Shiba Inu Investor macht den Handel seines Lebens

Kryptowährungsinvestoren haben eines im Kopf: Wie hoch kann der Shiba Inu-Preis steigen? Es ist eine Frage von Krypto-YouTuber Matt Wallace, einem Dogecoin-Bullen, der auch SHIB aus Respekt vor der Energie gekauft hat, die er in die Meme-Coin-Community gebracht hat.

— Matt Wallace (@MattWallace888) 29. Oktober 2021

Während SHIB-Fans nach den Sternen greifen, ist für einen Shiba Inu-Trader der Himmel bereits das Limit.

Der Besitzer eines Shiba-Inu-Wallets hat den Wert seines Besitzes auf 5,7 Milliarden Dollar ansteigen sehen und geht damit als einer der größten Einzelhändler aller Zeiten in die Geschichte ein – und das alles nur dank dieses Meme-Coins! Shiba Inu handelt weiterhin für Bruchteile eines Pennys.

Alles begann mit dem Kauf von etwa 70 Billionen SHIB-Token Mitte 2020, als der Coin zum ersten Mal auf den Markt kam. Damals wurde Shiba Inu für 0,000000000189 $ gehandelt. Dieser Shiba-Bulle begann am ersten Tag mit dem Kauf und hält jetzt über 13% der gesamten im Umlauf befindlichen SHIB-Münzen, die sich auf 550 Billionen Dollar nähern. Laut Business insider liegt die Rendite des Investors bei rund 7 Millionen Prozent.

Der Trader hat sein Wallet seit fast 200 Tage nicht berührt, und seine Möglichkeit auf das Geld zuzugreifen ist ungewiss.

 

SHIB Wettlauf

 Shiba Inu-Investoren sind darauf fixiert, wie sich der Shiba Inu-Preis entwickeln wird.

Viele Anleger streben das Ein-Cent-Niveau an. Die Shib-Armee, so der Name der Shiba-Inu-Gemeinde, drängt sich gegenseitig, auf lange Sicht durchzuhalten.

Shiba Inu überraschte letzte Woche selbst die größten Krypto-Bullen, als er Dogecoin auf CoinMarketCap von Platz 9 verdrängte. SHIB-Investoren haben ehrfürchtig zugesehen, wie ihre Lieblingskryptowährung in den letzten sieben Tagen von 0,00002749 $ auf 0,00007515 $ gestiegen ist, was etwa 170% gegenüber dem neuesten Preis entspricht. Die Marktkapitalisierung von Shiba Inu liegt derzeit bei über 41 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung des Social-Media-Riesen Twitter beträgt etwas über 42 Milliarden US-Dollar.

Shiba Inu Chart

Shiba Inu-Zug

Nicht nur private Investoren wollen auf den Shiba Inu-Zug aufspringen, bevor es zu spät ist. Auch AMC Entertainment hat es auf dieses kryptowährungsfreundliche Unternehmen abgesehen! CEO Adam Aron fragte seine Follower, ob sie denken, dass er Online-Zahlungen in Shibas akzeptieren sollte, und viele Leute sagten: “AMC sollte Krypto akzeptieren.” Das kryptofreundliche AMC hat sich bisher bereit erklärt, Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Dogecoin zu akzeptieren.

Mehr als drei Viertel der Befragten sprechen sich für die Akzeptanz von Shiba Inu als Zahlungsmittel aus. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Unternehmen die Kontrolle verlieren, vor allem, wenn es den Bullen gelingt, ihre derzeitige Position auf SHIB zu halten.

Alphabet-Aktie: Ausbruch auf neue Höhen!

Alphabet-Aktie – Folgende Kursziele kommen in den Fokus!

Im Detail sind für die Alphabet-Aktie nun die Marken von 3110 sowie etwa 3220 USD als relevant anzusehen. Dort treffen sich zweierlei Fibonacci-Extension-Vermessungen. Um das bullische Bild aufrechtzuerhalten, muss es zwangsläufig gelingen die Kurse stabil über der Marke von etwa 2870 USD zu halten. Mit Rücklauf unter diesen Bereich und vielleicht sogar noch in Richtung GD100 von 2709 USD, würde die kurzfristige Lage eintrüben.

Fazit – derzeit liegt der Vorteil eindeutig aufseiten der Bullen. Mit Aufbruch auf ein neues Allzeithoch ist der Trendmarkt bestätigt und die Kurse sollten sich weiterhin positiv entwickeln können. Schlüsselmarke auf der Unterseite stellt das am 25. Oktober generierte Kurstief von 2708 USD dar. Dort sollte es wirklich nicht mehr drunter gehen.

