Ein globales Geld- und Rohstoffinferno von nuklearen Ausmass

Wenn die K_cke global am Dampfen ist, dann geschieht das häufig zu einer Zeit, in der auch maximaler Schaden angerichtet werden kann und die Welt mit den allerschlimmsten Formen von K_cke überzogen wird.

Ich mache seit Jahren immer wieder deutlich, dass die Welt das Ende einer ökonomischen, finanziellen wie monetären Ära erreicht hat und die katastrophalen Folgen für die Menschheit noch auf Jahrzehnte hinweg spürbar sein werden.

Natürlich wird die Welt Putin für diese Katastrophe verantwortlich machen, die jeden Winkel unseres Planeten erfassen wird. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass weder Putin noch Covid verantwortlich sind für das ökonomische Desaster, das jetzt auf uns zukommt.

Diese Ereignisse sind Auslöser bzw. Impulsgeber mit mächtiger Wirkkraft, weil sie auf eine gigantische Schuldenblase von historisch beispiellosem Ausmaß treffen. Und es braucht tatsächlich nur sehr wenig, um diese epische Bubble zum Platzen zu bringen.

Fest steht: In den nächsten Jahren werden alle Währungen ihren 100 (und mehr) Jahre währenden Fall auf NULL zum Abschluss bringen. Glasklar ist auch, dass alle Vermögenswertblasen – Aktien, Anleihen und Immobilien – gleichzeitig implodieren werden, was eine lange und schwere Depression nach sich zieht.

Schon 2006-09 war ein Warnsignal, das von den Zentralbanken jedoch ignoriert wurde. Sie häuften neue wertlose Schulden auf existierende wertlose Schulden und schufen damit wertlose Schulden hoch zwei. Ein vorgezeichneter Weg in die Katastrophe.

Der Auslöser – und das ist gar nicht untypisch für das Ende einer ökonomischen Ära – ist häufig ein unerwartetes Ereignis, dessen Folgen schlimmer sind, als irgendjemand hätte prognostizieren können.

KRIEGSZYKLEN

Ich und einige andere hatten in der Tat darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns aktuell in einem Kriegszyklus befinden. Die jüngsten Ereignisse haben das deutlich bestätigt und die Welt mit geballter Kraft erfasst.

So wie die Warnung der Großen Finanzkrise 2006-09 wenig beachtet blieb, so nahmen auch nur wenige die Warnungen Putins ernst, die er seit der Maidan-Revolution in der Ukraine 2014 geäußert hatte.

Wenn es am Ende einer exzessiven Blasenära schließlich „dampft“, dann ergibt sich daraus immer das Schlimmste vom Schlimmen. Und was könnte schlimmer sein als ein großer Krieg, der das Potential zu einem Atom- und Weltkrieg hat?

Leider sind Kriege Teil der Geschichte und es gibt buchstäblich keine historischen Epochen ohne Kriege. Wikipedia listet derzeit 40 laufende Kriege und Konflikte auf, von denen die meisten recht klein und lokal begrenzt sind; der größte Teil davon im Nahen Osten und Afrika.

Kriege sind – ungeachtet ihrer Größe – schrecklich. Und Russlands Invasion der Ukraine kann mit Sicherheit als ein weiterer schlimmer Konflikt gelten, der potentiell hätte verhindert werden können. Während der von den Vereinigten Staaten unterstützten Maidan-Revolution 2014 in der Ukraine wurde der russlandfreundliche ukrainische Präsident Janukowitsch vertrieben.

Seither hat Putin immer wieder klargestellt, dass es für ihn nicht akzeptabel sei, von einer durch die USA und den Westen gestützten Ukraine umgeben zu sein oder aber von Nato-Staaten, deren Raketensysteme auf Russland zeigen. Die Parallelen zu Kuba, Kennedy und Chruschtschow 1962 liegen auf der Hand.

Ob seine Forderungen gehört wurden oder nicht, Putin hatte sehr deutlich gemacht, dass er es niemals zulassen würde, dass Russland auf diese Weise in die Ecke getrieben werde.

