Shiba Inu auf Kracken

SHIB auf Kraken gelistet

Kracken ist die viertgrößte Krypto-Plattform und SHIB kann nun dort gehandelt werden. Derzeit hat Shiba Inu eine Marktkapitalisierung von mehr als 30 Milliarden Dollar und sein Jahr ist im Jahresvergleich um 69 740 000 % gestiegen. Kürzlich hat der Coin sogar die Grenze zu einer Million Wallet-Inhaber übertroffen. Mit der Notierung auf Kraken vergrößert sich der Zugang zu SHIB.

SHIB Chart

Anleger sollten sich beeilen, da der Token noch relativ günstig zu haben. Am heutigen Mittag wurde SHIB zu 0,000049$ gehandelt.

Schon Anfang November kündigt Kraken an, Shiba Inu zu listen. Unter der Bedingung, dass ein Twitter-Post mehr als 2 000 Likes generierte. Der Post wurde mehr als 60 000-mal geliked. Nun hoffen SHIB Fans, dass mit einer Online-Petition die Plattform Robinhood auch den Token aufnimmt. Die Petition hat schon Hunderttauschende von Unterschriften gesammelt.

Shiba Inu in Dogecoins Fußstapfen

Shiba Inu ist nun offiziell in die Fußstapfen von Dogecoin eingetreten. Anfangs war der Coin nur ein Scherz, bis er dann von Investoren als ernste Anlagemöglichkeit geschätzt wurde.

Der Anstieg von SHIB war am heutigen Dienstag eher eine Seltenheit. Denn die meisten Coins haben eher an Wert verloren oder haben stagniert. Dogecoin verzeichnete Anfang des Sommers einen Wertanstieg von 7 000% in sehr kurzer Zeit. Was den Wert noch mehr nach oben brachte, war Elon Musk, der über den Meme-Coin twitterte.

In den letzten Monaten hat der Wert von SHIB kontinuierlich zugenommen und ist mehr als 500% gewachsen.

Stacks – Gewinner des Tages

Das Stacks-Projekt hat als Ziel Bitcoin programmierbar zu machen. So wird ermöglicht, dezentrale Anwendungen auf einer Bitcoin-Blockchain zu erstellen. Somit wird eine große Vielzahl von Menschen durch Stacks betroffen. Es ist ein enormes Netzwerk und ein Traum für Entwickler. Sie können Anwendungen erstellen, sowie Smart Contracts auf der Bitcoin-Blockchain. Das Projekt wurde 2013 geboren, jedoch unter den Namen Blockstack.

Damals widmete sich Stacks in den ersten Jahren, der Forschung und Entwicklung. Somit existierte noch keine Kryptowährung für das Projekt. Nachdem Investoren für das Projekt gefunden wurden, konnte Stacks seinen Benutzern eine Privatsphäre bieten und die Sorge um persönlich Daten machte das Projekt vertrauenswürdiger.

Stacks kontrolliert selbst die Informationen und Daten, welche aus den Interaktionen mit den Anwendungen resultierten. Die eigene Blockchain ist mit der von Bitcoin verknüpft. Dem Zufolge Transaktionen und andere Aktivitäten, welche auf der Blockchain von Stacks ausgeführt werden, sind auf der Bitcoin-Blockchain verifiziert. Jeder, der das Stacks-Netzwerk benutzt hat Autonomie und genießt eine große Unabhängigkeit bei der Verwaltung deiner Daten. Die Entwicklung des Projektes seit seiner Gründung ist enorm und weckt die Neugierde.

Der Token des Stacks-Projekts, STX ist derzeit ein Token in der Bitcoin-Blockchain. STX kann seit 2017 gehandelt werden. Mit dem Stacks Token können Registrierungen digitaler Assets, die Ausführung von Smart Contacts und Transaktionen durchgeführt werden, sowie die Anwendungsketten verankert werden. Der Token kann gemint werden, oder auch abgesteckt werden. Dies ist ein komplexes Vorgehen und es muss ein ganzer Prozess durchlaufen werden, um an Token zu gelangen. Um dieses komplexe System zu vereinfachen, haben die Entwickler von STX ein neues Projekt, namens Stacks 2.0 ins Leben gerufen.

Stacks 2.0

Stacks 2.0 entlastet Benutzer, welche Stacks minnen wollen. Seitdem hat die Mining-Aktivität im Netzwerk an Bedeutung gewonnen. Coinbase belohnt die Miner dafür. In den ersten Jahren, wurden insgesamt 1 000 STX von der Plattform vergeben. In den letzten Jahren hat dieser Wert etwas abgenommen, jedoch ist es immer noch von Vorteil, da die STX Token dadurch steigen.