Der Chart (D1) in USD

Alphabet-Aktie Prognose
Alphabet-Aktie – fxempire.de chart

Der Blick auf die Trendanalyse (D1) für die Alphabet-Aktie

Macd Indikator: Es wird bei dem oft verwendeten Oszillator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 9 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei der Alphabet-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

HighLow Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Höhere Hochs und steigende Tiefpunkte zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 HighLows sind 6 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Die Auswertung der Trendanalyse

29.10.2021: Sehen wir uns jetzt die Gesamtauswertung an. Es sind 30 Bewertungskriterien, davon sind 25 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 83,33 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die Alphabet-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart mit Indikatoren (D1) in USD

Alphabet-Aktie Prognose
Alphabet-Aktie | Quelle: TradingView

 

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Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

GBP/JPY Prognose: Nach der Korrektur gehts weiter?

GBP/JPY – Das Maihoch wirkt als gute Unterstützung!

Derzeit tänzelt der Kurs vom GBP/JPY auf dem Unterstützungsbereich, bestehend aus dem Maihoch dieses Jahres, bei rund 155 JPY umher. Aus aktueller Sicht handelt es sich bei dem Rückgang der letzten Handelstage lediglich um eine Erholung innerhalb der übergeordneten Aufwärtsbewegung. Von daher sollte sich nach Abschluss der Korrektur eine weitere Bewegung zur Oberseite zeigen.

Als Kursziele können die Marken um 159,10 sowie 160,50 JPY angesehen werden. Aber auch der Kursbereich von 162,20 bis 163,5 JPY ist als mögliches Ziel interessant. Wichtig ist es nun, dass es den Bullen vom GBP/JPY gelingt die Kurse weiterhin stabil zu halten. Mit Unterschreiten der Unterstützung von 155,00 JPY würde die charttechnischen Lage, zumindest aus kurzfristiger Sicht, eintrüben. Korrektur-technisch ist allerdings Platz bis in den Bereich von etwa 153,50 JPY.

Fazit – aufgrund der impulsiven Aufwärtsbewegung der letzten Wochen, liegt der Vorteil aufseiten der Bullen und diese sollten sich auch weiterhin durchsetzen können. Als Schlüsselmarke dient auf der Unterseite der Kursbereich von etwa 153,00 JPY.

Der Chart GBP/JPY (D1) in JPY

GBP/JPY Prognose
GBP/JPY – fxempire.de chart

Der Blick auf die Trendanalyse (D1) für den GBP/JPY

Macd Indikator: Es wird bei dem oft verwendeten Oszillator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 8 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei dem GBP/JPY die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 9 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

HighLow Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Höhere Hochs und steigende Tiefpunkte zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 HighLows sind 7 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Die Auswertung der Trendanalyse

29.10.2021: Sehen wir uns jetzt die Gesamtauswertung an. Es sind 30 Bewertungskriterien, davon sind 24 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 80 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in den GBP/JPY zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart mit Indikatoren (D1) in JPY

GBP/JPY Prognose
GBP/JPY | Quelle: TradingView

 

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Silbers Lunte brennt gleich

Mit anderen Worten, sie hat der FED im Allgemeinen geglaubt, dass die Inflation nur vorübergehend ist. Die schlechten Nachrichten werden selten kurz vor Weihnachten veröffentlicht. Es würde jedoch nicht überraschen, wenn das Tapering Anfang 2022 beginnen würde. Und vielleicht nicht nur beginnen, sondern im Laufe des Jahres wie erwartet aggressiver werden.

Damit wird sich das Narrativ von “wir machen uns keine Sorgen, das ist nur vorübergehend” zu “wir müssen uns um die Inflation kümmern” ändern. Dies könnte daher leicht der Zündfunke für die Silberrakete sein. In den jüngsten Bewegungen des Silberpreises sehen wir erste Anzeichen eines solchen Preisanstiegs. Silbers Lunte brennt gleich.