Hätten sich die USA und der Westen um des Weltfriedens willen maßgeblich auf Diplomatie konzentriert, hätten sich die Dinge anders entwickeln können. Stattdessen fanden alle Führungen der westlichen Welt Konsens in nebulösen und kontroversen Bereichen wie Covid, Klimawandel, Wokeism, Geschichtsumschreibung und der Schaffung unbegrenzter Geschlechter.

Die Staatsführungen ignorierten sogar vorsätzlich die Tatsache, dass die Welt unausweichlich auf einen ökonomischen Schulden- und Vermögenswertkollaps zusteuerte. Es ist wohl viel einfacher, die Stühle am Deck des sinkenden Schiffs wieder geradezurücken, als sich mit den echten und ausdrücklich katastrophalen Problemen auseinanderzusetzen.

Putin ist also jetzt Feind Nummer 1 der westlichen Welt. Denn einen Krieg zu beginnen, ist immer inakzeptabel, ganz gleich, wer ihn beginnt. Lindsey Graham, republikanischer US-Senator, meinte jüngst schon, man solle Putin doch umbringen!

Zum Glück hielt Boris Johnson davon nicht viel davon und schlug stattdessen vor, Putin solle doch vor dem Internationalen (Straf-)Gerichtshof dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Nun gut, Kriegsverbrechen bleiben Verbrechen und sollten daher bestraft werden.

Interessant ist aber auch Folgendes: Wenn die USA mit ihren Alliierten grundlos Kriege in Vietnam, Irak, Libyen oder Syrien beginnen, die hunderttausende unschuldige Opfer fordern und das gesellschaftliche Gefüge dieser Länder zerstören, was u.a. auch zu Anarchie führt, dann fordert niemand öffentlich, den Präsidenten der USA oder den Premierminister Großbritanniens dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

Wie es aussieht, gab es auf dieser Welt noch nie gleiche Bedingungen für alle.

INFLATIONSSTEUERUNG: DIE FED WIRD ES NIE SCHAFFEN

Dass Inflation zur Hyperinflation wird, war in unserer heutigen, schuldenverseuchten Zeit schon immer klar, auch wenn die Fed und andere westliche Zentralbanken nie begriffen haben, was Inflation eigentlich ist.

Genauso wenig hatten sie verstanden, warum ihre falschen und manipulierten Inflationsquoten nicht einmal das Fed-Ziel von 2 % erreichen konnten. Jetzt, da die reale US-Inflation bei über 15 % (siehe Diagramm unten) liegt, steckt die US-Notenbank in einem neuen Dilemma, das sie völlig unvorbereitet trifft.

Die US-Regierung hatte die Berechnung der Inflationsquoten in ihrem Sinne angepasst. Wäre man bei der in den 1980ern praktizierten Methode geblieben, läge die offizielle Inflation heute bei über 15 % (Tendenz steigend).

Jahrelang hatte die US Federal Reserve – mit allen Pferden des Königs und all seinen Mannen –versucht, die Inflation auf 2 % zu bekommen. Sie setzten Billionen $ ein und hielten die Zinssätze bei null Prozent, dennoch scheiterten sie und verstanden nicht warum.

Obgleich unendliche Mengen Falschgeld erzeugt wurden, bewegte sich die Inflation jahrelang näher an der 0 %-Marke als bei 2 %.

Angesichts einer offiziellen Inflation von 7 % und einer realen Quote von ca. 15 % weiß die Fed gar nicht mehr wie ihr geschieht. Das spiegelt auch ihre lächerlichen Wortwahl wider – Stichwort „vorübergehende“ Inflation.

Dann kam die schnelle Kehrtwende bei der Federal Reserve, um zu sehen, ob sich die Inflation vielleicht um 5 Prozentpunkte (viel wahrscheinlicher aber um 13) auf 2 % senken (und nicht „treiben“) lässt.

Die US-Notenbank kriegt es nie hin. Und viele von uns wissen das längst.

Gäbe es unter den US-Notenbankern ein fundiertes Verständnis für die Österreichische Wirtschaftsschule, und nicht für den untergegangenen Keynesianismus, dann würden diese wissen, dass die reale Inflationsquote vom Geldmengenwachstum abhängig ist und nicht von obsoleten Verbraucherpreismodell.

