GBPUSD mit Pause im Rallymodus

Luftholen nach der Rally oder neuer Abwärtsschub

Als die Kurse der als Cable bekannten FX-Paarung GBPUSD im Mai am Jahreshoch bei 1,42490 USD plötzlich zur Schwäche neigte, war noch nicht zu ahnen, dass sich daraus eine gut 7 Wochen andauernde Abwärtsphase entwickeln wird. Erst als die Kurse des GBPUSD bei 1,35720 USD das Jahrestief notierten, kamen die Käufer zurück. Ohne Ansage aber mit ordentlich Dynamik. In nur 7 Handelstagen schaffte es die Rally die Kursverluste der vorangegangenen 4 Handelswochen wett zu machen. Der enge Trendkanal der bullischen Momentumphase fand erst bei Kursen nahe am Verkaufslevel von 1,40000 USD ein zwischenzeitliches Ende. Wird diese Marke überwunden, ist im Tageschart das Potential für weitere Zuwächse bis auf 1,40900 USD vorhanden.

Tickmill-Analyse: GBPUSD im Tageschart

Doch die rot markierte Umhüllungskerze vom letzten Handelstag der vergangenen Woche, ist ein erstes Zeichen dafür, dass es – zumindest kurzfristig – zu einer Korrektur geben kann. Der zweite Hinweis auf eine bevorstehende Korrektur über die Preisleiste ist der Kursverlauf unter das Tief der Umhüllungskerze bzw. das bei 1.39000 USD befindliche Supportlevel.

Spielt der Markt tatsächlich dieses Szenario, dann ist zumindest aus charttechnischer Sicht mit Kursrückgängen bis hin zum Jahrestief bei 1,35720 USD zu rechnen. Als erster Zwischenstopp bietet sich hier das Tagestief vom Mittwoch vergangener Woche bei 1,38430 USD an.

Die Ziele für den Abverkauf liegen auf der Hand

Tickmill-Analyse: GBPUSD im 4-Stundenchart

Sollten die Händler im GBPUSD tatsächlich wieder vermehrt auf der Verkäuferseite aktiv werden, dann lassen sich die möglichen Anlaufpunkte für den Abverkauf recht einfach aus dem Chartverlauf des Rallykanals entnehmen. Im Extremfall steht die bereits erwähnte Marke um 1,35720 USD zur Debatte. Doch so heftig muss es nicht kommen. Als Zwischenstationen auf dem Weg zum Jahrestief stehen die kleinen Verlaufstiefs bei 1,37660 USD, 1,37200 USD und 1,36900 USD auf der Agenda der planbaren Gewinnmitnahmelevels.

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Dow Jones: Weitere Anstiege sind zum Greifen nah!

Aus kurz- und mittelfristiger Sicht befindet sich der Dow Jones in einem validen Bullenmarkt. Aber auch aus langfristiger Sicht ist definitiv eine Aufwärtsbewegung und damit ein intakter Bullenmarkt gegeben. Erst kürzlich konnte der SMA100 seine Tragfähigkeit unter Beweis stellen. So kam es im Juni und Juli zum Aufsetzen auf den Indikator und ebenso zum Abprallen. Jetzt steht es an die Kurszone von 35.150 US-Dollar aufzubrechen.

Dow Jones – Tagesschlusskurs darüber startet Ausbruch

Dies kann mit einem Tagesschlusskurs darüber bewerkstelligt werden. Beispielsweise wenn der Dow Jones bei 35.250 US-Dollar schließen würde, wäre das der erste Schritt zum Ausbruch. Auf der Oberseite aktivieren sich dann sofort weitere Preisziele. Beispielsweise sind die 35.813 sowie 36.266 US-Dollar zu nennen. Aber auch die glatte 37.000er-Marke wird als Fibonacci-Extension-Ziel angezeigt.

