Neuer Inflationsrekord im April – Experte erklärt Kosten überraschend hoher Inflation

Wir berichteten schon über die Kosten zu erwartender Inflation. Doch noch tückischer sind die Kosten der überraschenden Inflation. Im April ist die Inflationsrate mit 7,4 Prozent “überraschend” angestiegen. Der höchste Wert seit 1981, berichtet die Tagesschau.

Überraschende Inflation ist tückischer Dieb

Der langjährige Inflationsbeobachter und Zentralbankkritiker Prof. Thorsten Polleit unterteilt die Kosten der Inflation in zwei Bereiche: Die Kosten der zu erwartenden Inflation und wie man ihnen ausweicht, haben wir in einem vorhergehenden Artikel schon gezeigt. Und die Kosten der überraschenden Inflation und wie man Ihnen entflieht, zeigen wir jetzt.

Entwertung langfristig angelegter Gelder

Wer Geld als Kredit vergibt, wird normalerweise die Inflation in den Zins einpreisen. Bei 2 Prozent Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte zum Beispiel eine Privatperson keinen Kredit unter 2 Prozent vergeben. Denn entwertet sich die Kreditforderung um 2 Prozent jährlich, muss dass mindestens durch einen Zins von 2 Prozent ausgeglichen werden, damit kein Verlust entsteht.

In Wirklichkeit müssen sogar 2,66 Prozent verdient werden. Dies damit nach Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf die Zinsen noch 2 Prozent netto nach Steuern übrig bleiben. Soweit, so gut. Doch wenn die Inflation höher steigt als erwartet, werden auch umsichtige Investoren enteignet, die versuchten, die Inflationsrate in ihre Zinsforderungen einzureisen.

Ausweichstrategie: Finger weg von nominellen Forderung, die auf inflationierbares Geld lauten. Durch das Hochschrauben der Inflation per Gelddruckmaschine der Zentralbank kann der Staat diese entwerten.

Lieber in Gold, Bitcoin, Aktien oder Immobilien investieren, als in Staatsanleihen, Sparbücher, Bank- oder Unternehmensanleihen. Oder: Indexierte Anleihen kaufen, deren Rückzahlungswert und Zinsen an die Inflation gekoppelt sind.

Reale Lohneinbußen für Angestellte

Der normale Lohnarbeiter schaut bei der Inflation kräftig in die Röhre. Trotz Gewerkschaften und Sozialpolitikern: Kommt die Inflation überraschend, werden die Lohne nicht so schnell angehoben, wie die anderen Preise steigen.

Die Mühlen der Sozialbürokraten arbeiten langsam. Und reguläre Lohnerhöhungsrunden gibt es nur einmal im Jahr. Läuft die Inflation wie gerade jetzt aber schon vorher aus dem Ruder, entwertet sich der Lohn des Arbeiters, bevor er erhöht werden konnte.

Ausweichstrategie: Auf Lohnarbeit, die den Arbeitslohn über langfristig angelegte Verträge auf der Schlachtbank der Inflation fixiert, kann ganz verzichtet werden. Programmierer, Anwälte, Ingenieur-Sachverständige, Handwerker, Reinigungskräfte – fast jeder kann auch auf selbständiger Basis arbeiten. Die Preise für den Stundenlohn können so von heute auf morgen an die Inflation und aktuelle Marktlage angepasst werden.

Gewinnschwund durch Fehlinvestitionen

Gewinne leiden unter Inflation, weil erhöhte Produktionskosten nicht immer auf die Preise umgewälzt werden können. Zwar denken viele Unternehmen bei hohem Geldmengenwachstum durch die Kreditvergabe aus dem Nichts zu Nullzinsen der Zentralbank erst mal: Investieren ist super billig und einfach. Doch durch das viele neue Geld steigen auch die Preise.

Unternehmen kalkulierten beim Eingehen ihrer Investition jedoch noch zu den alten Preisen. Werden sie durch Preisanstiege ihrer Zulieferprodukte überrascht, rentiert sich ihre Investition nicht mehr, wenn sie diese Preise nicht auch an ihre Endkunden weitergeben können. Und das ist trotz allgemein hoher Inflation bei allgemein steigendem Preisniveau längst nicht für alle Produkte der Fall.

Denn die Konsumenten, müssen durch die höheren Preise mehr für die Produkte des täglichen Bedarfs zahlen. Für zusätzliche Luxusgüter, in deren Produktion angereizt durch Null- und Negativzinsen investiert wurde, bleibt dann kein Budget mehr. Fehlinvestitionen und Investitionsruinen resultieren.

Ausweichstrategie: Investoren können sich gerade in Zeiten turbulent verlaufender Inflation auf Investments in stabile Unternehmen am Anfang der Produktionskette konzentrieren. Das können z. B. Energie- und Lebensmittelversorger sein.

Investitionen in Firmen, die Produkte herstellen, auf die Menschen nicht verzichten können, selbst wenn alle Preise rasant steigen, sind dann der Trumpf.

Fazit: Das Geschäft der Zentralbank und des Staates mit der Inflation zerrüttet langfristige Verträge. Es benachteiligt Angestellte und sozial Schwache, deren Lohn- und Sozialforderungen sich entwerten. Es löst strukturelle Fehlinvestitionen aus, verschwendet so Ressourcen und schädigt Wohlstand und Umwelt aller.

Jeder, der der Inflation ausweicht, reduziert jedoch ihre schädlichen Effekte und trägt so als Wirtschaftsteilnehmer zur Rückkehr des Wohlstands und der sozialen Gerechtigkeit bei.

 

Inflationsexperte erklärt Kosten der Inflation – so weicht man diesen aus

Momentan haben wir in Deutschland für März mit 7,3 Prozent die höchste Inflationsrate seit der Wiedervereinigung. Auch in den USA, grassiert die Inflation mit 7,5 Prozent.

