Erdgaspreisprognose – Die Erdgasmärkte sehen weiterhin schwach aus

Technische Analyse Erdgas

Die Erdgasmärkte sind zu Beginn der Handelssitzung am Donnerstag gesunken, drehten dann aber und gaben wieder Lebenszeichen von sich. Derzeit sieht es so aus, als würde der Markt weiterhin um die 6,50 $-Marke kämpfen, könnte aber schließlich deutlich nach unten durchbrechen. In diesem Fall rechne ich fest damit, dass der Markt weiterhin Erholungen verkaufen wird, und das sollte er auch, denn die Nachfrage bricht ein.

Die Geschichte über die Europäer, die Flüssigerdgas kaufen, und die USA, wo das Fremont-Terminal nicht mehr funktioniert, bröckelt. Letztendlich ist dies ein Markt, der jetzt wahrscheinlich bis zum 200-Tage-EMA bei 5,83 $ fallen wird, um dann möglicherweise darunter zu brechen und auf die 5,00 $-Marke zu fallen. Ich denke, dass dieser Markt auch weiterhin eine Menge “Verkaufen bei der Rallye”-Situationen erleben wird, da sich der Markt auf die Binnennachfrage konzentrieren wird.

Aus diesem Grund dürfte der Markt weiter fallen, und ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir den ganzen Weg bis zur 5,00 $-Marke zurücklegen. Erholungen zu diesem Zeitpunkt oder Verkaufsgelegenheiten, und der 50-Tage-EMA bei 7,35 $ ist ein Bereich, in dem wir ebenfalls Verkaufsdruck sehen würden.

Letztendlich handelt es sich um einen Markt, der meiner Meinung nach weiterhin ein sehr lautes Verhalten an den Tag legt, und da wir einen recht drastischen Einbruch erlebt haben, ist es nur logisch, dass wir auch ein wenig nachziehen werden. Letztendlich gefällt mir der Gedanke, Rallyes in Zukunft auszublenden, weil ich glaube, dass wir im Allgemeinen weiterhin viel Lärm sehen werden.

Erdgaspreisprognose Video für 01.07.22

Einen Blick auf alle heutigen Wirtschaftsereignisse finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

AUD/USD-Kursprognose – Der Australische Dollar dümpelt weiter vor sich hin

Technische Analyse des australischen Dollars zum US Dollar

Der australische Dollar erholte sich am Freitag, gab jedoch recht schnell einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Der australische Dollar leidet weiterhin unter dem US-Dollar, der sich inmitten eines Straffungszyklus durch seine Zentralbank befindet, so dass es durchaus Sinn macht, dass wir in diesem Bereich versuchen sollten, ihn zu durchbrechen.

Der Wert von 0,6850 ist ein Bereich, der schon einige Male wichtig war, daher ist es wahrscheinlich erwähnenswert, dass ein Durchbruch unter diesen Wert die Möglichkeit eines Rückgangs auf den Wert von 0,68 eröffnen könnte. Sollten wir unter diese Marke fallen, ist es wahrscheinlich, dass wir weiter nach unten gehen. An diesem Punkt wäre es durchaus sinnvoll, dass der Markt längerfristig auf die 0,68-Marke zusteuert.

Sollten wir uns umdrehen und über die Oberseite der Freitagskerze ausbrechen, dann ist es möglich, dass der Markt die 0,70-Marke ansteuert. Die 0,70er-Marke ist eine große, runde, psychologisch bedeutsame Zahl, die schon allein deshalb eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollte. Sollten wir diese Marke durchbrechen, könnte sich eine Gelegenheit ergeben, den Aussie bei höheren Kursen zu verkaufen.

Der 50-Tage-EMA kommt ebenfalls ins Spiel und könnte somit ein interessanter Bereich sein. Nichtsdestotrotz denke ich, dass dieser Markt auch in Zukunft ein Markt ist, bei dem man bei Erholungen verkaufen sollte. Letztendlich denke ich, dass dieser Markt weiterhin viele Gründe finden wird, um zu fallen.

AUD/USD Preisprognose Video 27.06.22

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AUD/USD-Preisprognose – Der australische Dollar setzt seinen Abwärtstrend fort

Australischer Dollar vs. US Dollar Technische Analyse

Der australische Dollar ist im Laufe des Mittwochshandels erneut gefallen, da wir weiterhin eine große Volatilität an den Devisenmärkten erleben. Der US-Dollar ist nach wie vor die stärkste Hauptwährung, so dass es durchaus Sinn macht, dass die Odyssee im Vergleich zu ihm fällt. Davon abgesehen sind die Marktteilnehmer derzeit besonders anfällig für Peitschenhiebe, denn egal, was wir tun, es scheint, als könnten wir kein Gefühl der Stabilität bekommen.

Es gibt viele Sorgen um die Weltwirtschaft, was dem australischen Dollar zum Nachteil gereichen könnte, da er so stark an das Wachstum gebunden ist. Daher wäre ich sehr vorsichtig, wenn ich zu viel Geld in den Markt stecken würde, aber es sieht so aus, als ob Sie bei den ersten Anzeichen einer Erschöpfung die Rallye abbrechen werden. Wenn der Markt von hier aus abprallt, würde ich davon ausgehen, dass wir irgendwo um die 0,70-Marke wieder Verkäufer sehen werden, und ich wäre mehr als bereit, auf den Zug aufzuspringen.

Sollten wir unter die Marke von 0,68 fallen, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch viel tiefer fallen, da es sich um einen wichtigen Bereich auf den längerfristigen Charts handelt. Achten Sie daher auf Anzeichen einer Erschöpfung, denn sie könnten Ihnen eine Gelegenheit bieten, “billige US-Dollar” zu erwerben. Sollten wir hingegen über das jüngste Hoch im Bereich von 0,7650 ausbrechen, müssten Sie davon ausgehen, dass der Aussie danach die Marke von 0,7150 anstreben könnte.