Fazit: da sich kurz-, mittel- und langfristig ein valider Aufwärtstrend beim Dow Jones zeigt, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Widerstandsmarke aufgelöst wird. Als Schlüsselmarke darf gerne der SMA100 bei aktuell 34.059 angesehen werden. Da dieser bisher ausgezeichnet Halt bot, sollte er nun auch nicht unterschritten werden.

Widerstand: letztes Hoch – 35192 USD
Unterstützung: SMA38 – 34524 USD | SMA100 – 34059 USD | SMA200 – 32085 USD

Der Chart (D1) in USD

Dow Jones Prognose
Dow Jones – fxempire.de chart

Der Blick auf die Trendanalyse (D1) für den Dow Jones

Macd Indikator: Es wird bei dem oft verwendeten Oszillator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob bei Dow Jones der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 8 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei dem Dow Jones die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

HighLow Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob bei dem Dow Jones höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Höhere Hochs und steigende Tiefpunkte zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 HighLows sind 7 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Die Auswertung der Trendanalyse

Sehen wir uns jetzt die Gesamtauswertung an. Es sind 30 Bewertungskriterien, davon sind 25 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 83,33 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in den Dow Jones zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

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“Wo bleiben die Chips?” – Halbleitermangel bremst die Autobranche

– von Christina Amann

Die Opel-Mutter Stellantis fürchtet, in diesem Jahr 1,4 Millionen Autos nicht herstellen zu können, weil die wichtigen Bauteile fehlen. Der Münchner Autobauer BMW, der anfangs noch recht ungeschoren durch die Chipkrise kam, stellt sich auf schwierige Monate ein. “Mit zunehmender Dauer der Liefer-Engpässe wird die Situation angespannter”, beschreibt Finanzvorstand Nicolas Peter die Lage. Vier Fünftel der deutschen Autofirmen kämpfen mit einem Mangel an Vorprodukten, ergab eine Umfrage des Ifo-Instituts. Auf der anderen Seite versucht der Chip-Hersteller Infineon händeringend, die Produktionskapazitäten zu erhöhen.

Schon zu Jahresbeginn hatten die Autobauer zu kämpfen, weil die Chip-Hersteller im Corona-Lockdown 2020 ihre Produktion auf die höhere Nachfrage nach Unterhaltungselektronik ausrichteten und die Kapazitäten nicht mehr für die Autos reichten. Dann fielen Fabriken in den USA und in Japan nach einem Unwetter und einem Brand aus. Inzwischen sind es steigende Corona-Fallzahlen in südostasiatischen Ländern wie Malaysia, die den Einkäufern der Autobauer Kopfzerbrechen bereiten. Der Münchener Konzern Infineon, der besonders viel Geschäft mit Auto-Chips macht, musste die Fertigung im malaysischen Malakka zweimal für insgesamt 20 Tage stoppen und impft nun die Belegschaft durch, um weitere Unterbrechungen zu vermeiden. Zwischen 200 und 300 Millionen Euro Umsatz fehlen Infineon inzwischen wegen der Stillstand-Zeiten.

CHIPMANGEL TREIBT GEWINNE NACH OBEN

“Die Vorräte sind auf einem historischen Tiefstand. Unsere Chips gehen aus der Fertigung direkt in die Endanwendungen”, schilderte Ploss die Lage. “Die Lieferschwierigkeiten bleiben allgegenwärtig. Wir kämpfen um jeden zusätzlichen Wafer.” Etwas Hoffnung macht ihm, dass die neue Fabrik für Leistungshalbleiter im österreichischen Villach seit Dienstag – früher als geplant – betriebsbereit ist. Mit einer Besserung der Situation rechnet Ploss aber “frühestens weit im Jahr 2022.”