Schon im Februar und Januar hatten wir Rekord-Inflationsraten von 5,8 und 5,1 Prozent. FX Empire warnte rechtzeitig vor der hohen Inflationsrate, unter anderem wegen der Ukraine-Krise. Und wir zeigten, wie Investoren von der Inflation profitieren können. Der Hamburger Investment-Profi Krug, sieht im Interview mit FX-Empire sogar einen Crack-up-Boom auf uns zukommen: Totale Geldentwertung bei massiv steigenden Preisen.

In seinem jüngsten YouTube-Video erklärt Ökonom und Inflationsexperte Professor Thorsten Polleit “die Kosten der Inflation”. Polleit unterscheidet zwischen Kosten zu erwartender und überraschend eingetretener Inflation. Wir zählen heute die Kosten der zu erwartenden Inflation auf. Und wir zeigen Ihnen, wie sie diese Kosten vermeiden.

Entwertung erhöhter Kassenhaltung

Wenn alle Preise steigen, muss man mehr Geld in der Kasse halten, um Einkäufe des täglichen Bedarfs zu erledigen. Physisch im Geldbeutel oder elektronisch auf dem Konto. Dieses Geld entwertet sich.

Ausweichstrategie: Die Kassen kann in Form von Gold oder Bitcoin gehalten haben. Es gibt Debit- und Kredit-Karten, die auf ein Gold- oder Bitcoin-Konto laufen und erst im Moment des Bezahlens den nötigen Betrag in das inflationäre Geld Euro umtauschen. Demnächst stellen wir Ihnen hierzu auf FX Empire einige Lösungen vor.

Besser noch: Gleich Wirtschaftsakteure finden, die nicht inflationäres Geld wie Bitcoin oder Gold direkt entgegennehmen. Dann kann man seine Kasse in diesem Geld vorhalten statt in inflationärem Euro. FX Empire stellte beispielsweise einen Immobilienkauf mit Bitcoin vor.

Entstehung sogenannter “Menükosten”

Durch die Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufiger anpassen. Dadurch entstehen sogenannter “Menükosten”. Die Zentralbank druckt mehr Geld. Die Preise steigen. Ein Restaurant muss dann beispielsweise seine Speisekarten neu drucken, um die höheren Preise darauf abzubilden. So entstehen die “Menükosten”.

Ausweichstrategie: Unternehmen können elektronische Preislisten herausgeben. Im Restaurant kann dass eine Speisekarte sein, die Kunden über eine App einsehen. Oder es liegen Tablets aus. Auch Supermärkte mit elektronischen Preisschildern gibt es bereits. Im Online-Shop ist es ohnehin kein Problem. Diese Preise können an die publizierte Inflationsrate des statistischen Bundesamtes gekoppelt und automatisch mit ihr erhöht werden.

Besser noch: Preise gleich in stabileren Währungen aufschreiben. In vielen Ländern mit schlechter Währung werden Preise z. B. gleich in US-Dollar statt der lokalen Landeswährung aufgeschrieben.

Erhöhter Aufwand von Preisvergleichen

Durch die Inflation werden Preisvergleiche im Zeitverlauf aufwändiger. Habe ich bei 7,3 Prozent aktueller Inflation Gewinn gemacht, wenn ich eine Immobilie vor einem Jahr gekauft habe und heute verkaufe? Die Antwort lautet: Nur wenn ich zu einem Preis verkaufe, der höher als 7,3 Prozent gegenüber dem Einkaufspreis liegt.

Welcher Kühlschrank ist bei 7,3 Prozent Inflation billiger? Der, den ich mir vor einem Jahr angeschaut habe? Oder der, den ich heute anschaue? Die Antwort lautet: Der Kühlschrank, der nicht mehr als 7,3 Prozent im Preis gestiegen ist, ist billiger.

Ausweichstrategie: Preise können zum Beispiel mittels einem selbstgebauten Excel-Tool im Zeitverlauf um die Inflationsrate korrigiert und so besser verglichen werden. Dann hält sich der Aufwand in Grenzen. Oder man rechnet gleich in anderen Währungen wie Bitcoin. Preise von Krypto-Assets an Krypto-Börsen werden zum Beispiel standardmäßig auch in Bitcoin angezeigt.

Steuererhöhung durch “kalte Progression”

Steigt die Inflation, steigen mit der Inflation idealerweise auch die Löhne gleichermaßen. Doch dadurch haben Arbeitnehmer nicht automatisch die gleiche Kaufkraft in der Tasche. Steigt der Lohn etwa bei einer Geldentwertung von 7,3 Prozent auch um 7,3 Prozent müssen erst mal mehr Steuern gezahlt werden. Netto, also nach Steuern bleibt dann weniger Kaufkraft übrig als vorher.

Diesen Effekt nennt man kalte Progression. Denn mit steigendem Lohn steigt die prozentual zu zahlenden Einkommenssteuer. Man nennt das einen progressiven Steuertarif.

So zahlt man in Deutschland bis zu einem Jahresgehalt von 9.985 Euro noch keine Einkommenssteuer. Auf das Gehalt zwischen 9.985 bis 14.927 Euro pro Jahr zahlt man 14 Prozent Einkommenssteuer. Auf das Gehalt zwischen 14.927 Euro bis 58.597 Euro pro Jahr zahlt man bereits 42 Prozent Einkommenssteuer. Und ab 277.826 Euro Jahresgehalt zahlt man sogar 45 Prozent Einkommenssteuer (vgl. lohn-info.de).

Ausweichstrategie: Man kann auf Lohnarbeit verzichten und auf Einkommensquellen ausweichen, die steuerfrei sind oder einem fixen Steuersatz unterliegen, der nicht mit der Inflationsrate steigt.

Der Verkauf von Gold oder Bitcoin ist nach einer Spekulationsfrist von einem Jahr beispielsweise steuerfrei. Der private, nicht gewerbliche Verkauf von Immobilien ist nach zehn Jahren steuerfrei.

