Bitcoin Big Picture: Ist der Crash die größte Chance in diesem Jahr?

Nein, 2022 ist bisher nicht das Jahr der Kryptowährungen. Bereits seit Monaten befindet sich der gesamte Krypto-Sektor in einem ausgeprägten Bärenmarkt. Auch Bitcoin hat es jüngst nach dem Kursdrama rund um den sogenannten Stablecoin Luna heftig erwischt.

Bitcoin Kursverlauf

Bitcoin: Mittendrin im Bärenmarkt Nummer 6

Allein im laufenden Monat Mai ist Bitcoin zeitweise um fast 33 Prozent gefallen. Im laufenden Jahr um beachtliche 45 Prozent und seit den letzten Rekordhochs im November 2021 bei über 69.000 USD sogar um stolze 63 Prozent. Das sind keine guten Performance-Zahlen. Doch immerhin noch besser als ein Totalverlust bei Luna … Unter den Blinden ist der Einäugige eben doch der König.

Kenner des Bitcoin wissen allerdings auch, dass harte Schwäche- und Baisse-Phasen bei Bitcoin eher die Regel als die Ausnahme sind. Seit dem Bestehen von Bitcoin ist das aktuell mindesten der 6. Bärenmarkt. Und die Vergangenheit zeigt, dass es nach den letzten fünf Crash-Phasen im Anschluss früher oder später immer neue Allzeithochs beim Bitcoin gegeben hat. Warum also nicht auch jetzt?

Möglicher Fehlausbruch an wichtiger charttechnischer Unterstützungslinie

Im mittelfristigen Wochen-Chart beim Bitcoin wird schnell klar, welche Chancen sich auf dem aktuellen Niveau ergeben könnten. Besonders die aktuelle Wochen-Kerze ist für die aktuelle charttechnische Einschätzung entscheidend. Nach anfänglichen starken Verlusten von mehr als 25 Prozent setze ein vermehrtes Kaufinteresse ein und der Wochenverlust schrumpfte entsprechend auf nur noch knapp 9 Prozent ab.

Bitcoin: Wochen-Reversal deutet Kurse von 36.000 bis 37.000 USD steigen

In der Welt der technischen Analyse (Chartanalyse) entspricht diese aktuelle Wochen-Kerze einer Trendumkehr bzw. einem positivem Reversal (engl.: Umkehrung) auf Wochenebene. Der verhältnismäßig lange Docht und der kleine Kerzenkörper deuten an, dass hier ein Boden gefunden sein könnte. 

Die Abwärtsbewegung der letzten Tage, Wochen und auch Monate könnte also gestern am 12. Mai ihren Höhepunkt gefunden haben. Neben der besagten Wochen-Kerze deutet auch die Verteidigung einer wichtigen mittelfristigen Unterstützungslinie zwischen ca. 28.600 und 29.300 USD eine mögliche Trendwende an. 

Bitcoin Wochen-Chart mit Fehlausbruch

Diese Unterstützungslinie wurde zunächst nach unten durchschlagen. Kurz sah es damit so aus, als wenn Bitcoin nie wieder steigen würde. Doch der schnelle Rücklauf auf über 30.000 USD lässt an dieser Stelle einen klassischen Fehlausbruch vermuten, der jetzt ebenfalls eine neuerliche Aufwärtsbewegung vermuten lässt.

Noch ist es allerdings eindeutig zu früh, um hier schon wieder von neuen Rekordhochs jenseits der 69.000 USD zu fabulieren. Wichtig wird in den kommenden Tagen oder gar Wochen der Bereich zwischen ca. 36.000 und 37.000 USD auf dem Niveau der dortigen Widerstandslinie und des übergeordneten Abwärtstrends.

Geht Bitcoin durch diesen Bereich, stehen die Chancen aus heutige Sicht gut, dass sich daran anschließend eine neue Aufwärtsbewegung und gar ein neuer Bullenmarkt entwickeln könnte. Ähnlich wie nach den letzten Crash-Bewegungen der letzten Jahre könnte sich das Ganze nun wieder ins Umgekehrte entwickeln. Auch, wenn der Markt zum jetzigen Zeitpunkt nicht im Ansatz danach aussieht …

Dogecoin (DOGE) implodiert! Das ist jetzt der letzte Rettungsanker!

In Deutschland und weiten Teilen Europas sind die Temperaturen zuletzt das erste Mal in diesem Jahr der 30 Grad Marke sehr nahegekommen. Der Sommer steht also direkt vor der Tür. Der Markt der Kryptowährungen befindet sich jedoch noch immer im tiefsten Krypto-Winter. So auch Dogecoin (DOGE).