Derweil warten die Autobauer verzweifelt auf Lieferungen. Es kommt zu Produktionsausfällen, in den Werken gilt Einschichtbetrieb oder die Bänder stehen sogar ganz still. Da ist es fast ein Glück, dass viele deutsche Konzerne ab August reguläre Produktionspausen zur Wartung der Anlagen angesetzt haben. “Wir rechnen im zweiten Halbjahr mit weiteren Produktionseinschränkungen und damit verbundenen Auswirkungen auf den Fahrzeugabsatz”, sagte BMW-Finanzchef Peter. Bis Jahresende könnten womöglich 70.000 bis 90.000 Fahrzeuge wegen der Knappheit nicht produziert werden. Der Stuttgarter Rivale Mercedes-Benz geht davon aus, dass mehr als 150.000 Autos in diesem Jahr weniger als geplant vom Band rollen. Noch stärker sind die Massenhersteller betroffen: VW konnte in der ersten Jahreshälfte eine hohe sechsstellige Zahl an Fahrzeugen nicht fertigen.

Als Reaktion auf die Engpässe konzentrieren sich viele Autohersteller auf margenstarke, große Fahrzeuge und drosseln die Produktion kleinerer Modelle. Das spiegelt sich in den Gewinnen wider: Der französisch-italienische Konzern Stellantis, der aus der Fusion von Fiat Chrysler und PSA hervorgegangen ist, schaffte eine Gewinnmarge von 11,4 Prozent – ein hoher Wert für einen Massenhersteller – und hängte damit den Rivalen Volkswagen mit seinen 8,8 Prozent ab. BMW erzielte in der Autosparte in den ersten sechs Monaten eine Rendite von 13 Prozent und zeigte sich zuversichtlich, im Gesamtjahr am oberen Ende der Prognosespanne von sieben bis neun Prozent zu landen. Mercedes-Benz schaffte mit 12,8 Prozent das dritte Quartal in Folge eine zweistellige Rendite auf bereinigter Basis – ein historisches Ergebnis.

GEBRAUCHTWAGENMARKT BOOMT

Zugute kommt den Herstellern die weltweit starke Nachfrage, weswegen sie ihre Neuwagen ohne größere Preisnachlässe verkaufen können. BMW schaffte im ersten Halbjahr einen Absatzrekord. Trotz der Chip-Engpässe rechnet BMW mit einem “soliden Wachstum” bei den Auslieferungen – also ein Plus von fünf bis knapp zehn Prozent. Der Umsatz der Münchner stieg in der ersten Jahreshälfte um 28 Prozent auf 55,4 Milliarden Euro, der Gewinn schnellte auf 7,6 Milliarden Euro von 362 Millionen im Vorjahr. Die starken Ergebnisse dürften insbesondere auf umfangreiche Sparmaßnahmen, nachgeholten Käufen und einer Konzentration auf margenstarkes Geschäft beruhen, erläuterte Frank Schwope, Analyst bei der NordLB.

Aber auch Einmaleffekte kamen den Münchnern zugute: So konnte BMW die Rückstellung für das EU-Kartellverfahren wegen Absprachen rund um die Abgasreinigung von Dieselautos auflösen, nachdem die Strafe geringer ausfiel als angenommen. Barclays-Experten verwiesen zudem auf geringere Pensionskosten, die weitere 500 Millionen Euro beisteuerten. An der Börse wurden die Zahlen mit Verkäufen quittiert: Mit einem Abschlag von bis zu 4,5 Prozent waren die BMW-Papiere Schlusslicht im deutschen Leitindex Dax.

 

Bitcoin: Das muss nun passieren!

Mit aktuell 42.632 US-Dollar ist ein neues mehrmonatiges Hoch erreicht worden. Von dort aus ging es für den Bitcoin erst einmal wieder zurück in die seit Mitte bis Ende Mai vorherrschende Range. Aufgrund der guten und starken Aufwärtsbewegung könnte der Grundstein eines neuerlichen Aufwärtstrends gelegt sein. Übergeordnet befindet sich der Bitcoin nämlich in einem Bullenmarkt. Jetzt ist es essenziell die Widerstandsmarke von rund 41.000 bis 42.500 US-Dollar aufzubrechen.