Der heutige Anstieg

Im Moment wird STX zu 2,69$ gehandelt. Den größten Anstieg war am Nachmittag zu sehen.

Stacks Chart

Das Projekt ist nicht perfekt, jedoch sind seine Fortschritte beachtlich. Das Stacks-Projekt trägt zur Entstehung von Kryptowährungen bei und die Dezentralisierung ermöglicht es eine große Anzahl von Menschen zu beeinflussen.

So können Sie vom Stärke-Schwäche-Spiel im GBP/CHF profitieren

Starker Franken vs. schwaches Pfund

Im Währungstrading geht es sehr oft darum, Stärke-Schwäche-Phasen zu identifizieren und das richtige Timing für einen Trade zu finden. Ab effektivsten funktionieren dabei Setups in FX-Paarungen mit einen klaren Starken und einem klaren schwachen Partner. Genau dieser Sachverhalt findet sich gerade im Währungspaar GBP/CHF vor. Deutlich wird dies im Vergleich der Währungsfutures 6B (Pfund gegen US-Dollar) und 6C (Franken gegen US-Dollar). In beiden Futures ist der US-Dollar die gleiche Komponente. Doch die Charts laufen kurzfristig in entgegengesetzte Richtungen.

Tickmill-Analyse: B6-Future im Tageschart

Im Franken (6S-Future) war am Freitag ein sehr starker Kursschub ersichtlich, der am gestrigen Montag nicht direkt wieder abverkauft wurde. Das spricht aus kurzfristiger Sicht zunächst für eine innere Stärke ich Franken.

Tickmill-Analyse: B6-Future im Tageschart

Im Pfund (6B-Future) hingegen sieht die Lage deutlich schwächer aus. die Kurse notieren weiterhin auf niedrigem Niveau, was ein gutes Zeichen dafür ist, dass kurzfristig durchaus weitere Abgaben zu erwarten sind.

GBP/CHF vor weiterem Abverkauf

Tickmill-Analyse: GBPCHF im Tageschart

Wird dieses Stärke-Schwäche-Bild nun auf den Tageschart des GBPCHF projiziert, ergibt sich ein Short-Szenario mit Abwärtspotential über den Kaufbereich bei 1,22000 CHF bis hin zum Zwischentief bei 1,19100 CHF. Damit dieses Setup allerdings gespielt werden kann, sind Notierungen unterhalb des aktuellen Trendtiefs bei 1,22770 CHF vonnöten.

Ein Rebound vom aktuellen Jahrestief steht ebenfalls auf der Agenda

Tickmill-Analyse: GBPCHF im 4-Stundenchart

Doch aller Schwächeanzeichen im GBP/CHF darf die Macht des Supports um das aktuelle Jahrestief nicht unterschätzt werden. Denn im Falle eines Abflauens der Stärke im Schweizer Franken dürfte es kurzfristig durchaus auch Chancen für Kursanstiege geben. Gelingt es der FX-Paarung vom Supportlevel abzuprallen und über das letzte untergeordnete Zwischenhoch bei 1,23680 CHF anzusteigen, ebnet sich der Weg für Zuwächse über das Ausbruchslevel bei 1,24130 CHF hin zum kleinen Zwischenhoch bei 1,25200 CHF.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Berichte – Durchsuchungen beim Wirtschaftsprüfer PwC

Frankfurt (Reuters) – Bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft fanden nach Angaben der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag Durchsuchungen in mehreren Bundesländern wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung statt.

Wie die “Süddeutschen Zeitung” und das “Manager Magazin” berichteten, wurden Geschäftsräume von Pricewaterhouse Coopers (PwC) und Wohnungen von derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitern der Firma in mehreren Bundesländern durchsucht. Ein Sprecher von PwC erklärte zu den Berichten, staatsanwaltliche Untersuchungen kämen immer wieder vor. “Wir haben dazu präzise Prozesse und klare Vorgehensweisen, die unseren Mitarbeitenden bekannt sind; wir kooperieren in vollem Umfang mit den Behörden.” PwC zählt neben KPMG, EY und Deloitte zu den führenden Wirtschaftsprüfern.