Dogecoin Kursverlauf

Dogecoin: 90 Prozent Kursverlust seit den Allzeithochs

Bereits seit Mai 2021, also ziemlich genau einem Jahr, befindet sich Dogecoin in einem nicht enden wollenden Abwärtsstrudel. Die Rekordhochs aus dem Mai 2021 sind längst vergessen und die Kurse haben seitdem um sage und schreibe 90 Prozent nachgegeben.

Jüngst ist der Kurs nochmals deutlich unter die Marke von 0,07 USD gefallen. Dieser Ausverkauf hat allerdings selbst wenig bis gar nichts mit Dogecoin zu tun. Vielmehr leidet der gesamte Sektor unter einem massiven Vertrauensverlust, der durch den sogenannten Stablecoin Luna (Terra) ausgelöst wurde. 

Der Kurs, der eigentlich eins zu eins an der US-Dollar gekoppelt sein sollte, schmierte regelrecht ab und setzt damit sofort die gesamte Branche in helle Aufruhr und alle anderen Kryptowährungen massiv unter Druck. Dogecoin hat diesen Anspruch nicht an den US-Dollar gekoppelt zu sein. Dennoch wird auch dieser Coin erst einmal massiv abgekauft und in „Sippenhaft“ genommen. 

2-Jahrestief könnte auf großes Kaufinteresse treffen

Am Donnerstag, dem 12. Mai fiel der Kurs von Dogecoin im Tagestief auf genau 0,0689 USD zurück. Dort setzte der ein positives Intraday-Reversal ein, das zumindest eine moderte Kurserholung andeuten könnte.

Im mittelfristigen Tages-Chart könnte Dogecoin jetzt einen Boden gefunden haben, der sich rein charttechnisch begründet. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die beiden grünen Unterstützungslinien ausgehend vom Januar bzw. Juni 2021. 

Dogecoin mit Charttechnik

Fast am Schnittpunkt dieser beiden Linien (Stichwort: Kreuzunterstützung) hat Dogecoin nach oben hin gedreht. Das ist mit Sicherheit nicht die große Trendwende. Dafür ist der Anstieg zu klein und noch zu unbedeutend.

Zumindest eine Kurserholung könnte jetzt aber anstehen. Dabei gerät der Abwärtstrend seit Oktober 2021 in den Fokus, der aktuell bei 0,13 bis 0,14 USD verläuft. Kann Dogecoin dieses Niveau erreichen und reicht dann noch die Kraft, so könnte es anschließend weiter hochlaufen bis auf die April-Hochs, die bei ca. 0,16 bis 0,17 USD zu finden sind.

Waves Crash! Jetzt nach Minus 82 Prozent wieder einsteigen?

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ … so oder so ähnlich könnte man die Situation der letzten Wochen und Monate bei der Kryptowährung Waves beschreiben. Es ist gar nicht so lange her, etwa Ende März bzw. Anfang April, da gehörte Waves zu den besten Kryptowährungen am Markt. Während die Masse der Coins, wie zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum, sich unterm Strick kaum bewegt hat oder gar deutlich ins Minus tendierte, haussierte Waves was das Zeug hält.

Waves Kursverlauf

Waves: Runter kommen sie früher oder später alle

Zeitweise erreichte die Performance im laufenden Jahr 2022 Werte von 338 Prozent. Allein im März schoss der Kurs um 234 Prozent nach oben. Trader, die genau auf diese Kryptowährung gesetzt hatten, wähnten sich im siebten Himmel und hielten sich für unverwundbar. 3-Stellige Kursnotierungen oberhalb der 100 USD Marke schienen nur noch eine Frage der Zeit … „To da Moon!“ … und noch höher!

Doch es kam anders. Ganz anders für die Hardcore-Fans von Waves. Der Kurs brach ab dem Rekordhoch, das am 31. März bei 63,69 USD erreicht wurde, massiv ein. Der April war ein Horror-Monat. Ganze 76,66 Prozent ging es hier abwärts. Es gab kaum einen positiven Handelstag. 

Trotz Crash noch immer besser als Bitcoin

Erst am 3. Mai kam der massive Abverkauf zum Stehen. An diesem Tag lag der Tagestiefstkurs allerdings bereits bei 11,83 USD. Ausgehend vom genannten Allzeithoch ist Waves damit also um mehr als 80 Prozent gefallen. Und das innerhalb von nur eines Monats!