Silber Tageschart, risikoarme Einstiegspunkte

Silber in US-Dollar, Tageschart vom 30. Oktober 2021

Es ist nicht nur so, dass das allgemeine Narrativ über die vorübergehende Inflation anfängt, Löcher zu bekommen. Uns gefällt das Spiel mit dem Silber, zum Beispiel weil Gold im Kampf mit Bitcoin etwas im Rampenlicht steht. Dies ermöglicht es Silber zu glänzen, während es normalerweise im Schatten steht. Ferner gibt es klare Anzeichen dafür, dass Rohstoffe mit industrieller Nutzung einen langfristigen Bullenmarkt erleben könnten.

Bei diesem Trade kommt alles zusammen. Es handelt sich um einen Multi-Stream, bei dem sich sowohl die fundamentalen als auch die technischen Aspekte positiv überlagern. Im Moment haben wir vier risikoarme Einstiegspunkte auf dem Tageschart von Silber identifiziert. Sie sind mit hellgrünen horizontalen Linien markiert. Wir würden 50 % der Position in der Nähe der 26 USD-Marke auflösen, um das Risiko zu mindern. (siehe unsere Quad-Ausstiegsstrategie)

Silber Wochenchart, gutes Risiko-Ertrags-Verhältnis

Silber in US-Dollar, Wochenchart vom 30. Oktober 2021

Auch auf dem Wochenchart bietet sich eine risikoarme Gelegenheit. Wir haben oben ein Trade-Szenario illustriert, das von einem Einstiegspunkt im unteren Drittel der gelb markierten seitwärts Kanals ausgeht. Es würde ein Chance/Risiko -Verhältnis zwischen 1:1 und 2:1 in Richtung Finanzierungspunkt bieten; ein angenommener Ausstieg der Hälfte der Position am oberen Ende bei 28 USD des gelben seitwärts Kanals (siehe unsere Quad-Ausstiegsstrategie).

Mit zwei weiteren Ausstiegen von jeweils 25 % des gesamten Handelskapitals bei den Zielen 34,83 USD und 48,72 USD halten wir dieses wöchentliche Szenario für sehr angemessen im Rahmen unserer „Politik des geringen Risikos“.

Silber Monatschart, günstige Wahrscheinlichkeiten

Silber in US-Dollar, Monatschart vom 30. Oktober 2021

Mit seinem größten Gewicht sorgt der Monatschart für den nötigen Überblick. Er zeigt, wie wahrscheinlich eine Erfolgsquote für ein langfristiges Spielergebnis ist. Wir finden drei dominante Aspekte, die unser Ziel eines langfristig bullischen Spiels unterstützen.

Trend: Der lineare Regression-Kanal ist in diagonalen Linien (rot, blau, grün) eingezeichnet. Er zeigt einen eindeutig zinsbullischen Trend mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Fortsetzung.

Unterstützung: Die Ichimoku-Wolkenanalyse liefert solide Belege für die Unterstützung des kürzlich etablierten Aufwärtstrends bei Silber.

Wahrscheinlichkeiten: Die Preishöchststände von 1980 bis 2011 bildeten eine Doppel-Top-Preisformation. Sie verhinderte, dass die Preise über die mit einem weißen Kästchen markierte Preiszone hinausstiegen. Der dritte Versuch des Preises, diese Preiszone zu erreichen, hat jedoch eine viel höhere statistische Wahrscheinlichkeit, diese Verteilungszone zu durchdringen und den Preis höher steigen zu lassen.

Silbers Lunte brennt gleich

Wir befinden uns in schwierigen Zeiten. Sicherlich nicht nur im Marktgeschehen. Eine der wesentlichen Säulen, um die Nase vorn zu haben, ist es, sich dem Wind zu beugen und flexibel zu bleiben. Sollte die FED tatsächlich die Zinssätze in einem Ausmaß anheben, das sich nicht in den erwarteten Marktpreisen der Spekulanten widerspiegelt und überraschend kommt, könnten wir im nächsten Jahr einen Rückgang der Aktienmärkte um einen erheblichen Prozentsatz erleben. Folglich würde dies auch die Silberpreise vorübergehend nach unten ziehen.

In unserem kostenlosen Telegramm-Kanal teilen wir Methoden zum Aufbau von risikoarmen Positionen innerhalb des Marktes, die das Risiko durch teilweise Gewinnmitnahmen reduzieren. Unsere Quad-Ausstiegsstrategie ermöglicht es uns, physische Käufe abzusichern, indem wir um diese Positionen herum in kleineren Zeiträumen auf dem Silberpapiermarkt handeln. Unser Ansatz bietet eine Möglichkeit, durch ein heikles Umfeld zu manövrieren, um sich gegen Inflation abzusichern und Vermögen zu erhalten.