Laut der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, die den Namen des Unternehmens nicht nannte, geht es um den Verdacht der Steuerhinterziehung in besonders schweren Fällen. Auf mehr als elf Millionen Euro belaufe sich der Steuerschaden. An den Razzien hätten über 250 Beamte der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, der hessischen Steuerfahndung und des Bundeskriminalamts (BKA) teilgenommen.

Die Beschuldigten sollen der Generalstaatsanwaltschaft zufolge von 2012 bis 2017 ein Steuerhinterziehungsmodell betrieben haben. Demnach besteht der Verdacht, dass Umsätze der Wirtschaftsprüfer aus Kundenberatungen in Deutschland falsch gegenüber den Finanzämtern ausgewiesen worden sein. Die Leistungen sollen stattdessen als solche eines schweizerischen Unternehmens im Firmenverbund deklariert worden sein. “Die Einbeziehung des schweizerischen Unternehmens soll ausschließlich der Verschleierung der Beratungsleistungen im Inland und somit der Umsatzsteuerhinterziehung gedient haben”, so die Generalstaatsanwaltschaft.

Fed-Chef erwägt Anleihenkäufe einige Monate früher abzuschließen

Washington (Reuters) – Angesichts der hohen Inflation fasst die US-Notenbank Fed einen schnelleren Abbau ihrer Anleihenkäufe auf dem Weg zu einer Zinserhöhung ins Auge.

Es sei angemessen, darüber nachzudenken, den als Tapering bekannten Prozess einige Monate früher abzuschließen, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Dienstag vor einem Kongressausschuss. Die Wirtschaft sei sehr stark und zugleich der Inflationsdruck hoch. “Und ich denke, das Risiko höherer Inflation hat zugenommen”, sagte Powell.

Die Federal Reserve fährt ihre Wertpapier-Zukäufe seit Mitte November um monatlich 15 Milliarden Dollar zurück. Das gesamte Ankaufvolumen von zuletzt 120 Milliarden Dollar monatlich könnte somit bis Mitte nächsten Jahres abgeschmolzen sein. Dies gilt als Voraussetzung für eine Zinserhöhung. Doch behielt sich die Notenbank ausdrücklich vor, das Tempo bei Bedarf zu erhöhen oder auch zu senken.

Der scheidende Fed-Vize Richard Clarida hatte bereits signalisiert, dass ein beschleunigtes Tapering angesichts der erhöhten Inflationsgefahren auf der Zinssitzung im Dezember zur Sprache kommen könnte. Fed-Direktor Christopher Waller wurde noch konkreter und forderte eine Verdoppelung des Abbau-Tempos. Dann könnte die Fed ihre Anleihenkäufe bereits im April abgeschmolzen haben. Dies würde den Weg für eine Zinserhöhung im zweiten Quartal freimachen. Die Fed hält den Leitzins derzeit in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent.

Das bevorzugte Inflationsmaß der Fed sind die persönlichen Ausgaben der Verbraucher, bei denen Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert bleiben. Diese Jahresteuerungsrate lag im Oktober bei 4,1 Prozent und damit weit über dem von der Notenbank Federal Reserve angestrebten Niveau von zwei Prozent. Powell sagte, er rechne noch bis Mitte nächsten Jahres mit hoher Inflation. Zugleich signalisierte er, dass sich die Fed von der Formulierung verabschieden dürfte, dass die Inflation vorübergehend sei.

Scholz – Wenn Inflation hoch bleibt, müssen wir was tun

Berlin (Reuters) – Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz will keine dauerhaft hohe Inflation hinnehmen.

Derzeit sagten alle Experten, dass der Anstieg nur ein vorübergehendes Phänomen sei, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Bild-TV. Argumentiert werde mit der Coronavirus-Krise, der Rohstoff-Verknappung und den vielen Konjunkturprogrammen weltweit. “Wir müssen das ganz, ganz sorgfältig beobachten, um die notwendigen Schritte zu ergreifen, falls sie sich geirrt haben”, fügte Scholz hinzu ohne Details zu nennen. “Eine hohe Inflation, wie wir sie heute haben, sollten wir nicht anstreben”, sagte er und verwies auf die Erwartung, dass die Rate wieder sinken werde. “Wenn das nicht der Fall ist, müssen wir was tun.”

Qatar Airways unzufrieden mit Airbus-Lackierung

– von Tim Hepher und Alexander Cornwell

Dubai (Reuters) – Qatar Airways wirft Airbus Probleme mit der Lackierung vor.