Waves vs Bitcoin 2022

Die ganze schöne anfängliche Top-Performance seit dem Jahresbeginn ist in sich zusammengefallen. Die Kryptowährung Waves ist jetzt auch nur noch Mittelmaß. Allerdings gehobenes Mittelmaß. Denn mit einer Performance von etwa Minus 10 Prozent seit dem 1. Januar hält sich Waves dennoch deutlich besser als beispielsweise Bitcoin, der weiter über 20 Prozent seit dem Jahreswechsel verloren hat. 

Waves: Charttechnisch im Niemandsland

Aus der Sicht der Charttechnik ist Waves derzeit eher schwierig einzuschätzen. Am 4. Mai gab es mit einem Plus von 29 Prozent immerhin das größte Tagesplus seit dem 28. März. Das impliziert, dass das Gröbste jetzt vorbei sein könnte. 

Waves mit Charttechnik und RSI

Allerdings ist heute eine halbwegs konkrete Einschätzung in Sachen Richtung und Kurszielen nur sehr eingeschränkt möglich. Der RSI hat zwar am Crash-Tief mit gut 25 einen überverkauften Zustand angezeigt. Doch charttechnisch bietet das aktuelle kaum mehr Halt als die im Chart eingezeichnete Unerstützungszone zwischen ca. 13,75 und 7,50 USD. Hilfreich ist diese kaum. Sie dient nur zur groben Orientierung.

Vor diesem Hintergrund ist für alle, die bei Waves ein Schnäppchen wähnen, abwarten wohl die beste Option!

DAX auf 15.000 Punkte! Trotz oder gar wegen des Ukraine-Krieges?

Es war ein holpriger Start in den Mai für den deutschen Leitindex DAX. Nachdem der Monat April in der Summe leichte Verluste in Höhe von 2,20 Prozent bzw. Minus 317 Punkte für den DAX einbrachte, sah es am 2. Mai kurz so aus, als wenn sich diese negative Tendenz im neuen Monat gleich fortsetzen würde.

DAX im Kursverlauf

DAX: Unsicherheiten wohin man auch schaut

Die derzeitige Gemengelage könnte kaum unübersichtlicher, unberechenbarer und damit unsicherer sein als in diesen Wochen. Angefangen in China, wo die Null-Covid-Strategie noch immer weiter restriktiv verfolgt wird, damit jedoch der globale Warenverkehr massiv gehemmt und Lieferketten unterbrochen werden.  

Dazu kommt der nicht enden wollende Krieg in der Ukraine, der jedoch zumindest an der Börsen mittlerweile kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Die möglichen Gas- und Ölembargos von Deutschland, der EU und anderen Ländern sind, wenn sie denn kommen sollten, keine große Überraschung mehr. Und auch eine wirtschaftliche Abkühlung bis hin zu einer Rezession käme nicht aus dem Nichts, sondern bahnt sich ja bereits mit den jüngsten negativen Daten aus den USA an.

Des Weiteren steht über allem das große Gespenst der Stagflation. Also die wirtschaftliche Stagnation gepaart mit einer hohen Inflation. Dieses Szenario wird hingegen überschattet mit einer drohenden Zinswende, die sich konkret bereits in den USA andeutet.

Charttechnischer Fahrplan wird weiter abgespult

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass sich der DAX verhältnismäßig gut schlägt. Doch im Gegensatz zu mittlerweile überteuerten Immobilien, ist der deutsche Aktienmarkt weiterhin als preiswert zu bezeichnen. Und selbst ein Zinsanstieg auf 1 % in diesem Jahr würde wohl kaum jemanden darin hindern, in langfristig attraktive Aktien zu investieren.

Attraktiv ist derzeit auch die Charttechnik des DAX. In der letzten Einschätzung vom 8. April „DAX scheitert am Widerstand! Wo liegen jetzt die Kursziele?“ sah die Prognose einen weiteren Abriss auf ca. 14.000 Punkte 13.775 Punkte vor.

Am 27. April wurden es final im Tief sogar 13.566 Punkte. Die besagte Unterstützungslinie wurde in diesem Zusammenhang also leicht nach unten verlassen. Noch am gleichen Tag wurde sie jedoch zurückerobert, sodass hier ein klassischer Fehlausbruch vorliegt.