AUD/USD Preisprognose Video 23.06.22

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Erdgaspreisprognose – Erdgasmärkte testen jüngste Höchststände

Technische Analyse Erdgas

Die Erdgasmärkte erholen sich im Laufe des Dienstagshandels weiter, haben aber ein wenig mit den jüngsten Höchstständen zu kämpfen. Wir haben sie zwar überschritten, sind aber auch wieder zurückgegangen, was man als Gewinnmitnahme bezeichnen könnte. Letztendlich sieht es so aus, als ob der Markt versucht, die 10,00 $-Marke zu durchbrechen, ein Bereich, mit dem offensichtlich eine Menge Psychologie verbunden ist. Ob wir diese Marke durchbrechen können, ist eine ganz andere Frage, aber auf diesem Schaubild deutet nichts darauf hin, dass wir das nicht können.

Der Krieg in der Ukraine und natürlich die Tatsache, dass die Europäer nun in der unhaltbaren Lage sind, LNG von den Amerikanern kaufen zu müssen, haben die Erdgasmärkte beflügelt. Das bedeutet, dass die Kosten in die Höhe schießen werden, solange dies der Fall ist, und nach dem zu urteilen, was in Europa vor sich geht, könnte dies noch eine Weile der Fall sein. Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass es nicht viel braucht, damit alle in Deckung gehen, denn in letzter Zeit wurden auf diesem Markt enorme Summen verdient. In diesem Szenario hätte es höchstwahrscheinlich etwas damit zu tun, dass die Europäer endlich kapitulieren und Erdgas in Rubel bezahlen, was sich bereits abzeichnet.

Sollte dies der Fall sein, könnten wir einen karrierefördernden Ausverkauf erleben. In der Zwischenzeit ist es offensichtlich, dass der Markt zinsbullisch ist, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass diese Art von abgehackten und volatilen Bewegungen bösartige Rückschläge nach sich ziehen können. In der Tat könnte dieser Markt bis auf 8,00 $ fallen und dabei nicht einmal seine allgemeine Einstellung ändern.

Erdgaspreisprognose Video 08.06.22

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Die Aktienbaisse geht weiter – Doch einige Sektoren steigen

im Dezember vorigen Jahres haben wir in unserer Themenschwerpunkt-Ausgabe „Historische Baissen und Börsencrashs die wahrscheinlichen Folgen der geldpolitischen Wende der Fed skizziert sowie die sehr bearishen Implikationen der historischen Überbewertung der US-Börse. Unsere Schlussfolgerung lautete:

„Die Kombination aus dieser extremen fundamentalen Überbewertung, der geldpolitischen Wende der Fed und einer wahren Flut markttechnischer Warnzeichen ist ein starker Hinweis auf das baldige Ende der Spekulationsblase und den Beginn einer starken Baisse.“

Diese Baisse hat inzwischen begonnen. Die Kurse vieler besonders riskanter und hochspekulativer Börsenlieblinge sind bereits heftig unter die Räder gekommen. Ein aktuelles Beispiel ist die Netflix-Aktie.

Absturz der Netflix-Aktie …

In der Ende Januar erschienenen Februar 2022-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren hatte ich meinen Lesern den folgenden Chart der Netflix-Aktie gezeigt und dazu geschrieben:

„Netflix gehört zu den von uns beschriebenen Unternehmen, deren Bewertung noch vor kurzem ein völlig absurdes Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von mehr als 10 erreichte. (…) Wie Sie auf dem Chart sehen, rauschte die Aktie am nächsten Tag schlagartig unter die eingezeichnete Unterstützungslinie, die jetzt als Nackenlinie eines mächtigen Tops interpretiert werden muss, und eröffnete 21% tiefer. Damit beträgt der Kursrückgang in der Spitze bereits 45%.

Aufgrund der absurden Überbewertung ist das mit größter Wahrscheinlichkeit lediglich der erste Schritt auf einem langen Weg nach unten. Wahrscheinlich wird es im Lauf der Baisse zahlreiche Kursbewegungen dieser Art geben.“

Netflix in $, Umsatz, Momentum-Oszillator, 2020 bis 21.1.2022

Chart

Am 21.1.2022 schrieb ich zu diesem Chart: „Die extrem überbewertete Netflix-Aktie ist am Freitag um über 20% gefallen und hat damit eine mächtige Topformation beendet.“

Quelle: StockCharts.com

… hat sich wie erwartet fortgesetzt

Nachdem das Unternehmen am 19. April erneut schlechte Zahlen geliefert hat, kam es zu einem weiteren Absturz dieses hochgelobten Börsenlieblings. Damit ist die Aktie von ihrem im November 2021 erreichten Hoch aus gerechnet in der Spitze schon um 70% gefallen. Das sehen Sie auf dem nächsten Chart.

Netflix in $, Umsatz, Momentum-Oszillator, 2020 bis 21.4.2022

Chart

Inzwischen ist die Netflix-Aktie um 70% abgestürzt.

Quelle: StockCharts.com

„Bull sells“: Wall Street-Analysten in Aktion

Wie üblich, wurde die Aktie noch einen Tag vor diesem zweiten Absturz laut Bloomberg von 31 Wall Street-Analysten zum Kauf empfohlen, und nur 3 rieten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel lautete 500 $, was einem erwarteten Anstieg von 42% entsprach. Anstatt zu steigen, kam es mit einem Minus von 39% zu einem Kursrückgang dieser Größenordnung.

Daraufhin zogen 11 der 31 bullishen Analysten ihre Kaufempfehlung zurück und 2 sprachen wenigstens jetzt eine Verkaufsempfehlung aus. Somit wird die Aktie also „nur“ noch von 20 Wall Street-Experten zum Kauf empfohlen und von 5 zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel wurde von 500 $ auf 378 $ reduziert. Bezogen auf das gerade erreichte Tief von 212 $ entspricht das einem erwarteten Kursanstieg von 78%.