Die Fluggesellschaft forderte den Flugzeugbauer am Dienstag auf, einzuräumen, dass es Schwierigkeiten gebe. “Sie haben zugegeben, dass sie an einer Lösung arbeiten, was bedeutet, dass sie immer noch keine Lösung haben”, sagte Qatar-Airways-Chef Akbar al Baker. Die Fluggesellschaft lässt derzeit 20 seiner insgesamt 53 A350 am Boden, weil sich die Oberfläche verändert hat, und begründet das mit Vorgaben der Flugaufsicht.

Airbus führt dagegen an, dass es keine Sicherheitsrisiken gibt. In einigen Fällen gebe es Abnutzungserscheinungen, die dazu führten, dass eine tiefer liegende Schicht sichtbar sei, die das Flugzeug vor Blitzeinschlägen schützen solle.

Qatar Airways hat die Auslieferung von 23 Maschinen auf Eis gelegt, die bereits bestellt wurden. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit schon mehrfach Qualitätsmängel kritisiert, bevor es sich mit Geschäftspartnern dann doch noch auf einen Kompromiss geeinigt hat. Analysten verweisen darauf, dass Fluggesellschaften angesichts der Pandemie versuchen, bei Langstreckenmaschinen zu sparen. Aus Branchenkreisen am Golf hieß es jedoch, dass hinter dem jüngsten Streit keine wirtschaftlichen Interessen stünden, weil Qatar Airways die Maschinen für die Fußball-Weltmeisterschaft benötige.

Auch andere Airlines kennen das Problem. So beschwerten sich die Lufthansa und andere Fluggesellschaften wie Finnair, Cathay Pacific, Etihad und Air France über Lack-Probleme. Dabei handle es sich allerdings um “kosmetische Mängel”, die Airbus behoben habe, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Flugtüchtigkeit oder Flugsicherheit seien zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt gewesen.

Hintergrund der Probleme ist die Bauweise der neuen Flugzeuge: Der A350 hat einen Rumpf aus Carbonfasern. Dieser Werkstoff ist besonders leicht, aber auch schwer mit Farbe zu beschichten. Zudem müssen die Flugzeuge mit einem Netz aus Metallfasern umhüllt werden, um Blitzschläge abzulenken, weil Carbonfaser selbst den Strom nicht leitet. Bei Temperaturunterschieden bleibt Carbonfaser stabil – anders als Flugzeugfarbe, die dadurch abblättern kann.

Rechnungshof fordert Umbau der Bahn – FDP Verkauf von Schenker

Berlin (Reuters) – Der Bundesrechnungshof kritisiert die Deutsche Bahn als fehlgesteuert und verlangt von der neuen Regierung einen Umbau des Konzerns.

Das Unternehmen konzentriere sich nicht auf die Eisenbahn und Deutschland und sei zudem personell zu eng mit der Regierung verflochten, heißt es im am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht des Bundesrechnungshofs. Mehrere Aufsichtsräte hätten weitere Funktionen in Bundestag oder der Regierung. Auf der einen Seite seien sie dem Firmen-Wohl verpflichtet, zum anderen hätten sie aber auch Einfluss auf Wettbewerbs-Regeln auf dem Bahn-Markt. “Das sollte abgestellt werden”, forderte Rechnungshof-Präsident Kay Scheller. Die FDP wertete den Bericht als Beweis für den dringenden Reformbedarf. Ein “Weiter so” im DB-Konzern darf es nicht geben”, sagte Verkehrsexperte Torsten Herbst. Die FDP stellt mit Volker Wissing auch den neuen Verkehrsminister.

Der Bundesrechnungshof kritisiert die Bundesregierung wegen der Bahn seit Jahren. Der Konzern habe mit dem Eigentum am Schienennetz zuviel Einfluss auf den Wettbewerb, der Bund schaue bei Ausgaben der Bahn nicht genau genug hin und kontrolliere den Einsatz von Staatsgeld unzureichend. Die Doppelfunktionen im Aufsichtsrat leistete dem Vorschub.

Nach den von der Regierung 2020 selbst beschlossenen Grundsätzen zur Unternehmensführung müsse schon der Anschein des Konfliktes vermieden werden. So sähen diese vor, dass etwa ein Aufsichtsrat nicht für die Beschaffung von neuem Eigenkapital zuständig sei dürfe. Einer habe darüber aber für den Bund mit der EU-Kommission verhandelt, bemängelte der Rechnungshof. Das Verkehrsministerium wies die Vorwürfe zurück.