AUF BASIS DES GELDMENGENWACHSTUMS LIEGT US-INFLATION JETZT BEI 19 %

Schauen wir uns jetzt das Geldmengenwachstum an. Seit 1971 ist die Geldmenge M2 um jährlich 7 % gestiegen. 7 % bedeuten, dass sich die Preise alle 10 Jahre verdoppeln. Das Ziel der US-Notenbank ist also vielmehr 100 % Gesamtinflation über 10 Jahre – und keine 2 % pro Jahr.

Wie man im Chart oben sieht, begann im März 2020 jedoch die exponentielle Phase; seither wächst M2 mit jährlich 19 %. Das bedeutet eine Verdoppelung der Preise alle 3,8 Jahre.

Da das Geldangebot mit 19 % pro Jahr wächst, liegt die Inflation somit – unseren österreichischen Freunden folgend – auch bei 19 %.

Und das war noch vor der Ukrainekrise! Doch aktuell werden große Mengen explosiven Treibstoffs in das globale Inflationsfeuer gekippt.

RUSSLAND HAT DIE GRÖSSTEN ROHSTOFFRESERVEN DER WELT

Russland verfügt über die größten Rohstoffverkommen der Welt, darunter Kohle, Erdgas, Öl, Nutzholz, seltene Erden etc. In Rubel gerechnet werden diese Reserven bei sinkenden Wechselkursen natürlich aufwerten.

Insgesamt wird der Wert der russischen Rohstoffreserven auf ca. 75 Billionen $ geschätzt. Das sind 66 % mehr im Vergleich zu den zweitplatzierten USA, und mehr als das Doppelte gemessen an Saudi-Arabien und Kanada.

Selbst wenn das russische Rohstoffangebot der Welt nicht verloren geht, so ist zumindest klar, dass der Westen fest entschlossen ist, Russland im strengsten Maße zu bestrafen. Deshalb werden Knappheiten, wie wir schon jetzt am Beispiel der ausufernden Öl- und Gaspreise sehen, unhaltbaren Druck auf die Rohstoffpreise ausüben.

Die Tabelle unten zeigt die europäischen Länder, die zu mehr als 50 % des nationalen Gesamtverbrauchs von russischem Gas abhängig sind.

EIN SCHWARZER ROHSTOFF-SCHWAN IM ANMARSCH

Schon vor dem russischen Angriff waren die Weltmärkte für Getreide, Pflanzenöl und Düngemittel extrem angespannt.

Doch was wir jetzt erleben, ist ein Schwarzer Schwan bei den Rohstoffen – in den gesamten Bereichen Energie und Agrarrohstoffe.

Schon letzten November warnte das Welternährungsprogramm davor, dass hunderte Millionen Menschen von katastrophalen Knappheiten betroffen sein werden. Die aktuellen Entwicklungen werden dieses Problem exponentiell verschlimmern.

„Alles schießt vertikal in die Höhe. Die gesamte Produktionskette ist von allen Seiten unter Druck geraten.“, so der ehemalige Chef der UN für Agrarmärkte.

Energie- und Agrarprodukte sind miteinander verzahnt. In Europa ist Erdgas ist der Grundstoff für die Düngemittelherstellung. Russland und Weißrussland bestreiten zusammen 1/3 der globalen Kali-Exporte.

Ca. 33 % der weltweiten Gerste-Exporte kommen aus Russland und der Ukraine, auch 30 % des Weizens, 20 % des Mais’ und 80 % des Sonnenblumenöls.

Die Konsequenzen sind unabsehbar.

Der Goldman Sachs Commodity Index hat sich seit April 2020 verdreifacht (3x). Und die exponentielle Phase der Bewegung hat gerade erst begonnen.

Der UN-Welternährungsorganisation (FOA) zufolge sind die Lebensmittelpreise seit 2020 um 43 % gestiegen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die echten Probleme gerade erst beginnen.

EINE GLOBALES GELD- UND ROHSTOFFINFERNO

Ich warne seit einigen Jahren bezüglich der kommenden Inflation, die zur Hyperinflation führt – auf Grundlage der unbegrenzten Geldschöpfung.