„Bull sells“, heißt – bewusst doppeldeutig – das Credo der Wall Street-Analysten. Ich rechne weiterhin damit, dass es im Lauf der noch jungen Baisse zahlreiche Kursbewegungen dieser Art geben wird.

Setzen Sie auf den Rohstoff- und Edelmetallsektor

Das ist jedoch kein Grund, sich von der Börse abzuwenden. Ganz im Gegenteil. Denn wenn Sie der von den Wohlstandsvernichtern in den Zentralbanken hervorgerufenen hohen Inflation etwas entgegensetzen wollen, dann müssen Sie sich aktiv um Ihr Vermögen kümmern.

Abseits der allgemeinen Aktienmärkte gibt es auch jetzt noch Bereiche, die eindeutig bullish sind. Dazu gehören insbesondere die Edelmetall- und Rohstoffaktien. Hier bieten sich Ihnen exzellente Chancen, die Sie sich gerade als konservative Anleger nicht entgehen lassen sollten.

Einzelheiten dazu und meine aktuellen Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Dass der Kursverlauf von S&P 500, DAX und Co. in den vergangenen Monaten dem für Baissen typischen Muster gefolgt ist, lesen Sie in der aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen?

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Schwachstellen bei den Corona-Soforthilfen

Liebe Leserinnen und Leser,

an der administrativen Abwicklung der Corona-Hilfen für die Wirtschaft gab es bekanntlich viel Kritik. Ein Gutachter hat jetzt im Einzelnen untersucht, wo es bei der Durchführung der Corona-Programme in einem süddeutschen Bundesland hakte und was bei künftigen Hilfsprogrammen, die es aus welchen Gründen auch immer mit Sicherheit geben wird, besser gemacht werden sollte.

Im März bzw. April 2020 stellte die Landesregierung dieses Bundeslandes nacheinander zwei Programme auf, um den infolge der Corona-Politik wirtschaftlich gefährdeten Unternehmen, Soloselbstständigen und Angehörigen Freier Berufe schnellstmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Die Corona-Soforthilfen wurden den Betroffenen zur Abdeckung des laufenden ungedeckten Sach- und Finanzaufwands gewährt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten mussten auf die Folgen der Corona-Politik zurückzuführen sein. Insgesamt wurden rund 2,2 Milliarden Euro an Landes- und Bundesmitteln ausbezahlt.

Die Antragstellung erfolgte bis 30.03.2020 ausschließlich über ein auszudruckendes PDF-Formular. Dies führte zu mehr als 207.000 Anträgen in Papierform, die per Post, Fax oder E-Mail an die örtlich zuständigen Bewilligungsstellen zu übermitteln waren.

Die oft handschriftlich ausgefüllten Antragsformulare waren in vielen Fällen unvollständig, unleserlich und fehlerhaft. Teilweise hatten die Antragsteller ihre Anträge doppelt versandt, zunächst per E-Mail und zusätzlich noch per Post.

Durch das Online-Antragsverfahren wurden Prüfmechanismen eingeführt

Nach Vorgaben des Wirtschaftsministeriums des betreffenden Bundeslandes war es ausreichend, die Angaben der Antragsteller lediglich auf Vollständigkeit und Plausibilität zu prüfen. Die Vorlage von Nachweisen bzw. Belegen war nicht gefordert. Mit Start des Online-Antragsverfahrens zum 31.03.2020 erfolgte die Antragstellung dann rein elektronisch.

Mit dem Online-Antragsverfahren wurden Prüf- und Plausibilitätsmechanismen eingeführt, wie z. B. die Prüfung auf identische Antragsteller anhand der Steuer-Identifikationsnummer sowie die Plausibilisierung der standardisierten internationalen Bankkontonummer (IBAN) durch Systemcheck. Diese Prüfmechanismen standen allerdings nicht von Anfang an zur Verfügung, sondern wurden sukzessive im laufenden Betrieb eingeführt.

Ein Online-Verfahren sollte als Standard für künftige Hilfen bereitstehen

Der Gutachter hat kritisiert, dass das Antragsverfahren in Papierform für ein Massenverfahren, wie es die Corona-Soforthilfen vorhersehbar auslösten, nicht geeignet und nicht zeitgemäß war. Ein tragfähiges Online-Verfahren hätte von Anfang an erheblichen Mehraufwand bei den Antragstellern und den Bewilligungsbehörden (z. B. wegen schlecht ausgefüllter Anträge, häufig notwendiger Rückfragen oder doppelter Anträge) vermieden.

Der Gutachter hat deshalb empfohlen, ein Online-Verfahren als IT-Standardverfahren für künftige Nothilfen zur Verfügung zu stellen und ressortübergreifend zu nutzen.

Ein Datenabgleich mit der Finanzverwaltung sollte künftig möglich sein

Das Papierverfahren war nach Auffassung des Gutachters auch nicht geeignet, Missbrauch mit vertretbarem Aufwand zu verhindern. Bei der Masse der Anträge war es den Sachbearbeitern nur bei Verdachtsfällen möglich, ausreichend zu prüfen.

Im Online-Antragsverfahren hätten Prüf- und Plausibilitätskriterien von Anfang an definiert werden und sofort zur Anwendung kommen müssen, um der erkennbaren Gefahr missbräuchlicher Inanspruchnahme von Soforthilfen zu begegnen.

Bei einem Hilfsprogramm mit Einsatz enormer Haushaltsmittel sollte die Steuer-Identifikationsnummer von Anfang an erhoben werden und die bei der Finanzverwaltung vorhandenen Informationen soweit rechtlich möglich zur Überprüfung genutzt werden.

Weitere Unterstützungsaktionen für die Wirtschaft könnten bald erforderlich werden

Das Wirtschaftsministerium des süddeutschen Bundeslandes räumt ein, dass das zunächst in Papierform gestartete Antragsverfahren für ein Massenverfahren nicht geeignet war und erheblichen Mehraufwand bei den Bewilligungsstellen verursacht hat. Ein frühzeitiger Beginn des Soforthilfe-Programms sei anders jedoch nicht möglich gewesen.