Im 20 Personen umfassenden Aufsichtsrat sind unter der amtierenden Regierung mehrere Bundestags-Abgeordnete sowie Staatssekretäre. Darunter ist auch Finanz-Staatssekretär Werner Gatzer. Der Bund hat der Bahn milliardenschwere Kapitalerhöhungen versprochen. Wettbewerber hatten dies kritisiert und auch die EU-Kommission hat Bedenken angemeldet.

Das federführende Bundesverkehrsministerium argumentierte laut Rechnungshof, es sei nur über das “Wie” der Eigenkapital-Hilfen verhandelt worden – nicht aber über das “Ob”. Die Rechnungsprüfer zeigten sich davon unbeeindruckt: “Dass eine beim Bund bedienstete Person nicht über das “Ob”, sondern das “Wie” der Eigenkapitalhilfen mit der EU-Kommission verhandelte, macht für die Bewertung keinen Unterschied”, heißt es im Bericht.

RECHNUNGSHOF FÜR KONZENTRATION AUF BAHN IN DEUTSCHLAND

Von der neuen Regierung verlangt der Rechnungshof auch deshalb einen radikalen Umbau der Deutschen Bahn. “Was die Schiene nicht stärkt, gehört nicht in den Konzern”, hatte er bereits deutlich gemacht und damit auch die Forderung nach einem Verkauf der internationalen Spedition Schenker angedeutet. Diese könnte nach Expertenschätzung mehr als zehn Milliarden Euro einbringen. “Die Konzernstruktur muss auf den Prüfstand. Keine Tabus bei der Deutschen Bahn”, fordert der Rechnungshof. Der mit 32 Milliarden Euro verschuldete Konzern sei “labil”. Der Bund habe auch insgesamt seine finanziellen Spielräume in der Corona-Krise ausgereizt. Die Haushaltspolitik habe historische Ausmaße erreicht. Für die Jahre 2020 bis 2022 summiere sich die Nettokreditaufnahme auf über 470 Milliarden Euro. Das sei fast die Hälfte des zuvor in 70 Jahren aufgetürmten Schuldenbergs.

FDP-Verkehrsexperte Torsten Herbst unterstützte die Forderung nach einer Bahn-Reform und eine Trennung der Auslandstöchter wie dem Nahverkehrs-Unternehmen Arriva und der Spedition Schenker: “Der Konzern muss durch Verkäufe und den Abbau von Hierarchien deutlich schlanker, agiler und kundenorientierter werden. Nur so lassen sich die Verkehrsziele im Inland erreichen”, sagte er. Im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass das Schienenetz bei der Bahn bleibt. Allerdings sollen Töchter zusammengelegt werden. Die Zukunft von Schenker wird dort nicht beschrieben.

Kommunen, Ärzte und Gesundheitsministerium streiten über lokalen Impfstoffmangel

Berlin/Frankfurt (Reuters) – Nach der Stadt Frankfurt hat auch der Hausärzteverband Baden-Württemberg Knappheit bei Covid-Impfstoffen bemängelt.

“Aktuell reicht der Impfstoff offensichtlich noch nicht einmal für die niedergelassenen Ärzte, mit welchem Impfstoff sollen denn dann die Apotheken impfen?”, sagte der Verbandsvorsitzende Berthold Dietsche am Dienstag zur Forderung, dass auch in den Apotheken geimpft werden soll. Zahlreiche Mitglieder des Verbands klagten derzeit darüber, dass sie nicht die gewünschten Mengen erhielten und in der Folge Termine absagen oder verschieben müssten. Einige Bundesländer und auch die Stadt Frankfurt hatten zuvor kritisiert, dass sie weniger Impfstoff bekämen als bestellt.

Das Bundesgesundheitsministerium wies Vorwürfe zurück. “Aus Hessen hat uns – anders als seitens zehn anderer Bundesländer – kein entsprechender Hilferuf erreicht”, sagte ein Sprecher auf Anfrage. “Wenn die Impfstellen rechtzeitig bestellt haben, sollte genug Impfstoff zur Verfügung stehen. Zumindest Moderna war nicht kontingentiert.” Man sei Beschwerden nachgegangen und habe in den meisten Fällen zu späte oder nicht korrekte Bestellungen festgestellt. Es sei viel mehr Impfstoff in der Versorgung als derzeit verimpft werde, betonte der Sprecher. Anfang dieser Woche würden elf Millionen Dosen an mRNA-Impfstoff durch den Bund an Arztpraxen und Impfzentren sowie -teams ausgeliefert, davon gut drei Millionen Dosen von BioNtech. In der vergangenen Woche habe der Bund sieben Millionen Impfdosen geliefert, verimpft worden seien 4,2 Millionen. Wenn Länder kurzfristig Zusatzbedarf angemeldet hätten, habe man “alle Hebel in Bewegung gesetzt”, um diesen Bedarf mit Vakzinen von Moderna und Johnson & Johnson zu decken.