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Silber – Übergeordnet weiterhin seitwärts

Erst bei 21,39 US-Dollar wurde am 29.September ein markanter Tiefpunkt gefunden, von dem aus sich seitdem eine Erholung ihren Weg bahnt. Mit einem Anstieg um fast 16% innerhalb von nur drei Wochen hat diese Erholung immerhin bereits etwas mehr als ein Drittel der Verluste seit Mai wieder aufgeholt. Gleichzeitig droht den Bullen auf dem aktuellen Niveau unterhalb der 200-Tagelinie schon wieder die Luft auszugehen.

 

Im mittelfristigen Bild scheint der Edelmetall-Sektor zudem weiterhin in einer Korrektur gefangen zu sein. Solange der Goldpreis nicht wenigstens die Abwärtstrendlinie der letzten 14 Monate im Bereich um 1.840 US-Dollar überwinden kann, ist der Abwärtstrend technisch ungefährdet intakt. Silber läuft zwar übergeordnet mehr seitwärts als abwärts, aber ohne einen starken Goldpreis wird Silber keinen Ausbruch über den Widerstand bei 30 US-Dollar zustande bringen.

 

Letztlich muss man einfach ehrlich anerkennen, dass die Gold- und Silberpreise in den letzten Monaten seitwärts mit leichtem Drall nach unten handeln und wenig zustande gebracht haben. Dieser eher zähe, labile und vor allem unentschlossene Charakter, mit dem sich vor allem Gold zuletzt seit Anfang Oktober nach oben geschoben hat, ist nicht gerade überzeugend. Ein junger oder frisch gestärkter Bulle sieht doch anders aus und würde dieses ständige Hin- und Her nicht akzeptieren.

 

Insgesamt muss man diese schwierige und konfuse Marktphase daher einfach akzeptieren und am besten geduldig aussitzen. Für den Ausbau der physischen Edelmetall-Bestände eignet sich diese Korrektur- bzw. Seitwärtsphase sehr gut. Gefährlich wird es hingegen, wenn überzeugte Gold- und Silberbugs blind die eigentlich sehr bullische fundamentale Ausgangslage dem Preisgeschehen aufzwingen wollen.

 

Dabei wird dann im aussagelosen Rauschen der Gold- und Silbermärkte viel Geld mit gehebelten Spekulationen verloren. Schlauer ist es hingegen, in die günstigen Kurse weiterhin physisches Silber zu akkumulieren. Das Chance/Risiko-Verhältnis ist beim Silber auf Sicht von vielleicht drei bis zehn Jahren exzellent. Die Wahrscheinlichkeit, dass Silber innerhalb dieses Zeitraums auf dreistellige Kurse schießt, ist hoch. Allerdings kann man diese Wette nur mit physischen Beständen bis zum Ende entspannt aussitzen und dann auch gewinnen!

Tageschart Silber in US-Dollar – Kurzfristiges Verkaufssignal

Ausgehend vom Tief bei 21,42 US-Dollar am 29.September konnte der Silberpreis um gut 16% bis auf 24,82 US-Dollar zulegen. Seit fünf Handelstagen kommen die Bullen hier allerdings nicht mehr weiter, so dass die Silbernotierungen vorübergehend bereits gut einen US-Dollar nach unten rutschten. Dadurch hat der Stochastik-Oszillator ein Verkaufssignal aktiviert und dreht nun aus der überkauften Zone nach unten.

 

Auch wenn sich der Silberpreis aktuell noch über der runden Marke von 24 US-Dollar halten kann, ist ganz kurzfristig also erstmal Vorsicht angesagt. So könnte Silber im Zuge eines kleinen Rücksetzers leicht bis 23,50 US-Dollar oder auch bis zur ehemaligen Abwärtstrendlinie (in grau) um 22,75 US-Dollar zurückfallen, bevor eine weitere Erholungswelle starten könnte. Diese sollte dann endlich auch die 200- Tagelinie (25,48 US-Dollar) erreichen können. Sehr viel mehr Phantasie liefert der Silberpreis aktuell nicht.

