Mit Bitcoin wie mit Gold im sicheren Hafen?

Der Goldpreis schloss am Freitag auf dem Markt erstmals eine Handelswoche mit Verlust und konnte von den unerwartet schwachen US-Daten nicht profitieren.

Das Bruttoinlandsprodukt überraschte den Markt von Amerika am Freitag mit 1,9 Prozent und blieb unter den Erwartungen der Analysten von 2,2 Prozent und hinter den Zahlen des Vormonats von 3,5 Prozent zurück.

Der Goldpreis konnte von diesem Ereignis nicht profitieren und verlor nach dem Sprung um 5 $ aufgrund der Neuigkeiten seine Gewinne wieder. Er beendete die Woche bei 1.191 $ je Unze.

In technischer Hinsicht glauben einige Analysten, dass das Gold in dieser Woche erneut zum Sprung ansetzen wird und die Marke von 1.200 $ durchbricht.

“Der Widerstand des Goldpreises ist unverändert hoch bei 1.220,20 $ in dieser Woche, mit Tendenz nach oben, während der Goldpreis bei über 1183 $ schließt”, schreibt die jüngste technische Analyse des Bullion Teams der kanadischen Bank  Scotia Bank’s New York.

Der ING-Analyst Hamz Khan ist der Meinung, dass das Gold nach 4 Wochen Siegesserie eine Pause macht.

“Derzeit beeinflusst der Dollar das Gold stark. Das ist der Grund für die aktuelle Bewegung”, sagte er.

“Aber insgesamt denke ich, dass die Gewinne der Woche, die wir gesehen haben, eher ein Anzeichen für einen Rückzug sind, möglicherweise auf Grund dessen, dass die Händler Gewinne mitnehmen und auf das Fed-Meeting warten, bevor es wieder losgeht”, fügte er hinzu.

Bobby Lee, der CEO und Mitbegründer von BTCC, einer großen chinesischen Bitcoin-Tauschbörse, erklärte überraschend, dass die Bitcoin-Währung in naher Zukunft ein ebenso sicherer Hafen sein wird wie Gold, denn Bitcoin wird von den Entscheidungen der Regierungen im Gegensatz zu regulären Währungen nicht beeinflusst.

“Ich denke, die Welt beginnt zu realisieren, dass Bitcoin genau wie Gold eine gute Absicherung gegen das System ist, denn Bitcoin ist außerhalb des Systems”, sagte er.

“Gold ist eine Art Absicherung gegen das System und den Status quo. Unsere Gesellschaft ist verwurzelt im Geldsystem des Fiatgelds. Wenn Regierungen Geld drucken, können sie sich so viel davon nehmen, wie sie wollen. Das Geldsystem von heute unterscheidet sich, grob gesagt, nicht von Flugmeilen oder Hotelbonuspunkten“, fügte er hinzu.

Bericht des Analysten Andrew Masters von der FIBO Group.

Amtseinführung von Trump und Bewährungsprobe für den US-Dollar

20 Januar fand die offizielle Amtseinführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, statt.

Entgegen allen Erwartungen wurden das Programm der fiskalischen Stimulierung und der Infrastrukturreformen dabei nicht erwähnt. Wenn die Pläne zur Reform des Steuersystems jedoch umgesetzt würden, könnten Investoren aus der ganzen Welt, angelockt von Steuerfreibeträgen in Höhe von 85 %, eine Rückkehr fast 1 Billion US-Dollar provozieren. Etwa ein Drittel dieses Kapitals wird über die Devisenmärkte fließen. Genau das haben die Investoren überall auf der Welt erwartet.

Deshalb ist davon auszugehen, dass die Rede des Präsidenten bei seiner Amtseinführung die Investoren enttäuscht hat. Die Reaktion der Finanzmärkte ließ nicht lange auf sich warten. Der wöchentliche Handel an den Börsen begann mit einem sehr schwachen Dollar im Vergleich zu den Aktienkursen.