DAX mit charttechnischer Unterstützung

DAX könnte 15.000 Punkte im Sommer erreichen

Für den DAX sind das gute Nachrichten. Wer die aktuelle Gemengelage aktuell nicht ohne Weiteres unter einen Hut bekommt, schaut einfach auf den Chart. Immerhin dieser gewährt zumindest etwas Sicherheit und Ruhe.

Wie skizziert, hat der DAX jetzt die Chance auf einen erneuten Test der 15.000 Punkte Marke. Irgendwann im Laufe des Sommers könnte es damit soweit sein. Bedingung dafür ist allerdings, dass es keinen neuen Korrekturtiefs unterhalb von 13.566 gibt. Denn dann würde die besagte wichtige Unterstützungslinie ihre Bedeutung verlieren. Der DAX würde entsprechend weiter in Untiefen bzw. deutlich unter 13.000 abdriften.

Ölpreis (Brent): Warum die Kurse im Mai um gut 30 Prozent fallen könnten

Der Ölpreis der Marke Brent hat seine Überhitzung mittlerweile abgebaut. Während im Monat März noch Preise von über 120 und in der Spitze sogar 131 US-Dollar erzielt wurden, ist die Kaufpanik mittlerweile aus dem Markt entwichen. Die Kurse pendeln zwar noch stark um die 100 USD Marke. Doch neue negative Preisschocks sind in Sachen Charttechnik derzeit nicht abzuleiten. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Ölpreis Kursverlauf

Ölpreis: Der Anstieg hat mittelfristig gestoppt

Seit Dezember 2021 ist der Ölpreis fast ohne Pause kontinuierlich gestiegen. Einschließlich März im Durchschnitt um 10,79 Prozent. Diese Gewinnserie, die die Inflationsrate massiv angeheizt hat, scheint nun aber vorbei zu sein. Im laufenden Monat April steht aktuell lediglich ein kleines Plus von knapp 1,5 Prozent auf dem Kurszettel. 

In der letzten Analyse an dieser Stelle vom 10. März „Ölpreis (Brent): Warum der Spuk trotz Ukraine-Krise vorbei ist!“ wurde beim Ölpreis nach Elliott Wave ein fertiger 5-teiliger Aufwärtsimpuls beginnend ab April-Tief 2020 identifiziert. Dieses charakteristische Muster deutete an, dass die Kurse wieder den Rückwärtsgang antreten würden. Ein Korrekturziel von 87 bis 67 US-Dollar wurde genannt und charttechnisch hergeleitet.

Fallendes Dreieck deutet auf fallende Kurse hin

Selbiges wurde bisher noch nicht erreicht. Der Ölpreis entwickelt sich bisher allerdings gut in diese Richtung. Nach dem ersten Abriss auf gut 95,5 USD, die Mitte März erreicht wurden, pendeln die Kurse seitdem volatil seitwärts zwischen ca. 97 und 118 USD. 

In diesem Zusammenhang hat sich beim Ölpreis Brent ein auffälliges, zusammenlaufendes und fallendes Dreieck (höhere Tiefs und tiefere Hochs) gebildet. Vor ein paar Tagen gab es an der unteren Dreieckslinie einen Pullback nach oben. Wie im Chart skizziert, könnte die laufende Bewegung noch bis etwa 110 USD gehen und dann an der oberen Dreieckslinie in sich zusammenfallen.

Wie skizziert könnte schon in den nächsten Wochen der in Aussicht gestellte Korrekturbereich zwischen ca. 87 und 67 USD mittig erreicht werden. Ab dem Erreichen der 110 USD wäre das locker ein Kursverlust von 30 Prozent, sofern man auf ein Kursziel von ca. 75 USD abzielt.

Ölpreis mit Charttechnik

Aus heutiger Sicht ein eher abwegiges Szenario. Beim Krieg in der Ukraine weiß niemand, wie lange er dauert und was da noch alles passieren könnte. Zudem mittlerweile auch die Tauben von den Dächern ein mehr oder weniger großes Ölembargo zuungunsten Russland zwitschern, das entsprechend die Kurse (nach Lehrbuch) wieder deutlich anheizen könnte.

Doch erfahrungsgemäß kommt es immer anders, wenn die Masse sich auf ein ach so klares Szenario eingeschossen hat. Beim Ölpreis wird es sehr wahrscheinlich nicht anders laufen …

Dogecoin (DOGE) explodiert! Aber reicht das für das nächste Kaufsignal?