Kapitalerträge aus Aktien etwa werden fix mit der Abgeltungssteuer von 25 Prozent versteuert. Sozialgelder wie Arbeitslosengeld, Elterngeld, Kindergeld oder wissenschaftliche Stipendien sind ebenfalls steuerfrei, werden aber in der Regel mit der Inflationsrate erhöht. Auch die Auswanderung in ein Land mit niedriger Inflation kann eine Lösung sein.

 

 

 

10 Millionen Geflüchtete werden Immobilien-Preise weiter treiben

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock geht von bis zu 10 Millionen Flüchtlingen durch den Ukraine-Konflikt aus: “Und wir werden sie alle aufnehmen.” Das wird die Immobilien-Preise weiter nach oben treiben.

10 Millionen neue Menschen in Deutschland

Deutschland hat derzeit einen Bevölkerungsstand von 83,2 Millionen Menschen. In einer kürzlichen Rede am 26.03.2022 in Cottbus kündigte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in Bezug auf die Ukraine-Krise an: “Es werden 8 bis 10 Millionen Geflüchtete kommen. Und wir werden sie alle aufnehmen.

Das würde ein Bevölkerungsplus von 10 bis 12 Prozent für Deutschland bedeuten. Die derzeitige Bevölkerung der Ukraine beläuft sich auf rund 40 Millionen Menschen. So ist die Schätzung der Außenministerin durchaus realistisch, dass etwa ein Viertel davon fliehen wird. Auch, dass die meisten davon nach Deutschland kommen werden, scheint realistisch.

Totgeglaubte leben länger

Wer sich die Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anschaut erkennt: Der Trend zu mehr Zuwanderung nimmt kontinuierlich zu. Während mit der Balkan-Krise Anfang der 90er Jahre rund 1 Million neue Menschen nach Deutschland kamen, waren es mit der Flüchtlingskrise um das Jahr 2015 herum bereits rund 2 Millionen (vgl. Das Bundesamt in Zahlen 2021, Seite 9).

Die Prognosen, dass die Bevölkerung in Deutschland wegen der abnehmenden, niedrigen Geburtenraten zurückgehen und die Immobilien-Preise darum fallen würden, liegen darum falsch.

Immobilien-Preise werden weiter steigen

Die Immobilien-Preise in Deutschland werden durch die zunehmende Bevölkerung weiter steigen. Alleine schon, weil wegen des Krieges in der Ukraine Immobilien zerstört werden, müssen die übrig gebliebenen Immobilien im Zentrum von Europa an Wert gewinnen. Immobilien werden knapper.

Die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge können sich Immobilien zudem leisten. Zunächst erhalten sie dafür Soforthilfe vom Staat. Später integrieren sie sich idealerweise in den Arbeitsmarkt und können die Miete und Bankrate für die Immobilie aus ihrem laufenden Einkommen bedienen.

Fazit: Es gibt keine Immobilien-Blase

Die Immobilien-Preise haben sich in Wachstumsregionen in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren gerade einmal verdoppelt. Die Basis-Geldmenge wurde in der Euro-Zone seit Euro-Einführung von etwa 0,5 auf aktuell rund 6 Billionen Euro verzwölffacht. Derzeit erleben wir eine Rekord-Inflation von 7,3 Prozent und mehr.

Hinzu kommen zahlreiche weitere Flüchtlinge nach Deutschland die Wohnraum für sich beanspruchen. Die Immobilien-Preise werden weiter steigen. Wer zu billigen Zinsen, finanziert durch die laxe Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) Immobilien gekauft hat, macht weiterhin einen guten Gewinn.

Krypto-Seminar vom Verband der Auslandsbanken

Verband der Auslandsbanken gibt Krypto-Seminar

Der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e. V. veranstaltet am 12. April von 9:00 bis 14:00 Uhr ein Online-Seminar zum Thema „Krypto, Blockchain, Token – Digitalisierung im Bankensektor“.

Agenda: Digitalisierter Finanzmarkt bis rechtliche Bedingungen

Die Agenda der Veranstaltung umfasst folgende vier Punkte:

  • Überblick: Treiber und Tendenzen eines digitalisierten Finanzmarktes
    Dr. Christian Storck und Dr. Florian Reul | Linklaters LLP
  • Use-Case: Die Emission eines Kryptowertpapiers nach dem eWpG – Darstellung der rechtlichen, technischen und prozessualen Anforderungen am Beispiel des ersten Kryptowertpapiers in Deutschland
    Eric Romba | Osborne Clark
    Daniel Maier | Chartered Investment Germany GmbH/e-Sec GmbH
    Markus Kluge und Moritz Stumpf | TokenForge GmbH
  • DLT-basierte Fondsabwicklung – Digitale Zukunft der (globalen) Fondsindustrie
    Volker Braunberger | INTAS.tech GmbH/Funds On Chain GmbH
  • Krypto-Fonds(-Anteile) – Rechtliche Rahmenbedingungen für Kryptoinvestments und DLT-basierte Fondsanteile
    Dr. Nick Wittek | Jones Day

Anmeldung bis 10. April möglich

Eine Anmeldung ist unter https://www.vab.de/event/online-seminar-krypto-blockchain-token-digitalisierung-im-bankensektor-am-12-april-2022/ noch bis zum 10. April möglich. Auch nähere Information zur Veranstaltung sind unter diesem Link zu finden. Die Teilnahmegebühr beträgt für Mitglieder des Verbands 320 Euro und für Nicht-Mitglieder 420 Euro.

Interessant für Entscheider im Finanzwesen

Interessant ist das Seminar vor allem für Entscheidungsträger im Bank- und Finanzwesen, die selbst blockchain-basierte Investment-Produkte anbieten oder Dienstleistungen dazu erbringen wollen. Aber auch für potenzielle Investoren, die sich frühzeitig ein Bild über künftige Trends machen wollen, scheint das Seminar spannend.

 

Inflationsbombe ist explodiert: 7,3 Prozent Neu-Rekord

Momentan bricht die Inflation einen Monat nach dem anderen einen neuen Rekord. Eine totale Geldentwertung ist wahrscheinlich.