 

Insgesamt ist der Tageschart für den Silberpreis überkauft und hat kurzfristig ein frisches Verkaufssignal aktiviert. Gleichzeitig kontrollieren übergeordnet weiterhin die Bären den Goldmarkt, womit auch der im Vergleich zum Gold etwas stärkere Silberpreis in einer Konsolidierung bzw. Korrektur gefangen bleiben dürfte. Mit etwas Glück gelingt dem Silber im Bereich zwischen 22,75 und 23,25 US-Dollar in den kommenden Wochen ein Boden. Von dort aus könnten die Silberbullen dann zum Angriff auf die 200-Tagelinie durchstarten. Alternativ sammeln die Silberbullen schon in den nächsten Tagen ihre Kräfte und setzen direkt zum Sprung auf die 200-Tagelinie an.

 

Übergeordnet muss Silber den Ausbruch über die Marke von 30 US-Dollar nachhaltig vollziehen. So wie sich das Bild derzeit präsentiert, werden sich die Silber Bullen weiter gedulden müssen. Die Chancen stehen aber gut, dass dieser Befreiungsschlag im nächsten Jahr gelingt.

 

Silber in Euro: Neues Kauflimit bei 20,00 Euro

In der 2.Septemberhälfte fiel der Silberpreis an insgesamt vier Handelstagen unter das genannte Kauflimit von 19,00 Euro. Aktuell stehen die Kurse mit 20,71 Euro über 9% höher. Auf Euro Basis hat der Silberpreis aufgrund dieser Erholung seine 200-Tagelinie (21,35 Euro) vor wenigen Tagen fast erreicht. Eventuell führt der angelaufene Rücksetzer in den kommenden Tagen oder Wochen zu einem Test der runden Marke von 20,00 Euro. Hier würde sich nochmals eine gute Nachkauf-Gelegenheit ergeben. Es empfiehlt sich daher eine leichte Erhöhung des Kauflimits auf 20,00 Euro.

 

Autor: Florian Grummes

Technischer Analyst

www.goldnewsletter.de

www.cashkurs-gold.de

Quelle: GOLD.DE

 

TRON (TRX/USD) Prognose: Schaffen die Bullen den Aufbruch gen Norden?

TRON – Interessantes Kaufsignal ist kurz vor dem Entstehen!

In diesem Zusammenhang würde dann auch das bisherige Oktoberhoch aus dem Markt genommen werden – und ein Kaufsignal entsteht für den TRON Coin. In diesem Fall dürfte es recht schnell bis zum Septemberhoch von 0,123 USD aufwärtsgehen. Im weiteren Verlauf kommen dann die Kursziele von etwa 0,170 sowie 0,178 USD sehr stark in den Fokus.

Bei den letzten beiden Marken handelt es sich um ein Doppellhoch, welches im April und Mai dieses Jahres zu sehen ist. Alte prägnante Hochpunkte ziehen die Kurse oftmals magisch an, bieten dann allerdings hin und wieder auch kräftig Widerstand.

Aus Sicht der Trendindikation befindet sich die Kryptowährungen (TRON) in einer neutralen Position. Positiv ist allerdings zu werten, dass der Kurs oberhalb wichtiger Trendindikatoren notiert, sodass der Vorteil doch eher aufseiten der Bullen zu finden ist.

Fazit – aktuell befindet sich der Coin in einer mehrmonatigen Seitwärtsphase. Mit Aufbruch der abwärts gerichteten Trendlinie entsteht sofort Aufwärtspotenzial. Falls es den Bären gelingt die Kurse unter die relevante Unterstützung von etwa 0,082 USD zu drücken, so würde die charttechnische Lage ins bärische drehen.

Der Chart TRON (D1) in USD

TRON Prognose
TRON – fxempire.de chart

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für TRON

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei TRON die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind 8 steigend. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen. -the trend is your friend-

Macd Indikator: Bei dem beliebten Oszillator wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind nur 4 positiv. Insofern ist das als bärisch zu bezeichnen.

HighLow Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Denn höhere Hochs und steigende Tiefpunkte kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows sind nur 3 steigend. Bullisch ist definitiv etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

30.10.2021: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 15 als positiv zu bezeichnen. Das sind 50 %. Demnach wird der Status hier auf “neutral” gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, TRON zu halten und etwas genauer zu beobachten.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart mit Indikatoren (D1) in USD

TRON Prognose
TRON | Quelle: TradingView

 

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Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Nasdaq 100 Prognose: Neues ATH eröffnet Aufwärtspotenzial!

