Gold stark – Goldminenaktien stärker!

Der Goldpreis zeigte sich von diesen Drohungen jedoch unbeeindruckt und stieg im Wochenverlauf weiter auf 1.946 US-Dollar an, obwohl auch der US-Dollar zulegen konnte.

Noch ist der Goldpreis in einer Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gefangen, doch ein richtungsweisender Ausbruch aus dieser Spanne könnte schon in Bälde erfolgen.

Die Stärke des US-Dollars ist einer der Faktoren, die den Anstieg des Goldpreises in US-Dollar kurzfristig ausbremsen. Der USD-Index hatte in der vergangenen Handelswoche die Marke von 100 Punkten überschritten und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren an.

Als wir das Kaufsignal für den US-Dollar bei 90 Punkten im USDX im Juni letzten Jahres gaben, lag unser Kursziel im besten Fall bei 100 Punkten, womit dieses Ziel jetzt abgearbeitet wurde.

Dem Anstieg des USDX drohte bei 96 Punkten bereits die Luft auszugehen, doch sorgten die Ankündigungen zu Zinsanhebungen, einer Reduzierung der Notenbankbilanz und letztlich der Krieg in der Ukraine, der insbesondere den Euroraum belastet, für neues Potenzial beim USD-Index zu den anderen Fiat-Währungen.

Der Euro befindet sich hingegen weiterhin auf Talfahrt und hat mittlerweile die Parität zum Schweizer Franken erreicht. Selbst ein Test der Parität zum US-Dollar ist in den kommenden Wochen und Monaten nun denkbar geworden.

Die selbst verursachten Wunden für die europäische Wirtschaft durch die Lockdowns und nun durch die Sanktionen gegen Russland, drücken die europäische Wirtschaft bereits vor den ersten Zinsanhebungen in eine neue Rezession.

Die weiter steigenden Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren werden jegliche Konjunkturblüte in Europa im Keim erstickten und die Europäische Zentralbank wird darauf mit dem Drucken von Geld reagieren und die europäischen Regierungen mit neuen planwirtschaftlichen Fiskalprogrammen, was die Situation nur noch verschlimmern wird.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Lage für Europa deutlich verschlechtert, weshalb der Bias aktuell weiterhin auf einem stärkeren US-Dollar liegt.

Aufgrund der bevorstehenden weiteren Abwertung des Euros zu allen anderen Währungen ist es gerade für uns Europäer wichtiger denn je, in inflationsgeschützte Assets wie Edelmetalle und Minenaktien zu investieren, wenn man die völlige Enteignung durch staatliche Inflation nicht über sich ergehen lassen möchte.


Der USD-Index stieg auf den höchsten Stand seit 2 Jahren

Sanktionen gegen russische Palladium-Raffinerien

Der Palladiumpreis stieg am Freitag um bis zu 11% an, nachdem die Londoner Platin– und Palladiummarktbehörde mitgeteilt hatte, man werde den russischen Raffinerien aufgrund der Ukraine-Krise den Verkauf von Palladium in London untersagen. Der Palladiumpreis sprang auf diese Meldung hin um 200 US-Dollar auf bis zu 2480 US-Dollar je Feinunze nach oben.

Die „Gulidov Krasnoyarsk Non-Ferrous Metals Plant“ ist die größte Gold- und Platingruppenmetall-Raffinerie in der Russischen Föderation mit dem Hauptsitz in der Stadt Krasnojarsk in Sibirien und liefert allein 30% der Jahresweltproduktion. Diese, sowie die „Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals“ werden bis auf weiteres nicht mehr als Good Delivery Lieferant in London/Zürich akzeptiert werden.

Anfang März stieg der Palladiumpreis erst auf ein Allzeithoch von 3.440 US-Dollar, da man sich angesichts des Krieges Sorgen um das Angebot des Hauptproduzenten Russland machte. In Russland werden rund 40% der Jahresweltproduktion gefördert.

Auf der einen Seite nimmt die Nachfrage aufgrund der Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ab, was auf den Preis dämpfend wirkt. Auf der anderen Seite könnte die künstliche Angebotsverknappung für einen erneuten kurzfristigen Preisanstieg sorgen.

Kurzfristig könnte es dadurch tatsächlich wieder zu einer Verknappung kommen, doch die Russen werden ihr Palladium an den Rest der Welt verkaufen, sodass dies mittelfristig geringen Einfluss auf den Preis haben dürfte.

Die langfristigen Aussichten hängen vielmehr von der Inflation und der Rezession ab, wobei die Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge der wichtigste Faktor ist und mittelfristig eher für eine abnehmende Nachfrage spricht.


Palladium stieg um über 200 US-Dollar an, nachdem russisches Palladium in London boykottiert wird

Stehen die Goldminen vor dem nächsten Sprung nach oben?

Während der Goldpreis in US-Dollar seit dem Test des Allzeithochs wieder um 120 US-Dollar gefallen ist, halten sich die Goldminenaktien unverändert stark. Der HUI-Goldminenindex gab keine seiner Gewinne aus der letzten Rallye ab und macht sich stattdessen bereit für den nächsten Sprung nach oben.

Aktuell testet der HUI wieder einmal den Widerstand bei 325 Punkten, wobei ein erfolgreicher Ausbruch Potenzial auf 400 Punkte geben würde, was einem Anstieg von 23% entspräche. Wir waren mit unseren Kunden um die Unterstützung bei 250 Punkten herum long gegangen und sitzen bereits auf einem komfortablen Plus.

Entgegen den Gewinnmitnahmen beim Gold am Allzeithoch und bei Silber in der Nähe des Widerstands bei 28 US-Dollar, hielten wir bisher an den Minenaktien fest, da sie real historisch günstig und zum Goldpreis heillos unterbewertet sind.

Aufgrund der steigenden Zinsen sehen Investoren zunehmend keine Chancen mehr am Aktien- und Anleihenmarkt, während sie gleichzeitig einen Inflationsschutz in Gold und über Minenaktien eine zusätzliche Rendite suchen.

Die Stärke der Goldminen zum Gold und ihre Aufwärtsdynamik lässt die Stimmung wieder bullisch werden und lockt neue Investoren und Spekulanten an. Dies könnte nun dazu führen, dass sich die Goldminenaktien besser als der Goldpreis entwickeln werden in den kommenden Wochen.

Die Goldminengesellschaften erzielen bei den derzeitig hohen Goldpreisen weiterhin satte Gewinne, weshalb weitere starke Kursanstiege fundamental völlig gerechtfertigt sind.

Der Goldpreis lag im vierten Quartal 2021 bei durchschnittlich 1.796 US-Dollar, während die All-In Sustaining Costs der Top-25-Goldminenunternehmen im GDX bei durchschnittlich 1.188 US-Dollar je Feinunze lagen.

Das entspricht einem Gewinn von 608 US-Dollar je Unze für den Goldminensektor, was den siebthöchsten Wert in der Geschichte darstellt und nur von den vorangegangenen sechs Quartalen übertroffen wird. Die Kurse der Goldminenaktien sind angesichts dieser fetten Gewinne historisch niedrig.

Aktuell liegt der HUI-Goldminenindex immer noch 47% unter seinem Allzeithoch von 610 Punkten von 2011, womit noch sehr viel Luft nach oben vorhanden ist.


Der Anstieg der Goldminen könnte sich nun fortsetzen – der nächste Widerstand liegt bei 380-400 Punkten


Gelingt der Ausbruch über den Widerstand bei 325 Punkten, wäre ein nächster Hausseschub gut möglich. Die Historie zeigt meine Kauf- und Verkaufssignale für meine Premium-Abonnenten der letzten anderthalb Jahre

Noch ist der kleine konträre Minensektor nicht sehr beliebt, wobei er langsam wieder in der Gunst der Anleger steigt. Trotz ihrer wachsenden Gewinne sind Goldminenaktien bisher nicht auf dem Radar der großen Mehrheit der Spekulanten und Anleger.

Doch dies ändert sich gerade und die Berichterstattung in den Medien nimmt zu. Jetzt, da immer klarer wird, dass die Notenbanken nicht in der Lage sein werden die geschaffene Geldmenge aus dem System wieder abzusaugen und die Preissteigerung nicht vorübergehend, sondern dauerhaft sind, werden sukzessive mehr Investoren auf diesen völlig unterbewerteten Sektor aufmerksam.

Es sieht danach aus, als würde ein neuer großer Aufwärtstrend bei den Goldminenaktien in Gang kommen. Solche Aufwärtstrends neigen dazu sich sehr stark und schnell zu vollziehen und brachten im Durchschnitt einen Gewinn von 85%. Gerade bei den Minen gibt es aktuell enormes Potenzial bei mittelfristig vernachlässigbarem Risiko auf dem aktuellen Kursniveau, weshalb man hier investiert sein muss.

Doch eine Warnung sei zum Schluss ausgesprochen. Nach diesen Rallys korrigierten die Minenaktien meist deutlich, weshalb man nicht erst kaufen darf, wenn die Minen durch die Decke gegangen sind.

Der richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkt ist bei den Minenaktien ernorm wichtig, da die Korrekturen meist stark ausfallen und eine weitaus höhere Rendite erzielt werden kann, wenn man nach starken Anstiegen Gewinne mitnimmt, um die Aktien später günstiger zurückzukaufen.

Langfristig stehen die Minenaktien jedoch am Anfang einer mehrjährigen Hausse, die den Standardaktienmarkt um ein Vielfaches outperformen wird.

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Der Minenmarkt ist hochvolatil und ein Traum für Spekulanten, die diese Zyklen verstehen und nutzen können

Technische Analyse zu Gold: Ausbruch aus der Handelsspanne bringt die Entscheidung

Der neueste COT-Report wurde am Freitag um 21:30 Uhr seitens der US-Terminmarktaufsicht veröffentlicht mit dem Stichtag der Datenerhebung des 4. April. Die COT-Daten werden seitens der CFTC immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht.

Premium Abonnenten erhielten noch vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber, Platin und Palladium. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen.

Während der Goldpreis leicht um 8$ anstieg, reduzierten die Spekulanten ihre Long-Position etwas, was eine minimale Stärke zeigt. Da die großen 8 Händler ihre Position etwas erhöhten, zeigt uns das, dass man den Preis womöglich nicht aus der Handelsspanne über 1.960 US-Dollar ausbrechen lassen wollte.

Auch in dieser Woche sind die Daten nahezu unverändert zur Vorwoche. Der Markt ist überkauft, sodass ein Long-Drop am Terminmarkt für Gold droht, wenn die physische Nachfrage abflaut. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar wäre die Folge.


Die Terminmarktdaten für Gold sind leicht überkauft


Die mutmaßliche Manipulation am Goldmarkt ist aktuell sehr hoch, was die kurzfristigen Risiken untermauert

Im kurzfristigen Chart ist die Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gut ersichtlich. Mittel- bis langfristig ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren deutlichen Anstieg des Goldpreises sehr hoch, doch kurzfristig könnte sich die Korrektur über die Zeitachse oder auch über die Amplitude noch ein letztes Mal ausweiten.

Eine Streckfolter und das Rausschütteln zittriger Hände sind charakteristisch für den Goldmarkt, was nicht bedeutet, dass es unbedingt auch diesmal so kommen muss. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen bleiben ungewisse Variablen, die bei einer weiteren Eskalation die Investmentnachfrage von einen Tag auf den anderen erneut anfachen könnten.

Daher ist der technische Handel und das Setzen von Stop-Loss Orders angesagt. Wer an der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar an der Unterstützung antizyklisch gekauft hatte, der sollte nun eine Stop-Loss-Order platzieren, da unter 1.900 US-Dollar ein Sell Off droht.

Der Krieg in der Ukraine bleibt eine ungewisse Variable, die uns dazu zwingt, technische Ausbrüche zu kaufen, was wir bei diesen schlechten COT-Daten sonst nie machen würden. Womöglich sorgt eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine für einen Sprung des Goldpreises, dann will man long dabei sein, weshalb technische Kaufsignale angenommen werden müssen.

Ein Ausbruch über die Handelsspanne mit Preisen über 1.960 US-Dollar würde ein kurzfristiges Kaufsignal mit niedriger Wahrscheinlichkeit liefern. In der Handelsspanne ist Gold neutral und man sollte abwarten. Unter 1.900 US-Dollar würde es ein prozyklisches Verkaufssignal geben, dem ein Sell Off um 100 US-Dollar folgen könnte.


Der Goldpreis bewegt sich aktuell in einer engen Handelsspanne zwischen 1.900$ und 1.960$

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis im Februar nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges zeigte sich Stärke, die ungewöhnlich war und auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfte.

Das Allzeithoch wurde um wenige US-Dollar verfehlt und der Preis fiel zurück auf die Unterstützung bei 1.900 US-Dollar. Ein Rücksetzer auf 1.850 US-Dollar wäre durchaus denkbar, ohne dass das bullische Setup zerstört würde. Die Geschichte zeigt, dass Gold oftmals kurzfristig fällt, gerade dann, wenn es die Masse es für unmöglich hält und das Sentiment sehr bullisch ist.

Das mögliche Zeitfenster für eine Korrektur ist jedoch kurz, denn die hohe Teuerung, die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession sind Faktoren, die Investoren sukzessive in den sicheren Hafen des Goldes treiben.

 


Ein finales Rausschütteln zittriger Hände wäre denkbar

Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Die Parität zum Schweizer Franken wurden bereits erreicht und auch die Parität des Euros zum US-Dollar scheint, in diesem für Europa ungünstigen Umfeld, denkbar.

Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 290 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis in Euro das hohe Niveau halten kann. Dennoch ist die Spekulation sehr hoch und ein kurzweiliger Rücksetzer um bis zu 100 Euro jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchance sehen.


Der Goldpreis hält sich im Umfeld eines schwachen Euros weiterhin stark auf hohem Niveau

 

Blutbad am Anleihenmarkt – Gold und Silber halten sich stark

In der vergangenen Handelswoche erlebte der amerikanische Anleihenmarkt den stärksten Einbruch seit 40 Jahren. Die Zinsen für zweijährige US-Staatsanleihen stiegen auf 2,28% und die der Zehnjährigen auf 2,47% an. Dies verheißt nichts Gutes für den Aktienmarkt, dessen inflationsbereinigte Hausse in den letzten 12 Jahren zu einem großen Teil darauf beruhte.

Selbst die zehnjährigen Bundesanleihen rentieren wieder mit einem halben Prozent, womit der reale jährliche Verlust „nur noch“ bei -4,5% liegt, wenn man diese Staatsanleihen hält.

Die große Zinswende wird von den Investoren am Aktienmarkt noch immer nicht eingepreist. Der Tag wird jedoch kommen, an dem alle Investoren angesichts inflationsinduziert immer weiter steigender Zinsen durch den gleichen Ausgang wollen, jedoch keine Käufer da sind und die Aktienmärkte ihre Talfahrt steil fortsetzen werden.

Die Baisse am Aktien- und Anleihenmarkt wird sich in den nächsten Jahren, wenn auch nur real am Aktienmarkt, weiter fortsetzen, was angesichts der aktuellen Inflation und Geldentwertung eine finanzielle Katastrophe für Anleger in diesen Märkten bedeuten wird. Die steigenden Zinsen am Markt signalisieren unterdessen den Notenbanken, dass sie die Leitzinsen weiter anheben sollten.


Die Zinsen explodierten in der letzten Woche förmlich und kündigen die nächste Rezession an

Gold und Silber konnten trotzt der steigenden Zinsen ihr hohes Niveau in der letzten Handelswoche verteidigen und stiegen sogar an. Der Goldpreis stieg um 1,9%, Silber um 2,3% und der Goldminenindex HUI-Goldminenindex stieg um 3,5% an.

Da steigende Zinsen Gift für den Konsum, Verbraucher- und Unternehmenskredite sind, fielen der Preis der Industriemetalle Platin (-2,35%) und Palladium (-5,6%) hingegen deutlich zur Vorwoche.

Die Rezession und die steigenden Zinsen werden einen dämpfenden Effekt auf die Preise haben, insbesondere auf Luxusgüter, während die Preise der lebensnotwendigen Konsumgüter, deren Nachfrage relativ unelastisch ist, mit der Geldentwertung tendenziell stärker steigen sollten.

Deshalb werden Unternehmen, die höhere Kosten direkt an den Verbraucher weitergeben können, die Luxusgüterindustrie deutlich outperformen in den nächsten Jahren.


Gold und Silber glänzen, während Palladium und Platin als Industriemetalle zunehmen unter der aufziehenden Rezession leiden

Der Anfang und das Ende des Anleihen-Bullenmarktes

2008 verhinderten die ersten QE-Programme in der Geschichte der USA, als Reaktion auf die Immobilien- und Kreditkrise, ein Ende des bis dahin 27 Jahre dauernden Anleihen-Bullenmarktes. Anstatt zu crashen und in eine Baisse überzugehen, setzte sich dieser, getrieben durch die Anleihenkäufe der US-Notenbank und später anderer Notenbanken, noch einmal bis 2020 fort.

Die über vier Dekaden andauernde Hausse war eine direkte Folge der Abschaffung des Gold-Dollar-Standards im Jahr 1971 mit dem Beginn des Experimentes ungedeckter Fiat-Währungen.

Im Goldstandard des Kaiserreichs gab es grundsätzlich keine Zyklen am Anleihenmarkt, da sich die Zeitpräferenz der Menschen, sowie die Risikoprämie in Friedenszeiten, kaum verändern. Nur in Kriegszeiten kam es immer wieder zu starken Schwankungen, wenn die Gefahr bestand, ein Staat könnte seine Schulden nicht bedienen oder dieser zur Kriegsfinanzierung Inflation erzeugte.

Beispielsweise lagen die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen während des Goldstandards im Kaiserreich kontinuierlich im Bereich von vier Prozent. Erst mit der Loslösung der verstaatlichten Währungen vom Gold im Jahr 1971, begannen die Zinsen inflationsinduziert wild und stark zu schwanken.

Ende 1981 hatten die Zinsen mit zwanzig Prozent ihren Zenit erreicht nach einem Jahrzehnt der Stagflation begann eine neue Hausse. Diese wurde durch die sukzessive Ausweitung der Geldmenge im Kreditgeldsystem, sowie einer Senkung der Mindestreserve auf letztlich null Prozent und einer Manipulation der statistischen Inflationsrate ermöglicht, was den Marktzins dauerhaft und zunehmen unter den Urzins drückte.

Die kontinuierlich sinkenden Zinsen der Hausse am Anleihenmarkt, waren der Treibstoff eines künstlichen Aufschwungs in der westlichen Welt, der von Anbeginn auf Sand gebaut war.