Die explosive Mischung aus globaler Rohstoffkrise/ Knappheiten, katastrophaler Verschuldung und einem globalen monetären Brand wird ein Inferno von nuklearen Ausmaßen entstehen lassen.

Falls dieser Krieg nicht wie durch ein Wunder gestoppt werden sollte (was extrem unwahrscheinlich ist), wird die Welt in eine hyperinflationäre Rohstoffpreisexplosion eintreten (man denke an Energie, Metalle und Nahrungsmittel), die mit einer desaströsen deflationären Vermögenswertimplosion einhergeht (man denke an Schulden, Aktien und Immobilien).

Die Welt wird vollkommen unbekannte Folgen zu spüren bekommen, ohne in der Lage zu sein, auch nur eine davon auf absehbare Zeit lösen zu können.

Alles oben Geschilderte würde höchstwahrscheinlich auch ohne einen globalen Krieg passieren. Doch falls sich dieser Krieg über Russland und die Ukraine hinweg ausbreitet, dann ist alles denkbar. Ich werde an dieser Stelle nicht über ein solches Szenario spekulieren, weil das, was sich vor unseren Augen abspielt, sicher schon schlimm genug ist.

GIBT ES ÜBERHAUPT GUTE NACHRICHTEN?

Gibt es also überhaupt irgendeine gute Nachricht? Also, erstens, und ich sage es immer wieder, Familie und eine kleine Gruppe guter Freunde und Kollegen wird in der kommenden Krise von unschätzbarem Wert sein.

Und da es unter Garantie eine Rohstoffinflation geben wird, werden natürlich physisches Gold und etwas Silber Lebensretter sein in der kommenden Zerstörung aufgeblähter Vermögenswertblasen (Aktien, Anleihen und Immobilien).

Ich habe es häufig gesagt:

“GOLD UND SILBER WERDEN UNVORSTELLBARE HÖHEN ERREICHEN!“

In einer Krise diesen Ausmaßes würde ich mich von Papieranlagen, einschließlich ETF, fernhalten. Es ist natürlich ein absolutes Muss, physische Metalle außerhalb des Finanzsystems zu verwahren.

Und denken Sie immer daran, Ihr Vermögen oder Ihr Gold nicht in wertlosem Papiergeld zu bemessen. Messen Sie Ihr Gold und Silber stattdessen in Unzen und Gramm.

Schauen Sie sich einfach an, was bei einem Währungszusammenbruch mit Gold passiert. Im Chart unten ist Gold in Rubel seit 2000 dargestellt. In den letzten 21 Jahren ist Gold um das 38-fache gestiegen. Allein in den letzten 12 Monaten stieg Gold gegenüber dem Rubel um 89 %, und die Probleme haben gerade erst begonnen.

Mit 331 Tonnen war Russland 2020 der zweitgrößte Goldproduzent der Welt, gleich hinter China mit 368 Tonnen.

Nach offiziellen Zahlen haben beide Länder seit 2000 Goldbestände in Höhe von 3.400 t aufgebaut, womit sich Gesamtbestände von 4.200 t ergeben.

Einige Insider schätzen jedoch, dass Chinas Goldreserven sogar bis zu 20.000 t stark sein können und dass auch Russlands Reserven deutlich über den ausgewiesenen 2.300 Tonnen liegen.

Während Russland und China ihre gemeinsamen Goldbestände seit 2000 also verfünffacht (5x) haben, halten die USA seit 1980 angeblich 8.000 t. Allerdings hat es seit 1953 keine offizielle physische Bestandsprüfung des US-Goldes mehr gegeben; nur wenige glauben, dass die USA noch über unbelastete Goldbestände in dieser Größenordnung verfügen.

Denken Sie daran: „Wer das Gold hat, bestimmt die Regeln.“

2009 hatte ich einen Artikel mit dem Titel „Die dunklen Jahre sind da“ geschrieben. Ich hatte ihn auszugsweise mehrere Male wiederveröffentlicht – das letzte Mal 2020 in einem Artikel namens „Die dunklen Jahre & die Vierte Wendezeit“

Leider sieht es ganz danach aus, als würden die Dunklen Jahre jetzt im Ernst beginnen.