Inflationsbombe geplatzt

Wir warnten bereits im Februar davor. Die Sanktionen gegen Russland würden die Inflationsbombe zünden. Nun ist genau das passiert. Benzin, Gas, Speiseöl, die Preise explodieren förmlich. Im März wird wieder ein trauriger Inflationsrekord erreicht: 7,3 Prozent schätzt das statistische Bundesamt.

Krieg wird als Ausrede missbraucht

Der Krieg in der Ukraine ist dabei allenfalls ein Auslöser für die Inflation. Seit Einführung des Euros hat die Europäische Zentralbank die Basisgeldmenge jedoch mehr als verzwölffacht. Eine disziplinlose, überschuldete Staatswirtschaft wurde geschaffen.

Diese gleicht mit einer Staatsquote von 54 Prozent in der Euro-Zone mehr dem Sozialismus als der freien Marktwirtschaft. Und sozialistische Systeme sind per se unproduktiv und durch Mangel wie Geldentwertung geprägt.

Mangel an Gegenwerten für Billig-Geld

Während fleißig neues Geld gedruckt wird, wird immer weniger produziert. Eine demographisch überalterte Gesellschaft. Massenhaft steuern die Baby-Bommer auf die Rente zu. Kaum natürliche Rohstoffe. Produktionsstopps wegen dem Corona-Regime. Und auch sonst immer mehr Bürokratie und Steuern. Wenig Arbeitsanreize, dafür hohe Sozialleistungen.

Zentralbank nimmt Zuschauerrolle ein

Anstatt gegenzusteuern nimmt die Europäische Zentralbank (EZB) eine Zuschauerrolle ein. EZB-Chefin Lagarde rechnet selbst mit einer sogar noch höheren Inflation. Die Zentralbank könnte die Inflation jederzeit zurück führen. Dazu müsste sie lediglich die Geldmenge reduzieren. Die Leitzinsen könnten erhöht werden.

So bestünden Anreize, Kredite an die EZB zurück zu zahlen. Das im Umlauf befindliche Geld würde weniger und wertvoller. Doch das tut die EZB nicht. Wohl, um den Interessen überschuldeter Staaten und Banken mit billigen Krediten zu dienen. Dies geschieht auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger, deren Geld sich immer weiter entwertet.

Totale Geldentwertung wahrscheinlich

Beherzte Struktur-Reformen sind in der Euro-Zone nicht absehbar. Also beispielsweise das Halbieren der Staatsquote von sozialistischen 54 Prozent auf deutlich unter 30 Prozent. Das wäre aber nötig, um die Produktivität und somit die Güterversorgung zu verbessern.

Mehr Güter könnten einen Gegenwert für das viele Geld schaffen. Im Gegenteil gibt es jedoch keine Strukturreformen. Und es wird immer mehr Geld gedruckt. Das ist wie ein toxischer Inflationscocktail.

Fazit: Raus aus dem Euro

Wer kann, sollte Euro-Bestände abverkaufen. Gold, Bitcoin, Aktien großer Firmen, Immobilien, Währungen rohstoffreicher Länder mit seriöser Geldpolitik. Das können werthaltige Anlagen sein. Wer weiterhin mehr Euros besitzt, als für die täglichen Einkäufe nötigt, wird aller Voraussicht nach, sein Vermögen verlieren. Denn ein Zurück aus der hohen Inflation ist nicht mehr absehbar.

“Staatenloser” reist mit Kryptowährungen um die Welt

Ralph Bärligea: Christoph Heuermann, Sie haben Ihr Studium in öffentlicher Verwaltung an der Universität Konstanz absolviert und leben jetzt „staatenlos“. Vereinfacht gesagt reisen Sie durch alle Länder der Welt, sind überall und nirgendwo und müssen darum auch legal fast nirgendwo wirklich Steuern zahlen.

Sie lieben erklärtermaßen Kryptowährungen, weil sie ebenfalls unabhängig von der Bevormundung durch Staaten sind und Sie die persönliche Freiheit über Alles schätzen. Aber mal Hand auf‘s Herz. Konnten Ihnen Kryptowährungen auf Ihren vielen Reisen wirklich helfen? Wenn ja, schildern Sie doch bitte mal konkrete Anekdoten aus Ihrer Reise-Praxis.

Oder war das Staatsgeld in Form von Bargeld oder Kreditkarte trotz Inflation und digitaler Überwachung nicht doch einfach praktischer im Alltag? Gibt es Fälle in denen Kryptowährungen praktischer sind und andere in denen Staatsgeld besser ist? Wie und wann konkret setzen Sie Kryptowährungen in Ihrem Leben ein und welche Vorteile haben sie dann davon im Vergleich zu herkömmlichen Zahlungsmitteln?

Christoph Heuermann: Es gibt tatsächlich einige Situationen, in denen Krypto-Währungen bisher sehr nützlich für mich waren. Ich denke etwa an meinem Aufenthalt im Sudan und Südsudan 2019. Direkt davor war ich zudem im Iran unterwegs.

Meine stattlichen Bargeldsummen wurden immer kleiner, da man in genannten Ländern aufgrund von Sanktionen kein Geld am Automaten abheben oder lokal mit deutscher Karte bezahlen kann. Als dann noch mein Flug aus dem Südsudan gestrichen wurde, war ich bankrott in einem der ärmsten Länder der Welt. Zum Glück gibt es aber selbst in solchen Ländern Bitcoin-Nutzer.

Mein Glück war, dass ich diese kannte. Innerhalb von einer Stunde war ich bereits mit neuen Mitteln ausgestattet und konnte noch am gleichen Tag bar bezahlt das Land mit einer anderen Fluglinie verlassen.

In einem anderen Fall wurde meine Visa-Kreditkarte gesperrt, die ich tatsächlich überwiegend zum Geld abheben nutze. Zum Glück habe ich in meinem Portmonee noch einige Krypto-Kreditkarten, die ich eher als Test in der Vergangenheit mal beantragt hatte.