Bitcoin – 60.000 US-Dollar können schnell erreicht sein

Dann werden sofort weitere Kursziele auf der Oberseite aktiviert. Bis zur glatten 60.000 US-Dollar besteht dann sozusagen frei Fahrt. Um das positive Bild aufrechtzuerhalten, muss es dem Bitcoin gelingen die schon besprochene Unterstützung von rund 30.000 US-Dollar zu halten. Im besten Fall kann sogar schon die Kurszone von etwa 35.000 US-Dollar für ausreichend Halt sorgen. Mit Unterschreiten der genannten Unterstützungen wird sich die charttechnische Lage abermals eintrüben.

Fazit: aufgrund des starken Momentums und der jüngsten Aufwärtsbewegung wurden charttechnische Kaufsignale an den Markt gesendet. Daher sollte sich bei Bitcoin eine Trendwende in der besprochenen Kurszone ausbilden können. Unterhalb der 28.800er-Marke, welche das Tief der Seitwärtsphase darstellt, können sich hingegen Kursziele auf der Unterseite aktivieren.

Widerstand: letztes Hoch – 42632 USD | SMA38 – 40191 USD
Unterstützung: SMA100 – 36006 USD | SMA200 – 34689 USD

Der Chart (H4) in USD

Bitcoin Chart
Bitcoin Chart

Was sagt die Trendanalyse (H4) für den Bitcoin?

HighLow Indikator: Hierbei wird untersucht, ob bei dem Bitcoin höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Ein Aufwärtstrend wird durch höhere Hochs und steigende Tiefpunkte gekennzeichnet. Von insgesamt 10 HighLows sind nur 2 steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob die GDs bei dem Bitcoin steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nur die Hälfte steigend. Das überzeugt nicht besonders. Hier muss definitiv mehr kommen!

Macd Indikator: Als Letztes muss bei dem wichtigen Oszillator von Bitcoin geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nur die Hälfte positiv. Das überzeugt nicht besonders. Da muss mehr kommen!

Die Auswertung der Trendanalyse

Wie fällt der Blick auf die Gesamtauswertung aus? Von 30 gemessenen Kriterien sind 12 als positiv zu bezeichnen. Das sind 40 %. Demnach wird der Status hier auf “neutral” gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, den Bitcoin zu halten und etwas genauer zu beobachten.

 

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Erzeugerpreise in Euro-Zone steigen in Rekordtempo

Sie legten um 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit dem Start der Währungsunion 1999. Im Mai hatte es noch ein Plus von 9,6 Prozent gegeben. Energie wurde um mehr als ein Viertel teurer. Vorprodukte kosteten 10,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist, da es weltweite Engpässe gibt – etwa für Holz und Stahl.

Die Produzentenpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt – also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben. Offen ist, wie stark die höheren Preise an die Konsumenten weitergegeben werden.

Die Inflation im Euro-Raum gewinnt derzeit an Fahrt und übertrifft die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Verbraucherpreise stiegen im Juli binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent. Das ist die höchste Rate seit Herbst 2018. Die EZB strebt mittelfristig zwei Prozent Inflation als Idealwert für die Wirtschaft an.

Die Erzeugerpreise in der Industrie stiegen in allen Mitgliedstaaten. In Irland fiel das Plus mit 42,5 Prozent besonders hoch aus, gefolgt von Belgien mit 20,7 Prozent und Dänemark mit 19,1 Prozent. In Deutschland legten die Erzeugerpreise um 7,6 Prozent zu. Experten wie Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen gehen davon aus, dass die starke Inflation auf Erzeugerebene bei den Konsumenten in Deutschland ankommen wird. “Zunehmend schlägt dies auf die Preise der Endprodukte durch, was sich in den kommenden Monaten auch auf der Verbraucherebene bemerkbar machen dürfte”, sagte der Analyst.