VW-Chef Diess sieht Annäherung im Streit mit dem Betriebsrat

– von Jan Schwartz

Hamburg (Reuters) – In seinem Machtkampf mit dem Betriebsrat sieht Volkswagen-Chef Herbert Diess Annäherungen im Streit um die Auslastung der Werke und die Investitionen der kommenden Jahre.

Bei der Vorbereitung der für den 9. Dezember angesetzten Planungsrunde des Aufsichtsrats sei man “sehr, sehr gut vorangekommen”, sagte Diess bei einer aktuellen Managerveranstaltung, zu der der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag Zitate vorlagen. Fortschritte sieht Diess demnach auch bei einem zentralen Streitpunkt mit der Arbeitnehmervertretung: dem Bau eines E-Autos auf Basis der MEB-Plattform im Stammwerk Wolfsburg schon vor dem für 2026 angepeilten Start des Projekts “Trinity”. Noch keine Entscheidung gibt es Insidern zufolge über die Zukunft von Diess als VW-Konzernchef. Ob er seinen Posten behalte, werde sich noch in dieser Woche entscheiden, sagten zwei Personen mit Kenntnis der Abläufe. Weder der Konzern noch der Betriebsrat wollten sich dazu äußern.

Mit Blick auf das vom Betriebsrat für Wolfsburg geforderte E-Auto sagte Diess den Auszügen seines Redemanuskripts zufolge: “Es könnte durchaus sinnvoll sein, dieses Modell zu produzieren.” Dazu gebe es aktuell Verhandlungen zwischen dem Betriebsrat und Markenchef Ralf Brandstätter. Diskutiert wird Insidern zufolge über eine Montage des kompakten ID.3, wenn die Fabrik in Zwickau die Kapazitätsgrenzen erreicht. Eine solche Lösung würde es Volkswagen ermöglichen, mehr E-Autos auf Basis der aktuellen Elektro-Plattform zu bauen. Der Betriebsrat will erreichen, dass das niedrig ausgelastete Stammwerk in Wolfsburg bei der Umstellung auf die Elektromobilität nicht abgehängt wird.

Diess zeigte sich auch zuversichtlich, dass die Pläne für ein neues Werk am Stammsitz in Wolfsburg realisiert werden. “Es wird wahrscheinlich eine elektrische Fabrik außerhalb der aktuellen Werksgrenzen, hochautomatisiert, sehr konkurrenzfähig zu Grünheide”, sagte der Konzernchef mit Blick auf das geplante Werk des Konkurrenten Tesla in Brandenburg. Mit der Fabrik, für die Volkswagen im Umland von Wolfsburg einen Standort sucht, will sich der Konzern ähnliche Voraussetzungen schaffen, wie sie der US-Rivale Tesla auf der grünen Wiese vor den Toren von Berlin hat. Ziel ist, Autos wie Tesla in etwa zehn Stunden zu bauen.

Diess zählte in seiner Rede weitere Bereiche auf, in denen man vorangekommen sei, darunter die Software-Tochter Cariad, für die weitere Investitionen freigegeben worden seien. Über den Umbau des VW-Transporterwerks in Hannover sei man sich ebenfalls einig. Dort soll zusätzlich zum elektrischen Bulli-Nachfolger ID.Buzz unter dem Projektnamen Artemis künftig ein großer Elektro-SUV von Audi vom Band laufen. “Wir haben auch mit dem Betriebsrat dort ein Paket ausgehandelt, das den Standort transformieren und deutlich wettbewerbsfähiger machen wird.”

Die Versorgung mit Halbleitern entspanne sich unterdessen: “Wir haben das Schlimmste hinter uns. Wir sehen eine leichte Steigerung des Produktionsvolumens.” Auch die Aussichten für das kommende Jahr hellten sich etwas auf. “Alles in allem sieht man also, dass meine Stimmung sehr gut ist, denn wir haben in den letzten Wochen viele Fortschritte gemacht”, fügte Diess hinzu.