Nasdaq 100 – Bullenmarkt in vollem Gange

Zum Anfang Oktober kam es zum Test der mittelfristigen Trendindikation, dem GD100. Die Kurse vom Nasdaq 100 vielen etwas darunter, stabilisierten sich dann und federten zur Oberseite ab. In diesem Rahmen wurde der mittelfristig relevante GD bestätigt und auch der kurzfristige Trend zurückerobert. Alles in allem besteht ein intakter Bullenmarkt. Das zeigt auch die später noch folgende Trendanalyse deutlich auf.

Aus dieser Sicht heraus ergeben sich nun Kursziele auf der Oberseite. Beispielsweise ist die Marke von 16160 USD als relevant anzusehen. Weiterhin kommen die Marken von 16450 und die glatte 17000er-Marke in den Fokus. Es sollte den Bullen vom Nasdaq 100 jetzt gelingen weiterhin stabile Kurse zu bewerkstelligen. Mit Unterschreiten der relevanten Trendindikatoren, und hier ist der kurzfristige GD38 sowie der mittelfristige GD100 gemeint, würde die Lage vorerst eintrüben. Als letzter großer Support dient dann der GD200, welcher aktuell bei etwa 14210 USD unterstützend zur Oberseite läuft.

Fazit – mit Erreichen neuer Höchststände liegt der Vorteil aufseiten der Bullen und entsprechende weitere Kurssteigerungen sollten sich zeigen!

Der Chart Nasdaq 100 (D1) in USD

Nasdaq 100 Prognose
Nasdaq 100 – fxempire.de chart

Was sagt die Trendanalyse (D1) für den Nasdaq 100?

HighLow Indikator: Hierbei wird untersucht, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Ein Aufwärtstrend wird durch höhere Hochs und steigende Tiefpunkte gekennzeichnet. Von insgesamt 10 HighLows sind 8 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei dem Nasdaq 100 die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Macd Indikator: Als Letztes muss bei dem wichtigen Oszillator geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 10 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Die Auswertung der Trendanalyse

29.10.2021: Wie fällt der Blick auf die Gesamtauswertung aus? Von 30 gemessenen Kriterien sind 28 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 93,33 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in den Nasdaq 100 zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart mit Indikatoren (D1) in USD

Nasdaq 100 Prognose
Nasdaq 100 | Quelle: TradingView

 

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Inflation im Euro-Raum klettert auf Dreizehnjahreshoch

Frankfurt (Reuters) – Die Inflation im Euro-Raum steigt immer weiter und klettert im Oktober so stark wie seit über 13 Jahren nicht mehr.

Angetrieben von einem kräftigen Kostenanstieg bei Energie erhöhten sich die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 4,1 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Lediglich im Juli 2008 wurde schon einmal seit 1997, dem Start des europäischen Verbraucherpreisindex HVPI, ein so hohes Niveau gemessen. Die Rate ist mehr als doppelt so hoch wie die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Teuerung von 2,0 Prozent anstrebt. Auch im September hatte der Messwert mit 3,4 Prozent das EZB-Ziel klar übertroffen.

“Das Bild einer temporär höheren Inflationsrate bleibt bestehen, temporär dauert jetzt aber länger”, kommentierte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger, die Zahlen. Zugleich merkte er an: “Für Inflationspanik besteht weiterhin kein Anlass.” Die EZB werde die Wirtschaft trotz der hohen Inflationsrate weiter mit aller Kraft unterstützen. Die Experten der Helaba sehen die Notenbank unter Druck: “Die Geldpolitik befindet sich in einer Zwickmühle, da eine schnelle Beruhigung an der Inflationsfront nicht abzusehen ist.” Die Helaba erwartet nun für 2021 eine Teuerung im Euro-Raum von 2,5 Prozent und für 2022 von 2,4 Prozent.

In Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone, ist die Inflation mit 4,5 Prozent im Oktober sogar auf den höchsten Stand seit 28 Jahren geklettert. Grund sind statistische Sondereffekte rund um die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung im Corona-Jahr 2020. Größter Preistreiber war auch hierzulande Energie. Laut dem jüngsten ZDF-Politbarometer sind inzwischen für 22 Prozent der Deutschen die steigenden Energiepreise ein sehr großes Problem, für 42 Prozent sind sie ein großes Problem. Gar kein Problem für sich sehen lediglich acht Prozent. Zudem finden 77 Prozent den Vorschlag gut, Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen einen staatlichen Zuschuss wegen der hohen Energiepreise zu zahlen.