Bisher gibt es aufgrund des Fehlens einer eindeutigen Rhetorik des unberechenbaren Präsidenten keine Anzeichen für einen globalen Richtungswechsel bei den Investitionen. Es wird angenommen, dass die amtierende Regierung die Probleme der Reihe nach löst. Das wichtigste Problem sei derzeit die politische Auseinandersetzung, die mit den Wahlen nicht beendet ist. Laut Informationen der größten Nachrichtenagenturen beteiligten sich an den Demonstrationen gegen den Präsidenten ca. 2 Millionen Menschen. Es ist anzunehmen, dass die Regierung mit der Umsetzung ihrer Strategie warten muss, bis die Welle der Demonstrationen und Proteste abgeebbt ist. Dann beginnen die Staatsbesuche und Treffen mit den Regierungschefs und Präsidenten der großen Weltmächte.

  • Am 27. Januar trifft sich der Präsident mit der Premierministerin Großbritanniens, Teresa May (die angesichts der drohenden Aufkündigung der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft nehmen kann).
  • Am 31. Januar trifft Trump den Präsidenten von Mexiko.

Aufgrund der aktuellen Situation auf den Märkten ist anzunehmen, dass die Schwäche des Dollars eine vorübergehende Erscheinung ist. Donald Trump hat offenbar eine “lyrische Pause” eingelegt, um die bürokratischen Fragen zu lösen und diese Pause wird nicht lange dauern. Dem Finanzmarkt muss der “Marsch geblasen” werden und Trump versteht das sehr gut. Die Perspektive eines starken Dollars ist weiterhin aktuell.

Bericht von Michail Khlestunov, Analyst der FIBO Group.

Tendenzen für 2017

Jahresbeginn 2017

Am ersten Freitag des Januar wird die Schwankungsanfälligkeit auf die Märkte zurückkehren: Am 6. Januar 2017 werden in den USA die Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, eben jene als Non-Farm Payrolls bezeichneten Lohn- und Gehaltsberechnungen für die nicht in der Landwirtschaft beschäftigten gewerblichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, in der Ausdrucksweise der Profis: der Lohn des Börsenhändlers.  Die Arbeitsmarktwerte geben die Dynamik für das ganze Jahr vor. Will ein Anleger oder Händler die recht durchsichtigen Möglichkeiten des Marktes nutzen, so sollte er bereits frühzeitig seine Vorbereitungen treffen. Den Stand seines jeweiligen Handelskontos sowie der Anzahl der eröffneten Positionen überprüfen.

Amtseinführung des Präsidenten der USA

Die feierliche Amtseinführung Donald Trumps als 45. Präsident der USA beginnt am 19. Januar und dauert drei Tage. Das melden die Medien unter Berufung auf Trumps Terminkalender. Der designierte Präsident hat angekündigt, dass er am ersten Tag als Herr des Weißen Hauses beabsichtige, das Verfahren zum Ausstieg des Landes aus dem Abkommen zur transpazifischen Partnerschaft (TPP) einzuleiten. Nach Ansicht Donald Trumps werde die Zusammenarbeit dadurch wesentlich durchschaubarer und der Ausstieg aus dem Abkommen schaffe neue Arbeitsplätze in den USA. Darüber hinaus hat Trump, um das Problem der Arbeitsplätze zu lösen, versprochen, die Verbote bezüglich der Gewinnung von Kohlenwasserstoffen in den USA aufzuheben, darunter sowohl die für die Energievorräte auf dem Festlandsockel als auch für Kohle.

Wenn man sich das Gesamtbild der „Trumponomie“ vor Augen hält, lässt sich ein ernsthafter Aufwärtstrend erkennen. Die Indices erreichen erneut historische Höchstmarken, und die Rentabilität US-amerikanischer Staatsanleihen wächst. Die Aussichten für das kommende halbe Jahre sind einfach fantastisch, vorausgesetzt Trump bleibt an der Macht.

Wir warten voller Ungeduld auf den 20. Tag des neuen Jahres, um zu sehen wie sich diese Geschichte weiter entwickeln wird.

Der Leitzins des Zentralbanksystems der Vereinigten Staaten

Die Märkte gehen von einer 30-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung bereits im März aus. Jeder statistischen Information zum Dollar wird reichlich Beachtung zuteil. Es sei daran erinnert, dass laut der Dezembertagung des FOMC für 2017 3 Erhöhungen des Leitzinssatzes geplant sind.