Aufgrund der gemachten Erfahrungen seien bei späteren Hilfen dann Prüfprozesse für einen Datenabgleich mit der Finanzverwaltung eingeführt worden.

Wollen wir hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass die Vorschläge des Gutachters von der Landesregierung aufgegriffen werden und auch sonst in Deutschland ähnliche Verbesserungen vorgenommen werden.

Denn so, wie es aussieht, könnte die nächste Unterstützungsaktion für die Wirtschaft aufgrund der aktuellen Entwicklung im Energiesektor schon bald erforderlich werden, meint sorgenvoll

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

 

Anleger-Institut verleiht kapitalistische Auszeichnung an Professor Erich Weede

Gestern hat Prof. Dr. Erich Weede die Roland-Baader-Auszeichnung des Institut für Austrian Asset Management (IfAAM) aus Hamburg für sein Lebenswerk erhalten. Der kapitalismusfreundliche Soziologe und Friedensforscher betont in der Rede zu seiner Preisverleihung die Bedeutung von Demokratie, freien Märkten und Eigentum für die rationale Entscheidungsfindung und Verteilung von Ressourcen im Alltag. Dies sieht er als Gegensatz zu willkürlicher Umverteilung durch Enteignung und Zwang sozialistischer und kommunistischer Systeme. Die Preisverleihung konnte als Ersatz für ein physisches Treffen – das wegen der politischen Corona-Maßnahmen verbotenen wurde – als Video auf Facebook live mitverfolgt werden. Das komplette Video der Preisverleihung steht online auch weiterhin zur Verfügung.

Sponsor der Auszeichung: Institut für Austrian Asset Management

Das Institut für Austrian Asset Management unter Leitung des Hamburger Diplom-Volkswirtes Steffen Krug berät Anleger zu Investitionsmethoden nach der Österreichischen Schule der Ökonomie. Berühmtester Vertreter dieser Schule ist der Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek. Laudator der aktuellen Roland-Baader-Preisverleihung an Professor Weede war trefflicher Weise Professor Dr. Gerd Habermann, Initiator und geschäftsführender Vorstand der gemeinnützigen Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e. V. Roland Baader selbst, nach dem die verliehene Auszeichnung benannt ist, war Volkswirt, Schüler Hayek und wurde durch seine pro-kapitalistische Populär-Literatur bekannt. Eines seiner bekanntesten Bücher ist “Geld, Gold und Gottspieler“, das von Star-Torwart und Fußball-Legende Oliver Kahn empfohlen wurde.

Konjunktur- und Krisentheorie der Austrian School of Economics

Diese Schule sieht in dem künstlichen Herabdrücken des Zinssatzes durch die Banken in Zusammenschluss mit der Zentralbank durch das Schaffen beliebiger Mengen Geld, eine Krisenursache und Ursache für extreme Konjunkturzyklen. Kommt es durch die Politik des billigen Geldes irgendwann zur starker Inflation, kann die Politik des billigen Geldes nicht mehr aufrechterhalten werden. Vom billigen Geld abhängige Investitionen, Firmen, Staaten und Banken, brechen dann zusammen. Darauf, wie man in solchen Momenten als Anleger Geld gewinnen statt verlieren kann, behandelt die österreichische Investitionstheorie, der auch das IfAAM zu folgen versucht. Auch aktuell befinden wir uns wieder in Zeiten sehr hoher Inflation, die auf eine bevorstehende Krise hindeutet.

Professor Erich Weede ebenfalls Verfechter der Austrian Economics

Der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Erich Weede ist ebenfalls ein profunder Kenner und Vertreter der österreichischen Schule der Ökonomie (Austrian School of Economics). Diese Denkrichtung heißt so, weil ihre ersten Vertreter aus Österreich kamen. Der erste Vertreter ist Carl Menger, der in u. a. seinem Buch Grundsätze der Volkswirtschaftslehre die subjektivistische Nutzenlehre und Grenznutzentheorie entwickelte, wie sie heute in der Mikroökonomie Standard ist. Weitere berühmte Vertreter sind der bereits erwähnte Wirtschaftsnobelpreisträger Friedrich August von Hayek sowie sein Lehrer Ludwig von Mises. 

Weede kritisiert wie seine Vorläufer Politik des billigen Geldes

Mises kann man auch in Bezug auf die anhaltende Null-Zins-Kredit-Ausweitung der Europäischen Zentralbank trotz Rekord-Inflation und Verzwölffachung der Basis-Geldmenge seit Euro-Einführung vortrefflich zitieren: „Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt worden ist. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung der Kreditexpansion – oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem.“ Wie einst Mises, setzt sich auch Erich Weede für einen nachhaltigeren Kapitalismus ohne Ressourcen-Verschwendung und Ersparnis-Vernichtung durch über Staatsgeld-Inflation angeregte Investitionsblasen ein: So z. B. in seiner Rede “Zivilcourage und freies Marktgeld“.

BORA – Gewinner des Tages

BORA – die dezentralisierte Unterhaltungsplattform

Bora scheint ein weiterer dieser Token zu sein, die den Markt in einem Monat im Sturm erobert haben. Der zentrale Grund scheint ein gut durchdachter Plan und dessen anschließende Migration auf das Mainnet zu sein.

Bora ist eine dezentrale Unterhaltungsplattform, die digitale Inhalte über einen anreizbasierten Mechanismus an ihre Teilnehmer verteilt. Während es zunächst auf der Ethereum-Blockchain (ERC-20) aufbaute, hat es Dualität gezeigt, da der Token-Swap in den neuen BORA-Token (KCT, Klaytn Compatible Token) zusammen mit der Mainnet-Migration von Ethereum zu Klaytn abgeschlossen war. Dies beschränkte den Handel mit BORA-Token auf solche, die nur auf Klaytn basieren.