2008 stand das Fiat-Geldsystem vor seinem unausweichlichen Ende und damit auch die Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt. Der Immobilienmarkt kollabierte, die Zinsen schossen in die Höhe und das halbstaatliche Finanzsystem stand vor einem kaskadenartigen Zusammenbruch.

Durch planwirtschaftliche Eingriffe in den freien Markt, wie sie bisher nur aus sozialistischen Staaten bekannt waren, konnten die Notenbanken noch einmal das Ruder herumreißen.

Durch den Ankauf von Staatsanleihen, einer fast direkten Form der Staatsfinanzierung über die Druckerpresse, erhöhte man die Nachfrage künstlich, während Investoren es nicht wagten, sich der FED entgegenzustellen, was der schon totgeglaubten Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt neues Leben einhauchte.

Wer die Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie kennt, der wusste, dass mit den Nullzinsen das Ende eines vier Jahrzehnte dauernden künstlichen Booms, der als Fehlleitung einer sonst gesunden Wirtschaftsentwicklung zu verstehen ist, erreicht wurde.

Ironischerweise hatten die gleichen QE-Programme, die 2008 noch einmal den Anleihen- und Aktienmarkt gerettet hatten, nach der Lockdown-Krise in 2020 das Ende dieser fast zwei Dekaden andauernden Hausse eingeleitet.

Die Inflation, die geschaffen und teilweise direkt als Corona-Schecks an die Konsumenten ausgegeben wurde, entwertet die Kaufkraft der Währungen und damit auch die Kaufkraft des künftigen Rückzahlungsbetrags der Anleihen, weshalb die Gläubiger nun, angesichts hoher Teuerungsraten, auch höhere Zinsen einfordern.

Das erklärt, warum Staaten die Teuerung im eigenen Land mittels unseriöser Verdrehungen in ihren statistischen Warenkörben manipulieren und möglichst niedrig ausweisen. Auf diese Weise entwerten Staaten ihre Schuldenlast, während die Gläubiger am Ende der Laufzeit nur noch einen Bruchteil der Kaufkraft ihrer Forderungen ausgezahlt bekommen.

Am Ende des Tages erhält der Sparer nominal eine mickrige Rendite, während er real bestohlen wurde.

Insbesondere die Haussen am Aktienmarkt von 2003 bis 2020 waren die Konsequenz künstlich niedriger Zinsen, die einen künstlichen Aufschwung erzeugten.

Diese erneute Fehlleitung von Kapital hätte es ohne die QE-Programme nach der Immobilien- und Finanzkrise von 2008 nicht mehr gegeben. Der Anleihenmarkt entwickelte sich über vierzig Jahre hinweg zur Mutter aller Blasen, die seit letztem Jahr dabei ist zu platzen.

Die Zinsen werden steigen und Anleihen weiter fallen

Es ist verrückt, dass Investoren bei einer Inflationsrate von aktuell fast acht Prozent in den USA und fast sechs Prozent in Europa nicht längst alle Anleihen verkauft haben. Die nominalen Zinsen müssten entsprechend längst bei 12% für zweijährige US-Staatsanleihen stehen.

Nutzt man als Maßstab den Konsumentenpreisindex, wie man ihn bis 1980 berechnet hat, dann liegt die Teuerung mittlerweile bei 16% und die kurzfristigen Zinsen sollten bei 20% liegen. Dies zeigt welch langen Weg zum Tief der Anleihenmarkt noch bis zu einer fairen Bewertung vor sich hat.

Wieso sollte jemand sein hart verdientes Geld zu diesen Zinsen verleihen, wenn er nach 2 Jahren inflationsbereinigt nur noch 75% zurückbekommt, ohne eine reale Rendite zu erwirtschaften? Ein Investment in inflationsgeschützte Werte, wie Gold und Silber wäre eine weitaus bessere und sicherere Anlage.

Wer einen Hebel möchte und am Trading interessiert ist, der kann sein Glück auch im Minensektor suchen, wo er höchstwahrscheinlich nebst dem Inflationsschutz noch eine zusätzliche Rendite erhalten wird.

Den starken Anstieg der Zinsen konnte man frühzeitig kommen sehen und damit auch den Druck, der sich langsam auf dem Aktienmarkt aufbauen würde. Ich sprach, schrieb und referierte seit 2018 ständig über die kommende Stagflation und die große Zinswende.

Beispielsweise hatte ich am 17.09.2019 in einem Webinar, das Sie auf YouTube finden, detailliert die unmittelbar bevorstehende Stagflation prognostiziert und am 18.03.2021 noch einmal explizit ein Video zur „großen Zinswende“ veröffentlicht, in denen ich die Zusammenhänge und zwingend logischen Entwicklungen aufzeigte.


Die große Zinswende ist längst da und sie wird noch viele Jahre andauern

Wohin die Reise geht, zeigt die Stagflation der siebziger Jahre, in der die Zinsen langsam von vier auf kurzzeitig zwanzig Prozent anstiegen. Durch den Krieg erlebte Russland kürzlich einen Zinsanstieg auf 20%, womit sich die dortigen Fehlallokationen größtenteils bereinigen werden.

Uns in Europa und den USA steht aufgrund der steigenden Zinsen hingegen noch ein langer Weg der schöpferischen Zerstörung bevor, auf dem unrentable Geschäftsmodelle und überschuldete Unternehmen vom Markt verschwinden werden.

Sollten weitere Krisen aus dem Nichts künstlich geschaffen werden, so wäre auch ein schnellerer Zinsanstieg denkbar, wobei die Auswirkungen auf die Wirtschaft verheerend und viel schmerzhafter für die Menschen wären.

Es empfiehlt sich daher Anlagen am Anleihenmarkt zu liquidieren, da mit dem Ende der QE-Programme der Verkaufsdruck zunehmen wird. Irgendwann in der Zukunft, womöglich noch in diesem Jahr, werden sich die Notenbanken gezwungen sehen, ihre Anleihenkäufe wieder aufzunehmen, um den Zinsanstieg einzuhegen und so einen zu schnellen Einbruch von Wirtschaft und Aktienmarkt zu verhindern.

Dies wird den freien Fall jedoch nur in die Länge ziehen und dafür den Schaden maximieren. Die dann entstehende zusätzliche Inflation wird die Preise inflationsgeschützter Anlagen weiter stark steigen lassen. Es empfiehlt sich daher weiterhin in Edelmetalle und inflationsgeschützte Anlageklassen zu investieren!

Technische Analyse zu Platin: Langfristig hui – kurzfristig pfui

Terminmarkt: COT-Report vom 25.03.2022

Zur Vorwoche zeigt sich leichte Stärke in den Daten, doch ist der COT-Index immer noch im neutralen Bereich. Auf Monatssicht zeigt sich hingegen deutliche Schwäche. Angebot und Nachfrage zeigen sich unverändert ausgeglichen in den letzten Wochen, wobei es meistens ein leichtes Überangebot gibt.

Daher kann Platin aus eigener Kraft weiterhin erst einmal nirgendwo hin marschieren. Man sollte daher keine kurzfristigen oder mittelfristigen Swing-Trades in diesem Markt versuchen.


Die Terminmarktdaten zeigen sich schwach in den letzten Wochen – insgesamt sind die Daten neutral

Wir hatten erwartet, dass Platin stärkere spekulative Nachfrage erfahren und auf 1.350 US-Dollar ansteigen würde, wenn der Goldpreis auf 2.000 US-Dollar ansteigt.

Obwohl der Palladiumpreis aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland durch die Decke ging, konnte der Platinpreis wenig davon profitieren. Gerade einmal ein Anstieg auf 1.200 US-Dollar war kurzzeitig möglich, was uns frühzeitig vorsichtig sein ließ.

Die Terminmarktdaten zeigen weiterhin ein Überangebot am physischen Markt, weshalb es aktuell im kurzfristigen Trading bei neutralen COT-Daten kein Setup für einen Einstieg gibt, das ein annehmbares Chance-Risiko-Verhältnis hätte. Unter 1.000 US-Dollar ist Platin neutral und frühestens im Bereich von 800 US-Dollar finden kurzfristige Trader ein gutes Kauf-Setup.

Über 1.000 US-Dollar könnte man als Bulle aktiv werden, doch dürfte dies kurzfristig keine guten Chancen auf Erfolg haben. Wir raten dazu kurzfristig nicht in diesem Markt zu traden – die Risiken sind höher als die Chancen.


Platin handelt noch immer über der Kreuzunterstützung bei 1.000 US-Dollar

Langfristige Analyse

Ende 2020 hatten wir mit einem Preisanstieg über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben und gingen von einer anschließenden Korrektur auf 1.000 US-Dollar aus. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Seither kämpfen Bullen und Bären um die Unterstützung bei 1.000 US-Dollar je Feinunze. Langfristig dürfte sich im Bereich zwischen 800 US-Dollar und 1.000 US-Dollar ein langfristiger Boden ausbilden. Wir empfehlen Rücksetzer in den Bereich um die 800 US-Dollar als mittel- bis langfristige Kaufchance zu nutzen.

Auch kurzfristig agierende Trader haben dort grundsätzlich ein Setup mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass Platin und Palladium während Rezessionen kurzzeitig auch stark einbrechen können, weshalb ein Stop-Loss der beste Freund kurzfristig agierender Trader ist.


Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 85% über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen.

Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte.

Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird.

Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte.

Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden.


Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor

 

Euro bricht ein – Panik treibt Gold und Palladium auf Allzeithoch

Der Krieg in der Ukraine und die beispiellosen Sanktionen Europas gegen Russland haben viele Rohstoffpreise auf neue Allzeithochs getrieben. Noch vor zwei Wochen sprachen die Notenbanker von einer Wirtschaftserholung und Zinsanhebungen nach dem Ende der Pandemie, während heute Inflation, Rezession und Stagflation das beherrschende Thema sind.

Für Leser dieses wöchentlichen Reports ist das nichts Neues und die Regierungen haben endlich den prognostizierten Sündenbock für steigende Preise, eine Fortsetzung der Rezession und den Verlust des Wohlstands in der Gesellschaft. An den Märkten ist unterdessen die Hölle losgebrochen. Die plötzliche Änderung der Lage zwang und zwingt Investoren sich neu zu positionieren, was den starken Anstieg des Goldpreises erklärt.

Der Goldpreis stieg heute Morgen erstmals wieder auf 2.000 US-Dollar, dem höchsten Stand seit August 2020, wogegen der Goldpreis in Euro längst auf einem neuen Allzeithoch bei 1.851 Euro kletterte. Seit Anfang 2014 stieg der Goldpreis in Euro um 105% an! Die Sanktionen treffen insbesondere die europäische Wirtschaft hart, was die Aufnahme neuer Schulden und mehr Inflation mit sich bringen wird, weshalb der Euro auf 1,082 US-Dollar abstürzte. Der Goldpreis in Euro stieg im letzten Monat daher viel stärker an (+14%) als der Goldpreis in US-Dollar (+9,5%).


Krieg in Europa – der Euro bricht ein, während Gold und Silber in Euro stark ansteigen

Die Preise einiger Rohstoffe, die unmittelbar von den Sanktionen betroffen sind, gehen unterdessen durch die Decke. So stieg der Palladiumpreis allein in der letzten Woche um 26% an und erreichte heute ein Hoch bei 3.412 US-Dollar. Das Defizit in diesem Markt könnte sich durch die Sanktionen deutlich verschärfen, da 40% der Weltproduktion in Russland gefördert werden.

Tritt dies ein, so wären kurzfristig auch viel höhere Preise denkbar! Der Preis für dieses, primär in Benzinkatalysatoren verwendete Industriemetall stieg allein am Montagmorgen um mehr als 430 US-Dollar an, nur um am Nachmittag wieder um 600$ zu fallen, nachdem die Meldung einer vorübergehenden Waffenruhe und der russischen Bereitschaft zum Ende aller Kriegshandlungen vermeldet wurde.

Europa und Deutschland schneiden sich mit den Sanktionen tief in das eigene Fleisch und einige Automobilhersteller müssen aufgrund fehlender Komponenten schon in Kürze die Produktion einstellen.

Sollten die Russen in der Lage sein weiterhin ihr Palladium auf dem Weltmarkt zu verkaufen, während die Nachfrage durch einen Stillstand der Automobilproduktion abnimmt, dann könnte der Palladiumpreis schnell wieder fallen, ähnlich März 2020, als sich der Palladiumpreis binnen einem Monat halbiert hatte. Der heutige Einbruch um 600$ ist ein Warnzeichen und zeigt, dass dieser Markt aktuell nichts für unerfahrene Trader ist.

Zum Platinmarkt, der seit einer Dekade ein chronisches Überangebot aufweist, steuert Russland jedoch nur 10% der Weltförderung bei, weshalb Platin die Preisanstiege von Palladium nicht nachvollziehen kann und aktuell immer noch bei günstigen 1.130$ gehandelt wird.

Sollte die Automobilproduktion wegen dem Abbruch von Lieferketten als direkte Folge des Krieges und der Sanktionen angehalten werden und damit auch die Nachfrage nach Platin zur Verwendung in Dieselkatalysatoren einbrechen, so wäre bei Platin ein nochmaliger deutlicher Rücksetzer möglich.


Der Palladiumpreis stieg heute auf ein neues Allzeithoch bei 3.400 US-Dollar. Anfang 2016 wurde Palladium noch für weniger als 500 US-Dollar gehandelt

Die deutsche Wirtschaft leidet besonders stark unter den zusätzlich gestiegenen Energiekosten aufgrund der Sanktionen auf russisches Öl und Gas. Dies versetzt der heimischen Wirtschaft, die aufgrund überbordender Bürokratie, Regulierungen und den weltweit höchsten Steuern international ohnehin zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig ist, aktuell den Todesstoß.

Der Deutsche Aktienindex brach vergangenen Woche auf 13.100 Punkte ein, während sich die amerikanischen Märkte, die sich auch in einem neuen Bärenmarkt befinden, noch relativ stabil halten können. Die wirtschaftlichen Verflechtungen der USA mit Russland sind weitaus geringer und Amerika ist als Öl- und Gasexporteur eher ein Profiteuer der Krise.

Der Bitcoin konnte bisher nicht von der Krise profitieren und handelt noch immer bei 38.000 US-Dollar, rund 44 Prozent unter seinem Allzeithoch, obwohl man Russland aus dem Swift-Banken-Netzwerk ausgeschlossen hat. Langfristig ist dies sicherlich ein Signal für den Markt und die neuen dezentralen Technologien könnten davon profitieren, doch kurzfristig sind die Ereignisse eher schlecht für den Bitcoin.

Mit dem Ausschluss aus dem Swift-System sind auch viele Schnittstellen zum Papiergeldsystem nicht mehr verfügbar und zusätzlich dürften viele Russen, die durch die Sanktionen und dem Einbruch des Aktienmarktes ihr Vermögen verloren haben, eher genötigt sein Kryptowährungen zu verkaufen.


Der deutsche Aktienmarkt bricht ein, während der Palladiumpreis durch die Decke geht

Die harten Sanktionen gegen die russische Wirtschaft und deren Auswirkungen sind beispiellos in der Geschichte. Die international gehandelten russischen Aktien brachen um 95% ein, während der Handel an der Börse in Moskau am 25. Februar bereits eingestellt wurde.

Normalerweise kollabieren die Börsen der Länder, die angegriffen werden, doch noch nie in der Geschichte brach der Aktienmarkt eines Aggressors im Krieg so stark ein.

Dieser Crash hat vielen russischen Sparern, Investoren und Tradern ihre Existenz genommen und ist ein schockierendes Beispiel dafür, was in einem Krieg möglich ist. Diese Art der Kriegsführung ist Neuland und mahnt uns Trader und Investoren Vermögen international zu diversifizieren!

Der russische Rubel brach zum US-Dollar um ein Drittel ein, während die Zinsen für zehnjährige russische Staatsanleihen auf 18 Prozent anstiegen. Die EU hat sogar die Währungsreserven der russischen Zentralbank eingefroren und weltweit werden Vermögen reicher Russen konfisziert. Auch Sanktionen sind eine Art der Kriegsführung, die militärische Antwort finden könnten, was die Lage hochbrisant macht.

Der Preis für Kohle stieg um mehr als 100% an, der Rohölpreis erreichte heute mit 131 US-Dollar den höchsten Stand seit 2008 und der europäische Gaspreis stieg allein am heutigen Tag um 64% auf ein neues Allzeithoch bei 335 Euro, was die Volkswirtschaften weltweit in die Rezession drücken wird.

Auch die Getreidepreise steigen weiter steil an, da der globale Handel gestört ist und die Ukraine als großer Weizenproduzent längerfristig weniger Ernte einfahren dürfte, wenn der Krieg nicht bald ein Ende findet. Dazu kommt, dass immer mehr Länder zu Horten beginnen und Handelsbeschränkungen verhängen, da sie Angst vor einer Nahrungsknappheit im eigenen Land haben, was den Weizenpreis zusätzlich befeuert.

So hat beispielsweise Ungarn alle Getreideexporte verboten. Mittlerweile hat sich der Weizenpreis mit 1.283 US-Cent je Buschel fast verdoppelt in den letzten Wochen. Noch Anfang 2020 kostete ein Buschel unter 500 US-Cent. Die Preise könnten deutlich weiter ansteigen, nicht nur wegen dem Krieg, sondern insbesondere auch wegen der Inflation, was zu Hungersnöten und Unruhen in Ländern der Dritten Welt führen könnte.


Die russische Wirtschaft wird in die Knie gezwungen, während die Rohstoffpreise explodieren

Da die europäische Wirtschaft selbst stark von den Sanktionen betroffen ist, bricht der Euro zu anderen Währungen, sowie zum Gold immer stärker ein. So fiel der Euro heute bereits auf fast 1,08 US-Dollar, wobei wichtige Unterstützungen gebrochen wurden.

Hält der Krieg noch einige Zeit an, dann ist eine deutliche Abwertung unter die Parität zum Dollar gut möglich in den nächsten Monaten. Der Euro fiel in der letzten Woche bereits auf die Parität zum Schweizer Franken und es ist wahrscheinlich, dass diese Marke mittelfristig nicht halten wird.

Obwohl die SNB den Franken ständig abwertet, hat der Euro in den letzten 22 Jahren zum Schweizer Franken um fast 40% abgewertet. Es scheint nun gut möglich, als würde die Parität brechen und der Euro in den kommenden Monaten auf 0,90 oder gar 0,85 Schweizer Franken fallen.