Inflation

In Neuseeland bleibt der Verbraucherpreisindex (VPI) ausschlaggebend: Die neuseeländische Zentralbank (RBNZ) hat Ende 2016 ihr Hauptaugenmerk auf eben diesen Inflationswert gelegt: man erwartete, dass er steigt. Unter Berücksichtigung des historischen Tiefstwertes des Leitzinses des Regulierungsorgans hat der VPI unmittelbare Auswirkungen auf die nähere Zukunft der Geldpolitik. Es sei daran erinnert, dass die RBNZ den Leitzins 2016 dreimal gesenkt hat.

Auswirkungen des Brexit

Für den neuseeländischen Dollar (NZD) ist der „in etwa gleiche“ Wert Geschichte. Theresa May hat zugesagt, den tatsächlichen Austritt Großbritanniens spätestens im März 2017 einzuleiten. Und man möchte daran glauben, weigert sich doch die EU, die Frage des Artikels 50 des Vertrages von Lissabon vor der offiziellen Einleitung des Verfahrens zu erörtern. Jede Änderung dieses Datums kann zusätzlichen Druck auf das Pfund ausüben und dementsprechend Auswirkungen auf die Bank von England haben, die dann von ihrer Nullzinspolitik abkehren könnte.

Australische Trends

Der Arbeitsmarkt kann die australische Zentralbank (RBA) weiter unter Druck setzen, sodass ihr nichts übrig bleibt, als die Reihe der Aufweichungen ihrer Geldpolitik fortzuführen.

Auf Englands Spuren

In der zweiten Jahreshälfte finden in Deutschland die Wahlen zum Bundestag statt. Bereits heute ist erkennbar, dass die Flüchtlingsfrage und die Frage der terroristischen Bedrohung von ihren Widersachern Angela Merkel persönlich angelastet werden, mit dem Ziel, sie so aus der politischen Arena zu verdrängen. Diese Fragen bleiben akut und können sich als destabilisierender Faktor für die EU erweisen.

Es darf darüber nicht vergessen werden, dass der Kalender für das kommende Jahr voller weiterer Ereignisse steckt. Das neblige Albion hat den Ton vorgegeben, weshalb wir den Verlauf der Wahlen in den Ländern der EU weiterhin aufmerksam verfolgen werden.

Die Übersicht wurde zusammengestellt von Michail Khlestunov, Analyst bei der FIBO Group.

Übersicht über die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2016

Während des gesamten Jahres hat die FIBO Group aktuelle Nachrichten aus der Finanzwelt verbreitet und es ermöglicht sie für den Handel zu nutzen. Nun neigt sich das Jahr 2016 seinem Ende zu. Es war ein Jahr radikalen Wandels und historisch bedeutender Entscheidungen. Wir wollen die wichtigsten Ereignisse des ausgehenden Jahres 2016 für Sie Revue passieren lassen.

Trump

Am 8. und 9. Dezember wurde bei einer der spannendsten Wahlen in der Geschichte der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Donald Trump, der mehr als 270 der erforderlichen Wahlmännerstimmen auf sich vereinigen konnte, wurde zum 45. Präsidenten der USA gewählt. Am 20. Januar 2017 erfolgt die offizielle Amtseinführung des neuen Herrn des Weißen Hauses.

Im Verlauf seiner Vorwahlkampagne hat Donald Trump unablässig zugesichert, etliche Entscheidungen seines Amtsvorgängers Barack Obama aufzuheben, insbesondere wollte er die Reform des Gesundheitswesens „rückgängig machen und austauschen“, die Auflagen für die Kohlenwasserstoffgewinnung aufheben und die Mittelklasse aufwerten. Angesichts der bisherigen Unternehmungen eines der bekanntesten Multimillionäre der Welt ist anzunehmen, dass er gewillt ist, die politische und wirtschaftliche Weltkarte grundlegend umzugestalten.