Was Bora tut, ist ein Ökosystem von dApps auf seiner Plattform zu ermöglichen, das effizient genutzt werden kann, um den Teilnehmern den BORA-Token zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet eine Liste von Spielen, die im Netzwerk gespielt werden können. Numbershoot ist ein Beispiel für eines dieser dApps-Spiele.

Die Zuteilung von BORA-Token wird als Smart Contracts sowohl geschrieben als auch ausgeführt. 40 Prozent der zu verkaufenden Token wurden zur Finanzierung des Entwicklungs- und Servicebetriebs des BORA Ecosystems ausgegeben. 20 Prozent sollten für Weiterentwicklung, Ausbau, Allianzen und Investitionsbudget für das BORA Ecosystem reserviert werden. 25 Prozent dienten der Schaffung erster Anreizprogramme sowie der Beschaffung von Mitteln und der Unterstützung der frühen Partnerentwicklung. Während 15 Prozent direkt an Teams und Mitwirkende gezahlt werden.

BORAs Preisentwicklung

In den letzten fünf Tagen hat BORA im Allgemeinen ein sehr bullisches Rating erhalten. Der Sentiment Score misst die Wertentwicklung von BORA in den letzten fünf Tagen nach Volumen und Kursbewegung.

Bora Chart

BORA handelt derzeit in der Nähe seines Fünf-Tage-Hochs von 0,9575$. Der Token liegt 2,69 % unter seinem Fünf-Tage-Hoch und 38,92 % über seinem Fünf-Tage-Tief von 0,6707$. BORA hat in letzter Zeit mit geringem Volumen gehandelt. Damit liegt das heutige Volumen unter dem durchschnittlichen Volumen der letzten sieben Tage.

US-Notenbank tapert und Gold steigt – geht das Vertrauen in die FED verloren?

Nach dem Motto „Kaufe die Gerüchte und verkaufe die Fakten“ fiel der Goldpreis im Vorfeld der US-Notenbanksitzung noch einmal auf 1.760 US-Dollar, um nach der Ankündigung des Taperings steil anzusteigen und die Woche mit einem Plus von 2 Prozent bei 1.818 US-Dollar zu beenden. Ein deutliches Plus verbuchten auch Silber (+1,2%), Platin (+1,3%) und Palladium (+1,2%), wobei der große Gewinner der Woche der HUI-Goldminenindex war, der um vier Prozent nach oben sprang.

Beginnend im November werden die Anleihenkäufe der US-Notenbank monatlich um 15 Mrd. US-Dollar reduziert werden und letztlich Mitte 2022 auslaufen. Diese Erwartung ist nun komplett eingepreist und jede Abweichung von diesem Plan wird mehr Inflation bedeuten und steigende Edelmetallpreise mit sich bringen.


Gold hielt sich sehr stark und die Goldminen waren die großen Gewinner in den letzten Handelswoche

US-Notenbankchef Jerome Powell sagte in seiner Rede am Mittwoch, dass es zwar an der Zeit sei zu tapern, weil sich die Wirtschaft seit letztem Dezember gut erholt habe, doch sei es für eine Zinsanhebung zu früh, da die Vollbeschäftigung mit Bezug auf die angestrebte Arbeitslosenquote sowie Partizipationsrate noch nicht erreicht wurden.

Die Zinsen stiegen bereits in den vergangenen Monaten in Erwartung des Taperings an und sobald die US-Notenbank als Käufer der letzten Instanz gänzlich verschwindet, so wird niemand mehr diese Anleihen zu Nullzinsen halten wollen. Die Zinsen werden nach oben schießen und die geldmengeninduzierte Konjunkturblüte vernichten, worauf die Arbeitslosigkeit wieder ansteigen wird.

Um einen Crash am Anleihen- und Aktienmarkt zu verhindern, wird die FED gezwungen sein erneut am Anleihenmarkt zu intervenieren und den nun unaufhaltsamen Zinsanstieg zu managen. Eine Stagflation Die Märkte werden sukzessive realisieren, dass sich die Notenbanken in eine ausweglose Situation manövriert haben, worauf man mit mehr Inflation reagieren wird.

Powell konstatierte bereits in seiner Rede, dass man vorbereitet sei die Anleihenkäufe wieder zu erhöhen, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten verändern sollten. Man weiß natürlich, dass eine große Rezession unvermeidbar ist, da die Notenbanken diese durch ihre Politik der künstlich niedrigen Zinsen erst verursacht haben.

Ein Beispiel dafür war die Bank of England (BOE), die in der letzten Woche eine lang angekündigte Zinsanhebung nicht lieferte. Man verschob den Zinsschritt, da man vermeiden wolle, „die Wirtschaft durch übereilte Zinsschritte zu dämpfen“. Dies zeigt, wie kaputt die Volkswirtschaften aufgrund der planwirtschaftlichen Geld- und Fiskalpolitik seit Anfang der siebziger Jahre sind.

Die Planwirtschaftler in London fürchten, dass ihre Blasenwirtschaft durch einen mikroskopisch kleinen Zinsschritt von 0,15 Prozent bereits platzen könnte. Die unausweichliche Zinswende ist längst da, wie ich in früheren Artikeln und Videos bereits erklärt habe. Mit ihr wird die größte Rezession der Geschichte ihren Anfang nehmen. Auf Jahrzehnte künstlich niedriger Zinsen werden inflationsinduziert historisch hohe Zinsen folgen.


Die Planwirtschaft hat den freien Markt in fast allen Bereichen zurückgedrängt

FED-Chef Powell betonte, dass die US-Notenbank für den mittelfristigen Preisauftrieb verantwortlich sei und ihr Job Preisstabilität sowie Vollbeschäftigung wäre. Diese Aussagen sind haarsträubender Unsinn, denn die Wahrheit ist das diametrale Gegenteil. Notenbanken sind aufgrund der Inflation, die sie erzeugen, die einzige Ursache dauerhafter Preissteigerungen, sowie der Entwertung des Geldes und der Ersparnisse. Hätte die FED Preisstabilität im Sinn, müsste sie sich selbst abschaffen.