Es war die Meldung am Montag, dem 25. April. Elon Musk kauft Twitter vollständig für 44 Milliarden US-Dollar. Die Twitter-Aktie reagiert mit einem verhaltenen Kurssprung von 5,66 Prozent. Das wahre Gewinner an diesem Tag ist aber die Kryptowährung Dogecoin (DOGE). Sie legt beachtliche 20 Prozent zu und knallt damit hoch auf die Monatshochs von Anfang April.

Dogecoin Kursverlauf

Dogecoin profitiert wieder von Musk … dieses Mal indirekt

Es ist kein Geheimnis, dass Elon Musk als CEO und Mitbegründer von Tesla Dogecoin sehr wohlgesonnen ist. Mehrere Male hatte sich Musk auf Twitter positiv zu dieser Kryptowährung geäußert und den Kurs damit entsprechend hochschnellen lassen. Jetzt geht DOGE wieder steil. Allerdings indirekt.

Viele Marktteilnehmer hoffen und erwarten, dass Musk auch Dogecoin übernehmen könnte. Der jüngste Kurssprung basiert also, wie so oft, auf irgendwelchen wilden Fantasien und Hoffnungen, die sich in der Regel nicht bewahrheiten.

Charttechnik im grünen Bereich

Im Rahmen der letzten Analyse vom 24. März „Dogecoin (DOGE) mit Kaufsignal! Wie weit trägt der Ausbruch jetzt?“ wurde bei Dogecoin ein technisches Kaufsignal erkannt. Es basiert vor allem auf dem damaligen Ausbruch aus dem angesprochenen Keil. 

Diese Ausbruchsbewegung ließ den Kurs nun zuletzt auf fast 0,18 US-Dollar hochschnellen, die Anfang des Monats erreicht wurden. Ab dort gab es eine scharfe Gegenbewegung, die am 25. April ihr Maximum bei 0,1224 USD erreicht hat. 

Dogecoin mit Charttechnik

Dogecoin hat die Chance, doch die Widerstände sind hart!

Aus Sicht der Charttechnik ist damit alles im grünen Bereich. Der Ausbruch aus dem großen Keil bzw. Dreieck läuft noch immer. Allerdings kommt Dogecoin jetzt zunächst nicht nachhaltig über die Marke von ca. 0,17/18 USD hinaus. Im Tages-Chart ist dieser Bereich entsprechend mit einer schmalen roten Widerstandszone gekennzeichnet.

Erst, wenn diese per Tages-Schlusskurs überwunden wird, kann Dogecoin die positive Ausbruchsbewegung weiterführen. Da kann Elon Musk twittern soviel und was er will. Ohne diese weitere, wenn auch verhältnismäßig kleine Kaufsignal, wird Dogecoin auf absehbare Zeit nicht mittleren 0,2 oder gar 0,3 USD-Bereich vordringen können!

EUR/CHF: Die nächste Aufwärtsbewegung zugunsten des Euros ist schon in der Mache!

Vor ein paar Wochen, Anfang März 2022, herrschte in Bezug auf das Währungspaar Euro vs. Schweizer Franken (EUR/CHF) noch Untergangsstimmung und leichte Panik. Die damalige erstmals seit Januar 2015 erreichte Parität (der Euro ist genau so viel Wert wie der Schweizer Franken) hat viele Investoren und Trader stark verunsichert. Viele Marktteilnehmer hat, auch wegen des Ukraine-Krieges, auf einen weitere schwächer werdenden Euro gesetzt. Doch es kam bis heute ganz anders.

EUR/CHF Kursverlauf

EUR/CHF: Setup zum Long-Szenario geht bisher auf

Wie so oft, wenn sich alle(s) auf ein Thema stürzt, ist selbiges schon vorbei. Der Peak, der für ein Ereignis verantwortlich ist, ist bereits Geschichte. So ziehen runde Marken, wie zum Beispiel die Parität von zwei Währungen, Medien magisch an. So auch in diesem Fall. Anfang März, als der Euro wenige Tage nach dem Beginn des Krieges zwischen Russland und der Ukraine in die Knie ging, waren die Prognosen in der Breite düster. Das Währungspaar EUR/CHF würde wohl wegen der Schwäche der Euros weiter abwerten.

In der letzten Analyse an dieser Stelle vom 9. März „EUR/CHF: Sollten Sie die Parität zum Einstieg nutzen?“ wurde zu dieser Zeit jedoch ein anderes gegenläufiges Szenario veröffentlicht. Dieses sah einen steigenden Euro und entsprechend einen schwächelnden Schweizer Franken vor. Ein Kursziel von ca. 1,07 CHF wurde genannt und charttechnisch sowie nach Elliott Wave entsprechend hergeleitet.