Im Normalfall nutze ich Visa und American Express, weil ich damit als bekennender Meilenoptimierer bessere Boni habe. Hier konnte ich nun aber die bisher kaum genutzte Karte (Xapo) mit einer schnellen Bitcoin-Überweisung direkt aufladen und verwenden.

Mittlerweile gibt es aber ja auch Debitkarten mit attraktiven Boni. Für die Vorteile der schwarzen Crypto.com Debitkarte stake ich doch gerne 350.000 USD für 6 Monate. 8% Cashback ist mehr als konkurrenzlos im Fiat-Markt, auch wenn meine Amex-Umsätze mir schon einige kostenlose First-Class-Flüge mit Emirates beschert haben. Aktuell reichen mir allerdings auch die 5% mit 35.000 EUR Stake völlig aus – neben vielen weiteren Boni. 

Die mir erst kürzlich gelieferte Crypto.com Karte nutze ich daher zunehmend – auch wenn es die ursprüngliche Idee von Bitcoin natürlich konterkariert. 2012 habe ich bereits Burger und Bier in Bitcoin bezahlt – mein teuerstes Dinner im Nachhinein. 10 Jahre später kenne ich leider nicht viel mehr Plätze, wo dies direkt möglich ist.

Krypto ist für mich in seiner puren Form dann eher interessant zur Wertanlage. 99% meiner Krypto-Währungen sind auf einem Hardware-Wallet und gestaked. Sie gehören mir wirklich und nicht einer Bank oder dem Staat. Nur damit kann ich bei der aktuellen Politik und Gesetzgebung ruhig schlafen – trotz der Volatilität, die in meinen Augen aber langfristig nur nach oben zeigen kann.

Ralph Bärligea: Könnten Sie sich vorstellen, dass Kryptowährungen auf Grund der Vorteile, die sie aufgezählt und im Reise-Alltag auch so erlebt haben, einmal staatliche Währungen weitestgehend verdrängen oder ihnen zumindest in bestimmten Sektoren wie dem internationalen Geldtransfer den Rang ablaufen? Schildern Sie bitte, welche Entwicklung Sie hier auf Grund Ihrer Erfahrung warum vorhersehen?

Und werden es wie Gold und Silber unter den Edelmetallen oder US-Dollar und Euro unter den Staatswährungen vor allem die zwei größten Kryptowährungen Bitcoin und Ether sein, die vornehmlich wegen Netzwerkeffekten das Rennen machen oder sehen Sie die Entwicklung differenzierter?

Christoph Heuermann: Die Technologie ist herkömmlichen Geldtransfers sicherlich weit überlegen. Dennoch bringt es mir in den typischen Anwendungsfällen relativ wenig. Wenn ich als Tourist nach Argentinien reise, dann nutze ich dennoch Western Union um mir Geld schicken zu lassen, da ich mich dafür bei Abholung lediglich ausweisen muss.

Um Krypto in Fiat zu wechseln bedarf es meist einer aufwändigeren Verifikation mit lokalem Konto und oft Wohnsitz als Bedingung. Ein weit verzweigtes Filialnetz, das Krypto-Transfers in Cash auszahlt, habe ich auf meinen Reisen bisher noch nie gesehen. 

Ich bin dennoch sehr bullish für den Krypto-Markt allgemein. Man darf nicht vergessen dass die technologische Entwicklung nach 10 Jahren immer noch in den Kinderschuhen steckt und erst langsam die wirklichen Herausforderungen auf technologischer Ebene angegangen werden.

Von Bitcoin und Ethereum halte ich allerdings relativ wenig. Sie haben historisch sicher Großes geleistet, sind für die breite Nutzung durch die Massen aber völlig ungeeignet. Das sture Festhalten an der umweltschädlichen Proof-of-Work-Kryptografie wird den Bitcoin-Maximalisten bald durch staatliche Verbote um die Ohren fliegen. Ethereum ist da sicherlich flexibler, hat aber viele hausgemachte Probleme mit seiner Technologie. Beiden droht zudem die realistische Gefahr von Quanten-Computern. 

Natürlich kann man Krypto nicht per se verbieten. Darin liegt ja genau ihr Reiz. Man kann nur die Fiat-Schnittstellen regulieren oder verbieten oder das stromintensive Mining einschränken.

Bei hochmobilem Kapital wie Kryptowährungen reicht aber ja ein einziges Land auf der Welt aus, das genau dieses Mining ermöglicht und die Fiat-Schnittstelle bietet. Und diesen Staat – und sei es eine kleine Insel –  wird es bei der Billionen-industrie namens Krypto immer geben. El Salvador hat sich als aussichtsreicher Kandidat bereits in Stellung gebracht.

Ein Großteil meiner nicht geringen Krypto-Werte liegt etwa in dem noch recht unbekannten Radix-Projekt, das aber bereits die Entwicklung kurz nach Ethereum gestartet hat. Statt mit einer halbgaren Technologie wie Ethereum viel Reibach zu machen ist Radix aber erst 8 Jahre später überhaupt an die Märkte gekommen und noch längst nicht final abgeschlossen.

Radix löst das Problem der Transaktionsgeschwindigkeit mit potentiell unendlicher Skalierung und vereint diese Skalierbarkeit mit Dezentralität und Sicherheit. Ungelöste Herausforderungen im DeFi-Sektor wie Atomic Composability haben damit endlich einen Abschluss in Aussicht. Radix DLT hat mich so sehr begeistert dass wir mittlerweile eine der erfolgreichsten Masternodes betreiben und bereits eine dezentrale Börse auf Radix-Basis programmieren (Ociswap).