Fällt der Euro auf die Parität zum US-Dollar, so müsste der Goldpreis in Euro weitere 150 Euro ansteigen, sofern der Goldpreis in US-Dollar das aktuelle Niveau von 2.000 US-Dollar je Feinunze halten kann!


Der Euro befindet sich aktuell an einer wichtigen Unterstützung zum Schweizer Franken

Die Abwertung des Euros war angesichts der Schulden im Euroraum längst überfällig und die Notenbanken haben nun einen perfekten Sündenbock für die steigenden Preise gefunden, die sie selbst durch die Anhäufung von Schulden und der Inflation der Geldmenge erst selbst erzeugt haben.

Ohne das Drucken von Geld aus dem Nichts durch die Europäische Zentralbanken wäre jeder Preisanstieg durch den Abbruch von Lieferketten aufgrund von Kriegshandlungen nur ein vorübergehendes Phänomen und die Preise würden später wieder auf ihr vorheriges Niveau fallen.

Die Preise wären auch ohne den Krieg angestiegen, doch sorgt er als eine Art Katalysator für eine schnelle schubartige Abwertung des Euro. Man sollte sich nun unbedingt vor der kommenden Inflation absichern, die unausweichlich ist. Auch wenn der Goldpreis bereits stark gestiegen ist, wird er in den nächsten Jahren durch Preisanstiege weiter zur Schwachwährung Euro aufwerten.

Wer sein Vermögen und seine Altersvorsorge nicht vor der nun unmittelbar bevorstehenden Inflation geschützt hat, dem droht der Verlust der Ersparnisse und Renten-Anwartschaften. In Russland brachen die Aktienmärkte um 95% ein und wer einen Teil seines Portfolios in physisches Gold investiert hatte, der kann nun günstig das Vielfache des russischen Aktienmarktes aufkaufen und dadurch womöglich schnell reich werden.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch dann, wenn man über die Börse in Gold investiert ist, man zur Absicherung gegen den schlimmsten Fall einen Teil in physische Münzen und Barren investieren sollte!

Technische Analyse zu Gold: Wurde der Goldpreis vor der Notenbanksitzung manipuliert?

Der neueste COT-Report wurde am Freitag um 21:30 Uhr seitens der US-Terminmarktaufsicht veröffentlicht mit dem Stichtag der Datenerhebung des 1. März. Die COT-Daten werden seitens der CFTC immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht. Premium Abonnenten erhielten noch vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber, Platin und Palladium.

Der Preis stieg zur Vorwoche um 47 US-Dollar, während die aggregierte Positionierung der Spekulanten nur um wenige 16 Tsd. Kontrakte aufgebaut wurde, was noch mehr Stärke als in der Vorwoche zeigt. Es zeigt sich ein Defizit am Markt durch physische Käufe – Investoren fliehen in den sicheren Hafen des Goldes.

Die Manipulation war in dieser Woche mit 6 Tagen der Weltproduktion höher als in der Vorwoche. Ohne die Manipulation wäre der Goldpreis noch schneller und weiter angestiegen. Insgesamt ist die mutmaßliche Manipulation bereits sehr hoch, was ein Indiz dafür ist, dass der Preisanstieg nicht ewig weitergehen wird.

Dennoch zeigen die Daten, dass der Goldmarkt bisher nur leicht überkauft ist, weshalb ein weiterer Anstieg des Goldpreises weiterhin möglich wäre. Das Defizit, das sich in den Daten zeigt, trumpft das überkaufte Level, womit das bullische Bild für den Goldpreis bestätigt wird.


Die Terminmarktdaten für Gold sind langsam leicht überkauft


In den drei Wochen war eine starke Manipulation zu beobachten

Der Kriegsausbruch hatte von einem Tag auf den Nächsten den Ausblick für den Goldpreis völlig verändert. Es zeigte sich bereits vor dem Einmarsch in Luhansk und Donezk relative Stärke im Goldpreis, die aus dem Nichts auftauchte und die wir uns nicht erklären konnten, was Insiderkäufen geschuldet sein dürfte.

Mit dem Anstieg über den mittelfristigen Abwärtstrend bei 1.845 US-Dollar gab es letztlich ein prozyklisches Kaufsignal, das wir aufgrund der Stärke in den COT-Daten annehmen mussten.

Nach dem Einmarsch in die Ukraine deutete sich ein Sprung über den Widerstand bei 1.900 US-Dollar bereits an, der jedoch erst mit dem Kriegsausbruch drei Tage später erfolgte. Seither kam es zu einer Flucht von Investoren in den Goldmarkt und es ist durchaus möglich, dass künftig weitere Investoren ihre Assets neu allozieren werden und so die Nachfrage hoch bleiben wird.

Bei 1.980 US-Dollar befindet sich ein Widerstand, der heute im Handelsverlauf mit einem Hoch bei 2.002 US-Dollar kurzzeitig überschritten wurde. Danach fiel der Preis wieder unter diese Marke. Da die mutmaßliche Manipulation am Terminmarkt mittlerweile wieder sehr stark ist, halten die Regierungen auf diesem Preislevel scheinbar dagegen.

Politische Börsen haben kurzfristige Beine und daher ist es aktuell sehr schwer die weitere Preisentwicklung einzuschätzen. Grundsätzlich ist der Goldpreis seit dem Sprung über seinen Abwärtstrend long.

Der Widerstand bei 1.980 US-Dollar könnte signifikant sein, doch wenn sich der Krieg noch lange fortsetzt und sogar ausweitet, dann ist auch ein weiterer starker Preisanstieg denkbar. Man kann aktuell nur die Stopps nachziehen und den Preis laufen lassen. Ein Stop-Loss sollte spätestens bei 1.910$ liegen aktuell.


Der Goldpreis stieg heute auf über 2.000 US-Dollar an

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg. Bis zum Allzeithoch in US-Dollar fehlen aktuell noch fast 100 US-Dollar, womit noch etwas Luft vorhanden wäre.

 


Nach dem Bruch des Abwärtstrends ging es steil nach oben

Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 260 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis das hohe Niveau halten kann. Dennoch – die Spekulation ist sehr hoch und starke Rücksetzer um bis zu 100 Euro sind jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchancen sehen.


Der Goldpreis in Euro stieg im Umfeld eines schwachen Euros heute auf ein neues Allzeithoch bei 1.851 Euro je Feinunze

 

Gold haussiert – Aktien- und Anleihenmarkt fallen – Kriegsangst treibt Edelmetallpreise

Putin hat sich jedoch am Montagabend dagegen entschieden und die Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Deutschlands darüber informiert, dass er die beiden abtrünnigen Republiken in der Ostukraine offiziell anerkennen wird.

Ein Krieg oder ein ernsthafter Konflikt scheint damit praktisch vorprogrammiert, da die abtrünnigen Republiken nun verstärkt von der ukrainischen Armee angegriffen werden dürften, was zu einer russischen Intervention zur Verteidigung der “neu anerkannten” Regionen führen würde. Diese Entwicklung scheint kurzfristig bullisch für den Goldpreis sein. In der vergangenen Handelswoche hatten die Sorgen vor einem militärischen Konflikt den Goldpreis bis an den Widerstand bei 1.900 US-Dollar getrieben.

Obwohl dem Goldpreis der Bruch eines letzten langfristigen Abwärtstrends gelang und er den letzten beiden Wochen über 100 US-Dollar ansteigen konnte, gelang es dem Silberpreis bisher nicht, auch seinen Abwärtstrend bei 24 US-Dollar zu überwinden.

Zeigt sich der Goldpreis jedoch weiterhin stark, so könnte Silber dieser Sprung noch gelingen, was einem schnellen Anstieg auf 28 US-Dollar nach sich ziehen könnte. Auch Platin konnte einen mittelfristigen Abwärtstrend überwinden und infolgedessen auf 1.100 US-Dollar ansteigen, während Palladium noch immer in einer engen Spanne zwischen 2.200 US-Dollar und 2.400 US-Dollar handelt.

Der HUI-Goldminenindex sprang mit einem Hebel zum Goldpreis um 6,5% zur Vorwoche nach oben. Kann der Goldpreis weiter deutlich über 1.900 US-Dollar ansteigen, so dürften die Goldminen einen neuen impulsiven Anstieg vollziehen. Scheitert der Goldpreis hingegen an diesem Widerstand, da sich Biden und Putin verständigen können, so dürften die Zinsanhebungen in den USA wieder der kurzfristig preisbestimmende und belastende Faktor für den Goldpreis werden.


Der Goldpreis konnte seinen letzten Abwärtstrend überwinden, was grundsätzlich bullisch ist

Die Aktienmärkte setzten in der vergangenen Handelswoche ihre Talfahrt fort, da Investoren beginnen mehr Zinsanhebungen einzupreisen. Man erwartet nun sieben oder mehr Zinsanhebungen in diesem Jahr, weshalb erste Investoren nun eine neuen Rezession fürchten, vor der wir bekanntlich schon seit dem Beginn der Zinswende im letzten Jahr warnen.

Selbst eine Anhebung des Leitzinses auf 2% in diesem Jahr wäre angesichts einer offiziellen Inflationsrate von 7,5% lächerlich gering, da der Realzins noch immer -5,5% betragen würde, was eine ultralockere Geldpolitik darstellt.

Eine Anhebung auf 11,5% wäre angemessen und selbst das würde nicht viel an der weiteren Abwertung des US-Dollars ändern, da eine Zinsanhebung dem Markt nicht die Liquidität entzieht, die die FED in den letzten beiden Jahren geschaffen hat. Die wahre Inflationsrate in den USA liegt jedoch bei 15,6% was selbst Zinsen von 20% rechtfertigen würde, ebenso wie in den siebziger Jahren.

Folgender Chart zeigt in der roten Linie die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, während die schwarze Linie die offizielle Inflationsrate und die blaue Linie die wahre Teuerung nach der alten Berechnungsmethode von 1980 zeigt. Der Chart zeigt, dass in einem freien Markt die Zinsen grundsätzlich immer deutlich über der Inflationsrate liegen sollten, da Investoren einen Inflationsausgleich und eine reale Rendite fordern.

Anfang der neunziger Jahre änderte sich dies, nachdem man den Gold-Devisen-Standard aufgelöst hatte und man so die Zinsen durch die ständige Ausweitung der Schulden künstlich drücken konnte. Weiterhin hatte man ab Anfang der achtziger Jahre die Berechnungsmethode der Inflationsrate sukzessive verändert, sodass diese seither chronisch zu niedrig ausgewiesen wird und sich der Markt an einer falschen Geldentwertung orientiert, was den Regierungen eine zusätzliche und weitergehende Schuldenaufnahme ermöglicht.


Würde die EZB den Markt nicht manipulieren, so würden die Zinsen wahrscheinlich auf über 20% ansteigen

Angesichts der hohen Inflationsrate fordert der Markt höhere Zinsen und sobald die Notenbanken ihre Anleihenkäufe beendet, wird sich der Zinsanstieg schnell fortsetzen. Mit den steigenden Zinsen und dem Ende des Kreditzyklus befindet sich die Weltwirtschaft jedoch auch am Ende eines Aufschwungs und am Beginn einer historisch einmaligen Rezession.

Die Märkte ahnen langsam, dass die Weltwirtschaft aufgrund der künstlich niedrigen Zinsen heillos überschuldet ist und selbst ein geringer Zinsanstieg dieses planwirtschaftliche Kartenhaus zum Einsturz bringen wird, weshalb man das vermeintlich aggressive Vorgehen der FED fürchtet und der Aktienmarkt unter Verkaufsdruck gerät.

Die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in Teilen der Wirtschaft wird zurückgehen und unrentable Fehlallokationen vom Markt verschwinden, was den Preisauftrieb vorübergehend abbremsen wird. Der Ausfall von Krediten hätte sicherlich einen deflationären Effekt, doch wird die FED wieder erneut mit dem Drucken von Geld reagieren, da man längst klar gemacht hat, dass der Reset inflationär erfolgen wird.

Die Regierung und Notenbanken werden letztlich auf eine neue Rezession wieder mit dem Drucken von Geld reagieren, was die Stagflation nur noch verschlimmern wird. Während in Rezessionen normalerweise die Geldmenge schrumpft und die Preise sinken, wird diese Rezession aufgrund der Inflation der Geldmenge durch die Notenbanken mit steigenden Preisen einhergehen, was man als Stagflation bezeichnet.

Mit planwirtschaftlichen Eingriffen in den Markt konnte man Rezessionen in die Zukunft verschieben, doch hatte dies seinen Preis. Es entstanden über die letzten vier Jahrzehnte gigantische globale Fehlallokationen, die nicht nachhaltig sind und nun in einem katastrophalen Zusammenbruch des staatlichen Geld-, Finanz- und Wirtschaftssystems zu enden drohen, sobald die Zinsen auf ein marktübliches Niveau ansteigen.

Wir stehen vor einer großen Krise, gegen die die Corona-Lockdowns, die Finanzkrise von 2008 oder das Platzen der Dotcom-Blase klein aussehen werden. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Finanzkrise, sondern auch um eine Währungs- und Schuldenkrise, die unvergleichbar große Schäden nach sich ziehen wird.

Die Politiker, die diese Krise durch ihre planwirtschaftlichen Eingriffe erzeugt haben, werden Sündenböcke erzeugen und allem und jedem die Schuld geben, nur nicht sich selbst. Sie werden versuchen in der Krise als Retter aufzutreten, um ihre Macht und ihren Einfluss zu sichern und auszuweiten, wobei man die Schuld der Freiheit und dem freien Markt in die Schuhe schieben wird.

Aus dieser Warte gesehen, kommt der Ukraine-Konflikt, ebenso wie Corona, den Herrschenden gerade recht, was das ständige Zündeln und mediale Aufstacheln erklärt. Inflationsinduziert steigende Rohölpreise könnte man beispielsweise gut einem militärischen Konflikt anlasten.

Die amerikanischen Produzentenpreise (PPI) stiegen in der letzten Woche zum Vormonat um ein Prozent an, was doppelt so hoch war wie die Markterwartung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der PPI um 9,7%, was zeigt, dass die hohen Teuerungsraten uns das ganze Jahr 2022 begleiten werden und nicht nur ein vorübergehendes Phänomen waren. Die Unternehmen hatten die Preisanstiege teilweise aufgefangen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, da sie den Worten der Politiker, wonach der Inflationsschub nur temporär sein sollte, glaubten.

Doch längst haben die Geldpolitiker zugegeben, dass sie falsch lagen und die Preissteigerungsraten konstant hoch bleiben werden. Die Schmerzgrenze der Unternehmer wurde erreicht und sie müssen letztlich die Preisanstiege weitergeben. Auf einen dauerhaften Anstieg der Produzentenpreise folgt also mit einer gewissen Zeitverzögerung ein Anstieg der Konsumentenpreise, für die wir alle an der Supermarktkasse letztlich zahlen müssen.

Die hohen Inflationszahlen setzen die US-Notenbank unter Zugzwang und teilweise lag die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung um 50 Basispunkte beim Zinsentscheid im März bei über 50% in der letzten Handelswoche. Nach den Fed Funds Futures sank diese mittlerweile wieder auf unter 20%, doch die Aktienmärkte reagieren mit Sorge auf die steigenden Zinsen. Der S&P500 verlor seit seinem Hoch bereits fast 10% und die Technologiebörse NASDAQ büßte bereits 16% ein.


Die steigenden Zinsen lasten schwer auf dem Aktienmarkt, der dabei ist in einen Bärenmarkt zu kippen

Bereits vor über einem Jahr schrieb ich über die große Zinswende und ihre Auswirkung auf den Aktienmarkt, der real in eine Baisse übergehen sollte. Dieses Szenario trifft nun ein und viele Anleger am Standardaktienmarkt wurden bereits auf dem falschen Fuß erwischt und erlitten teilweise starke Verluste. Ich prognostizierte auch, dass der Goldpreis in einer Stagflation steigen und das Dow-Gold-Ratio wieder fallen würde über die nächsten Jahre hinweg.

Investoren beginnen langsam die Auswirkungen steigender Zinsen auf die Unternehmensgewinne zu verstehen, was nun langsam eingepreist wird. Das Dow-Gold-Ratio fiel in den letzten Wochen von 20 auf 18 und wird in den nächsten Jahren weiter fallen.

Das reale Hoch des Aktienmarktes hat seinen Zenit längst überschritten und mit den steigenden Zinsen werden die Aktien real weiter unter Druck kommen in den nächsten Jahren. Edelmetalle und Minenaktien werden hingegen die großen Gewinner in einem Jahrzehnt der Stagflation sein, weshalb wir Ihnen empfehlen, weiterhin in Edelmetalle und Minenaktien zu investieren.

Technische Analyse zu Palladium: Kriegssorgen treiben den Preis

In den letzten beiden Wochen zeigten sich die Daten neutral, während in den drei Wochen davor ein deutliches Defizit am physischen Markt zu beobachten war. Der COT-Index zum Open Interest fiel mittlerweile auf 68 Punkte, dem tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Dies zeigt, dass die Spekulanten deutlich an dem Preisanstieg nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend beteiligt waren. Insgesamt sind die COT-Daten für Palladium neutral bis bullisch und der COT-Index für die Kleinspekulanten zeigt auch, dass der Markt noch nicht überhitzt ist.

Nebst der Fantasie, dass die Nachfrage aus der Automobilindustrie wieder zunimmt und für ein Defizit sorgt, ist seit einigen Wochen die Sorge vor einem militärischen Konflikt Russlands mit der Ukraine ein weiterer Faktor ist, der für ein Defizit und einen starken Preisanstieg sorgt.

Da 40% der Weltproduktion aus Russland kommt, dürften sich industrielle Verbraucher aktuell einen Puffer aufbauen, um ihre Produktion in jedem Fall fortführen zu können. Diese erhöhte Nachfrage sehen wir in der Stärke der Daten im letzten Monat. Seitens der COT-Daten könnte sich der Preisanstieg grundsätzlich fortsetzen.


Die Terminmarktdaten für Palladium sind im bullischen Kaufbereich und lassen Platz für Preisfantasie nach oben


Noch nie zuvor hatten die Spekulanten so stark auf einen weiter fallenden Preis gesetzt

Das Ende der Coronamaßnahmen ist gut für die Automobilproduktion und dementsprechend steigt die Nachfrage nach Platin und Palladium an. Seit dem Tief des Palladiumpreises Mitte März bei 1.550 US-Dollar, das dem Crashtief von März 2020 entsprach, zeigt sich plötzlich wieder relative Stärke, die auf ein Anziehen der industriellen Nachfrage zurückzuführen ist.