EUR/CHF mit Trendkanal

Euro hat Aufwärtspotential noch nicht ausgeschöpft

Dieser „Riecher“ in Sachen Trendwende war nicht der schlechteste. EUR/CHF stieg zunächst bis zum 17. März auf 1,0424 CHF. Ab dort setzte dann jedoch eine scharfe Konsolidierung ein, bei der es zeitweise nach einem erneuten Abdriften der Kurse in Richtung Parität aussah. Am 13. April bei 1,00879 CHF fing sich der Euro nach jedoch wieder und kam der Marke von 1,04 CHF sehr nahe.

Charttechnisch haben die letzten Wochen dem Euro sehr gutgetan. Nach einem ersten impulsiven Anstieg gab es bei EUR/CHF eine entsprechende korrektive Gegenbewegung, die sogleich wieder gekauft wurde.

EUR/CHF mit Trendkanal kurzfristig

Gelingt EUR/CHF jetzt der nachhaltige Ausbruch über die Widerstandszone zwischen ca. 1,03 und 1,04 CHF, stehen die Chancen anschließend gut, dass der Euro gegen den Schweizer Franken direkt weiter aufwerten könnte. Die obere grüne Trendkanallinie wäre dann das nächste Kursziel, dass es zu erreichen gilt. 

Aktuell verläuft diese Linie bei ca. 1,08 CHF. Da EUR/CHF diesen Bereich aber sehr wahrscheinlich nicht in einem Rutsch und im Rahmen eines einzigen senkrechten Anstiegs erklimmen wird, sollten sich Trader auf die runde Marke von 1,07 bis 1,0750 fixieren.

K+S im Kursrausch! Nach über 700 Prozent jetzt noch einsteigen?

Die Rallybewegung der letzten Monate setzt sich bei K+S, früher bekannt als Kali und Salz, fast unvermindert fort. Zuletzt sorgte am 13. April eine Prognoseerhöhung des Konzernchefs Burkhard Lohr für eine Dynamisierung der Aufwärtsbewegung. Lohr erwartet aufgrund der sehr hohen Preise für Kalidünger in diesem Jahr einen Anstieg des operativen Ergebnisses von über 40 Prozent auf etwa 1,6 bis 1,9 Mrd. Euro. Der Aktienkurs explodiert vor diesem Hintergrund förmlich.

K+S Kursverlauf

 

K+S-Aktie langfristig: Einmal Preisblase und zurück

Die Aktie von K+S aus dem MDAX ging bereits vor Monaten in eine massive Rallybewegung über. Noch vor zwei Jahren, im März 2020, stand es denkbar schlecht um den Aktienkurs. Mit Kursen deutlich unter 5 EUR hatte die Aktie die Kursniveaus aus den Anfängen kurz nach dem Börsengang Ende 2001 erreicht. Damals hatte K+S den Gang auf das Parkett bei Kursen um die 5 Euro gewagt.

Die ersten Jahre lief die Aktie auch wie geschnitten Brot. K+S haussierte aus dem Stand heraus. De facto von null auf 100 explodierte der Aktienkurs damals um ein Vielfaches. Im Juni 2008 wurde dann der Peak bei fast 100 EUR erreicht. Seitdem befand sich der Aktienkurs langfristig auf einem absteigenden Ast. In mehreren Wellen schraubte sich die Aktie wieder gen Süden und erreichte gut 12 Jahre nach ihren Rekordhochs wieder das Ausgangsniveau der Preisblase. Einem Anstieg von 1.670 Prozent folgte ein Absturz um 95 Prozent. Wahnsinn!

Gibt es jetzt wieder eine Preisblase?

Doch viele Anleger hatten vor zwei Jahren den fast schon historisch günstigen Aktienkurs bei K+S zum Einstieg genutzt. Über 700 Prozent ging es seitdem schon wieder nach oben. Zuletzt wurde mit 36,45 EUR immerhin schon der höchste Stand seit August 2015 erreicht.

Und der Anstieg scheint dem zu Beginn der 2000-er Jahr zu ähneln. Zunächst sind die Anstiege kaum spürbar und optisch. Es geht mitunter lediglich linear aufwärts, mit leichter Tendenz zur Seitwärtsbewegung. Doch irgendwann wurden die Kurssprünge größer. Und als im Herbst 2021 der übergeordnete Abwärtstrend nach oben durchbrochen wurde, gab es anschließend kein Halten mehr.