 

ETHEREUM: Bullen am Ruder

Der Ethereum (ETHUSD) hatte im Rahmen der steilen Rally von der zentralen Unterstützungszone bei 1.700/1.730 USD die mehrwöchige Abwärtstrendlinie sowie anschließend die horizontale Widerstandszone bei 2.410 USD aus dem Weg räumen können. Damit konnten die von uns für den Fall des Überschreitens der Marke von 2.050 USD anvisierten Kursziele nicht nur erreicht, sondern bereits übertroffen werden. Die nachhaltige Überwindung der 2.410 USD führte zu einer weiteren Aufhellung der technischen Ausgangslage. Aktuell befindet sich der Kurs an einer relevanten Widerstandszone im Konsolidierungsmodus unterhalb des zuletzt markierten 8-Wochen-Hochs bei 2.699 USD.

Im Konsolidierungsmodus

Mit Blick auf die überkauften markttechnischen Indikatoren könnte sich die Verschnaufpause zeitlich und preislich ausdehnen. Unterhalb des bisherigen Konsolidierungstiefs bei 2.507 USD würden wir zumindest einen Test der Zone 2.410-2.464 USD für wahrscheinlich erachten. Darunter entstünden kurzfristige Abwärtsrisiken in Richtung 2.317 USD und 2.108-2.151 USD. Erst unterhalb der letztgenannten Unterstützungsregion würde das von uns favorisierte Szenario weiter steigender Notierungen in Frage gestellt. Negiert würde es schließlich mit einem Rutsch unter 1.997 USD.

Wohin geht die Reise?

Als mögliches Kursziel auf der Oberseite fungiert derzeit die zentrale Widerstandszone bei 2.847-3.000 USD. Preisliche Bestätigungen für einen Vorstoß an diese Hürde lägen in einem Anstieg über die nächsten Barrieren bei 2.641 USD, 2.666 USD und 2.699 USD. Unter Chance-Risiko-Aspekten bevorzugen wir jedoch Neuengagements in Kursschwäche hinein.

Hinweis:

Trotz sorgfältiger Analyse übernimmt Global Investa keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Die bereitgestellten Informationen stellen insbesondere keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Anlagevermittlung dar und können keinesfalls eine anleger- und anlagegerechte Beratung durch einen professionellen Anlageberater, der die individuellen wirtschaftlichen Verhältnisse und den Erfahrungsstand des Kunden berücksichtigt, ersetzen.

 

EURUSD: Ist die Zeit reif für einen Short oder meinen des die Bullen ernst?

Die Keilausbruchrally bricht den Abwärtstrend

Der Ausbruch aus dem bullischen Keil nahe am Julitief von 1,17510USD ist nach kurzem Zögern doch auf ein breiteres Marktinteresse gestoßen. Am Top notierte die Rally bei 1,19087 USD und damit über dem regressiven Verlaufshoch des vorangegangenen Abwärtstrends bei 1,18800 USD. Die gute Nachricht dahinter lautet nun: Mit diesem Trendbruch ist aus technischer Sicht der Weg in Richtung des um 1,19750 USD verorteten Pivollevels frei. Kurzum, die Bullen haben damit das nächste Ziel auf der Chartoberseite fest im Blick.

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Tickmill-Analyse: EURUSD im Tageschart

Doch vorher müssen die Bullen beweisen, dass sie es mit ihren Absichten ernst meinen. Damit steht die Rally zunächst auf dem Prüfstand. Denn der Intraday-Abverkauf nach dem Rallyhoch legt offen, dass die Luft über dem Widerstand bei 1,18800 USD dünn geworden ist. Eine direkte Überwindung der Marke von 1,19087 USD würde die kurzfristige Schwäche vom Freitag revidieren und damit die Stärke der Rally untermauern.