Ralph Bärligea: Noch eine kurze Frage zum Abschluss… An fast allen Flughäfen und größeren Bahnhöfen bemerkt man die Möglichkeit, auch Gold kaufen oder gegen die lokale Landeswährung eintauschen zu können. In Deutschland bietet das vor allem die im genossenschaftlichen Finanzverbund organisierte Reisebank an. Aber spielt Gold auf Ihren Reisen überhaupt noch eine Rolle? Wenn ja, in welchen Situationen? Welche Vorteile bringt Gold in diesen Situationen gegenüber staatlichem Geld und Kryptowährungen für Sie ganz persönlich?

Christoph Heuermann: Habe ich persönlich noch nie gesehen – und finde ich auch unpraktisch. Gold mag ein stabileres Wertaufbewahrungsmittel als Krypto-Währungen sein, aber als Dauerreisender ist es sehr unpraktisch. Da ist mir meine Rolex am Arm deutlich lieber. Die lässt sich im Notfall mit deutlich geringerer Aufmerksamkeit zu deutlich mehr Geld machen als ein Beutel voller Goldmünzen.

Und auch wenn es noch keine wirklich 100 % saubere Lösung für insbesondere dezentrale Stablecoins gibt, kommen einige Projekte dem schon relativ nahe. Und dezentrale Stablecoins – vor allem bald auf Radix-Grundlage – werden mir immer deutlich lieber sein als ein schweres Metall, das diversen wenn auch kalkulierbaren Counterparty-Risiken ausgesetzt ist. Habe ich meinen Private-Key, bin das einzige Risiko ich selbst und mein schlechtes Gedächtnis.

Aber ich habe natürlich nichts gegen Gold – ganz im Gegenteil. Ich bin in Gesellschafter diverser Minen-Firmen und habe auch ein eigenes Projekt in Marokko. Aber meinen Anteil an der Goldförderung nutze ich lieber um das Gold zugunsten von Krypto-Währungen zu verkaufen. Die kann man zwar auch nicht essen, aber es ist eben auch nicht alles nur Gold, was glänzt.

 

 

Neues Rekordhoch bei Euro-Inflation: 5,8 Prozent!

Bereits im Januar gab es eine Rekord-Inflation im Euro-Raum von 5,1 Prozent. Bei FX Empire hatten wir schon damals rechtzeitig davor gewarnt, dass die Inflationsrate weiter eskalieren könnte. Zudem werden Sanktionen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise die Inflationsbombe zünden, war die Prognose. Jetzt liegen die Inflationszahlen für Februar vor. Und der Fall ist eingetreten. Die Inflation ist weiter gestiegen. Sie liegt bei aktuell 5,8 Prozent für Ende Februar!

EZB will weiter nicht gegensteuern

Die Europäische Zentralbank (EZB) will weiter nicht gegensteuern. Sie will den Leitzins nicht erhöhen. Durch einen höheren Leitzins, den die EZB für das von ihr aus dem Nichts geschaffene, als Kredit vergebene Geld verlangt, wären Anreize gesetzt, Kredite an die EZB zurück zu zahlen. So würde Geld aus dem Umlauf verschwinden. Die Geldmenge würde reduziert oder weniger stark wachsen. Dies könnte den Geldwert stabilisieren. Die Inflationsrate bzw. Geldentwertung könnte zurück gehen.

Doch im Gegenteil soll jetzt wegen dem Ukraine-Konflikt weiter billiges Geld zur Verfügung gestellt werden: Zur Kriegsfinanzierung bzw. Verteidigung der bereits in großen Teilen durch Russland besetzen Ukraine.

Gute Gründe für Billig-Geld gab es immer

Seit es die Europäische Zentralbank gibt, hat sie immer gute Gründe für’s billige Geld gehabt. Schon mit ihrer Gründung 1998/1999 ging es mit einem niedrigen Leitzins von 3 Prozent los. Das Platzen der Dotcom-Blase 2000/2011 bot dann die Rechtfertigung, den Leitzins schrittweise bis Mitte 2006 weiter auf nur noch 2 Prozent zu senken.

Das Platzen der Immobilien-Blase 2007/2008, das in eine Weltfinanzkrise mündete, bot dann die Steilvorlage dafür, den Leitzins weiter bis auf Null zu senken. Corana war ein Grund die Leitzinsen weiter bei Null zu lassen. Der Krieg in der Ukraine ist jetzt die Justifikation dafür, den Leitzins ebenfalls weiter auf Null zu lassen und womöglich die Rechtfertigung für Hyperinflation, also eine sehr starke Geldentwertung.

Der statistische Trend zeigt bis auf wenige zwischenzeitliche Leitzinserhöhungen klar in Richtung immer weiter sinkende Leitzinsen. Der Trend zeigt auch eine immer stärker steigende Geldmenge und damit Inflation. Die Zentralbank-Geldmenge hat sich seit Euro-Einführung rund verzwölffacht. Die Inflationsrate respektive Geldentwertung sprengt einen Rekord nach dem anderen.

Staatsfinanzierung und Schulden-Party

Hinter dem billigen Geld steckt auch das politische Interesse der verdeckten Staatsfinanzierung. Durch das billige Geld können sich die EU-Staaten billig verschulden. Die Staatsverschuldung der Staaten der Europäischen Union hat sich seit der Euro-Einführung 1999/2000 von umgerechnet 5,7 Billionen US-Dollar auf aktuell rund 14,1 Billionen US-Dollar nahezu verdreifacht.

Entgegen der Lippenbekenntnisse von Politikern sind die Staatsschulden nie gesunken, sondern permanent gestiegen. Die Staatsverschuldung in der Euro-Zone liegt relativ zum Brutto-Inlandsprodukt bei einem Rekordhoch seit Euro-Einführung von nahezu 100 Prozent. Die maximale Schuldenobergrenze für EU-Staaten laut Maastricht-Vertrag wird einfach nicht mehr beachtet.

Durch die Inflation können die Staaten ihre Schulden entwerten. Bei höheren Zinsen und niedrigerer Inflation wären sie Pleite. Darum liegt es nicht im staatlichen Machtinteresse die Inflation abzustellen. Ohne die Inflation wird zudem der Krieg mit Russland in der Ukraine nicht finanzierbar sein.