INFLATION IST HEISSES THEMA IM EZB-RAT

Im EZB-Rat sorgt die hohe Inflation für viel Diskussionsstoff. Insidern zufolge wurden Zweifel laut, ob die Teuerung tatsächlich wie bislang von den EZB-Volkswirten prognostiziert 2022 unter die angestrebte Marke von 2,0 Prozent fallen werde. EZB-Chefin Christine Lagarde räumte nach der Zinssitzung am Donnerstag zwar ein, dass die Währungshüter von der Dauer des Inflationsschubs überrascht wurden. Sie sagte aber auch: “Wir erwarten, dass die Inflation auf kurze Sicht weiter ansteigt aber dann im Verlauf des nächsten Jahres sinken wird.”

Energie verteuerte sich in der Euro-Zone im Oktober um 23,5 Prozent zum Vorjahr. Im September hatte der Preisanstieg bei 17,6 Prozent gelegen. Klammert man Energie und unverarbeitete Lebensmittel aus, lag die Inflationsrate im Währungsgebiet im Oktober nur bei 2,1 Prozent. Die Preise für Industriegüter ohne Energie verteuerten sich um 2,0 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich um 2,1 Prozent. Die Preise für unverarbeitete Lebensmittel zogen um 1,4 Prozent an.

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Ethereum erreicht Rekordhoch

Bitcoin macht mit

Der Bitcoin-Preis kämpfte am Donnerstag damit, über der 60.000-Dollar-Marke zu bleiben, da die Händler auf einen ETF warteten, der ihnen einen einfachen Zugang ermöglichen würde. Bitcoin schaffte am Freitag dann den Sprung zurück über die 60.000-Dollar-Marke. Der Handelsstart des ETF in Amerika in der vergangenen Woche hat die Bitcoin-Preise noch weiter in die Höhe getrieben, da der Proshares Bitcoin Strategy ETF an diesem Dienstag seinen ersten Handelstag bei knapp 61.000 Dollar pro Coin hatte!

Ethereum erreichte heute ebenfalls ein Rekordhoch bei 4404,55 $ – ein Anstieg von 3,5 Prozent allein in den letzten 24 Stunden! Das bedeutet, dass der Preis von Bitcoinist in diesem Jahr um 100 Prozent gestiegen, während sich Ethereum seit Anfang des Jahres versechsfacht hat. Und es gibt keine Anzeichen für eine baldige Verlangsamung.

Ethereum Wert versechsfacht

Die jüngsten Kursgewinne von Bitcoin sind auch den Ethereum-Anlegern nicht verborgen geblieben. Die zweitwichtigste Cyberwährung ist am Freitag vorübergehend auf ein Rekordhoch gestiegen und hat sich seit dem 1. Januar, als sie weniger als 100 US-Dollar wert war, fast versechsfacht – das bedeutet einen beeindruckenden Zuwachs!

Mit dem Anstieg des Preises über sieben Tage beginnt sich Ethereum zu erholen. Diese digitale Währung ist um 4% gestiegen. Das durchschnittliche Handelsvolumen in den letzten 24 Stunden betrug 26 Millionen Dollar oder 14% aller Transaktionen von Kryptowährungen, die in diesem Zeitraum stattfanden.

Viele glauben, dass sich dieser Aufwärtstrend aufgrund der Ähnlichkeit beider Währungen noch weiter fortsetzen wird.

Auch das Interesse der Investoren steigt – der kometenhafte Aufstieg von Bitcoin in den letzten 12 Monaten hat einen Kapitalzufluss in alternative Kryptowährungen ausgelöst. Ethereum war immer einer der größten Altcoins nach Marktkapitalisierung, aber in der Vergangenheit lag es hinter anderen Kryptowährungen zurückaus einer Vielzahl von Gründen. Einige Anleger sehen Ethereum jedoch als den stärksten Rivalen von Bitcoin an und rechnen damit, dass es in naher Zukunft zu einer Altcoin-Rallye kommen wird, die den Marktanteil von Ethereum weiter erhöhen könnte.

Wirtschaftsmotor läuft langsamer – Materialknappheit “Sand im Getriebe”

– von Reinhard Becker

Berlin (Reuters) – Lieferengpässe bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Corona-Krise weit stärker als gedacht.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Juli bis September nur um 1,8 Prozent zum Vorquartal zu. Die vom Statistischen Bundesamt am Freitag veröffentlichte Schnellschätzung blieb damit weit unter den Erwartungen der von Reuters befragten Ökonomen zurück. Sie hatten 2,2 Prozent auf dem Zettel, nach einem Plus von 1,9 Prozent im Frühjahr. Die Industrienation Deutschland bekommt die pandemiebedingten Materialengpässe und Lieferkettenprobleme stärker zu spüren als der Euroraum insgesamt, der sein Wachstum im Sommer sogar leicht auf 2,2 Prozent erhöhte.