Das Short-Setup für den Fall der Fälle

Tickmill-Analyse: EURUSD im 4-Stundenchart

The proof of the pudding is in the eating. Wenn es nicht schmeckt, dann wird nicht aufgegessen! Mit Bezug zum Trendbruchversuch im EURUSD lässt sich daraus ein für kurzfristig orientierte TraderInnen relevantes Short-Szenario ableiten. Denn wenn das Zwischenhoch vom Freitag nicht gekauft wird, öffnet sich erneut die Tür für Trades zur Chartunterseite. Dass die Chance dafür da ist, zeigt der Bruch des Rallytrends mit Kursen unterhalb von 1,18750 USD. Kommt es nun zu Notierungen unterhalb von 1,18517 USD, bestätigt sich der Trendbruchversuch und macht so mit Blick auf den untergeordneten Verlauf den Test des letzten Kauflevels bei 1,18410 USD bzw. der Verlaufstiefs und die Marke von 1,17700 USD opportun.

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Milliarden-Streit um Hedgefonds erschreckt Allianz-Anleger

Die Aktien des größten europäischen Versicherers gaben am Montag bis zu zehn Prozent nach und steuerten auf den größten Tagesverlust seit dem Börsen-Crash vom März 2020 zu. Aus dieser Zeit zu Beginn der Corona-Krise rührt auch der Ärger her, den die Vermögensverwaltungs-Tochter Allianz Global Investors (AllianzGI) mit US-Investoren mehrerer Hedgefonds hat, die sie unter dem Namen “Structured Alpha Fonds” aufgelegt hatte. Diese hatten Verluste erlitten, als die Märkte im ersten Corona-Schock in die Knie gingen. Klagen von Pensionsfonds und anderen Anlegern gegen die Allianz summieren sich Gerichtsunterlagen zufolge inzwischen auf fast sechs Milliarden Dollar, wie eine mit den Verfahren vertraute Person sagte.

Inzwischen steht die Allianz deshalb von verschiedenen Seiten unter Druck: Nach der US-Wertpapieraufsicht SEC hat sich auch das Justizministerium der USA in die Angelegenheit eingeschaltet. Das wiederum hat den Vorstand des Münchner Versicherungsriesen auf den Plan gerufen. Man sei “zu dem Schluss gekommen, dass ein relevantes Risiko besteht, dass die mit den ‘Structured Alpha Fonds’ verbundenen Angelegenheiten erhebliche Auswirkungen auf künftige Finanzergebnisse der Allianz haben könnten”, warnte der Vorstand am Sonntagabend.

Im Gewinn schlägt sich das trotzdem zunächst nicht nieder. Um eine Rückstellung bilden zu können, müsste die Allianz den drohenden Schaden halbwegs konkret abschätzen können – doch dazu sehe man sich derzeit nicht in der Lage, hieß es in der Mitteilung. Bis man klarer sehe, werde der Rechtsstreit die Allianz-Aktie belasten, auch wenn der Versicherer die Belastungen verkraften könne, schrieben die Analysten von JPMorgan am Montag. Die Allianz legt am Freitag (6. August) ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Sie peilt für das laufende Jahr bisher einen operativen Gewinn von 11 bis 13 Milliarden Euro an. Mit Spannung erwarten Investoren, ob sie die Aktienrückkäufe wieder aufnimmt, die in der Corona-Krise auf Druck der Aufsicht ausgesetzt wurden.

BIS ZU 97 PROZENT VERLOREN

Die meisten der “Structured Alpha”-Verfahren sind in New York anhängig. Zu den Klägern gehört neben dem Pensionsfonds für Lehrer im US-Bundesstaat Arkansas (ATRS) auch der Fonds für rund 70.000 Mitarbeiter der New Yorker Verkehrsgesellschaft Metropolitan Transport Authority (MTA). Sie werfen der AllianzGI vor, bewusst von der Strategie abgewichen zu sein, die Fonds mit Optionen gegen einen kurzfristigen Absturz an den Finanzmärkten abzusichern. Mit einem der Hedgefonds erlitten die Anleger laut den Klagen einen Verlust von 97 Prozent. Zwei Fonds hatte die AllianzGI nach den Verlusten sogar liquidiert.