Die Reaktionen der Finanzwelt auf dieses Ereignis waren recht stürmisch: Die amerikanischen Indices (DJIA und S&P) erreichten neue historische Höchstwerte, und der US Dollar erstarkte gegenüber alle anderen Währungen der Welt.

Erdöl

Anhand der Ergebnisse des Jahres 2016 kann dem Erdöl von allen Rohstoffen risikolos die größte Bedeutung beigemessen werden: als schwankungsanfälligstes und spekulativstes Instrument. Allein aufgrund verbaler Interventionen von Vertretern der weltweiten Energiewirtschaft stiegen oder fielen die Notierungen um mehr als 30%.  Am 30. November schließlich wurde ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu einer globalen Zusammenarbeit getan:  Die Mitgliedsländer der OPEC vereinbarten eine Beschränkung der Erdölfördermenge auf 1,2 Millionen Barrel am Tag vereinbart, das sind 32,5 Millionen Barrel bis zum Ende des Jahres. Es war das erste Mal seit 2008, dass sich die Staaten zu einem derartigen Schritt entschieden haben.

In der Folge steigt der Erdölpreis, was sich positiv auf die Weltwirtschaft auswirkt. Und das wiederum schafft neue Verdienstmöglichkeiten.

Brexit

Großbritannien stand in der europäischen Gemeinschaft stets etwas am Rande. Als am 24. Juni bekannt wurde, dass fast 52% der Wählerinnen und Wähler für einen Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt haben, reichte Premierminister David Cameron seinen Rücktritt ein, die Landeswährung verlor an einem Tag 13% ihres Wertes und die Finanz- und Rohstoffmärkte erlebten ungeahnte Kursschwankungen. Großbritannien büßte dabei übrigens die höchste Kreditwürdigkeitsstufe „AAA“ ein und wird jetzt mit „AA“ bewerten, und die Bank von England senkte sofort den Leitzins.

Dieser im Nachkriegseuropa beispiellose Abspaltungsvorgang hat eine wahre Flut von Kommentaren ausgelöst: wie sich in den Äußerungen der EU, der USA und Russlands widerspiegelt.

Kurzfristige Kurseinbrüche (Flashcrashs)

Am Morgen des 7. Oktober hatten alle Devisenhändler der Welt ein Minus von 500 Punkten bei dem Währungspaar GBP/USD zu verzeichnen. Eine derartig heftige Veränderung im Bruchteil einer Sekunde konnte einfach nicht mit rechten Dingen zugehen. Niemand glaubte das, weswegen es zusätzlicher Informationsquellen bedurfte, um die Meldungen zu überprüfen. Aber auf der ganzen Welt stellten die Börsenschalter ein und dasselbe fest: für wenige Sekunden hat ein unbekannter Händler die „Kurslandschaft derart heftig erschüttert“, dass die Märkte dem Druck nicht standhalten konnten. Einmal mehr hat der Finanzmarkt gezeigt, dass er allenfalls teilweise vorhersehbar ist und von einer Vielzahl nicht prognostizierbarer Faktoren abhängt. Eben diese „Unvollkommenheit“ der Marktarchitektur schafft die Präzedenzfälle für ähnliche Vorfälle.

Der Leitzins des Zentralbanksystems der Vereinigten Staaten

Die US-amerikanische Zentralbank hat das Szenario einer „aggressiven Verschärfung“ in die Tat umgesetzt. Das Regulierungsorgan hat nicht nur den Zins um 25 Basispunkte angehoben, was so auch zu erwarten war, sondern auch seine Vorhersagen bezüglich des Zinssatzes auf drei Erhöhungen in 2017 heraufgesetzt. Die Wirtschaftsprognosen der Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Zentralbank (FOMC) haben sich ebenfalls gebessert, wodurch das Gesamtbild um einen abschließenden Strich in hellen Tönen ergänzt wird. Mit anderen Worten: für den Markt besteht ab jetzt und in alle Ewigkeit ausreichend Motivation für den Kauf von Dollars.