K+S erreicht wichtiges charttechnisches Widerstandsniveau

Die Bäume wachsen allerdings auch bei K+S nicht in den Himmel. Schon jetzt steht die Aktie im Wochen-Chart im Anschlag. Der RSI-Indikator zeigt mit aktuell 82 eine deutlich überkaufte Situation an. Im Hoch waren es sogar schon 89. Vergleichbare Werte gab es zuletzt im Jahre 2008!

K+S mit Charttechnik

Eine überkauftes Gesamtbild alleine muss jedoch noch nicht viel heißen. Ein Blick auf den Chart ist auch sehr wichtig. Und hier ist zu erkennen, dass sich K+S aktuell inmitten einer dicken Widerstandszone bewegt!

Dessen oberes Ende verläuft allerdings bei ca. 40 EUR. Es könnte als sein, dass die Aktie von K+S dieses Niveau im Zuge der derzeitigen Euphorie noch erreicht. Spätestens dort sollte dann eine Konsolidierung einsetzen.

Anleger, die jetzt also noch nicht investiert sein, sollten also nichts überstürzten. In der aktuellen Situation noch einsteigen zu wollen, ist sehr risikoreich. Selbst wenn schnell die besagten 40 EUR erreicht werden sollte, ist das Rückschlagpotenzial in Bezug auf eine Korrekturbewegung deutlich höher als die noch zu erwartenden potenziellen Kursgewinne!

Goldminenaktien bärenstark! Sehen Sie diese positive Entwicklung auch?

Anleger und Investoren, die sich auf Goldminenaktien spezialisiert haben, kennen seit Jahren das nervige Problem, das mitunter richtig Rendite und Performance kostet: Während der Goldpreis mittel- und langfristig per Tendenz deutlich steigt, kommen die Goldminenaktien nur sehr schleppend voran. Besonders im Sommer 2020 zeigte sich die Schere in eindrucksvoller Weise.

Gold Hui, Goldminenaktien Pfui

Der Goldpreis war damals auf neue Allzeithochs jenseits der 2.075 USD gestiegen, die die Hochs aus dem Jahr 2011 deutlich getoppt hatten. Die Goldminenaktien in Gestalt des NYSE Arca Gold BUGS Index (auch besser bekannt als HUI-Index) hatte diese positive Entwicklung jedoch nicht einmal ansatzweise nachvollziehen können. 

Er schaffte es damals mit 374 Punkten nur auf den höchsten Stand seit Februar 2013. Damit notierte der Index abgeschlagene und enttäuschende 41 Prozent unter seinem Rekordhoch (639 Punkte), das im September 2011 erklommen wurde.

Goldminenaktien vs Gold langfristig

Alte Regeln gelten plötzlich nicht mehr

Goldminenaktien gelten bzw. galten lange als Hebel auf den Goldpreis. Steigt Gold, steigen Goldminenaktien etwa doppelt so stark. Viele Jahre und Jahrzehnte war dieses Wissen eine Binsenweisheit in der Szene. Seit dem Jahr 2018 etwa hat diese goldene Regel jedoch ausgedient.

Trotz Gold-Hausse bleiben die Kurse in der Gesamtheit deutlich hinter dem Goldpreis zurück. Vor Jahren noch unvorstellbar, zeigt dieser Sektor, von einigen wenigen Ausnahmen mal abgesehen, mittel- und langfristig eine deutliche Underperformance. Es ist fast egal wo man den Vergleich beginnt, er endet immer zuungunsten der Goldminenaktien.

Seit Mitte Februar 2022: Gold stark, Goldminenaktien noch viel stärker

Doch seit ein paar Wochen, seit etwa Mitte Februar 2022, scheint sich in diesem Zusammenhang etwas zu ändern. Zunächst fällt auf, dass die Goldminenaktien seit Jahresbeginn deutlich besser laufen als Gold selbst. Gut 29 Prozent stehen hier knapp 9 Prozent gegenüber. Das entspricht sogar einem Hebel von über 3!

Des Weiteren hat Gold seit dem März-Hoch wieder deutlich verloren. Genauer gesagt um 4,6 Prozent bezogen auf den Schlusskurs vom 15. März. Der HUI-Index steht, bezogen auf das Zwischenhoch im März sogar 1,2 Prozent höher.