Durch die Fehlallokationen, die die Eingriffe der Notenbanken in den Markt verursachen, sind sie die primäre Ursache von Arbeitslosigkeit und selbst der größte Feind von Wohlstand und Vollbeschäftigung. Notenbanken können durch das Drucken von Geld lediglich Vermögen an die Empfänger des neuen Geldes umverteilen. Dies geschieht immer zulasten der Bürger/Sparer und zum Wohle der Banken, des Staates, sowie deren Freunde.

Treiben es Notenbanken mit dem Drucken von Geld zu bunt, können sie ganze Volkswirtschaften und Kulturen vernichten. Nichts zerstört den Wohlstand der Nationen mehr als das Geldmonopol des Staates und ihrer Notenbanken, weshalb man beides abschaffen sollte, will man dauerhaft zu Wachstum, Wohlstand und Freiheit zurückkehren.

Immerhin konstatierte Powell, dass die Inflation höher sei, als man es erwartet hätte, wobei er die Schuld auf die Lieferengpässe schob, die niemand hätte vorhersehen können. Auch diese Aussage ist unwahr, denn die Inflation der Geldmenge durch die US-Notenbank hat die Lieferengpässe und die Preisanstiege für Rohstoffe erst verursacht. Mehr frisch gedrucktes Geld, dass teilweise über Stimulus-Schecks direkt an die Verbraucher verteilt wurde, trifft auf ein gleich gebliebenes Güterangebot. Es gibt nicht genügend Waren für all das Geld, dass man aus dem Nichts erzeugt hat.

Die neue Geldmenge wird bleiben, worauf die Preise steigen müssen und werden. Sobald die Preise auf ein dauerhaft höheres Niveau angestiegen sind, werden sich die Lieferengpässe von ganz allein wieder auflösen. Die Verbraucher, die aufgrund des vermeintlichen Vermögenszuwachses ihren Konsum ausgeweitet oder vorgezogen haben, werden letztlich feststellen, dass sie sich zu höheren Preisen weniger leisten können als vor den Stimulus-Schecks der Regierung.

Ein erneuter Nachfragerückgang wird die Folge sein und die Unternehmen, die zuvor Rohstoffe gehortet und die Preisspitzen mitverursacht hatten, werden ihre Nachfrage stark zurückfahren. Auf einen folgenden deflationären Impuls werden die keynesianischen Voodoo-Ökonomen in den Notenbanken wieder mit dem Drucken von Geld reagieren, was die Situation nur verschlimmbessern wird. Gold wird dann zunehmend als sicherer Hafen vor Inflation gesucht werden und dessen Preis stark ansteigen, zumal der Anleihen- und Aktienmarkt angesichts steigender Zinsen auf absehbare Zeit keine Alternative mehr sein werden.

Gold stark trotz guter Arbeitsmarktdaten

Nach zwei Monaten düsterer Beschäftigungsberichte schlug am Freitagnachmittag der Arbeitsmarktmarktbericht die Erwartung des Marktes. In den USA wurden im Oktober 531 Tsd. neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, während der Marktkonsens bei 450 Tsd. lag. Gut ist, dass die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft um 604 Tsd. anstieg, während die öffentlichen Stellen um 73 Tsd. reduziert wurden.

Die Zahlen für September wurden von 194 Tsd. auf 312 Tsd. und die Augustzahlen von 366 Tsd. auf 483 Tsd. nach oben revidiert. Mit diesen Korrekturen wurden in beiden Monaten 235 Tsd. mehr Stellen geschaffen als zuvor gemeldet wurde. Weiterhin gab es gute Nachrichten aus dem verarbeitenden Gewerbe in den USA, wo im Oktober 60 Tsd. neue Stellen geschaffen wurden, doppelt so viele wie erwartet.


Die Ausweitung der Geldmenge und die Entwertung des Geldes stützen kurzfristig den Arbeitsmarkt

Die Zahl der Beschäftigten stieg um 359 Tsd. von 153,68 auf 154,04 Millionen. Die Zahl der Arbeitslosen sank von 7,674 Mio. auf 7,419 Mio., wodurch die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent auf 4,6 Prozent sank, was unter dem Marktkonsens von 4,7% lag. Die Erwerbsquote lag unverändert bei 61,6 Prozent, da die Zahl der Erwerbspersonen nur geringfügig um etwas mehr als 100 000 zunahm.

Die Inflation der Geldmenge hat starke Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Geldmenge erzeugt einen künstlichen Boom, doch mit dessen Ende werden die neuen Stellen wieder verschwinden. Da die Löhne nicht so schnell steigen wie die reale Inflation, sinken die Reallöhne, was Unternehmen, deren Umsatz mit der Inflation wächst, mehr Spielraum für Neueinstellungen gibt.

Die durchschnittlichen US-Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich bereits um 4,9 Prozent, während die offizielle Teuerung bei 5,4% liegt und die inoffizielle Teuerungsrate nach der alten Berechnungsmethode von 1980 bei 14 Prozent. Real sinken die Löhne durch die Entwertung der Währung, während das einfache Gemüt glaubt, die Preise der Konsumgüter wären gestiegen, worauf man den Staat zur Hilfe ruft.

Trotz der guten Arbeitsmarktdaten, auf die der Goldpreis normalerweise mit einem Preisrückgang reagiert hätte und dem Tapering, das in den letzten Monaten auf den Goldpreis drückte, sowie einem Aktienmarkt auf Allzeithoch, zeigte sich der Goldpreis in der letzten Woche sehr stark. Es ist typisch für Gold, dass es steigt, wenn es niemand erwartet und seitwärts handelt oder gar fällt, wenn die Masse der Investoren darauf aufmerksam geworden ist.