Neben dem Schutz Ihrer Anlagen gegen Währungszusammenbrüche wird, wie ich oft wiederholt habe, ein Kreis aus Familie und Freunden sowie Hilfe für andere absolut entscheidend sein.

Zauberer der Fed – Die Megamanipulanten

Konfuzius verstand den Wert langfristigen Denkens und somit auch echter Werte:

Denkst du an ein Jahr, säe ein Samenkorn; denkst du an ein Jahrzehnt, pflanze einen Baum; denkst du an ein Jahrhundert, bilde die Menschen. – Konfuzius

In den 2000ern wurden Vermögen gemacht, deren Ausmaß unfassbar ist.

Kein Spekulant und kein Investor musste in diesem Jahrhundert seine Anlagen auf 100 Jahre vorausplanen, wie Konfuzius es empfahl. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstanden Vermögen, die die kühnsten Träume überstiegen.

Nehmen wir zum Beispiel die reichsten Amerikaner von heute. Vor 1994 hatten die folgenden Multimilliardäre noch nicht mal ihre Unternehmen gegründet:

Nach 19993 gegründete US- Unternehmen

Im Jahr 1993, also bevor die oben genannten Unternehmen existierten, war Warren Buffett noch reichster Amerikaner, mit einem Vermögen von 8 Milliarden $. 2022 liegt Buffetts Reinvermögen bei 117 Milliarden $.

Das heißt: Nach weniger als 30 Jahren liegt das Vermögen des heute reichsten Amerikaners (Musk) beim 33-fachen des Vermögens des reichsten Amerikaners von vor 30 Jahren.

Die neuen “Räuberbarone” mit schier unglaublichen Megavermögen

Das Gesamtvermögen der 5 US-amerikanischen Neureichen (siehe oben) übersteigt das BIP von Ländern wie der Schweiz, Holland, Schweden und Polen. Es ist schier unglaublich, dass die Gründer von 5 Unternehmen, welche weniger als 30 Jahren existieren, mehr Vermögen angehäuft haben als Länder, die teils über 1.000 Jahre alt sind, im Jahr als BIP erwirtschaften.

Ja, ich weiß, all das sind neue Technologieunternehmen in der einen oder anderen Form. Doch nehmen wir ein Unternehmen wie Google, das im Grunde einen ausgefeilten Gelbe-Seiten-Dienst auf globaler Ebene zu bieten hat. Die beiden Google-Gründe, Page und Brin, haben zusammen ein Vermögen von 234 Mrd. $, das auf ein Unternehmen zurückgeht, das keine greifbaren Produkte herstellt.

Die ist ein völlig neues Phänomen der letzten Jahrzehnte. Gründer von Unternehmen, die viele Billionen $ wert sind und in erster Linie aus den Bereichen Software/ Technologie stammen, sind zu neuen Räuberbaronen geworden – die Nachfolger der Räuberbarone des vorausgehenden Jahrhunderts.

Wie alle neuen und innovativen Sektoren wird auch diese Technologieunternehmen dasselbe Schicksal erleiden, das die meisten führenden Industriezweige im Verlauf der Geschichte erlitten. Sie werden von neuen Unternehmen und neuen Technologien übernommen werden.

Aber auch die Bewertungen vieler dieser Unternehmen werden erheblich sinken. Von den ursprünglich 12 Unternehmen des Dow Jones Industrial Average existiert heute KEINES mehr. In den nächsten 100 Jahren wird sich die Geschichte mit höchster Wahrscheinlichkeit wiederholen.

ÄRA Ende einer ökonomischen Ära

Wie ich schon so oft angemerkt habe, befinden wir uns heute am Ende einer großen ökonomischen Ära.

Typisch für das Ende eines Zyklus ist Blasenbildung in vielen Vermögenswert- und Rohstoffmärkten. In diesem Jahrhundert konnten wir genau das beobachten – historische Überbewertung bei Aktien-, Anleihe- und Immobilienwerten.