Ende November hatten wir antizyklische Käufe bei 1.550 US-Dollar empfohlen. Am 14. Januar empfahl ich meinen Abonnenten Palladium bei Trendbruch in den nächsten Handelstagen zu kaufen mit dem Ziel bei 2.300 US-Dollar. Mitte Januar war es letztlich soweit und das Kaufsignal mit dem Ziel bei 2.300 US-Dollar war da. Am Nachmittag des 26. Januar empfahl ich die Gewinne in Höhe von 400 US-Dollar bei 2.350 US-Dollar mitzunehmen und wir schlossen diesen erfolgreichen kurzen Long-Trade, der ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) hatte.

Seither konnte sich der Palladiumpreis stark halten auf hohem Niveau, was dem drohenden Konflikt mit Russland zu verdanken sein dürfte. Palladium handelt in einer engen Handelsspanen von 200 US-Dollar zwischen 2.200 US-Dollar auf der Unterseite und 2.400 US-Dollar auf der Oberseite.


Seit dem Tief vom Dezember stieg der Palladiumpreis wieder um 50% an

Kurzfristig scheint der Palladiumpreis abhängig von der weiteren Entwicklung in der Ukraine zu sein. Halten die Sorgen vor einem militärischen Konflikt an oder eskaliert die Lage, so könnte sich die potenzielle Bullenflagge nach oben auflösen, worauf ein Anstieg bis nahe an das Allzeithoch bei 2.900 US-Dollar folgen dürfte.

Nur dann, wenn die Lage in der Ukraine eskaliert, sind auch Preise deutlich jenseits der 3.000 US-Dollar je Feinunze kurz- bis mittelfristig möglich. Bleibt die Lage hingegen ruhig, so sollte man am Widerstandsbereich zwischen 2.800 US-Dollar und 2.900 US-Dollar erst einmal Gewinne einstreichen.

Die COT-Daten sind immer noch so heillos überverkauft, dass weiteres Potenzial für einen Preisanstieg auf 2.900 US-Dollar vorhanden wäre in den nächsten Wochen und Monaten, weshalb sich Trades auf einen fallenden Preis nach dem Trendbruch verbieten.

Dennoch – sollte die Lage ruhig bleiben Palladium nach unten aus der Handelsspanne fallen, so wäre ein nochmaliger Rücksetzer auf 2.000 US-Dollar möglich. Ein Rücksetzer auf ca. 2.000 US-Dollar würde dann wieder eine gute antizyklische Kaufmöglichkeit bieten, die man dann wieder nutzen kann.

Politische Börsen haben kurze Beine, weshalb man aktuell sehr vorsichtig sein sollte. Die vorgezogenen Käufe aus der Industrie, die für ein Defizit und einen Preisanstieg sorgten, könnten schnell wieder abflauen und der Markt in ein Überangebot rutschen, was einen Rücksetzer durchaus möglich macht. Man sollte die kurzfristige Handelsentscheidung von einem bullischen oder bärischen Ausbruch aus der Handelsspanne abhängig machen.


Der Palladiumpreis handelt womöglich in einer Fortsetzungsformation – einer sogenannten Bullenflagge

 

US-Notenbanksitzung stellt die Weichen – Gewinne mit Palladium – Gold und Silber korrigieren weiter

Der Palladiumpreis explodierte in einem Short-Squeeze um 13%, wogegen Gold um 2,5% und Silber um 7,6% einbrachen. Der US-Dollar-Index schoss auf die überraschend hawkische Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell wie eine Rakete auf 97,2 Punkte nach oben, während der Aktien- und der Anleihenmarkt wieder auf Talfahrt gingen und die kurzfristigen Zinsen weiter nach oben kletterten.

Die Goldminen gaben bereits seit Mittwoch ihre Gewinne vom Wochenanfang wieder ab und der HUI Goldminenindex fiel auf 240 Punkte unter die Unterstützung bei 250 Punkte. In dieser Woche ist nach den starken Verwerfungen der Vorwoche erst einmal mit einer Gegenbewegung zu rechnen, doch hat man mit der neuen restriktiven Geldpolitik den Weg für die nächsten Monate geebnet.


Der Palladiumpreis stieg um 13% zur Vorwoche, während Gold und Silber einbrachen.

Der Zinsentscheid am Mittwochabend um 20 Uhr war erst unspektakulär, doch versetzte die folgende Rede von Notenbankchef Jerome Powell den Markt in Aufruhr. Der Dollar schoss nach oben und die sofort rutschten die amerikanischen Aktienmärkte wieder ab, während die kurzfristigen Zinsen ihren Höhenflug fortsetzten.

Er behauptete, der Arbeitsmarkt sei „sehr, sehr stark“ und es gäbe „genügend Spielraum für Zinsanhebungen, ohne den Arbeitsmarkt dabei zu gefährden“. Damit ist der Powell Put, der den Aktien- und Anleihenmarkt vor einer stärkeren Korrektur geschützt hatte, weg und 2022 dürfte schwer werden für unerfahrene Investoren, die es gewohnt sind, jeden Rücksetzer bedenkenlos zu kaufen.

Weitere wichtige Punkte seiner Rede:

  • Die Federal Funds Rate sei das primäre Werkzeug für die Geldpolitik und nicht die Reduzierung der Notenbankbilanz, was bedeutet, dass der Großteil des gedruckten Geldes dauerhaft im Wirtschaftssystem verbleiben und eine persistent hohe Teuerung bringen wird in 2022. Diese Erkenntnis ist wichtig für alle mittel- bis langfristig agierenden Investoren, da es das weitere Korrekturpotenzial der Edelmetalle begrenzt.
  • Eine Reduzierung der 9 Billionen schweren Notenbankbilanz, die sich seit 2008 verzehnfacht hat, soll nach den ersten Zinsanhebungen beginnen.
  • Das FOMC hat keine Entscheidung über den Zeitpunkt oder die Geschwindigkeit für eine Reduzierung der Bilanz getroffen, doch wird dies von künftigen Wirtschaftsdaten und Wirtschaftsaussichten bestimmt werden. Damit hält man sich eine Hintertüre offen, um bei einem Einbruch des Aktienmarktes oder anderer „plötzlichen und unvorhersehbaren“ Ereignisse wieder auf die Tube zu drücken.
  • Die Wirtschaft sei vermeintlich sehr stark und die Inflation hoch, weshalb man diesmal früher und restriktiver vorgehen will als nach der Rezession von 2008. Diese Aussage dürfte die Investoren am meisten verschreckt haben.
  • Sofern sich das Umfeld nicht ändert, wird das FOMC im März wahrscheinlich eine erste Zinsanhebung beschließen.
  • COVID wäre angeblich nicht vorüber und es gäbe daher auch künftig Risiken für das Wirtschaftswachstum.
  • Ein weiteres Risiko wären erneute Probleme bei den Lieferketten, was die Wirtschaft negativ beeinflussen könnte.
  • Dennoch will man „ziemlich anpassungsfähig bleiben, je nachdem wie sich die Lage verändert“, womit man andeutet, dass man bei Problemen sofort zurückrudern und wieder Geld drucken wird. Eine ernsthafte Abkehr von der wirtschaftsschädlichen inflationären Politik ist daher langfristig nicht zu erwarten.

Zu all diesen pseudowissenschaftlichen Aussagen der keynesianischen Voodoo-Geldpolitik muss man immer wieder klarstellen, dass weder die Regierungen noch die Notenbanken mit dem Drucken von Geld Wirtschaftswachstum stützen oder erzeugen können noch irgendetwas Gutes damit bewirken. All ihre Eingriffe in den Markt sind lediglich zugunsten Weniger (insbesondere zu ihrem eigenen Vorteil) und zulasten der großen Mehrheit der Bevölkerungen.

Die Zinsen sind real immer noch historisch einmal negativ, daher müssen sie letztlich nominal ansteigen, um dem Markt einen Ausgleich für die Inflation zu bieten. Dies wird den Aktien-, den Anleihen- und den Häusermarkt unter Druck bringen. Die US-Notenbank hat sich in eine Ecke manövriert, aus der sie nicht mehr herauskommt. Man will deshalb insbesondere die Käufe hypothekenbesicherter Wertpapiere zugunsten von Staatsanleihen reduzieren, was nicht gut für all jene ist, die noch ein Haus auf Kredit kaufen wollen. Der Immobilienmarkt dürfte unlängst seinen Zenit erreicht haben.

Die US-Notenbank erweckt den Anschein, die Wirtschaft wäre stark und man könnte der Inflation begegnen, doch ist beides falsch und der Glaube daran ist verrückt. Würde sie ernsthaft die historisch hohe Inflation bekämpfen wollen, so würde sie nicht bis März warten, sondern sofort damit beginnen.

Würde man wirklich der hohen Teuerungsrate von offiziell 7 Prozent begegnen, so müsste das FOMC die Zinsen mindestens auf 11 Prozent anheben! Die heillos überschuldeten, mehrheitlich sozialistisch geprägten, westlichen Volkswirtschaften, insbesondere jene in der europäischen Union, könnten ihre Zinszahlungen nicht mehr bedienen und würden schnell bankrottgehen.

Die Wirtschaft ist schwach und würde die FED der Inflation ernsthaft begegnen, so wäre dies der Anfang einer weltweiten historisch einmaligen Rezession. Der komplette konjunkturelle Aufschwung seit 2008 wurde ausschließlich auf billigem Geld bzw. künstlich niedrige Zinsen gebaut. Ohne diese Stütze wird diese planwirtschaftliche Blase platzen. Begegnet man hingegen der Inflation nicht und druckt man weiter Geld, werden die Zinsen auch steigen und ebenso die Rezession folgen. Egal wie die FED vorgehen wird, die Weltwirtschaft bleibt schwach und jeder neue Konjunkturaufschwung ist zum Scheitern verurteilt.

Ein Bild, das Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung
Die kurzfristigen Zinsen steigen weltweit an

Mein Zukunftsszenario der ausweglosen Stagflation, vor der ich seit 2018 für eine kurz bevorstehende Rezession mit Kassandrarufen warnte, ist längst da und meine Prognose für die Zukunft ist seither unverändert. Mit dem Verständnis der Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule liegt das Ende dieser Entwicklung klar auf dem Tisch. Lediglich der Weg kann etwas variieren, je nachdem wie und wem die Regierungen und Notenbanken die selbstverursachte Zerstörung der westlichen Volkswirtschaften und deren Wohlstand in die Schuhe schieben werden.

Die US-Notenbank wird bei der Umsetzung ihrer restriktiven Geldpolitik die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen. In 2018 scheiterte der Zinsanhebungszyklus nach einer Anhebung der Fed Funds Rate auf 2,5 Prozent, doch diesmal sind die Schulden und die Fehlallokationen in der Weltwirtschaft, sowie die Notenbankbilanz viel größer denn je, während die Inflation bereits historisch hoch ist. Geht die FED zu schnell vor, dann wird diese Blase schnell platzen.

Die einzige Chance, die man hat, ist ein Tanz auf Messers Schneide. Eine langsame Anhebung der Zinsen, während die Inflation gleichzeitig real sehr hoch ist, diese jedoch künstlich niedrig ausgewiesen wird, sodass man anstatt einer tiefen Rezession eine Stagnation in den Statistiken ausweisen kann.

Entweder geht man so vor und lässt die Wirtschaft langsam in einer Stagflation absaufen oder man lässt eine Bereinigung der Fehlallokationen zu mit einem Anstieg der Zinsen auf ein marktübliches Niveau, was einen offenen und schnellen Zusammenbruch der Weltwirtschaft nach sich ziehen würde. Letzteres wäre ein schneller Weg, auf den wieder natürliches und nachhaltiges Wachstum folgen könnte, doch für das politische System scheint dieser zu gefährlich zu sein, weshalb er eher unwahrscheinlich ist.

Es bleibt scheinbar kein anderes Szenario als die Stagflation – eine Rezession gepaart mit Inflation – wobei in dieser die Edelmetalle und Goldminen zu den besten Anlageklassen gehören dürften. Lassen Sie sich nicht täuschen, denn die Wirtschaft befindet sich aktuell im Auge des Hurrikans und die goldenen Fallschirme sind begrenzt. Kontaktieren Sie uns und investieren Sie in Edelmetalle, um aus dieser Stagflationsphase nicht nur unbeschadet, sondern auch als Gewinner hervorzugehen. Wenn Sie als Trader von der kommenden volatilen Phase profitieren wollen, finden Sie mit unserem Premium-Abonnement einen Vorteil im Trading.

Technische Analyse zu Palladium: Rallye mit weiterem Potenzial

In der letzten Woche zeigte sich Stärke in den Daten für Palladium, ebenso wie seit Jahresanfang, nachdem sich im Dezember noch Schwäche gezeigt hatte. Der Chipmangel in der Automobilindustrie und die entsprechend geringere Automobilproduktion hatten eine geringere Nachfrage nach Palladium zur Verwendung in Katalysatoren in den letzten Monaten zur Folge.

Nachdem nun alle Coronamaßnahmen in England, Dänemark und in Bälde auch der Schweiz fallen gelassen werden, gibt es Konjunkturoptimismus und die Automobilhersteller sehen vermutlich den Preis nicht weiter fallen und den Zeitpunkt gekommen, um die Lager zu füllen.

Es ist seit Jahresanfang wieder ein Defizit zu sehen und insgesamt halten die Spekulanten eine historisch hohe Netto-Shortposition, was aus antizyklischer Sicht extrem bullisch ist. Wie in den letzten Monaten geschrieben, war das Gummiband am Terminmarkt extrem gespannt und führte in der letzten Woche letztlich zu einem Short-Squeeze, den wir jedoch erst im COT-Report der nächsten Handelswoche richtig sehen werden, da der Stichtag des aktuellen Reports der Schlusskurs vom Dienstag, den 25. Januar ist.


Die Terminmarktdaten für Palladium sind im bullischen Kaufbereich und lassen Platz für Preisfantasie nach oben


Noch nie zuvor hatten die Spekulanten so stark auf einen weiter fallenden Preis gesetzt

Das bevorstehende Ende der Pandemie durch eine mutmaßlich milde Omikron-Variante, die zur Abschaffung aller Maßnahmen in England und Dänemark mit einer Rückkehr zur Vorkrisen-Normalität führte, ließ die Wirtschaft aufatmen. In mehr als zwei Dutzend US-Bundesstaaten wurde die Pandemie bereits seit über einem Jahr ad acta gelegt, weshalb sich Investoren längst wieder auf andere Entwicklungen fokussieren.

In einer freieren Weltwirtschaft ohne Angst neuer Lockdowns können Unternehmen wieder planen, was gut für die Automobilproduktion und dementsprechend die Nachfrage nach Platin und Palladium ist. Seit dem Tief des Palladiumpreises Mitte März bei 1.550 US-Dollar, das dem Crashtief von März 2020 entsprach, zeigt sich plötzlich wieder relative Stärke, die auf ein Anziehen der industriellen Nachfrage zurückzuführen ist.

Ende November schrieb ich in der letzten Analyse zu Palladium:

„Die Angst vor neuen Lockdowns hatte zu sofortigen Verkäufen am letzten Freitag bei Platin- und Palladiummarkt geführt, sodass es zu einem Abverkauf auf 1.700 US-Dollar kam. Die Omicron-Variante scheint kein Problem zu sein, doch wenn die Politik dies aufbauscht und neue Lockdowns verhängt, kann es doch kurzzeitig ein Problem für den Palladiummarkt werden.

Die Lage am Chipmarkt scheint sich langsam zu entspannen, weshalb ein baldiger Preisanstieg immer wahrscheinlicher wird, sofern nicht neue Lockdowns verhängt werden und die physische Nachfrage wieder abnimmt.

Langfristig wird eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft auf den Palladiumpreis drücken. Mittelfristig erwarten wir noch einmal eine Erholung des Preises, doch Anstiege auf das Allzeithoch bei 2.900 US-Dollar sehen wir als Chance Gewinne einzustreichen.

Kurzfristig findet man im Bereich von 1.500 US-Dollar antizyklisch ein gutes antizyklisches Kaufsetup. Ein prozyklisches Kaufsignal gibt es mit einem Anstieg über den Widerstand bei 1.850 US-Dollar, das intakt bleibt, solange sich der Preis über dieser Marke halten kann.“

Aktuelles Chartbild

Im Bereich um die 1.550 US-Dollar gab es das prognostizierte antizyklische Kaufniveau, doch erst über dem Widerstand bei 1.850 US-Dollar gab es ein erstes prozyklisches Kaufsignal, das den Preis bis an den Abwärtstrend führte. Nach dem starken Anstieg um 350 US-Dollar binnen weniger Handelstage empfahl ich dort erst einmal die Gewinne mitzunehmen und die weitere Entwicklung abzuwarten.

In den folgenden zwei Handelswochen hatte sich der Palladiumpreis zwischen dem mittelfristigen Abwärtstrend und der Unterstützung bei 1.850 US-Dollar eingekeilt, während die COT-Daten erstmals wieder relative Stärke zeigten. Das stimmte uns optimistisch, denn ein Bruch des Abwärtstrends bei historisch überverkauften COT-Daten und relativer Stärke würde zu einem schnellen und starken Anstieg auf ca. 2.300 US-Dollar führen.

Abhängig war dieser Trade von einem Goldpreis der sich über der wichtigen Unterstützung bei 1.800 US-Dollar und damit unterhalb des letztens Abwärtstrends halten konnte. Ich gab meinen Premium-Kunden am 14. Januar daher die Empfehlung Palladium bei Trendbruch in den nächsten Handelstagen zu kaufen mit dem Ziel bei 2.300 US-Dollar.

Nur wenige Handelstage später war es so weit und Palladium überwand den Kreuzwiderstand bei 1.850 US-Dollar, worauf der erwartete Short-Squeeze einsetzte. Am Nachmittag des 26. Januar empfahl ich die Gewinne in Höhe von 400 US-Dollar bei 2.350 US-Dollar mitzunehmen und wir schlossen diesen erfolgreichen kurzen Long-Trade, der ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) hatte.

Insbesondere nach der FED-Sitzung am Abend, die sehr hawkisch ausfiel, ging der US-Dollar durch die Decke, während Gold und Silber abtauchten, was zwei Punkte sind, die auch den Palladiumpreis tendenziell belasten dürften. Es sieht danach aus, als würden Gold und Silber weiter korrigieren, was den Palladiumpreis wieder mit nach unten ziehen könnte.


Seit dem Tief vom Dezember stieg der Palladiumpreis wieder um 50% an

Im kurzfristigen Chart sind die einfachen technischen Signale der letzten Monate, die bereits durch die COT-Daten und weiterer Indikatoren frühzeitig angekündigt wurden, besser zu sehen.