Mit einer Staatsquote von 54,1 Prozent liegt die Steuerlast bereits erdrückend hoch. Den EU-Bürgern bleibt weniger als die Hälfte ihres Einnahmen zur privaten Verfügung. Sie sind damit wirtschaftlich überwiegend unfrei. Spielraum für Steuererhöhungen besteht darum ebenfalls wenig.

Fazit: Inflation wird bleiben und steigen

Inflation ist die einzige Finanzierungsmethode, die den EU-Staaten noch bleibt, insbesondere im Ukraine-Konflikt mit Russland. Zudem zeigt der langfristige Trend, dass die Inflation immer weiter nach oben geht. Anleger sollten sich mit anhaltender und sogar steigender Inflation abfinden. Sie sollten in limitierte Güter wie Gold, Immobilien in Zentrumslagen, Blue-Chip-Aktien oder Bitcoin investieren.

Langfristige Verträge wie Miet- oder Arbeitsverträge sollten an die Inflationsraten indexiert werden. Das heißt, deren Werte sollten automatisch entsprechend der Inflationsrate angehoben werden. Der Besteuerung von inflationsbedingten Scheingewinnen sollte durch Umschichtung von Vermögen in steuerfreie Rechtsformen oder Jurisdiktionen ausgewichen werden. So können Anleger ihr Geld vor Inflation schützen.

Blockchain-Expertin erklärt Krypto-Welt in Webinar

Krypto-Start-up bietet Blockchain-Webinar-Reihe an

Am 28. Februar um 18:00 Uhr startet eine Webinar-Reihe von Immutable Insight. Das in Grünwald bei München ansässige Start-up bietet Investmentfonds in Kryptowährungen für professionelle Anleger und Compliance-Lösungen zur Geldwäscheprüfung von Krypto-Zahlungen für Unternehmen an.

Geschäftsführerin Katharina Gehra macht Auftakt

Im ersten Teil der Webinar-Reihe spricht Geschäftsführerin Katharina Gehra (CEO) von Immutable Insights zum Thema: “Warum sind Blockchains so spannend?”.  Sie wird hierbei die Grundlagen der Blockchain-Technologie erklären, welche auch allen bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether zu Grunde liegt.

Die Teilnehmenden können sich auf einen spannenden Vortrag freuen. Denn Katharina Gehra ist unter anderem als Krypto-Sachverständige im Deutschen Bundestag und Kolumnistin zu Blockchain-Themen in der WirtschaftsWoche eine profunde Kennerin der Materie.

Webinar-Reihe klärt auf zu Blockchain, DeFi, Web 3.0

So beschreibt Immutable Insights seine Webinar-Reihe: “Warum wir glauben, dass Blockchain-Technologie gekommen ist um zu bleiben? In unserer neuen Webinar-Reihe zu den Themen Blockchain, DeFi und Web3 wollen wir sowohl auf die Grundlagen dieser revolutionären Ideen als auch auf aktuelle Trends, Entwicklungen und unsere eigenen Investment-Lösungen eingehen.”

Neben der Auftakt-Veranstaltung zu den Grundlagen zu Blockchain wird es also noch weitere Veranstaltungen zu Decentralized Finance (DeFi) und dem Web 3.0 geben. Die Folge-Termine dazu werden noch bekannt gegeben.

Decentralized Finance läuft ebenfalls blockchain-basiert ab und beschreibt dezentral über Blockchains abgewickelte Finanzlösungen, etwa zur peer-to-peer Kreditvergabe beim Crowd-Funding. Das Web 3.0 stellt eine neue Evolutionsstufe des Internets dar. Hier vernetzen sich Menschen nicht mehr über Soziale Netzwerke, die auf zentralen Servern laufen (Web 2.0), oder rufen einfache statische Informationen unilateral im Internet ab (Web 1.0). Sie vernetzen, sondern völlig selbstsouverän und dezentral über verteilte blockchain-betriebene Netzwerke direkt peer-to-peer.

Anmeldungen noch möglich, Teilnehmerzahl begrenzt

Unter diesem Link sind Anmeldungen für die Auftakt-Veranstaltung der Webinar-Reihe noch möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gilt, wer zuerst kommt malt zuerst. Unter linkedin.com/company/immutableinsight und linkedin.com/in/katharinagehra können Interessierte Immutable Insight und Katharina Gehra auf LinkedIn folgen und etwaige Fragen zum Webinar stellen.

Kriegsursachenforscher: Vom Ukraine-Konflikt wird China profitieren

Der Soziologe Professor Erich Weede hat im Anschluss an seine Preisverleihung mit der Roland-Baader-Auszeichnung vergangenen Sonntag ein Interview zum Ukraine-Konflikt gegeben. Als Friedens- und Kriegsursachenforscher sowie China-Kenner fällt seine Einschätzung klar aus. 

Hauptproblem ist massive NATO-Osterweiterung

“Die NATO will ja nicht erklären, dass Länder wie die Ukraine oder Georgen nie beitreten sollen,“ sagt er und sieht keine Anzeichen, dass die NATO „selbst den Beitritt Weißrusslands nicht ausschließen würde“. „Was war die NATO anderes als die amerikanische Einflusssphäre?“, meint Weede in Hinblick auf den kalten Krieg. Großmächte dächten bis heute in Einflusssphären, Völkerrecht hin oder her, selbst wenn man das nicht erfreulich findet. So dächte  auch Putin wie ein „ganz normaler Sicherheitspolitiker“. 

Isolierung Russlands vom Westen stärkt China

Durch die Isolation Russlands „zwingen wir die Russen, Zuflucht bei China zu finden“. China hat etwa 10 mal mehr Bevölkerung und Wirtschaftskraft als Russland, führt Weede aus. Noch sorge die nukleare Übermacht Russlands, dass etwa 10 mal soviel Nuklearwaffen haben dürfte als China, für eine Begegnung auf Augenhöhe beider Staaten. Doch auf Dauer ist Russlands bei einer Zusammenarbeit eher als „Satellit Chinas“ zu betrachten. Wenn jetzt der Westen Russland in die Arme Chinas treibt, dehnt sich die chinesische Einflusssphäre faktisch bis auf den europäischen Kontinent aus. Ein unabhängiges Russland wäre aber eher im Interesse Europas. 