Die Eurozone habe vom starken Comeback der Dienstleistungsbranchen profitiert, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Doch bald drohe Gegenwind, warnt Chefökonom Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe: “Die Materialmisere wird die Konjunktur im Euroraum im Winterhalbjahr stärker bremsen.”

In Frankreich und Italien legte die Wirtschaft im Sommer um 3,0 beziehungsweise 2,6 Prozent zu und damit ebenfalls weit stärker als hierzulande. Während die französische Wirtschaft ihr Vorkrisenniveau faktisch wieder erreicht habe, werde es Italien aller Wahrscheinlichkeit erst Anfang 2022 gelingen: “Genau wie Deutschland”, prognostiziert DWS-Ökonom Martin Moryson.

Insbesondere die Verbraucher stützten laut den Wiesbadener Statistikern mit ihren Ausgaben die deutsche Konjunktur im Sommerquartal. Doch die Lieferengpässe lasten auf dem Wachstum. Im Zuge der Wiedereröffnung der Wirtschaft nach der Corona-Krise sind Halbleiter zur Mangelware geworden, was insbesondere der Autobranche zusetzt. Volkswagen senkte deshalb seine Absatz- und Umsatzerwartungen für das laufende Jahr. In der Industrie und am Bau stockt vielerorts auch der Nachschub bei Holz und Stahl.

Das Münchner Ifo-Institut schätzt die bislang durch die Engpässe ausgelösten Wertschöpfungsverluste in der hiesigen Industrie auf knapp 40 Milliarden Euro. “Das ist gut ein Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Deutschlands in einem Jahr”, erläuterte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Dieser “Sand im Getriebe der deutschen Wirtschaft” hemme auch die Konjunktur. Für das vierte Quartal rechnen die Münchner Forscher nur noch mit einem mageren Wachstum von 0,5 Prozent.

HOFFNUNGSJAHR 2022

Auch andere Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen bereits gesenkt und rechnen damit, dass sich der Aufschwung stärker ins nächste Jahr verlagert. Auch der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier kappte jüngst die Schätzung für 2021 deutlich auf 2,6 Prozent. Dafür rechnet die Regierung für nächstes Jahr nun mit einem kräftigeren Wachstum von 4,1 Prozent.

Die extrem hohen Auftragspolster dürften dann für kräftigen Auftrieb sorgen, sobald die Produktion wieder ungehinderter laufen könne, meint Stefan Kooths – Konjunkturchef des IfW Kiel. Zugleich habe sich bei den privaten Haushalten während der Pandemiezeit Kaufkraft von rund 200 Milliarden Euro aufgestaut. “Für die Wirtschaftspolitik ist damit die Botschaft klar: Es bedarf keiner konjunkturstimulierenden Maßnahmen. Diese würden nur die ohnehin starke Preisentwicklung weiter anheizen”, so der Experte.

Die Preise waren hierzulande im Oktober um durchschnittlich 4,5 Prozent gestiegen, der höchste Stand seit 28 Jahren. Im Euroraum kletterte die Inflationsrate auf 4,1 Prozent. Im September waren es noch 3,4 Prozent: “Ein gewaltiger Anstieg”, meint Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank und fügt an: “Die Teuerungsentwicklung dürfte der Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, doch Sorgen bereiten, obwohl sie sich am Donnerstag an der EZB-Medienkonferenz recht gelassen gezeigt hatte.” Die Inflationsraten würden noch höhere Gefilde erklimmen: “Die EZB wird im Dezember mit neuen geldpolitischen Beschlüssen von sich hören lassen. Das Notfall-Pandemieankaufprogramm dürfte im März eingestellt werden”, sagte Gitzel.

Mit den Anleihekäufen im großen Stil versucht die Europäische Zentralbank, die pandemiegeschädigt Wirtschaft im Euroraum zu stützen und für ein günstiges Finanzierungsumfeld zu sorgen. Für Inflationspanik besteht laut Bank-Ökonom Krüger einstweilen kein Anlass: “Die EZB dürfte die Wirtschaft trotz der hohen Inflationsrate weiter mit aller Kraft unterstützen.”

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