Man sieht schön, wie sich der Preis über zwei Wochen hinweg eingekeilt hatte und letztlich den Trendbruch unter relativer Stärke. Der folgende Short-Squeeze ließ keine Rücksetzer zu und es ging immer weiter nach oben bis zum nächsten signifikanten Widerstand bei 2.300 US-Dollar, der sogar noch überwunden wurde. Es scheint dort aktuell mehrere Trader zu geben, die Gewinne mitnehmen, wobei sich der Palladiumpreis sehr stark hielt, trotz der Dollarstärke und dem Preiseinbruch von Gold und Silber in der zweiten Wochenhälfte.

Die COT-Daten sind immer noch so heillos überverkauft, dass weiteres Potenzial für einen Preisanstieg auf 2.900 US-Dollar vorhanden wäre in den nächsten Wochen und Monaten, weshalb sich Trades auf einen fallenden Preis nach dem Trendbruch verbieten.

Dennoch scheint das kurzfristige Risiko eines Rücksetzers auf 2.000 US-Dollar zu hoch zu sein, um weiter an der Longposition festzuhalten, weshalb das Abwarten nach dem Take Profit der beste Schachzug sein könnte. Ein Rücksetzer auf ca. 2.000 US-Dollar würde dann wieder eine gute antizyklische Kaufmöglichkeit bieten, die man dann wieder nutzen kann.


Auf den Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend folgte ein Short-Squeeze am Terminmarkt

Zinsen steigen, Aktien- und Anleihenmärkte brechen ein und Gold glänzt

Die US-Notenbank hatte bisher lediglich damit gedroht ihr QE-Programm zu beenden und die historisch einmalig niedrigen Leitzinsen anzuheben, doch schon kommen der Aktien- und Anleihenmarkt unter Druck und die Edelmetallpreise beginnen wieder zu steigen. Der breite US-Aktienindex S&P 500 verlor in der letzten Handelswoche 5% und die Technologiebörse NASDAQ rund 6,2%, wogegen die Zinsen der zehnjährigen US-Staatsanleihen zur Wochenmitte mit fast 1,9% den höchsten Stand seit zwei Jahren erreichten.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg am Mittwoch erstmals seit Mai 2019 wieder in den positiven Bereich. Doch diese nominale Rendite bedeutet weiterhin einen Verlust für Investoren, da diese Papiere bei der aktuellen Teuerung von 5,4% inflationsbereinigt immer noch einen jährlichen realen Verlust von 5,5% bringen. Bereits vor einem Jahr hatte ich in einem Video auf YouTube die Zinswende thematisiert und darin die Zusammenhänge und Auswirkungen erklärt.


Real rentieren die bundesdeutschen Staatsanleihen mit -5,5%

Ein Bild, das Karte enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Erstmals seit fast drei Jahren stieg die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen nominal wieder in den positiven Bereich

Die historisch einmalige Hausse des Anleihenmarktes hatte im letzten Jahr bereits ihr Ende gefunden und nun steht auch der Aktienbullenmarkt mit dem Ende der lockeren Geldpolitik vor seinem Zenit, es sei denn, die US-Notenbank rudert zurück und setzt das Gelddrucken fort. Die Fehlallokationen in der Weltwirtschaft, die erst durch die planwirtschaftlichen Eingriffe der Zentralbanken und Regierungen in den letzten drei bis vier Jahrzehnten entstanden, lassen sich dadurch zwar nicht beseitigen, doch könnte man durch das fortgesetzte Drucken von Geld zumindest eine Illusion von Wachstum und Wohlstand aufrechthalten.

Die daraus resultierend ansteigenden Energie- und Lebenshaltungskosten, sowie die Vernichtung der Ersparnisse schiebt man einfach auf einen künstlich geschaffenen Sündenbock, wie beispielsweise einen Konflikt in der Ukraine und schon ist die Politik, die die alleinige Schuld an allen Problemen trägt, fein raus.

Am Dienstag fiel der NY Fed Index das erste Mal seit Juni 2020 in den negativen Bereich. Als dieser Index für das verarbeitende Gewerbe die Markterwartung von 25,7 historisch stark verfehlte und stattdessen um -0,7 sank, war dies ein erstes deutliches Indiz dafür, dass sich die Konjunktur nicht erholt und die Rezession bereits wieder an die Türe klopft.

Erste Marktteilnehmer verstanden scheinbar, dass die US-Notenbank ihre lauthalse Ankündigung von Zinsanhebungen und dem Ende der QE-Programme in einem rezessiven Wirtschaftsumfeld nicht umsetzen wird, sondern früher oder später zurückrudern und die lockere Geldpolitik fortsetzen könnte. Die Edelmetallpreise reagieren daraufhin mit starken Preisanstiegen in der letzten Handelswoche.

Nachdem die historisch niedrigen Zinsen weltweit gigantische Fehlallokationen aufgetürmt haben, wird es in einem steigenden Zinsumfeld keine konjunkturelle Erholung geben. Die Notenbanken stehen mit dem Rücken an der Wand, sodass entweder der Goldpreis steigen wird oder der Aktienmarkt fallen muss.

Dies bedeutet, dass in jedem Fall das Dow-Gold-Ratio in den kommenden acht Jahren bis zum Ende des Jahrzehnts fallen wird. Es scheint möglich zu sein, dass der Dow Jones und der Goldpreis zum Hochpunkt der Rezession die Parität erreichen könnten, was einem Dow-Gold-Ratio von Eins entsprechen würde. Mein Ziel für das Ratio liegt bei 1-2 zum Ende des Jahrzehnts, ebenso wie am Ende der damaligen Stagflation der siebziger Jahre.


Trendwende – von nun an wird das Dow-Gold-Ratio in den nächsten acht Jahren fallen

Edelmetalle mit starken Zugewinnen

In der letzten Handelswochen verbuchten alle Edelmetalle einen großen Preissprung. Den Anfang machte diesmal überraschenderweise Silber mit einem Preissprung auf fast 25 US-Dollar und einem Wochenplus von fast 2,7%. Silber zeigte sich in den letzten Monaten sehr schwach und wurde von Spekulanten leerverkauft, wodurch die BIG 4 in der Lage waren ihre große Shortposition um 14 Tage der Weltproduktion zu reduzieren in den letzten drei Wochen. Trotz fundamentaler Schwäche aufgrund eines Überangebots am Silbermarkt, kam es durch diese Shorteindeckungen der BIG 4 am Dienstag zu einem Short-Squeeze unter den Spekulanten, da die großen vier Händler an der COMEX nicht mehr gegenhielten.

Der Rest der Edelmetalle, sowie die Goldminen, zeigten sich am Dienstag noch unbeeindruckt, folgten jedoch am Mittwochmittag dem Silberpreis mit deutlichen Preissprüngen. Der Wochengewinner unter den Edelmetallen ist Palladium, dessen Preis um 11,4% anstieg, nachdem der Bruch eines mittelfristigen Abwärtstrends ebenfalls Short-Eindeckungen nach sich zog. Platin zog nach mit einem Plus von 6,5%, wobei der Preisanstieg an einem mittelfristigen Abwärtstrend bei 1.070 US-Dollar bereits sein vorläufiges Ende fand.


Die Edelmetallpreise schossen letzte Woche nach oben und der große Gewinner war Palladium mit einem Plus von 11,5%

Der Anstieg des Goldpreises um ein Prozent war im Vergleich zu dem Preisanstieg der anderen Edelmetalle gering. Der Goldpreis notiert aktuell an einem letzten mittel- bis langfristigen Abwärtstrend, den es nun noch zu überwinden gilt. An diesem Abwärtstrend wird in den nächsten Handelstagen nicht nur die Richtung des Goldpreises in den nächsten Wochen entschieden, sondern auch die der anderen Edelmetalle, die dem Goldpreis folgen dürften.

Die Goldminen im HUI-Goldminenindex konnten immerhin ein Wochenplus von 1,8% vorweisen, nachdem der starke Anstieg vom Mittwoch am Donnerstag und Freitag größtenteils wieder abgegeben wurde. Womöglich hat der starke Einbruch des S&P 500 und der NASDAQ am Donnerstag und Freitag die Minenaktien mit nach unten gezogen. Kurzfristig entscheidet sich die weitere Entwicklung der Edelmetalle an dem letzten Abwärtstrend beim Gold, auf dem man in den nächsten Tagen und Wochen achten sollte!

Kryptowährungen weiterhin im Bärenmarkt

Die Kryptowährungen befinden sich weiterhin in einem Bärenmarkt, wobei der letzte Ausverkauf wahrscheinlich erst noch bevorsteht. Der Bitcoin fiel seit seinem Hoch im November um fast 50%, wobei die meisten anderen Kryptowährungen bereits im Mai 2020 ihr Hoch ausgebildet hatten und seither korrigieren.

Das Doppel-Top beim Bitcoin war der einmaligen spekulativen Manie geschuldet, die entsprechend medial über alle öffentlichen Kanäle und Finanzsendungen begleitet wurde, sodass zuletzt viele Späteinsteiger vom Schüler bis zur Oma noch 50 Euro in Dogecoin und Shiba Inu investierten wollten, um vielleicht auch noch schnell reich zu werden.

In den letzten 24 Jahren habe ich so einige Manien und irrationale Überschwänge erlebt, sodass die Anzeichen einer sozialen Infektion des Marktes leicht zu erkennen waren und wir als antizyklische Investoren die Chancen für einen großen Short-Trade suchten. Für meine Premium-Abonnenten hatte ich beide Hochs des Bitcoins erkannt und entsprechende Verkaufssignale vor den Einbrüchen gegeben.

Die nächste signifikante Unterstützung des Bitcoins liegt aktuell bei 30.000 US-Dollar, die die Bullen verteidigen müssen, da sonst einige hochgehebelte Investoren und Fondsmanager den Margin-Call fürchten müssen. Es ist zumindest mit einer deutlichen Gegenbewegung im Bereich von 30.000 US-Dollar zu rechnen, die Chancen für kurzfristig agierende Trader bietet.

Da es beim Bitcoin keine unterliegende Nachfrage gibt, da er über die Blockchain nicht als Zahlungsmittel genutzt wird, gibt es in einer Verkaufspanik oftmals einen Käuferstreik, während Verkäufer alle durch die gleiche Türe wollen, was zu sehr starken Preisbewegungen führt. Nach einem finalen Abverkauf dürften sich wieder einmal gute Einstiegschancen bieten.

Womöglich wird in der kommenden Stagflation und den bevorstehenden Krisen der Bitcoin und die Kryptos noch einmal zum Höhenflug ansetzen, weshalb es ein Spielfeld für einen schnellen Zock ist, bei dem man jedoch nur mit Spielgeld dabei sein sollte. Einen Ersatz für den sicheren Hafen der Edelmetalle bieten Krypto-Tokens aus verschiedensten Gründen nicht.


Der Bitcoin fiel seit seinem Hoch bereits um fast 50%

Technische Analyse zu Platin: Starker Anstieg in der letzten Woche – Bricht nun der Abwärtstrend?

Auf Sicht zum Vormonat zeigt sich leichte Stärke. Zur Vorwoche sind die Daten unverändert. Der COT-Index im Verhältnis zum Open Interest hat sich mit 77 Punkten vom Kaufbereich entfernt, was eher ein Zeichen von Schwäche ist. Ohne Gold, das vormarschiert, wird Platin allein nicht in die Gänge kommen.

Man muss weiterhin vorsichtig sein, denn nur dann, wenn Gold über seinen mittelfristigen Abwärtstrend nachhaltig ausbrechen kann, können die Spekulanten auch den Platinpreis nach oben treiben. Die COT-Daten zeigen, dass es zumindest genügend Potenzial seitens der Spekulanten gibt, die den Preis nach oben treiben können. Die fundamentale Nachfrage an sich scheint jedoch noch immer zu schwach zu sein im Moment.


Die Terminmarktdaten zeigen, dass die Spekulanten den Preis in den letzten Wochen getrieben haben

Im Tageschart hat der Platinpreis einen mittelfristigen Abwärtstrend erreicht. An dieser Stelle wird sich in den nächsten Handelstagen zeigen, ob der Abwärtstrend intakt bleiben und der Preis wieder fallen wird, oder es dem Platinpreis gelingt den Abwärtstrend zu überwinden und eine technische Preiserholung auf 1.250 US-Dollar zu starten. Der Abwärtstrend wird insbesondere dann intakt bleiben, wenn auch der Goldpreis wieder zurückfällt und auch dieser seinen Abwärtstrend nicht überwinden kann.


Platin hat einen mittelfristigen Abwärtstrend erreicht

Langfristige Analyse

Ende 2020 hatten wir mit einem Preisanstieg über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben und gingen von einer anschließenden Korrektur auf 1.000 US-Dollar aus. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Nachdem die Spekulanten unter 1.000 US-Dollar alle in den letzten Wochen verkauft hatten und das Sentiment extrem bärisch war, gelang es dem Platinpreis nun wieder die wichtige Marke bei 1.000 US-Dollar zu überwinden.

Ein mittelfristiger Abwärtstrend seit dem Hoch bei 1.350 US-Dollar ist noch immer intakt, den es noch zu überwinden gilt. Weitere Preisanstiege sind nur dann möglich, wenn dies gelingt und auch der Goldpreis seinen letzten Abwärtstrend nachhaltig durchbrechen kann.

Wenn der Goldpreis Richtung 2.000 US-Dollar marschiert, dürfte auch der Platinpreis wieder das letzte Hoch bei 1.350 US-Dollar erreichen.


Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 85% über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen. Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte. Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird.

Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte. Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden.


Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor

 

Inflation auf Rekordniveau – Stagflation ist allgegenwärtig

Allein zum Vormonat September waren die Preise um 0,5% angestiegen. Die Kerninflationsrate, ex Nahrungsmittel und Energie, war mit 5,5% so hoch wie zuletzt 1991. Die Teuerung in Deutschland lag im Dezember bei 5% zum Vorjahr, dem höchsten Stand seit Einführung der Gemeinschaftswährung.


Die Preise in den USA stiegen im Dezember so stark wie zuletzt vor 40 Jahren


Die Kerninflationsrate stieg so stark wie zuletzt in 1991

Die Shadow-Inflationsrate nach der alten Berechnungsmethode, die man bis 1980 verwendet hatte, lag im Dezember deutlich höher bei 15,15% zum Vorjahr. Dies ist der stärkste Preisanstieg seit 1980, dem Hoch der Stagflation der siebziger Jahre. Angesichts dieser Zahlen ist klar, dass sich die Realwirtschaft unvermindert in einer tiefen Rezession befindet und vermeintliches Wachstum nur ein inflationärer Scheineffekt ist, da die Inflation nicht gänzlich aus dem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts herausgerechnet wurde.

Die amerikanischen Reallöhne sanken in 2021 selbst nach der offiziellen Statistik um 2,4%, womit der Zusammenhang offensichtlich ist. Die reale Rezession erzwingt real sinkende Löhne, ganz so wie es in einer Rezession ohne QE-Programme auch stattgefunden hätte. Berücksichtig man die inoffizielle Inflation, so sind die amerikanischen Reallöhne um 10% gefallen im letzten Jahr.

Die keynesianische Voodoo-Ökonomie erzeugt nur Inflation und die Umverteilung von Vermögen auf eine kleine Gruppe Begünstigter, während die Rezession ebenso unverändert stattfindet, nur mit noch schlimmeren realen Konsequenzen für die breite Masse der Bevölkerung. Die Intervention des Staates in eine Rezession, die ursächlich durch staatliche Eingriffe erst entstanden war, verlängert und verschlimmert diese nur weiter unnötig.


Nach der alten Berechnungsmethode stiegen die Preise im Dezember um über 15%

Die US-Produzentenpreise stiegen im Dezember nur leicht um 0,2% zum Vormonat und 9,7% zum Vorjahr, was auf gefallene Energiekosten zurückzuführen war. Dieser Rückgang war jedoch nur vorübergehend, denn der Rohölpreis legte seither wieder um 10 US-Dollar auf fast 85 US-Dollar zu, womit dieser wieder fast das Hoch vom Oktober und damit den höchsten Stand seit Oktober 2014 erreicht hat. Der Konsumentenpreisindex wird im Januar wahrscheinlich wieder ansteigen, wenn sich der Rohölpreis weiter so stark halten kann.

Noch in diesem Jahr dürfte der Rohölpreis inflationsinduziert wieder die Marke von 100 US-Dollar überwinden und womöglich deutlich weiter ansteigen. Nominal ist der Preis mit 85 US-Dollar noch relativ günstig zu den durchschnittlich 100 US-Dollar, die wir von 2011 bis 2015 sahen.

Betrachtet man den Rohölpreis im Verhältnis zum Goldpreis, so zeigt sich, dass dieser aktuell historisch günstig ist bei gerade einmal 1,44 Gramm Gold je Fass (159 Liter) Rohöl. Das langfristig historische Mittel liegt bei 1,9 Gramm je Fass Gold, wobei in Preisspitzen 4,5 Gramm Gold je Fass gezahlt wurden. Dass der Rohölpreis aktuell viermal so hoch ist wie zur Jahrtausendwende und doch real historisch günstig, ist allein auf die Inflationssteuer zurückzuführen, die die Kaufkraft des US-Dollars und des Euros unablässig entwertet.


Der Rohölpreis ist mit 1,44 Gramm Gold je Fass historisch günstig

Der Goldpreis hält sich noch immer über der strategisch wichtigen Unterstützung bei 1.800 US-Dollar, an der sich die Bullen und Bären nun seit sechs Wochen einen ständigen Schlagabtausch liefern. Die Entscheidung, ob die Bullen oder Bären obsiegen, dürfte in dieser oder spätestens der nächsten Woche fallen, da sich die Edelmetallpreise charttechnisch immer mehr einkeilen. Entweder gibt es über 1.835 US-Dollar erst einmal einen Befreiungsschlag nach oben mit einem kleinen Short-Squeeze oder aber der Goldpreis fällt nachhaltig unter die 1.800 US-Dollar, Richtung der nächsten Unterstützungen bei 1.725 US-Dollar und 1.680 US-Dollar.


Die Korrektur am Edelmetallmarkt befindet sich in der letzten Phase

Der Silberpreis ist hingegen weiterhin stark angeschlagen und kämpft mit der wichtigen Unterstützung bei 22 US-Dollar und bei 23 US-Dollar. Sollte der Goldpreis fallen, so würde ein Abrutschen des Silberpreises unter 22 US-Dollar kurzzeitig starke Verkäufe nach sich ziehen.