Wir erwarten, dass sich die Rezession im kommenden Jahr weiter manifestieren wird und die Notenbanken schnell wieder zurückrudern und ihre Anleihenkäufe fortsetzen werden. Gold sollte bereits im Vorfeld deutlich ansteigen, weshalb wir für das kommende Jahr bullisch sind und das Ende der langen Konsolidierungsphase immer näherkommt.

Technische Analyse zu Gold: Gold springt nach Tapering auf über 1.800 US-Dollar

Terminmarkt: COT-Report vom 05.11.2021

Der neueste COT-Report vom 5. November mit dem Stichtag des 2. Novembers zeigt einen Preisrückgang zur Vorwoche um 6 US-Dollar, während die Position der Spekulanten unverändert blieb. Diese Preisveränderung ist gering und als neutral anzusehen. Stärke zeigt sich jedoch bisher nicht.

Eine Manipulation über den Terminmarkt gab es auch in dieser Woche wieder nicht. Im Gegenteil wurden die Positionen der großen vier Händler in Höhe von drei Tagen der Weltproduktion abgebaut. Dies ist ein Hinweis darauf, dass man den Goldpreis erst einmal durchmarschieren lässt und erst zu höheren Preisen wieder auf den Preis drücken wird. Berücksichtigt man diese Eindeckung, so müsste man eher von einem Überangebot am physischen Markt ausgehen.

Die Bereinigung von der Spekulation am Terminmarkt ist weiterhin neutral und spricht nicht gegen einen weiteren Preisanstieg. Wird der Anstieg jedoch allein von Spekulanten getrieben, so findet dieser eher früher als später sein Hoch und eine Trendumkehr wird einsetzen. Dies könnte am Widerstand bei 1.980$ beispielsweise passieren.

Technische Kaufsignale müssen weiterhin angenommen werden, doch da sich hier keine Stärke zeigt, sollte man jede Position mit einem entsprechenden Stop Loss versehen. Es muss jetzt zusätzliche Investmentnachfrage aufkommen, sonst könnte der Goldpreis jederzeit wieder fallen. Sollte es Gold über 1.825$ schaffen und den Kreuzwiderstand überwinden, so würde dies neue Käufer in den Markt ziehen und ein Defizit könnte dann einsetzen. Wichtig bleibt der Kreuzwiderstand zwischen 1.800 US-Dollar und 1.825 US-Dollar.


Die Terminmarktdaten für Gold sind weiterhin im neutralen Bereich


Die BIG4 hatten in den letzten Monaten ihre Netto-Shortposition abgebaut. Dies ist einerseits gut, doch zeigt es auch Schwäche am Goldmarkt

Trotz der guten Arbeitsmarktdaten und dem Beginn des Taperings in den USA konnte der Goldpreis in den letzten Handelstagen ansteigen. Charttechnisch bleibt der Goldpreis über 1.760 US-Dollar long. Über 1.800 US-Dollar gab es ein weiteres Kaufsignal. Im kurzfristigen Chat zeigt sich der nächste Widerstand bei 1.830 US-Dollar, den es nun zu überwinden gilt. Im langfristigen Chart ist bei etwa 1.825 US-Dollar noch ein letzter Abwärtstrend zu sehen, weshalb der Bereich zwischen 1.800 US-Dollar und 1.830 US-Dollar ein dicker Widerstandsbereich ist.

Da sich in den COT-Daten bis dato keine Stärke zeigt, besteht noch immer eine Möglichkeit, dass der Preisanstieg an dieser Widerstandszone scheitern wird. Deshalb sollte man jede gestaffelte Position mit einer Stop-Loss Order absichern. Auf der anderen Seite stimmt die niedrige Shortposition der großen vier Händler an der COMEX optimistisch.

Kurz: Es gab zwei Kaufmarken – bei 1.760 US-Dollar und 1.800 US-Dollar. Dort sichert man Positionen ab und lässt Gewinne laufen. Sollte der Goldpreis am Kreuzwiderstand im Bereich von 1.830 US-Dollar scheitern, lässt man sich an diesen Marken ausstoppen.


Der Goldpreis bleibt über dem Widerstand bei 1.760 US-Dollar long

Der Tageschart zeigt, dass der letzte übergeordnete Abwärtstrend noch intakt ist. Im Vorfeld und nach Bekanntgabe des Taperings hielt sich der Goldpreis bereits stark. Es gibt immer weniger Verkäufer auf diesem Preisniveau, während immer neue Käufer, die an eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik in den USA glauben, hinzukommen.

Mit dem Bruch von drei kurzfristigen Abwärtstrends und der Ausbildung höherer Tiefs in einem Umfeld schlechter Meldungen für Gold, sieht das Chartbild bullisch aus. Über 1.830 US-Dollar würde der letzte Abwärtstrend brechen, worauf starke Nachfrage aufkommen sollte, wogegen sich Short-Spekulanten in die steigenden Preise hinein eindecken müssten. In diesem Fall wäre ein Anstieg auf 1.980 US-Dollar binnen zwei Monaten denkbar.

Die nächste Handelswoche wird zeigen, ob dem Goldpreis der Anstieg um weitere 15 US-Dollar gelingt und so ein mittelfristiges prozyklisches Kaufsignal mit einem Ausbruch über 1.830 US-Dolalr erzeugt wird oder ob die kurze Rallye dort ihr Ende findet.

Ein Risikofaktor für den Goldpreis in US-Dollar könnte ein stärkerer US-Dollar im USD-Index sein, da die FED tapert, während die EU und andere Währungsräume diesem Beispiel noch nicht folgen. Außerdem bildete der Goldpreis in den letzten Jahren im Dezember bis Neujahr ein Tief aus, bevor der Preis mit einer Rallye in das neue Jahr starten konnte.

