moderat. An den US-Börsen zogen die Aktienfutures am Donnerstag vorbörslich noch weiter an.

IMPORTQUOTEN AUS CHINA DÄMPFEN LAUNE AM ÖLMARKT

Am Ölmarkt trübte die Aussicht auf geringere Importquoten Chinas im nächsten Jahr die Stimmung. Die Nordseesorte Brent und das US-Leichtöl WTI verbilligten sich um je ein knappes halbes Prozent auf 78,96 beziehungsweise 76,21 Dollar je Barrel (159 Liter). Brancheninsidern zufolge liegen die ersten von China an Raffinerien übermittelten Importquoten für 2022 rund elf Prozent unter den Vergleichszahlen für 2021. Von den insgesamt 42 Unternehmen, die die garantierten Quoten betreffen, profitierten vor allem die großen privaten Raffinerien. Das nähre die Sorge an den Börsen, dass China strengere Maßnahmen gegen unabhängige Raffinerien durchsetzen wolle, sagte ein in Singapur ansässiger Analyst.

Bei den Edelmetallen steuerte Gold auf seine schwächste Jahresbilanz seit 2015 zu. Mit aktuell um die 1800 Dollar je Feinunze steht unter dem Strich ein Verlust von knapp fünf Prozent seit Jahresanfang. Als Belastungsfaktoren nannten Börsianer den stärkeren US-Dollar und festere Anleiherenditen. Sie machen Gold für Investoren unattraktiver.

Zu den Gewinnern zählten am Aktienmarkt europaweit am Donnerstag Technologiewerte mit einem Plus von rund einem Prozent. Wegen der Furcht vor weiteren Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr mussten Airlines Federn lassen. So verloren die Aktien der Lufthansa rund ein Prozent.

Mehrere europäische Börsen, darunter Deutschland, Italien und Spanien, bleiben am Freitag geschlossen. In Paris und London werden vor dem neuen Jahr für eine verkürzte Sitzung Aktien gehandelt.

Russland vor Gesprächen mit den USA – Keine Nato-Expansion nach Osten

Moskau (Reuters) – Vor den für den 10. Januar angesetzten Sicherheitsverhandlungen mit den USA hat Russland seine Forderungen genannt.

“Während der Gespräche werden wir von US-Seite rechtssichere Garantien für die Sicherheit Russlands einfordern, wonach die Nato nicht Richtung Osten vordringt und dass Waffensysteme, die Russland bedrohen, nicht in der Nähe unserer Grenzen stationiert werden”, sagte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag. Die russische Delegation werde von Vize-Außenminister Sergej Rjabkow angeführt werden.

Beide Länder hatten inmitten der Spannungen in der Ukraine-Krise vor einigen Tagen erklärt, am 10. Januar in Genf miteinander sprechen zu wollen. Am 12. Januar sollen Gespräche zwischen Russland und der Nato in Brüssel folgen, für den 13. Januar ist eine Zusammenkunft mit Vertretern Russlands, den USA und europäischer Länder geplant. Daran sollen auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die Ukraine und andere ehemalige Sowjetstaaten beteiligt sein.

Russland hat an der ukrainischen Grenze Zehntausende Soldaten zusammengezogen und fordert ein Ende der Nato-Osterweiterung, insbesondere einen Verzicht auf eine Mitgliedschaft der Ukraine. Die Stationierung hat im Westen die Sorge geschürt, Russland könne die Ukraine angreifen.

EU dringt auf Waffenembargo gegen Myanmar – “Zu neuen Sanktionen bereit”

(Reuters) – Nach der jüngsten Gewalttat des Militärs in Myanmar mit mehr als 35 Toten dringt die Europäische Union auf ein internationales Waffenembargo gegen das südostasiatische Land und erwägt auch neue Sanktionen.