Palladium hält sich relativ stark und es zeigt sich ein leichtes Defizit am Markt, was optimistisch stimmt. Sollte der mittelfristige Abwärtstrend überwunden werden, so könnten Short-Eindeckungen den Preis schnell auf 2.500 US-Dollar treiben. Platin zeigt sich weiterhin neutral und handelt unter der wichtigen Unterstützung von 1.000 US-Dollar trendlos seitwärts. Platin, sowie Silber und Palladium, sind kurzfristig abhängig von der weiteren Entwicklung des Goldpreises und ob dieser die Marke von 1.800 US-Dollar halten kann oder nicht.

Die Goldminen im HUI-Goldminenindex handeln nun seit einem halben Jahr um die Marke von 250 Punkten, die eine wichtige Unterstützung darstellt. Kann Gold nach oben ausbrechen, werden auch die Minen den langfristigen Abwärtstrendkanal nach oben hin verlassen und es zu schnellen und starken Kursanstiegen kommen, wobei sogar eine Kursverdoppelung binnen kürzester Zeit denkbar wäre. Fällt der Goldpreis hingegen noch einmal, so droht ein finaler Abverkauf, den man für antizyklische Käufe mit beiden Händen sofort nutzen sollte.

Es verwundert, dass nicht mehr Investoren die Folgen der Stagflation, die längst für jedermann sichtbar sein sollte, erkennen und sich entsprechend positionieren. Trotz historisch hoher Inflationsraten fällt der Goldpreis, nur weil die US-Notenbank bis zu vier Zinsanhebungen in diesem Jahr und seit letzter Woche sogar eine Reduzierung der Geldbasis (quantitative tightening) an die Wand malt.

Die Zinsen steigen unlängst deutlich an, insbesondere auch wegen der hohen Inflationsrate. Fällt die US-Notenbank als Käufer der letzten Instanz weg, dann können die Zinsen nur weiter ansteigen auf ein marktübliches Niveau, das mindestens vier Prozent über der aktuellen Inflationsrate liegen sollte für die kurzfristigen Zinsen. Das letzte Mal als die Konsumentenpreise mit 7% stiegen, lag selbst der US-Leitzins bei 11,5%!

Zinsen von 12% würde die fragile überschuldete Weltwirtschaft nicht aushalten und diese in die Depression abrutschen, weshalb die US-Notenbank eher früher als später von ihrem hawkishen Kurs abweichen und wieder mehr Geld drucken muss. Die FED hat sich in eine Ecke manövriert, aus der sie nicht mehr herauskommt, ohne dabei eine starke Rezession auszulösen. Je länger man mit staatlichen Mitteln in den freien Markt planwirtschftlich eingreift, desto schlimmer werden am Ende des Tages die Zerstörungen sein.

Die Aktienmärkte sind in einem Umfeld steigender Zinsen kein gutes Investment und ebenso nicht die Anleihenmärkte, die gerade dabei sind in die Mutter aller Bärenmärkte überzugehen. Die reale Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen beträgt aktuell -5,53%, was zeigt wie planwirtschaftlich verzerrt die Märkte sind. Negative Realrenditen waren und sind weiterhin das beste Umfeld für den Goldpreis, der aktuell neue Kraft für den nächsten starken Sprung sammelt, da sukzessive immer mehr Investoren verstehen, worauf all dies in den nächsten Jahren hinauslaufen wird.

Angesicht dieser realen Negativzinsen, sollte sich jedermann bewusst sein, dass es keinen schmerzlosen Ausweg mehr geben kann. Die Wirtschaft wird einbrechen und die Notenbanken weiterhin mit dem Drucken von Geld darauf reagieren. Der Goldpreis und die Minenaktien werden die großen Gewinner in den nächsten Jahren sein, weshalb wir weiterhin ein Investment in diese inflationsgeschützten Anlageklassen empfehlen.

 


Die zehnjährigen US-Staatanleihen rentieren aktuell mit -5,5%

Technische Analyse zu Silber: Gnade den Silberbugs, wenn die Unterstützung bei 22 US-Dollar bricht

Der Preis fiel um 27 US-Cent, wobei die Spekulanten 6 Tsd. Kontrakte short gingen. Dies wäre eine neutrale Wochenentwicklung, wenn die BIG4 sich in der gleichen Zeit nicht deutlich eingedeckt hätten. Diese folgenlose Eindeckung bei den BIG4 in Höhe von 8 Tagen der Weltproduktion ist ein Warnsignal und der Rücksetzer auf 22 US-Dollar immer noch ebenso wahrscheinlich, wie in der Vorwoche. Man muss weiterhin mit einem Rücksetzer auf 18$-19$ rechnen.

Nur dann, wenn sich Gold über 1.800$ hält und aus irgendeinem Grund plötzlich deutlich ansteigen kann, dürfte sich Silber auch über 22 US-Dollar halten können. Gnade den Silberbugs jedoch, wenn Gold deutlich unter 1.800 US-Dollar abrutscht, denn dann wäre ein finaler Long-Drop am Terminmarkt möglich. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist mittlerweile sehr hoch. Nur die Goldbullen können Silber jetzt retten.


Im Verhältnis zum Open Interest sind die COT-Daten im einem COT-Index von 42 Punkten im neutralen Bereich


Die BIG4 konnten in die Preisschwäche hinein ihre Shortposition reduzieren, ohne den Preis nach oben zu treiben

Der Silberpreis kämpft immer noch mit der wichtigen Marke bei 23 US-Dollar und hält sich knapp über der extrem wichtigen Unterstützung bei 22 US-Dollar.

Charttechnisch ist die Situation weiterhin einfach. Über 23,40 US-Dollar erzeugt der Silberpreis ein kurzfristiges Kaufsignal mit dem Ziel bei 25 US-Dollar, wenn der Goldpreis gleichzeitig über 1.835 US-Dollar ausbrechen und weiter ansteigen kann.


Über den blauen Abwärtstrend über 23,40 US-Dollar, würde es ein kleines Kaufsignal geben

Im größeren Bild des Tagescharts wird eine große Handelsspanne zwischen 28 US-Dollar auf der Oberseite und 22 US-Dollar auf der Unterseite sichtbar.

Da der Silberpreis im Vergleich zum Goldpreis in den letzten Monaten schwach war, hängt der weitere Verlauf ganz von der Entwicklung des Goldpreises ab. Sollte der Goldpreis noch ein letztes Mal abtauchen, so würde ihm der Silberpreis folgen und wahrscheinlich die wichtige Unterstützung bei 22 US-Dollar nach unten durchbrechen. Ein finaler Abverkauf auf 18 US-Dollar bis 19 US-Dollar wäre die Folge, wobei sich der Terminmarkt bereinigen würde und sich die BIG4 ihrer großen Shortposition entledigen könnten.

Bei 18-19 US-Dollar würden wir mit beiden Händen auf die Käuferseite wechseln, da dies ein sehr gutes Kaufsetup auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht mit einem sehr niedrigen Risiko wäre.


Die wichtige Unterstützung bei 22 US-Dollar ist weiterhin in Gefahr

Langfristige Analyse

Silber handelte über fünf Jahre hinweg in einer Handelsspanne zwischen 14 US-Dollar auf der Unterseite und 19 US-Dollar auf der Oberseite. Seit dem bullischen Ausbruch Mitte 2020 ist das langfristige Chartbild sehr bullisch. Im Wochenchart ist das dreimalige Scheitern am Widerstand bei 28 US-Dollar noch deutlicher sichtbar und es hat sich eine Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar auf der Unterseite und 28 US-Dollar auf der Oberseite etabliert.

Selbst ein Rücksetzer auf die Unterstützung bei 19 US-Dollar, was zuvor der langfristige Widerstand war, würde das übergeordnet charttechnisch bullische Bild nicht zerstören. Die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur auf 19 US-Dollar ist wieder sehr hoch und hatte in den letzten sechs Wochen deutlich zugenommen.

In diesem Jahr ist ein Ausbruch aus dieser Handelsspanne über den Widerstand bei 28 US-Dollar möglich, was den Silberpreis, spekulativ getrieben, schnell bis auf mindestens 36 US-Dollar hieven würde. Mit einem Scheitern des Taperings bzw. fortgesetzten Anleihenkäufen, persistent hohen Inflationsraten und inflationsinduziert steigenden Zinsen, werden Gold und auch Silber zum Schutz vor Inflation zunehmend gefragt werden. Es dürfte sich dann über einige Jahre hinweg ein Defizit am physischen Markt entwickeln, das den Silberpreis weit über sein nominales Allzeithoch bei 50 US-Dollar tragen wird.


Silber handelt weiterhin in der Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar auf der Unterseite und 28 US-Dollar auf der Oberseite

 

Wahre US-Inflationsrate bei fast 15%! So wird die Bevölkerung getäuscht. Analyse zu Silber

Die Ursache der Geldentwertung liegt in der Inflation der Geldmenge durch die US-Notenbank. Dauerhaft steigende Preise sind immer die Folge einer verfehlten Fiskal- und Geldpolitik, doch niemals die Schuld des freien Marktes, wie es Politiker gerne behaupten. Die Notenbanken druckten seit März 2020 so viel Geld aus dem Nichts, dass sich das Geldmengenaggregat M2 um 37 Prozent ausweitete, womit weiteres Potenzial für eine künftige Abwertung des US-Dollars vorhanden ist. Die Bilanz der US-Notenbank hatte sich im gleichen Zeitraum durch den Kauf von neuen Staatsschulden am offenen Markt sogar mehr als verdoppelt.

Die offizielle Teuerung zeigt jedoch nicht das ganze schreckliche Ausmaß der Geldentwertung durch die Regierungspolitik. Seit 1980 hatte die amerikanische Statistikamt die Berechnungsmethode des Konsumentenpreisindexes mehrmals verändert, mit der Folge, dass die Preissteigerungsraten nun viel zu niedrig ausgewiesen werden. Ziel dieser Manipulation war es der Politik eine neue Besteuerungsmöglichkeit ohne Grenzen durch die Hintertüre über eine Inflationssteuer zu ermöglichen, indem man die Bürger und somit den Markt über die Höhe der wahren Geldentwertung täuscht.

Berechnet man die Teuerung nach der alten Methode, die bis 1980 genutzt wurde, so stiegen die Preise im November nicht um 6,8%, sondern um schockierende 14,91% an. Das bedeutet, dass den US-Bürgern im letzten Jahr rund 15% ihrer Ersparnisse hinterrücks von ihrer Regierung gestohlen wurde.


Die sogenannte „Inflationsrate“ in den USA stieg im November um 14,9% an

Bei der Behauptung, der Abbruch der Lieferketten sei die vermeintliche Ursache der Teuerung, handelt es sich lediglich um einen medial aufgebauschten Sündenbock. Die Behauptung vieler Geldpolitiker, der Anstieg der Konsumentenpreise wäre nur temporär, ist eine Beruhigungspille für die Märkte und das Volk, die sich als falsch herausstellen wird.

Seit der Immobilien- und Kreditkrise von 2008 wurde die Geldmenge weltweit nie signifikant zurückgeführt und entsprechend werden die Preise auch nicht mehr sinken. In den letzten 14 Jahren hatte die US-Notenbank ihre Bilanz um das Zehnfache ausgeweitet auf aktuell 8,7 Billionen US-Dollar. Nie zuvor in der amerikanischen Geschichte wurde so viel ungedecktes Geld aus dem Nichts erzeugt und die Kaufkraft des US-Dollars so schnell abgewertet.


Die US-Notenbank hat ihre Bilanzsumme in den letzten 14 Jahren verzehnfacht

Die Manipulation der offiziellen Teuerungsrate und die Täuschung über die wahre Höhe der Inflation ist die Vorbedingung für künstlich niedrige Zinsen. Nur durch diese Täuschung sind Regierungen in der Lage dauerhaft Geld aus dem Nichts zu drucken und somit die Ersparnisse der Bevölkerung zu enteignen. Würde man die Märkte nicht täuschen, so würden sich die Zinsen schnell an die Inflation anpassen und ansteigen, was die weitere Refinanzierung der Wohlfahrtsstaaten über die Druckerpresse verhindern würde.

Das sozialistische Geldsystem hat die Marktwirtschaft durch die künstlich niedrigen Zinsen an den Rand des Abgrunds geführt. Durch das Drucken von Geld und dem folgenden Ankauf der Staatsanleihen gelang es die nominalen Zinsen historisch und unnatürlich niedrig auf ein zuvor nie dagewesenes Niveau von unter null Prozent zu drücken. Damit wurde unvorstellbar viel Wohlstand und Innovationskraft zerstört. Bereinigt man die Zinsen um die Inflationsrate, so rentieren 10-jährige US-Staatsanleihen aktuell mit -5,35% und nutzt man die Berechnungsmethode von 1980, so bringen die Zehnjährigen aktuell einen jährlichen Verlust von 13,45%.


Die realen Zinsen sind historisch einmalig tief im negativen Bereich, was extrem bullisch für den Goldpreis sein sollte

Für die Bundesrepublik gibt es leider keine alte Berechnungsmethode von 1980, doch nach dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex, der die Inflation ebenfalls zu niedrig ausweist, rentieren die 10-jährigen Bundesanleihen aktuell mit Minus 5,58%.


Zehnjährige Bundesanleihen rentieren aktuell mit -5,6%, womit die Zinsen ansteigen müssten

Da die Zinsen im stabilen Goldstandard konstant bei 4% lagen, würden die Zinsen für zehnährige US-Staatsanleihen aktuell fast 18% höher liegen, würde die US-Notenbank nicht unaufhörlich Anleihen aufkaufen und so Geld aus dem Nichts drucken. Genau dies plant US-Notenbankchef Jerome Powell jedoch mit dem aktuellen Tapering und dem geplanten Ende der Anleihenkäufe im zweiten Quartal 2022.

Die bereits weltweit steigenden Zinsen am kurzfristigen Ende zeigen, dass der Markt höhere Zinsen bei den aktuellen Inflationsraten sehen will. Da die langfristigen Zinsen nicht mitsteigen, zeigt dies jedoch auch, dass der Markt die Mär von nur temporär steigenden Preisen glaubt und noch nicht die künftigen QE-Programme eingepreist hat, was man auch an der Konsolidierung am Goldmarkt sehen kann.

Bleibt die Teuerung bei über 6% im nächsten Jahr und hört die FED tatsächlich auf Geld zu drucken, so drohen die Anleihekurse einzubrechen und in einen Bärenmarkt überzugehen, worauf die Zinsen der 2-jährigen US-Staatsanleihen schnell von aktuell 0,66% auf bis zu 8% ansteigen könnten. Dies würde sofort eine Rezession auslösen, da die Märkte abhängig sind von dem sozialistischen Gift künstlich niedriger Zinsen.

Die Notenbanken werden daher früher oder später zurückrudern müssen und neue QE-Programme lancieren müssen, um die Kontrolle über die Zinsmärkte und die Politik zu behalten, indem man den unausweichlichen Anstieg der Zinsen in den nächsten 8 Jahren managen wird.

Sobald es nur die ersten Anzeichen für ein Zurückrudern der Notenbanken von ihren Tapering-Plänen gibt, werden Gold und Silber als Inflationsabsicherung sofort mit starken Preisanstiegen reagieren, da das Smart Money in Voraussicht neuer QE-Programme sofort kaufen wird.

Das Potenzial für weitere Anstiege des Goldpreises liegt nicht nur in den bisherigen QE-Programmen, sondern in jenen, die erst noch kommen werden und müssen in den nächsten Jahren. Die Rezession steht erst vor der Türe und wird mit steigenden Zinsen erst sukzessive ausbrechen. Bis 2030 wird es mit der Wirtschaft aufgrund der politischen Fehlentwicklungen weiter bergabgehen und ebenso der breite Wohlstand deutlich absinken.

Die Märkte verstehen aktuell noch nicht die Implikation des Taperings auf die Zinsen und wie die Notenbanken darauf reagieren werden, weshalb der Goldpreis aktuell noch konsolidiert. Die Märkte glauben gutgläubig, dass die Notenbanken nach den QE-Programmen wieder restriktiver werden, die Zinsen steigen und die Wirtschaft florieren wird, worüber man als Ökonom der Österreichischen Schule nur den Kopf schütteln kann.

Ich hatte die aktuelle Stagflation bereits vor 4 Jahren vorhergesagt und Recht behalten. Die Zinsen werden steigen und man wird sie steigen lassen, doch wird dafür erst einen neuen Sündenbock benötigt, der aktuell schon in Vorbereitung ist. Halten Sie daher keine Anleihen und keine Aktien am Standardmarkt, da diese bei steigenden Zinsen real fallen werden, sondern investieren sie in unterbewertete Inflationsabsicherungen wie Gold und Silber.

Noch glauben die Märkte die Propaganda und dass alles gut werden wird, weshalb die Edelmetalle noch korrigieren. Der Silberpreis testete vor einer Woche erneut die mittelfristige Unterstützung bei 22 US-Dollar und damit die Unterseite der einjährigen Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar und 28 US-Dollar.

Wir hatten nach dem kürzlichen Preisanstieg der letzten Wochen am Widerstand bei 25 US-Dollar zu Gewinnmitnahmen geraten und empfohlen spätestens bei 23 US-Dollar einen Stop-Loss zu platzieren, da der Terminmarkt kurzfristig eklatante Schwäche und ein Überangebot am physischen Markt zeigte. Mittlerweile gibt es eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für einen Bruch dieser Unterstützung mit einer finalen Korrektur auf ca. 19 US-Dollar, sobald die Unterstützung bei 22 US-Dollar fällt.

Der Goldpreis handelt weiterhin unterhalb der Unterstützung bei 1.800 US-Dollar. Solange sich der Goldpreis darunter befindet, droht ein Abverkauf auf 1.720 US-Dollar. Nur dann, wenn der Goldpreis den Widerstand bei 1.800 US-Dollar überwinden kann, hellt sich das Chartbild auf. Gold und Silber dürften gleichzeitig ihre Tiefs ausloten, weshalb der Goldpreis bereits dort, doch wahrscheinlich spätestens bei 1.680 US-Dollar, ein zyklisches Tief erreichen dürfte.

Platin und Palladium, die in den letzten Wochen ebenfalls im Preis fielen, haben es grundsätzlich während einer Rezession schwer. Im nächsten Sommer könnte jedoch noch einmal mit einer Euphorie am Markt und einer vermeintlichen Wirtschaftserholung zusätzliche Nachfrage aufkommen und den Platin- und insbesondere den Palladiumpreis nach oben treiben. Die Minenaktien werden in den nächsten Wochen oder Monaten ihr Tief mit dem Goldpreis finden und von da an in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen im Umfeld weiterer QE-Programme. Wir bleiben bullisch für Gold, Silber und Platin, sowie dem entsprechenden Minensektor.