Mit über 200 % des BIP weist der Buffet-Indikator für US-Aktien aktuell eine gewaltige Überbewertung aus. Diese Überbewertung hat epische Ausmaße erreicht und liegt sehr deutlich über jenen 140 % Überbewertung am Hoch von 2000. Siehe Diagramm unten.

Grantham – “Eine Super-Bubble”

Diese Superblase an den US-Märkten, so Jeremy Grantham, ist in schockierender Weise überteuert. Sie wird nicht nur zum Mittelwert zurückkorrigieren, sondern auch auf dem Weg nach unten, wie zuvor auf den Weg nach oben, über den Trend hinausschießen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Superblase mit einem schockierend schnellen Rückgang der Kurse einhergehen wird. Kaum ein Investor kann sich heute vorstellen, dass Aktienzukauf bei Marktverlusten im nächsten Einbruch die falsche Strategie ist.

Während meines Arbeitsleben hatten sich alle westlichen Märkte von ihren großen Einbrüchen wieder erholen können. Das war Fall bei den Kursverlusten der Jahre 1973 (nicht gezeigt), 1987, 2000, 2007 und 2020. Praktisch jeder dieser Kursstürze (Bärenmärkte/ Korrekturen) sieht mit Blick auf den heutigen Chart fast schon mickrig aus.

Doch dieses Mal wird es anders kommen. Wie schon beim Dow 1929 und beim Nikkei 1989.

Zwischen 1929 und 1932 fiel der Dow um 90 %. Es brauchte 25 Jahre (bis 1954), bis der Index sein 1929er-Hoch nominal wieder erreicht hatte.

Der Nikkei erreichte 1989 mit 39.000 Punkten seinen Höchststand und fiel anschließend um 89 %. Heute, 33 Jahre später, hat der Nikkei sein damaliges Hoch immer noch nicht erreicht – trotz massiver Geldschöpfung und Währungsentwertung.

Kauf bei Rücksetzern wird diesmal scheitern

Anleger, die heute darüber nachdenken, beim anstehenden Platzen der Superblase Kursrücksetzer für Aktienkäufe zu nutzen, sind auf dem besten Weg für den Schock ihres Lebens: Sie changieren in einem supervolatilen Markt, der nach jeder Erholung bloß unerbittlich weiterfallen wird und neue Tiefs markiert.

Der Durchschnittsinvestor wird weiterhin davon ausgehen, dass der sogenannte ‘Fed Put’ (Bernanke, Yellen & Powell) wie in der Vergangenheit funktionieren wird. Der ‘Fed Put’ bedeutet, einfach formuliert, nur, dass die Federal Reserve die Aktienmärkte rettet, indem sie genügend Geld druckt und die Zinssätze manipuliert, so dass die Aktienmärkte sich schnell wieder erholen.

Wir sollten uns vielleicht daran erinnern, dass die Rettung des Aktienmarkts nie eines der offiziellen Mandate der Federal Reserve gewesen ist (denn das sind, zur Information, stabile/ niedrige Inflation und Vollbeschäftigung). Allerdings wird die Fed natürlich von Privatbankern kontrolliert. Und in deren Interesse liegt eben ein ewig steigender Aktienmarkt, weil sich damit Geld verdienen lässt.

Leider wird der ‘Fed Put’ dieses Mal aber nicht funktionieren; so gut wie jeder, der bei Kursrücksetzern kaufen möchte, wird das erst erkennen, wenn es schon viel zu spät ist. Diese Anleger werden im kommenden Superbärenmarkt auf den Weg nach unten hängen bleiben, bis sie den größten Teil ihres Geldes, effektiv betrachtet, verloren haben.

Superblasen können noch grösser werden

Denken Sie daran, dass sich eine Superblase meistens weiter aufblähen wird, als es irgendjemand gedacht hätte; das exakte Top ganz genau abpassen zu wollen, ist daher eigentlich blödsinnig. Mit Blick auf den Nasdaq und den Russel 2000 macht es ganz den Eindruck, als seien die Tops hier schon markiert worden.