“Angesichts der eskalierenden Gewalt in Myanmar sind verstärkte internationale Präventivmaßnahmen nötig, einschließlich eines Waffenembargos”, sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Donnerstag. Die EU sei auch bereit, weitere Sanktionen zu verhängen. Die “entsetzliche Gewalttat des Militärregimes” im Bundesstaat Kayah am 24. Dezember, bei der mehr als 35 Menschen, darunter Frauen und Kinder sowie humanitäre Helfer getötet und verbrannt worden seien, unterstreiche die dringende Notwendigkeit, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die Bundesregierung verurteilte die jüngsten Angriffe auf Zivilisten und Mitarbeiter von Hilfsorganisation, wie das Außenministerium in Berlin über Twitter mitteilte.

Der Hilfsorganisation Save the Children zufolge waren zwei ihrer Mitarbeiter unter den Todesopfern bei dem Armee-Angriff an Heiligabend. Die Leichen wurden in ausgebrannten Fahrzeugen gefunden. Das Militär gab an, eine nicht näher bezeichnete Anzahl “bewaffneter Terroristen” der Oppositionsstreitkräfte in einem Dorf getötet zu haben, nachdem deren Fahrzeug-Konvoi nicht für eine Militärkontrolle gestoppt habe. In dem Bundesstaat Kayah kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen Rebellen und der Armee.

Nach dem Militärputsch am 1. Februar hat die EU gezielte Sanktionen gegen das Militär in Myanmar, seine Anführer und Einrichtungen verhängt. Die finanzielle Unterstützung der Regierung wurde gestoppt, und Hilfen, die als Legitimierung der neuen Militärregierung angesehen werden könnten, wurden eingefroren.

Journalisten in Hongkong angeklagt – USA dringen auf ihre Freilassung

Washington (Reuters) – Nach der Razzia und den Festnahmen beim regierungskritischen Medienunternehmen “Stand News” in Hongkong haben die Behörden Anklage gegen zwei Ex-Chefredakteure erhoben.

Den beiden Journalisten werde Verschwörung und Anstiftung zum Aufruhr vorgeworfen, teilte die Polizeibehörde für nationale Sicherheit in der chinesischen Sonderverwaltungszone am Donnerstag mit. Rund 200 Polizisten hatten am Mittwoch die Redaktion des Nachrichtenportals “Stand News” durchsucht und sieben Personen verhaftet. Dabei handelt es sich um aktuelle und ehemalige leitende Redakteure sowie frühere Vorstandsmitglieder. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam betonte am Donnerstag, dieses Vorgehen habe nichts mit einer Unterdrückung der Pressefreiheit zu tun. “Journalismus ist nicht aufrührerisch…aber aufrührerische Aktivitäten können nicht unter dem Deckmantel der Nachrichtenberichterstattung geduldet werden”

Die USA verlangten die sofortige Freilassung der Festgenommenen. “Wir fordern die Behörden der Volksrepublik China und Hongkongs auf, die freien und unabhängigen Medien in Hongkong nicht länger zu verfolgen und die zu Unrecht inhaftierten und angeklagten Journalisten und Mitarbeiter unverzüglich freizulassen”, sagte US-Außenminister Blinken. “Indem sie unabhängige Medien zum Schweigen bringen, untergraben China und die lokalen Behörden die Glaubwürdigkeit und Funktionsfähigkeit Hongkongs.”

Das Medienportal hatte nach der Razzia sein Aus erklärt und den Betrieb eingestellt. Stand News, das 2014 als gemeinnützige Organisation gegründet wurde, war das letzte bedeutende Medienunternehmen in Hongkong, das der Demokratiebewegung nahestand, nachdem die Boulevardzeitung “Apple Daily” eingestellt und der Herausgeber Jimmy Lai inhaftiert wurde.

Das Vorgehen gegen “Stand News” schürt die Sorge über schwindende Rechte und Freiheiten in der chinesischen Sonderverwaltungszone im Zuge des umstrittenen Sicherheitsgesetzes, dass die Führung in Peking 2020 erlassen hatte. Das Gesetz gilt als massivster Einschnitt in die Autonomie der ehemaligen britischen Kronkolonie, die ihr bei der Übergabe an China 1997 nach dem Prinzip “Ein Land – zwei Systeme” für mindestens 50 Jahre zugesagt worden war. Westliche Staaten werfen China vor, Bürgerrechte in Hongkong auszuhöhlen und die Demokratie-Bewegung mundtot machen zu wollen.