 


Der übergeordnete langfristige Abwärtstrend ist noch intakt

Der langfristige Abwärtstrend bei Gold in Euro wurde bereits im Mai bei 1.480 Euro gebrochen, was ein langfristiges Kaufsignal lieferte. Über ein halbes Jahr hinweg konsolidierte der Goldpreis in Euro an dieser neuen Unterstützung bei 1.480 Euro. Es bildete sich ein Abwärtstrend auf der Oberseite aus und der Preis keilte sich zunehmend ein.

Ein erneutes prozyklisches Kaufsignal gab es, nachdem der Goldpreis den blauen Abwärtstrend Mitte Oktober mit Schlusskursen über 1.540 Euro überwunden hatte. Es erfolgten bereits zwei Rücksetzer an den ehemaligen Abwärtstrend und der Ausbruch aus der Konsolidierungsformation wurde am Freitag mit einem Anstieg auf ein 10-Monatshoch bei 1.571 Euro nun auch bestätigt.

Während das Chartbild in US-Dollar eher schwer zu lesen war, so zeigten sich bei Gold in Euro sehr schöne charttechnische Muster. Solange der Goldpreis über 1.530 Euro bleibt, ist das neue mittelfristige Kaufsignal intakt. Der nächste Widerstand liegt bei 1.610 Euro je Feinunze.


Nach einem halben Jahr ist der Goldpreis aus der Konsolidierungsformation bullisch ausgebrochen

 

Chinas Exporte ziehen an – Konsumgüter für Weihnachten gefragt

Die Ausfuhren wuchsen dank der anziehenden Nachfrage nach Konsumartikeln zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft um 28,1 Prozent zum Vorjahresmonat, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zolldaten hervorgeht. Für Ökonomen kommt das überraschend: Sie hatten nur mit einem Plus von 21,0 Prozent gerechnet, nach 25,6 Prozent im August.

“Die Exporte haben sich erneut überdurchschnittlich entwickelt”, sagte Volkswirt Erin Xin vom Bankhaus HSBC. Dahinter stecke wohl eine frühere Auslieferung von Konsumgütern für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft in den westlichen Industrieländern. Dort geht die Sorge um, angesichts von Engpässen wie etwa bei Halbleitern und gestörten globalen Lieferketten nicht rechtzeitig oder ausreichend Ware zu bekommen. So klagten im September 74 Prozent der deutschen Einzelhändler laut einer Ifo-Umfrage über Lieferprobleme. “Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch hier angekommen”, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. “Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden.”

Andere Analysten sagten, dass die Stromausfälle die Exporte bislang zwar noch nicht beeinträchtigt haben. Aber in den kommenden Monaten könnten dadurch die Produktion eingeschränkt und die Kosten für die chinesischen Hersteller in die Höhe getrieben werden. Die durch die Umstellung auf saubere Energie, die starke Nachfrage und hohe Rohstoffpreise verursachte Stromknappheit hat seit Ende September die Produktion in zahlreichen Fabriken zum Erliegen gebracht, darunter bei vielen Zulieferern von globalen Konzernen wie Apple und Tesla. Betroffen waren etwa Fabriken in den östlichen Provinzen Guangdong und Zhejiang, beides wichtige Exportstandorte.

“WELTWIRTSCHAFT WIRD STÜTZEN”

“Wir gehen allgemein davon aus, dass diese Störungen in den kommenden Monaten nachlassen werden,”, sagte Volkswirt Louis Kuijs von Oxford Economics. Die politische Führung dürfte das Wachstum betonen und dazu aufrufen, die Klimaziele in einem gemäßigteren Zeitrahmen zu verfolgen. “Auf längere Sicht dürften die Exporte durch die anhaltende Erholung der Weltwirtschaft und ein allmähliches Nachlassen der Störungen in der globalen Lieferkette im nächsten Jahr gestützt werden”, sagte Kuijis.

Chinas Importe stiegen im September mit 17,6 Prozent deutlich langsamer als noch im August mit 33,1 Prozent. “Die Aufschlüsselung zeigt einen breit angelegten Rückgang bei allen Warentypen, besonders ausgeprägt bei den eingehenden Lieferungen von Halbleitern”, sagte Analyst Julian Evans-Pritchard von Capital Economics. Geringere Einfuhrmengen von Industriemetallen seien zudem ein weiterer Beleg dafür, dass Umweltauflagen und eine Abkühlung der Bautätigkeit die Schwerindustrie belasten.

Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge bleibt China ein Zugpferd der Weltwirtschaft. In diesem Jahr soll die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt um 8,0 Prozent wachsen. Für 2022 werden 5,6 Prozent erwartet.

 

Insider – G20-Einigkeit bei globaler Steuerreform erst in letzter Minute

Am Ende sei dies aber gelungen, sagte ein deutscher Regierungsvertreter am Montag. Wichtig sei auch gewesen, alle europäischen Partner in dem von der Industriestaaten-Organisation OECD koordinierten Prozess an Bord zu holen. “Das ist ein erheblicher Fortschritt.” Das werde es deutlich leichter machen, einstimmig eine Richtlinie zur Umsetzung der Pläne in der EU durchzubekommen.

136 Staaten hatten sich am Freitag auf Details der Steuerreform geeinigt. Diese sieht eine Mindeststeuer für große Konzerne von 15 Prozent vor. Außerdem sollen Schwellenländer mehr Steuereinnahmen abbekommen. Die Regeln sollen bereits 2023 in Kraft treten, was als ambitioniert gilt. In Europa waren bis zuletzt Irland, Ungarn und Estland skeptisch, tragen die Pläne nun aber mit. Welche Staaten aus dem Kreis der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) erst in letzter Minute einschwenkten, sagte der Regierungsvertreter nicht.

Noch im Laufe des Oktobers soll nun auf G20-Ebene endgültig grünes Licht für die Steuerreform gegeben werden, nachdem im Sommer ein Grundgerüst gebilligt wurde. Die Pläne sollen dann nächstes Jahr in Gesetzestexte gegossen werden.