Die Edelmetalle und Minenaktien befinden sich in der letzten Phase der Korrektur

Technische Analyse zu Silber: Die wichtige Unterstützung bei 22 US-Dollar muss jetzt halten!

Der Preis fiel zur Vorwoche wieder um 27 US-Cent, wobei die Spekulanten 8 Tsd. Kontrakte netto short gingen. Das ist neutral, doch immerhin sehen wir in dieser Woche keine Schwäche. Der COT-Index stieg auf 56 Punkte und ist damit im neutralen Bereich. Der COT-Index zum Open Interest stieg auf 29 Punkte und hat sich zur Vorwoche deutlich verbessert.

Man könnte in dieser Woche eine Manipulation bei den BIG 4 vermuten, da deren Netto-Shortposition um 5 Tage der Weltproduktion ausgebaut wurde. Die ist ein Indiz dafür, dass man den Preis jetzt unter die Unterstützung bei 22 US-Dollar drücken will, um so einen Einbruch auf 19 US-Dollar zu forcieren!

Insgesamt sprechen die Daten dafür, dass die Unterstützung bei 22 US-Dollar fallen und es zu einem finalen Abverkauf auf 19 US-Dollar kommen könnte. Dazu muss der Goldpreis jedoch auch auf 1.725 US-Dollar fallen. Nur dann, wenn der Goldpreis den Widerstand bei 1.800 US-Dollar überwinden kann, besteht die Möglichkeit, dass Silber vielleicht noch die Unterstützung bei 22 US-Dollar halten kann.


Im Verhältnis zum Open Interest ist der COT-Index mit 29 Punkten nicht bullisch


Zuletzt wurde zusätzlicher Druck ausgeübt, was ein Indiz für einen finalen Abverkauf ist

Die Terminmarktdaten für Silber hatten sich am Widerstand bei 25 US-Dollar zunehmend verschlechtert, was ein früher Hinweis auf einen erneuten Rücksetzer war. Wir hatten empfohlen bei 25 US-Dollar Gewinne mitzunehmen und/oder spätestens bei 23 US-Dollar einen Stop-Loss zu platzieren.

Aktuell droht die Unterstützung bei 22 US-Dollar zu fallen, da sich in den letzten Monaten ein Überangebot am Silbermarkt zeigte. Dies zeigt sich in den schlechten Terminmarktdaten und einem immer noch bullischen Sentiment. Erst über 23 US-Dollar würde sich die Lage entspannen und kurzfristig bullisch werden, doch Käufe bei diesen COT-Daten haben ein schlechtes CRV (Chance-Risiko-Verhältnis).


Die Unterstützung bei 22 US-Dollar droht nun zu fallen

Im größeren Bild des Tagescharts wird eine große Handelsspanne zwischen 28 US-Dollar auf der Oberseite und 22 US-Dollar auf der Unterseite sichtbar. Nachdem der Lauf zur Oberseite der Handelsspanne schon auf dem halben Weg scheiterte, droht der Silberpreis nun die Unterstützung bei 22 US-Dollar zu durchbrechen. Das Öffnen dieser Falltür würde einen Abverkauf auf 19 US-Dollar mit sich bringen. Die COT-Daten zeigen, dass noch genügend Bullen auf Longpositionen sitzen, sodass dieses Szenario durchaus möglich ist. Der Aufbau der Shortposition bei den BIG 4 ist ein Indiz für die Provokation dieses nochmaligen Einbruchs.

Im Bereich um die 19 US-Dollar und kurz darunter dürften sich die BIG4 wieder eindecken. Der Bereich zwischen 18 US-Dollar und 19 US-Dollar ist eine gute antizyklische Kaufchance auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht. Von dort aus sollte erst einmal ein Anstieg auf mindestens 22 US-Dollar erfolgen und womöglich darüber hinaus. Unter 22 US-Dollar ist Silber short mit dem Ziel bei 19 US-Dollar, wo wir eine antizyklische Kaufchance sehen.


Silber testet aktuell die Unterseite der Handelsspanne

Langfristige Analyse

Silber handelte über fünf Jahre hinweg in einer Handelsspanne zwischen 14 US-Dollar auf der Unterseite und 19 US-Dollar auf der Oberseite. Seit dem bullischen Ausbruch Mitte 2020 ist das langfristige Chartbild sehr bullisch. Im Wochenchart ist das dreimalige Scheitern am Widerstand bei 28 US-Dollar noch deutlicher sichtbar und es hat sich eine Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar auf der Unterseite und 28 US-Dollar auf der Oberseite etabliert.

Selbst ein Rücksetzer auf die Unterstützung bei 19 US-Dollar, was zuvor der langfristige Widerstand war, würde das übergeordnet langfristig bullische Bild nicht zerstören. Die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur auf 19$ hat mit dem Scheitern des Anstiegs zuletzt deutlich zugenommen.

Mit einem möglichen Scheitern des Taperings bzw. fortgesetzten Anleihenkäufen, persistent hohen Inflationsraten und inflationsinduziert steigenden Zinsen, werden Gold und auch Silber zum Schutz vor Inflation zunehmend gefragt werden. Es dürfte sich dann über einige Jahre hinweg ein Defizit am physischen Markt entwickeln, das den Silberpreis weit über sein nominales Allzeithoch bei 50 US-Dollar tragen wird. Im nächsten Jahr ist ein Ausbruch aus dieser Handelsspanne über den Widerstand bei 28 US-Dollar gut möglich, was den Silberpreis, spekulativ getrieben, schnell bis auf mindestens 36 US-Dollar hieven würde.


Die nächste starke Unterstützung liegt bei ca. 19 US-Dollar

 

Inflation auf 31-Jahreshoch – Goldpreis und Minenaktien mit starken Zugewinnen – Technische Analyse zu Silber

Die Preise in den USA stiegen im Oktober um 6,2% zum Vorjahr an und schlugen damit die Markterwartung von +5,9%. Das war der höchste Anstieg der offiziell ausgewiesenen Konsumentenpreise seit 1991! Allein zum Vormonat September waren die Preise um 0,9% angestiegen. Die Kerninflationsrate, ex Nahrungsmittel und Energie, war mit 4,6% ebenso hoch wie zuletzt 1991.


Die Preise in den USA stiegen im Oktober so stark wie zuletzt vor 31 Jahren


Auch die Kerninflationsrate, ohne Lebensmittel und Energie, stieg mit 4,6% so stark wie zuletzt 1991

Während im letzten Jahr der Goldpreis stets auf die Veröffentlichung hoher Inflationszahlen abgestraft wurde, da Händler als Reaktion darauf ein künftig aggressives Tapering der US-Notenbank einpreisten, reagiert der Goldpreis seit zwei Monaten mit deutlichen Preisanstiegen.

Jeder, der im Vorfeld eines Taperings verkaufen wollte, hat bereits verkauft und gleichzeitig verstehen immer mehr Investoren, dass die hohen Preissteigerungsraten noch lange Zeit bleiben werden. Die FED hat sich in eine ausweglose Situation manövriert, aus der sie nicht mehr herauskommt und nun nur noch mit weiterem Gelddrucken verzweifelt um sich schlagen kann.

Das sozialistische Experiment, der zentralistisch, planwirtschaftlichen Geldpolitik der letzten 50 Jahre mit künstlich niedrigen Zinsen findet aktuell sein katastrophales Ende, wobei wir erst am Anfang der Zinswende und damit am Anfang einer mehrjährigen Rezession stehen.

Würde man die Inflationsrate nicht künstlich niedrig ausweisen, sondern richtig berechnen und somit auch den BIP-Deflator, so würden ersichtlich, dass sich die USA seit dem ersten Quartal 2020 unverändert in einer Rezession befinden. An diesem Punkt sei daran erinnert, dass die Preise in den USA nach der alten Berechnungsmethode, die man bis 1980 verwendet hat, im Oktober nicht um 6,4%, sondern um 14,27% zum Vorjahr angestiegen waren.

Auf den schockierend hohen Anstieg der Konsumentenpreise, nach dem rekordhohen Anstieg der Produzentenpreise um 8,7% am Dienstag, sprangen die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen nach oben und der inflationsbereinigte Realzins erreichte ein neues Rekordtief.

Würde die US-Notenbank nicht die Schulden ihrer Regierung aufkaufen und damit indirekte Staatsfinanzierung betreiben, so würden die Anleihenmärkte einbrechen und die Zinsen in den USA mindestens um 10% nach oben schießen, was die Wirtschaft in eine tiefe Rezession stürzen würde. Aus diesem Grund können die Notenbanken weltweit ihre QE-Programme nicht einfach beenden.

Sie müssen graduell weiter Geld drucken und über viele Jahre hinweg die Realzinsen im negativen Bereich halten, um so eine Entschuldung des Kreditgeldsystems zu bewirken. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft werden ähnlich negativ sein und zudem größere Schäden nach sich ziehen, als ohnehin bereits angerichtet wurden, doch können so Regierungen und Banken auf Kosten der Sparer ihren Hals aus der Schlinge ziehen.

Es handelt sich bei all den Maßnahmen seit März 2020 um einen riesigen Bail Out, wodurch gewiefte Trader nach 2008 eine zweite Chance erhalten viel Geld an den Märkten zu verdienen.


Die reale Rendite einer zehnjährigen US-Staatsanleihe liegt aktuell bei -4,65%

Mit dem Sprung des Goldpreises über den Widerstand bei 1.830 US-Dollar wurde ein erneutes Kaufsignal erzeugt, nachdem es bereits in der Vorwoche ein Kaufsignal mit dem Anstieg über den Widerstand bei 1.800 US-Dollar gab. Der Goldpreis erreichte damit ein 5-Monatshoch!

Der große Gewinner der letzten Woche war wieder der HUI-Goldminenindex, dessen Aktien um 7,41% angestiegen waren. Dieser ging bei 278 Punkten ins Wochenende, nachdem er Anfang Oktober noch bei 225 Punkten sein Tief ausgelotet hatte – ein Plus von 23%.

Der Silberpreis konnte sogar über dem Widerstand bei 25 US-Dollar mit 25,40 US-Dollar ins Wochenende gehen, wobei es jetzt abhängig von der kurzfristigen Entwicklung des Goldpreises ist, ob Silber diesen Widerstand gleich überwinden und weiter Richtung 28 US-Dollar laufen kann oder ob hier erst einmal eine Verschnaufpause angesagt ist.

Platin stieg mit dem Goldpreis deutlich an und mit dem Sprung über den Widerstand bei 1.060 US-Dollar kamen weitere Spekulanten in den Markt, sodass fast 1.100 US-Dollar erreicht wurden. Der Palladiumpreis reagierte hingegen gar nicht auf die hohen Inflationszahlen.

Obwohl der Palladiumpreis bereits die letzten Abwärtstrends überwunden hat, versuchen die Spekulanten bisher nicht den Preis nach oben zu schieben. Der Chipmangel in der Automobilindustrie löst sich langsam auf und wird die Automobilproduktion wieder hochgefahren, so wäre ein erneutes Defizit am Palladiummarkt mit deutlich höheren Preisen noch einmal möglich.


Die Goldminenaktien stiegen in der letzten Woche um 7,4% an

Dank des Taperings der US-Notenbank stieg der US-Dollar-Index mit 95,5 Punkten auf den höchsten Stand seit über einem Jahr. Nachdem der Widerstand bei 94,50 überwunden wurde, ist ein weiterer Anstieg des US-Dollars wahrscheinlich in den kommenden Wochen, was den Goldpreisanstieg in US-Dollar ausbremsen könnte.

Den Goldpreis kümmerte in den letzten beiden Wochen die Dollarstärke jedoch nicht und stieg dennoch um 110 US-Dollar an. Der Euro befindet sich hingegen noch auf Talfahrt und entsprechend stärker war der Anstieg des Goldpreises in Euro. Die Dollarstärke dürfte sich im letzten Viertel des Anstiegs befinden, der jedoch kurzfristig noch einmal stark sein könnte, bevor der Dollar zyklisch wieder zur Schwäche neigen wird.

Die Zinsen steigen unterdessen weltweit immer weiter an, insbesondere die Kurzfristigen, weshalb die Zinskurven immer weiter abflachen. Wir befinden uns am Anfang eines Anleihen- und realen Aktienbärenmarktes, während die Edelmetalle, sowie die Gold- und Silberminen in den nächsten Jahren haussieren werden, ebenso wie in der Stagflation der siebziger Jahre.

Die Händler stellen sich zunehmend auf dieses Szenario ein und erwarten, dass die US-Notenbank früher aggressiv reagieren wird, nur um dann aufgrund eines exogenen Sündenbocks wieder zurückrudern zu können, da sonst das Teletubbie-Land, in der wir leben, sofort zusammenbrechen würde. Positionieren Sie sich also in den nächsten Jahren für steigende Zinsen, hohe Inflationsraten und steigende Edelmetallpreise sowie Goldminenaktien!


Durch das Tapering ist aktuell der US-Dollar der Einäugige unter den Blinden der Weltwährungen

Technische Analyse zu Silber

Terminmarkt: COT-Report vom 05.11.2021

Aufgrund eines US-Feiertages wurde die Veröffentlichung des neuesten COT-Reports seitens der Terminmarktaufsicht CFTC auf Montag, den 15.11.2021 um 20:30 Uhr verschoben, weshalb wir folgend die COT-Daten der Vorwoche analysieren:

Der Preis fiel zur Vorwoche um 66 US-Cent, wobei die Spekulanten gerade einmal 2,6 Tsd. Kontrakte short gingen. Dies zeigt Schwäche. Der COT-Index stieg wieder leicht auf 51 Punkte an.

Die Netto-Shortposition der Big 4 erhöhte sich von 34 auf 35 Tage der Weltproduktion und die der Big 8 erhöhte sich von 37 auf 40 Tage. Die Manipulation ist normal für diesen bisherigen Preisanstieg. Der Positionsaufbau ist mit 3 Tagen nur gering und spricht daher nicht gegen einen weiteren Preisanstieg.

Die Kleinspekulanten haben an dem Anstieg nicht teilgenommen, sondern Gewinne realisiert. Schlecht sind die COT-Daten hingegen im Verhältnis zum Open Interest, das stark gesunken ist in den letzten Monaten, was die absolut neutralen COT-Daten relativiert. Der Silberpreis zeigt weiterhin keine Stärke und es ist deutliche Schwäche seit dem Anstieg von 22$ auf 25$ zu sehen, was den Silberpreis anfällig für Rücksetzer macht.

Da Silber bisher Schwäche zeigte, droht ein Long-Drop, wenn Gold korrigiert. Deshalb ist es sehr wichtig Stop-Loss Orders zu platzieren oder an signifikanten Widerständen auch einmal Teilgewinne mitzunehmen.


Im Verhältnis zum Open Interest ist der COT-Index mit 23 Punkten nicht mehr bullisch


Der Positionsaufbau ist bisher gering und spricht nicht gegen einen weiteren Preisanstieg

Mit dem Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend wurde Mitte Oktober ein mittelfristiges Kaufsignal für den Silberpreis erzeugt. Nach einem ersten Anstieg auf den nächsten Widerstand bei 25 US-Dollar erfolgte ein Pull Back an das Ausbruchsniveau bei 23$, während der Goldpreis noch einmal die Unterstützung bei 1.760 US-Dollar getestet hatte. Dieser Rücksetzer erfolgte im Vorfeld der letzten US-Notenbanksitzung.

Nachdem das Tapering der Anleihenkäufe auf den Tisch lag und gänzlich eingepreist war, legten der Gold- und Silberpreis wieder zu, wobei der Silberpreis erneut den Widerstand bei 25 US-Dollar anlief. Zum einen hatte jeder, der aufgrund des Taperings verkaufen wollte nun verkauft und zum anderen hat die Ankündigung, dass die Anleihenkäufe fortgesetzt werden, sollte sich der wirtschaftliche Ausblick eintrüben, neue Käufer in den Markt gezogen.

Silber konnte die letzte Handelswoche mit 25,40 US-Dollar sogar über dem Widerstand bei 25 US-Dollar beenden, was zeigt, dass die Nachfrage zunimmt und weiterhin Kaufdruck da ist.

Charttechnisch ist die Situation weiterhin einfach. Über 23 US-Dollar bleibt der Silberpreis long, wogegen sich das bullische Setup negiert, wenn der Preis diese Unterstützung nach unten durchbricht. Kann der Goldpreis den Widerstand bei 1.870 US-Dollar rausnehmen und weiter auf 1.920 US-Dollar ansteigen, so würde Silber womöglich gleich weiter bis 27 oder 28 US-Dollar laufen.

Es gibt zwei Wermutstropfen.

  1. Aufgrund der Taperings befindet sich der US-Dollar womöglich in einer finalen Rallye, weshalb Gold bei 1.870 US-Dollar und Silber bei 25 US-Dollar kurzfristig scheitern könnten.
  2. Der Goldpreis ist in den letzten sieben Handelstagen, seit dem Test der Unterstützung bei 1.760 US-Dollar, bereits um 110 US-Dollar angestiegen, was kurzfristig viel ist und dafürspricht, dass es erst einmal eine Konsolidierung am Widerstand bei 1.870 US-Dollar geben sollte.

Insgesamt ist das Umfeld jedoch immer noch bullisch und nach einer Verschnaufpause dürfte der Silberpreis weiter ansteigen. Kurzfristig agierende Trader achten auf einen Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends und ein Unterschreiten der 25 US-Dollar-Marke.


Es besteht kurzfristig die Gefahr, dass Silber doch noch am Widerstand bei 25 US-Dollar scheitert

Im größeren Bild des Tagescharts wird eine große Handelsspanne zwischen 28 US-Dollar auf der Oberseite und 22 US-Dollar auf der Unterseite sichtbar. Nach dem Bruch des Abwärtstrends besteht eine gute Chance, dass der Preisanstieg mindestens bis 28 US-Dollar weiterlaufen wird.

Da der Silberpreis im Vergleich zum Goldpreis in den letzten Monaten schwach war, hängt der weitere Verlauf ganz von der Entwicklung des Goldpreises ab. Silber hinkt der Entwicklung des Goldpreises noch etwas hinterher, doch könnte Silber schnell aufholen, wenn es zu einer Kaufpanik kommt.