NATO-Osterweiterung gleicht deutscher Front 1942

Die heutige Ausdehnung der NATO nähere sich von der Ausdehnung „der vordersten Linie der deutschen Front 1942“ an. „Das muss die Russen an die schlimmste Zeit im zweiten Weltkrieg erinnern.“ Die Osterweiterung der NATO würde aber nur dann zum Problem, wenn sie ohne Russland erfolgt. 

NATO inklusive Russlands sinnvoll, aber nicht im US-Interesse

Die USA hätten bis auf wenige Gedankenspiele niemals eine NATO inklusive Russlands in Erwägung gezogen. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2011 hätte Russland jedoch durchaus die Fühler nach Zusammenarbeit mit der USA und der NATO ausgestreckt. Einen Isolierung Russlands gegenüber der NATO schwäche Europa. So würde die  Zwietracht zwischen Europa und Russland gefördert, was beide gegenüber den USA schwächt und so die USA relativ stärkt.

Urkraine-Konflikt wird Loose-Loose für Europa und Russland werden

Folgt man den Gedanken Weedes, lässt sich Europa im Ukraine-Konflikt eher innerhalb der NATO vor den Karren der USA spannen, als selbständige Gewinn-Interessen zu vertreten. Durch den Konflikt zwischen Europa und Russland werden beide relativ gegenüber den USA geschwächt. Und als absoluter größter Gewinner aus dem Konflikt wird China hervorgehen. So könnte der Ukraine-Konflikt unabhängig davon ob als kalter oder heißer Krieg geführt zur „Loose-Loose-Situation“ für sowohl Russland als auch Europa werden.

Hinweis: Das komplette Interview kann auf YouTube unter diesem Link  angesehen werden.

Hamburger Investment-Profi: Expansive Geld- und Fiskalpolitik zerstört Währung

Ralph Bärligea: Herr Krug, Sie sind Diplom-Volkswirt und Leiter des in Hamburg ansässigen Instituts für Austrian Asset Management. Wie können sich Anleger Ihrer Meinung nach von der aktuellen Rekord-Inflation mit 5,1 % in Europa und 7,5 % in den USA auf am besten schützen?

Was ist neben der Investition in konkrete Assets bei der Verwahrung der Assets in diversen Ländern und über diverse Rechtsformen zu beachten, um sich beispielsweise vor der inflationsbedingten Besteuerung von Schweingewinnen oder anderen finanziellen Repressalien wie Zwangsanleihen zu schützen?

Steffen Krug: Bereits im Jahr 2009 entwickelte ich den Investmentansatz des Austrian Asset Management für die EUR-Geldsystemkrise, die sich nach explodierenden Vermögenspreisen bei Immobilien, Renten und Aktien jetzt auch in stark steigenden Konsumgüterpreisen widerspiegelt.

Am Ende eines Währungsepoche ist es wichtig rechtzeitig von Geldwerten in Realwerte, die auch in Krisenzeiten funktionieren, umzuschichten. Das sind in erster Linie Unternehmen aus nicht-zyklischen Branchen mit solider Eigenkapitalquote sowie ausgewählte Rohstoffunternehmen.

In der Vergangenheit haben sich in Krisenzeiten insbesondere auch familiengeführte Unternehmen bewährt, da Eigentümer langfristiger und nachhaltiger wirtschaften als angestellte Treuhänder. Da in Geldsystemkrisen auch finanzielle Repressionen wie Kapitalverkehrskontrollen und Bankfeiertage an der politischen Tagesordnung sind, ist es für Sparer ebenfalls von Vorteil auch Depotstellen außerhalb der Euro-Zone einzurichten.

Ralph Bärligea: Gibt es Ihrer Meinung nach überhaupt noch ein Zurück aus der Politik des billigen Geldes? Immerhin stecken die Zentralbanken in der Zwickmühle. Erhöhen sie die Zinsen und reduzieren die Kreditvergabe und den Anstieg der Geldmenge, können sie die Geldentwertung stoppen.

Doch hoch verschuldete vom billigen Geld abhängige Konzerne, Staaten und Banken würden dann Pleite gehen. Das ist politisch nicht durchsetzbar ist, da es zu Tumulten führen würde. Was ist Ihrer Meinung nach am wahrscheinlichsten?

Hohe Inflation ohne Pleiten, Pleiten mit einem Zurück zu hartem Geld? Ein Mittelweg? Welche Anlagestrategie ist warum die richtige, ob alle Szenarien adäquat abzudecken?

Steffen Krug: Nein, die Verschuldungsblase hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, welches jede restriktive Geldpolitik zu einem existenziellen Risiko für die herrschenden Parteien werden lässt. Daher versucht jede Regierung durch eine fortgesetzte Politik des billigen Geldes den „Schwarzen Peter“ in Form einer schweren wirtschaftlichen Depression an den jeweiligen Nachfolger weiterzureichen.

Am Ende einer jahrzehntelangen verheerenden Finanzpolitik stellt sich die Frage, ob das Währungssystem mit einem deflationären Schock oder mit einer Hyperinflation enden wird.

Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass wir an den Kapitalmärkten erst nochmal einen deflatorischen Einbruch sehen werden, bevor durch eine finale super-expansive Geld- und Fiskalpolitik es zu einem sogenannten „Crack-up-Boom“ (Ludwig von Mises) mit einer anschließenden Währungsreform kommen wird.

Daher rate ich nach wie vor einen gewissen Prozentsatz der Ersparnisse als Bargeld in EUR, USD und CHF sowie physisches Gold und Silber in bankenunabhängige Schliessfächern zu lagern.