Nun untersucht laut Allianz auch das US-Justizministerium den Fall und hat Informationen von dem Versicherer angefordert. “Die Allianz kooperiert vollumfänglich mit der SEC und dem DOJ bei deren Ermittlungen und hat umgehend eine eigene Überprüfung der Angelegenheit eingeleitet”, hieß es in der Mitteilung. Ein Sprecher von AllianzGI hatte die Vorwürfe vergangenes Jahr als “rechtlich und faktisch unzutreffend” zurückgewiesen, seien die Pensionsfonds doch professionelle Anleger, die Fonds mit einem höheren Rendite-Risiko-Profil gekauft hätten. Diese sollten bis zu zehn Prozent höhere Renditen bringen als der S&P-500-Index. AllianzGI war in einer eigenen Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass die Verluste “nicht das Ergebnis einer fehlerhaften Portfolio-Investmentstrategie oder Fehlern im Risikomanagement” waren.

 

BIZ nimmt steigenden Einfluss der Big-Tech-Konzerne ins Visier

Zentralbanken und Finanzregulierer müssten sich dringend damit beschäftigen, schrieben BIZ-Generaldirektor Agustin Carstens, Forschungschef Hyun Song Shin und weitere BIZ-Experten in einem am Montag veröffentlichten Aufsatz. “Auf diese Weise können sie vorbereitet sein und wenn nötig schnell handeln.” Die in Basel angesiedelte BIZ gilt als Notenbank der Notenbanken und ist eine wichtige Denkschmiede für die internationale Geldpolitik.

Besondere Sorgen bereiten Aufsehern rund um den Globus die enormen Mengen an Kundendaten, die Big-Tech-Konzerne anhäufen und kontrollieren. Ihr Vormarsch in den Zahlungsverkehr mit Diensten wie Apple Pay und von ihnen geplante Digitalwährungen wie die Facebook-Devise Diem könnten die traditionelle Finanzwirtschaft in kurzer Zeit komplett transformieren. Etablierte Bankensysteme könnten ins Wanken geraten.

Durch den Eintritt der Big Techs in die Finanzdienstleistungen entstünden neue Herausforderungen hinsichtlich der Konzentration von Marktmacht und Datenkontrolle, schrieben Carstens und seine Mitautoren. In China beherrschten beispielsweise die beiden Anbieter Alipay und Tenpay bereits 94 Prozent des Marktes für mobiles Bezahlen. Selbst in Ländern, in denen Big-Techs gegenwärtig keine dominante Stellung im Finanzsystem einnehmen, rechtfertige ihr Potenzial für schnelles Wachstum besondere Aufmerksamkeit seitens der Zentralbanken.

 

Luxus gefragt – Ferrari verdreifacht Gewinn

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sprang im zweiten Quartal um 210 Prozent auf 386 Millionen Euro, wie die italienische Sportwagenschmiede am Montag mitteilte. Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet. Weltweit wurden im Zeitraum April bis Juni 2685 Fahrzeuge der Nobelmarke mit dem aufbäumenden Pferd ausgeliefert, fast doppelt so viele wie im pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum. Besonders hoch war der Zuwachs in Asien, wo Ferrari neue Modelle auf den Markt brachte. Auch in Europa und Amerika legten die Verkäufe zu.

Die Prognose für den Mittelzufluss im laufenden Jahr hob das Unternehmen auf rund 450 Millionen Euro an. Zuvor waren 350 Millionen in Aussicht gestellt worden. Der Ausblick für Umsatz und Gewinn blieb trotz des kräftigen Gewinnanstiegs dagegen unverändert. Das kam an der Börse nicht gut an. Die Aktie verlor an der Mailänder Börse zeitweise 2,8 Prozent an Wert.

Ferrari profitiert wie andere Hersteller von Luxusautos davon, dass besonders reiche Käufer weniger von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie betroffen sind. Dagegen leidet das Volumensegment stärker unter der Krise. Auch bei Volkswagen bekamen die Luxusmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini die Krise weniger zu spüren.