Seit dem Bruch des Abwärtstrends steigt der Silberpreis an

Langfristige Analyse

Silber handelte über fünf Jahre hinweg in einer Handelsspanne zwischen 14 US-Dollar auf der Unterseite und 19 US-Dollar auf der Oberseite. Seit dem bullischen Ausbruch Mitte 2020 ist das langfristige Chartbild sehr bullisch. Im Wochenchart ist das dreimalige Scheitern am Widerstand bei 28 US-Dollar noch deutlicher sichtbar und es hat sich eine Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar auf der Unterseite und 28 US-Dollar auf der Oberseite etabliert.

Selbst ein Rücksetzer auf die Unterstützung bei 19 US-Dollar, was zuvor der langfristige Widerstand war, würde das übergeordnet charttechnisch bullische Bild nicht zerstören. Die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur auf 19$ hat mit dem Bruch des Abwärtstrends jedoch stark abgenommen.

Im nächsten Jahr ist ein Ausbruch aus dieser Handelsspanne über den Widerstand bei 28 US-Dollar wahrscheinlich, was den Silberpreis, spekulativ getrieben, schnell bis auf mindestens 36 US-Dollar hieven würde.

Mit einem möglichen Scheitern des Taperings bzw. fortgesetzten Anleihenkäufen, persistent hohen Inflationsraten und inflationsinduziert steigenden Zinsen, werden Gold und auch Silber zum Schutz vor Inflation zunehmend gefragt werden. Es dürfte sich dann über einige Jahre hinweg ein Defizit am physischen Markt entwickeln, das den Silberpreis weit über sein nominales Allzeithoch bei 50 US-Dollar tragen wird.


Silber handelt weiterhin in der Handelsspanne zwischen 22 US-Dollar auf der Unterseite und 28 US-Dollar auf der Oberseite

 

US-Notenbank tapert und Gold steigt – geht das Vertrauen in die FED verloren?

Nach dem Motto „Kaufe die Gerüchte und verkaufe die Fakten“ fiel der Goldpreis im Vorfeld der US-Notenbanksitzung noch einmal auf 1.760 US-Dollar, um nach der Ankündigung des Taperings steil anzusteigen und die Woche mit einem Plus von 2 Prozent bei 1.818 US-Dollar zu beenden. Ein deutliches Plus verbuchten auch Silber (+1,2%), Platin (+1,3%) und Palladium (+1,2%), wobei der große Gewinner der Woche der HUI-Goldminenindex war, der um vier Prozent nach oben sprang.

Beginnend im November werden die Anleihenkäufe der US-Notenbank monatlich um 15 Mrd. US-Dollar reduziert werden und letztlich Mitte 2022 auslaufen. Diese Erwartung ist nun komplett eingepreist und jede Abweichung von diesem Plan wird mehr Inflation bedeuten und steigende Edelmetallpreise mit sich bringen.


Gold hielt sich sehr stark und die Goldminen waren die großen Gewinner in den letzten Handelswoche

US-Notenbankchef Jerome Powell sagte in seiner Rede am Mittwoch, dass es zwar an der Zeit sei zu tapern, weil sich die Wirtschaft seit letztem Dezember gut erholt habe, doch sei es für eine Zinsanhebung zu früh, da die Vollbeschäftigung mit Bezug auf die angestrebte Arbeitslosenquote sowie Partizipationsrate noch nicht erreicht wurden.

Die Zinsen stiegen bereits in den vergangenen Monaten in Erwartung des Taperings an und sobald die US-Notenbank als Käufer der letzten Instanz gänzlich verschwindet, so wird niemand mehr diese Anleihen zu Nullzinsen halten wollen. Die Zinsen werden nach oben schießen und die geldmengeninduzierte Konjunkturblüte vernichten, worauf die Arbeitslosigkeit wieder ansteigen wird.

Um einen Crash am Anleihen- und Aktienmarkt zu verhindern, wird die FED gezwungen sein erneut am Anleihenmarkt zu intervenieren und den nun unaufhaltsamen Zinsanstieg zu managen. Eine Stagflation Die Märkte werden sukzessive realisieren, dass sich die Notenbanken in eine ausweglose Situation manövriert haben, worauf man mit mehr Inflation reagieren wird.

Powell konstatierte bereits in seiner Rede, dass man vorbereitet sei die Anleihenkäufe wieder zu erhöhen, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten verändern sollten. Man weiß natürlich, dass eine große Rezession unvermeidbar ist, da die Notenbanken diese durch ihre Politik der künstlich niedrigen Zinsen erst verursacht haben.

Ein Beispiel dafür war die Bank of England (BOE), die in der letzten Woche eine lang angekündigte Zinsanhebung nicht lieferte. Man verschob den Zinsschritt, da man vermeiden wolle, „die Wirtschaft durch übereilte Zinsschritte zu dämpfen“. Dies zeigt, wie kaputt die Volkswirtschaften aufgrund der planwirtschaftlichen Geld- und Fiskalpolitik seit Anfang der siebziger Jahre sind.

Die Planwirtschaftler in London fürchten, dass ihre Blasenwirtschaft durch einen mikroskopisch kleinen Zinsschritt von 0,15 Prozent bereits platzen könnte. Die unausweichliche Zinswende ist längst da, wie ich in früheren Artikeln und Videos bereits erklärt habe. Mit ihr wird die größte Rezession der Geschichte ihren Anfang nehmen. Auf Jahrzehnte künstlich niedriger Zinsen werden inflationsinduziert historisch hohe Zinsen folgen.


Die Planwirtschaft hat den freien Markt in fast allen Bereichen zurückgedrängt

FED-Chef Powell betonte, dass die US-Notenbank für den mittelfristigen Preisauftrieb verantwortlich sei und ihr Job Preisstabilität sowie Vollbeschäftigung wäre. Diese Aussagen sind haarsträubender Unsinn, denn die Wahrheit ist das diametrale Gegenteil. Notenbanken sind aufgrund der Inflation, die sie erzeugen, die einzige Ursache dauerhafter Preissteigerungen, sowie der Entwertung des Geldes und der Ersparnisse. Hätte die FED Preisstabilität im Sinn, müsste sie sich selbst abschaffen.

Durch die Fehlallokationen, die die Eingriffe der Notenbanken in den Markt verursachen, sind sie die primäre Ursache von Arbeitslosigkeit und selbst der größte Feind von Wohlstand und Vollbeschäftigung. Notenbanken können durch das Drucken von Geld lediglich Vermögen an die Empfänger des neuen Geldes umverteilen. Dies geschieht immer zulasten der Bürger/Sparer und zum Wohle der Banken, des Staates, sowie deren Freunde.

Treiben es Notenbanken mit dem Drucken von Geld zu bunt, können sie ganze Volkswirtschaften und Kulturen vernichten. Nichts zerstört den Wohlstand der Nationen mehr als das Geldmonopol des Staates und ihrer Notenbanken, weshalb man beides abschaffen sollte, will man dauerhaft zu Wachstum, Wohlstand und Freiheit zurückkehren.

Immerhin konstatierte Powell, dass die Inflation höher sei, als man es erwartet hätte, wobei er die Schuld auf die Lieferengpässe schob, die niemand hätte vorhersehen können. Auch diese Aussage ist unwahr, denn die Inflation der Geldmenge durch die US-Notenbank hat die Lieferengpässe und die Preisanstiege für Rohstoffe erst verursacht. Mehr frisch gedrucktes Geld, dass teilweise über Stimulus-Schecks direkt an die Verbraucher verteilt wurde, trifft auf ein gleich gebliebenes Güterangebot. Es gibt nicht genügend Waren für all das Geld, dass man aus dem Nichts erzeugt hat.

Die neue Geldmenge wird bleiben, worauf die Preise steigen müssen und werden. Sobald die Preise auf ein dauerhaft höheres Niveau angestiegen sind, werden sich die Lieferengpässe von ganz allein wieder auflösen. Die Verbraucher, die aufgrund des vermeintlichen Vermögenszuwachses ihren Konsum ausgeweitet oder vorgezogen haben, werden letztlich feststellen, dass sie sich zu höheren Preisen weniger leisten können als vor den Stimulus-Schecks der Regierung.

Ein erneuter Nachfragerückgang wird die Folge sein und die Unternehmen, die zuvor Rohstoffe gehortet und die Preisspitzen mitverursacht hatten, werden ihre Nachfrage stark zurückfahren. Auf einen folgenden deflationären Impuls werden die keynesianischen Voodoo-Ökonomen in den Notenbanken wieder mit dem Drucken von Geld reagieren, was die Situation nur verschlimmbessern wird. Gold wird dann zunehmend als sicherer Hafen vor Inflation gesucht werden und dessen Preis stark ansteigen, zumal der Anleihen- und Aktienmarkt angesichts steigender Zinsen auf absehbare Zeit keine Alternative mehr sein werden.

Gold stark trotz guter Arbeitsmarktdaten

Nach zwei Monaten düsterer Beschäftigungsberichte schlug am Freitagnachmittag der Arbeitsmarktmarktbericht die Erwartung des Marktes. In den USA wurden im Oktober 531 Tsd. neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, während der Marktkonsens bei 450 Tsd. lag. Gut ist, dass die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft um 604 Tsd. anstieg, während die öffentlichen Stellen um 73 Tsd. reduziert wurden.

Die Zahlen für September wurden von 194 Tsd. auf 312 Tsd. und die Augustzahlen von 366 Tsd. auf 483 Tsd. nach oben revidiert. Mit diesen Korrekturen wurden in beiden Monaten 235 Tsd. mehr Stellen geschaffen als zuvor gemeldet wurde. Weiterhin gab es gute Nachrichten aus dem verarbeitenden Gewerbe in den USA, wo im Oktober 60 Tsd. neue Stellen geschaffen wurden, doppelt so viele wie erwartet.


Die Ausweitung der Geldmenge und die Entwertung des Geldes stützen kurzfristig den Arbeitsmarkt

Die Zahl der Beschäftigten stieg um 359 Tsd. von 153,68 auf 154,04 Millionen. Die Zahl der Arbeitslosen sank von 7,674 Mio. auf 7,419 Mio., wodurch die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent auf 4,6 Prozent sank, was unter dem Marktkonsens von 4,7% lag. Die Erwerbsquote lag unverändert bei 61,6 Prozent, da die Zahl der Erwerbspersonen nur geringfügig um etwas mehr als 100 000 zunahm.

Die Inflation der Geldmenge hat starke Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Geldmenge erzeugt einen künstlichen Boom, doch mit dessen Ende werden die neuen Stellen wieder verschwinden. Da die Löhne nicht so schnell steigen wie die reale Inflation, sinken die Reallöhne, was Unternehmen, deren Umsatz mit der Inflation wächst, mehr Spielraum für Neueinstellungen gibt.

Die durchschnittlichen US-Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich bereits um 4,9 Prozent, während die offizielle Teuerung bei 5,4% liegt und die inoffizielle Teuerungsrate nach der alten Berechnungsmethode von 1980 bei 14 Prozent. Real sinken die Löhne durch die Entwertung der Währung, während das einfache Gemüt glaubt, die Preise der Konsumgüter wären gestiegen, worauf man den Staat zur Hilfe ruft.

Trotz der guten Arbeitsmarktdaten, auf die der Goldpreis normalerweise mit einem Preisrückgang reagiert hätte und dem Tapering, das in den letzten Monaten auf den Goldpreis drückte, sowie einem Aktienmarkt auf Allzeithoch, zeigte sich der Goldpreis in der letzten Woche sehr stark. Es ist typisch für Gold, dass es steigt, wenn es niemand erwartet und seitwärts handelt oder gar fällt, wenn die Masse der Investoren darauf aufmerksam geworden ist.

Wir erwarten, dass sich die Rezession im kommenden Jahr weiter manifestieren wird und die Notenbanken schnell wieder zurückrudern und ihre Anleihenkäufe fortsetzen werden. Gold sollte bereits im Vorfeld deutlich ansteigen, weshalb wir für das kommende Jahr bullisch sind und das Ende der langen Konsolidierungsphase immer näherkommt.

Technische Analyse zu Gold: Gold springt nach Tapering auf über 1.800 US-Dollar

Terminmarkt: COT-Report vom 05.11.2021

Der neueste COT-Report vom 5. November mit dem Stichtag des 2. Novembers zeigt einen Preisrückgang zur Vorwoche um 6 US-Dollar, während die Position der Spekulanten unverändert blieb. Diese Preisveränderung ist gering und als neutral anzusehen. Stärke zeigt sich jedoch bisher nicht.

Eine Manipulation über den Terminmarkt gab es auch in dieser Woche wieder nicht. Im Gegenteil wurden die Positionen der großen vier Händler in Höhe von drei Tagen der Weltproduktion abgebaut. Dies ist ein Hinweis darauf, dass man den Goldpreis erst einmal durchmarschieren lässt und erst zu höheren Preisen wieder auf den Preis drücken wird. Berücksichtigt man diese Eindeckung, so müsste man eher von einem Überangebot am physischen Markt ausgehen.

Die Bereinigung von der Spekulation am Terminmarkt ist weiterhin neutral und spricht nicht gegen einen weiteren Preisanstieg. Wird der Anstieg jedoch allein von Spekulanten getrieben, so findet dieser eher früher als später sein Hoch und eine Trendumkehr wird einsetzen. Dies könnte am Widerstand bei 1.980$ beispielsweise passieren.

Technische Kaufsignale müssen weiterhin angenommen werden, doch da sich hier keine Stärke zeigt, sollte man jede Position mit einem entsprechenden Stop Loss versehen. Es muss jetzt zusätzliche Investmentnachfrage aufkommen, sonst könnte der Goldpreis jederzeit wieder fallen. Sollte es Gold über 1.825$ schaffen und den Kreuzwiderstand überwinden, so würde dies neue Käufer in den Markt ziehen und ein Defizit könnte dann einsetzen. Wichtig bleibt der Kreuzwiderstand zwischen 1.800 US-Dollar und 1.825 US-Dollar.


Die Terminmarktdaten für Gold sind weiterhin im neutralen Bereich


Die BIG4 hatten in den letzten Monaten ihre Netto-Shortposition abgebaut. Dies ist einerseits gut, doch zeigt es auch Schwäche am Goldmarkt

Trotz der guten Arbeitsmarktdaten und dem Beginn des Taperings in den USA konnte der Goldpreis in den letzten Handelstagen ansteigen. Charttechnisch bleibt der Goldpreis über 1.760 US-Dollar long. Über 1.800 US-Dollar gab es ein weiteres Kaufsignal. Im kurzfristigen Chat zeigt sich der nächste Widerstand bei 1.830 US-Dollar, den es nun zu überwinden gilt. Im langfristigen Chart ist bei etwa 1.825 US-Dollar noch ein letzter Abwärtstrend zu sehen, weshalb der Bereich zwischen 1.800 US-Dollar und 1.830 US-Dollar ein dicker Widerstandsbereich ist.

Da sich in den COT-Daten bis dato keine Stärke zeigt, besteht noch immer eine Möglichkeit, dass der Preisanstieg an dieser Widerstandszone scheitern wird. Deshalb sollte man jede gestaffelte Position mit einer Stop-Loss Order absichern. Auf der anderen Seite stimmt die niedrige Shortposition der großen vier Händler an der COMEX optimistisch.

Kurz: Es gab zwei Kaufmarken – bei 1.760 US-Dollar und 1.800 US-Dollar. Dort sichert man Positionen ab und lässt Gewinne laufen. Sollte der Goldpreis am Kreuzwiderstand im Bereich von 1.830 US-Dollar scheitern, lässt man sich an diesen Marken ausstoppen.


Der Goldpreis bleibt über dem Widerstand bei 1.760 US-Dollar long

Der Tageschart zeigt, dass der letzte übergeordnete Abwärtstrend noch intakt ist. Im Vorfeld und nach Bekanntgabe des Taperings hielt sich der Goldpreis bereits stark. Es gibt immer weniger Verkäufer auf diesem Preisniveau, während immer neue Käufer, die an eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik in den USA glauben, hinzukommen.

Mit dem Bruch von drei kurzfristigen Abwärtstrends und der Ausbildung höherer Tiefs in einem Umfeld schlechter Meldungen für Gold, sieht das Chartbild bullisch aus. Über 1.830 US-Dollar würde der letzte Abwärtstrend brechen, worauf starke Nachfrage aufkommen sollte, wogegen sich Short-Spekulanten in die steigenden Preise hinein eindecken müssten. In diesem Fall wäre ein Anstieg auf 1.980 US-Dollar binnen zwei Monaten denkbar.

Die nächste Handelswoche wird zeigen, ob dem Goldpreis der Anstieg um weitere 15 US-Dollar gelingt und so ein mittelfristiges prozyklisches Kaufsignal mit einem Ausbruch über 1.830 US-Dolalr erzeugt wird oder ob die kurze Rallye dort ihr Ende findet.

Ein Risikofaktor für den Goldpreis in US-Dollar könnte ein stärkerer US-Dollar im USD-Index sein, da die FED tapert, während die EU und andere Währungsräume diesem Beispiel noch nicht folgen. Außerdem bildete der Goldpreis in den letzten Jahren im Dezember bis Neujahr ein Tief aus, bevor der Preis mit einer Rallye in das neue Jahr starten konnte.

 


Der übergeordnete langfristige Abwärtstrend ist noch intakt

Der langfristige Abwärtstrend bei Gold in Euro wurde bereits im Mai bei 1.480 Euro gebrochen, was ein langfristiges Kaufsignal lieferte. Über ein halbes Jahr hinweg konsolidierte der Goldpreis in Euro an dieser neuen Unterstützung bei 1.480 Euro. Es bildete sich ein Abwärtstrend auf der Oberseite aus und der Preis keilte sich zunehmend ein.

Ein erneutes prozyklisches Kaufsignal gab es, nachdem der Goldpreis den blauen Abwärtstrend Mitte Oktober mit Schlusskursen über 1.540 Euro überwunden hatte. Es erfolgten bereits zwei Rücksetzer an den ehemaligen Abwärtstrend und der Ausbruch aus der Konsolidierungsformation wurde am Freitag mit einem Anstieg auf ein 10-Monatshoch bei 1.571 Euro nun auch bestätigt.

Während das Chartbild in US-Dollar eher schwer zu lesen war, so zeigten sich bei Gold in Euro sehr schöne charttechnische Muster. Solange der Goldpreis über 1.530 Euro bleibt, ist das neue mittelfristige Kaufsignal intakt. Der nächste Widerstand liegt bei 1.610 Euro je Feinunze.


Nach einem halben Jahr ist der Goldpreis aus der Konsolidierungsformation bullisch ausgebrochen