Goldminenaktien vs Gold kurzfristig

Das ist nicht sonderlich viel. Doch die Entwicklung der letzten Wochen ist schon doch sehr eindrucksvoll. Und darauf kommt es an!

Während die Goldminenaktien in den letzten Jahren fast ausnahmslos deutlich schlechter liefen als Gold selbst, scheint dieser Trend nun schlagartig umgekehrt zu haben. 

Für Investoren ist das eine gute Nachricht. Selbst wenn Gold zunächst keine neuen Allzeithochs mehr schaffen sollte, bleibt jetzt zumindest die Hoffnung, dass die Goldminenaktien nicht mehr so stark unter Druck geraten bzw. sogar leicht Boden gut machen könnten. Ob die beschriebene positive Entwicklung nachhaltig und dauerhaft ist, müssen natürlich die nächsten Monate zeigen.

EOS: Eine große Trendwende ist möglich, wenn DAS passiert!

EOS steht in der Mythologie für die griechische Göttin der Morgenröte. Aber auch in der Neuzeit wird die Kombination aus den drei markanten Buchstaben sehr gerne und häufig genutzt. Volkswagen zum Beispiel hat zwischen 2006 und 2015 ein Fahrzeugtyp genau so genannt. Und jüngst hatte Canon eine Kamera mit der Bezeichnung EOS R5C wegen Problem beim Auto-Fokus zurückgerufen. EOS steht allerdings seit Juni 2017 auch für eine Kryptowährung.

EOS Kursverlauf

EOS: Langfristig kein klarer Trend zu erkennen

Selbige hat eine sehr bewegte Kurshistorie hinter sich. Nach dem Start Mitte 2017 ging der Kurs erst einmal steil und steig von deutlich unter 1 USD auf über 18 bzw. 22 USD. Danach setzte eine Phase ein, in der die Kursgewinne aus der Anfangszeit fast vollständig zunichtegemacht wurde. Einmal Blase und zurück quasi.

Bis Anfang 2021 passiert dann in der Summe so gut wie nichts. Der Kurs von EOS hatte es sich in einer großen Seitwärtsbewegung bequem gemacht. Ab Februar ging der Kurs allerdings erneut steil und schoss von rund 3 auf fast 15 USD nach oben. Allerdings war auch diese schnelle Rallybewegung nicht nachhaltig. Auch sie wurde ähnlich schnell wieder abgebaut, wie sie aufgebaut wurde. Im November 2021 wurde das Ausgangsniveau wieder erreicht.

EOS Wochen-Chart langfristig

Basteln die Bullen an einer bullischen inversen SKS?

In diesem Zusammenhang wurde im März, genau am 07.03 mit 1,87 USD eine wichtige langfristige Unterstützungslinie direkt getestet und verteidigt. Der Kurs von EOS nutzte diese Chance und setzt zu einer kleinen Hausse-Bewegung an, die Ende März ihr vorläufiges Maximum bei 3,17 USD erreicht. Seitdem ist der Kurs abermals eingebrochen. Auf zuletzt erreichte 2,12 USD.

Mit diesem Kursniveau geht allerdings die Hoffnung einher, dass sich im Tages-Chart eine Trendwende zugunsten der Bullen anbahnen könnte. Konkret könnte sich hier mit dem Jahrestief und dem Zwischentief im Januar sowie dem Zwischentief im März eine umgedrehte Schulter-Kopf-Schulter-Formation (inverse SKS) ausbilden.

EOS Tages-Chart mit iSKS

EOS könnte wieder auf bis 5 USD steigen

Diese würde implizieren, dass EOS aktuell an einer breiten Bodenbildung basteln und am Ende wieder deutlich steigen würde. Bevor es aber soweit und sich Trader gedanklich auf Kurse von über 5 USD einstellen können, darf es zunächst einmal natürlich zu keinen neuen Kurstiefs mehr kommen. Dieses Verhalten wäre ganz klar kontraproduktiv und würde das vorgestellte Setup schnell zunichtemachen.

Zusätzlich spielt auch die im Chart angedeutet Widerstandszone zwischen ca. 3,07 und 3,65 USD eine wichtige Rolle. EOS muss diesen Bereich nachhaltig hinter sich lassen, sonst ist es auch in diesem Zusammenhang Essig mit einem weiteren Kursanstieg.

Der Grundstein für eine abermalige Rallybewegung bei der Kryptowährung EOS ist also gelegt. Jetzt kommt es darauf, dass sich bullische Setup auch auf die Gegenwart und besonders auf die Zukunft überträgt!