Der Leitzins der EU

Die Europäische Zentralbank ist mit einem Refinanzierungszinssatz von 0,05% in das Jahr 2016 gegangen, den sie bereits im März auf den historischen Tiefststand von 0,0% gesenkt hat. Dieses Niveau gilt bis heute, und die Hauptfrage für die Märkte ist die nach dem Schicksal des Programms zur Anregung der als QE bezeichneten Erhöhung der Geldmenge, die von der EZB parallel dazu ebenfalls mit einem Nullzins betrieben wird.

Der Leitzins Japans

Erstmals in der Geschichte hat die japanische Staatsbank einen Negativzins als Maßnahme zur Bekämpfung der Deflationsvorgänge festgelegt, wodurch der Yen vor dem Hintergrund einer zusätzlichen und anhaltenden Neuemission um 300 Punkte abgewertet wurde. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt profitiert die japanische Wirtschaft nur vom schwachen Kurs der staatlichen Währung, die Exporteure jubeln. Die Analysten sind sich bezüglich der guten Aussichten für eine Gesundung der Wirtschaft bei der gegenwärtig schwachen Landeswährung und dem negativen Leitzins einig.

Der Leitzins Neuseelands

2016 hat die neuseeländische Zentralbank ihren Leitzins auf den historischen Tiefstwert von 1,75% herabgesetzt. Es sei darauf hingewiesen, dass dieser Wert vor dem Hintergrund des Zeitraums von 2000 bis 2008 tatsächlich äußerst niedrig ist (7,00% waren seinerzeit die Regel). Dabei hat die Bank in diesem Jahr drei planmäßige Absenkungen durchgeführt, von denen lediglich die erste (im März) ein Überraschungsmoment aufwies. Alle folgenden verliefen nach dem bewährten Muster und boten gute Verdienstmöglichkeiten.

Die Übersicht wurde zusammengestellt von Michail Khlestunov, Analyst bei der FIBO Group.

Sollten wir die Entscheidung zur Zinserhöhung handeln?

Für die Devisenmärkte ist in dieser Woche eine wichtige Zeit gekommen. Am Mittwoch trifft die US-Notenbank die aktuellste Zinsentscheidung und wird eine wichtige Erklärung abgeben.

Die Frage ist nicht, ob der Zins von 0,50 auf 0,75 % erhöht wird (der Markt sagt bereits eine 100-prozentige Chance dafür voraus), sondern, ob in naher Zukunft weitere Zinserhöhungen folgen werden.

Angesichts der bevorstehenden Zinserhöhung haben sich bereits viele Marktteilnehmer positioniert, um sofort nach der Ankündigung davon zu profitieren. Wie die Geschichte aber immer wieder zeigt, agieren die Märkte oft nicht so, wie wir es gerne hätten.

„Der Markt ist bereits auf die Zinserhöhung eingestellt und einige können sich darauf vorbereiten, nach der Ankündigung zu profitieren“, sagte Masashi Oda, General Manager des Strategic Investment Department bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management.

Als Fallstudie dazu, wie sich der Goldkurs nach einem unerwarteten Ergebnis verhält, können wir die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten heranziehen.

Fast alle Analysten und der Markt gesamt hatten einen Kursanstieg auf 1.400 USD im unwahrscheinlichen Falle eines Sieges vorhergesagt. Zum Verfassungszeitpunkt dieses Artikels steht Gold jedoch bei 1.160 USD und wendet sich damit gegen sämtliche Prognosen.

Die Geschwindigkeit, mit der sich Gold nach einem kurzen Anstieg infolge der Wahl Trumps wieder auf einen Abwärtstrend begab, überraschte Trader und führte an jenem Tag garantiert zu einem bösen Erwachen für viele Investoren.

Angesichts derartiger Risiken könnte es besser sein, auf die Erklärung der Notenbank am Mittwoch zu warten, um Hinweise auf weitere Pläne insbesondere hinsichtlich zukünftiger Zinserhöhungen zu erhalten.

Wer Long-Positionen im US-Dollar hält, hat hiermit womöglich eine sicherere Strategie zur Hand als mit Trading-Nachrichten, die vom Markt bereits berücksichtigt wurden.

Dieser Artikel wird Ihnen zur Verfügung gestellt von der FIBO Group.