Zwischen dem 2009er-Tief und der Kursspitze von November 2021 hat sich der Nasdaq versechzehnfacht (16 x)! Doch nichts kann die Superblase daran hindern, sogar noch etwas weiter zu wachsen. Es hat jedoch überhaupt keinen Sinn, auch noch den allerletzten Tropfen aus diesem Markt zu pressen, der seit 1985 schon um das Einhundertfünfzigfache (150 x) gestiegen ist.

Niemand geht bankrott, weil Gewinne zu früh mitgenommen werden. Viele werden hingegen alles verlieren, weil sie ihre Positionen bis zum Höchststand halten, und dann bis ganz unten im Markt bleiben.

Risiken überall – bei Aktien, Anleihen, Immobilien & Dollar

Doch nicht allein am Aktienmarkt zeigen sich derzeit deutliche Gefahrensignale für Anleger.

Auch der Anleihemarkt ist ebenso gefährlich und ebenso eine Bubble wie der Aktienmarkt. Die Federal Funds Rate (Leitzins der US-Notenbank) hatte 1981 mit 19 % ihren Spitzenstand erreicht und befindet seither in einem 40-jährigen Abwärtstrend. Seit der großen Finanzkrise von 2008 lag der US-Leitzins bei ca. 0 %.

Wären die Zinsmärkte durch Angebot und Nachfrage bestimmt, würde ein Zinssatz von NULL Prozent bedeuten, dass es keine Nachfrage nach Kredit gäbe. In einem manipulierten Scheinmarkt für Geld ist das, wie sich deutlich zeigt, nicht der Fall. Als die Fed Funds Rate 2008 den Nullpunkt erreichte, waren die USA insgesamt mit 54 Billionen $ verschuldet. Heute, 14 Jahre später, liegen die Zinsen immer noch bei null, die Verschuldung hingegen stieg sprunghaft auf 86 Billionen $ an.

Fed – Die Mega-Manipulatoren

In einem freien Markt, ohne Manipulation, hätte eine solch große Geldnachfrage die Kreditkosten auf Stände gehoben, wie sie 1980-81 erreicht wurden, d.h. auf fast 20 %. Stattdessen praktizieren die Zauberer der Fed ihren Hokuspokus mit Falschgeld und Falschzins.

Ohne ihre Zauberei wäre es der Fed und der US-Regierung unmöglich gewesen, zweistellige Billionen-$-Beträge zu NULL-Kosten zu erzeugen.

Doch jetzt ist das Spiel für sie aus, denke ich. In den letzten Jahren habe ich immer wieder zu verstehen gegeben, dass die Fed die Kontrolle über das lange Ende des Anleihemarktes verlieren wird; und genau das passiert gerade bei den 10-jährigen US-Anleihen, deren Verzinsung auf die 2 %-Marke zustrebt.

In der nächsten Phase werden die langfristigen Zinssätze auch die Zinssätze für kurzlaufende Anleihen in die Höhe treiben; und die Zinssätze werden schneller steigen, als die Fed es gern hätte.

Das wird geldpolitische Straffungen schwierig bis unmöglich machen, gerade weil die Haushaltsdefizite, zusätzlich zum großen Liquiditätsdruck im Finanzsystem, weiterwachsen werden.

Hinzu kommt eine Blase am US-Immobilienmarkt, die gefährlicher aussieht als zu Zeiten der Subprime-Krise 2006-08. Allein die durchschnittlichen Verkaufspreise für neue Häuser sind seit 2007 um 150 % gestiegen.

Angesichts steigender Hauspreise wachsen auch die Hypothekenkredite. Sie haben jetzt ein Volumen von 17,6 Billionen $ und liegen damit 20 % über dem Spitzenstand von 2008. Es kann praktisch als sicher gelten, dass die Qualität und die Finanzhebelsituation bei den Hypothekenkrediten, angesichts historisch niedriger Zinssätze, genauso bedenklich ist wie schon 2006-08. Erneute Probleme an den Märkten für Hypothekenkredite sind daher sehr wahrscheinlich.

Ein weiterer Problembereich für die USA ist der unnatürlich starke US-Dollar. Seit der Schließung des Goldfensters im Jahr 1971 ist der Dollar rapide gesunken. Gegenüber dem starken Schweizer Franken ist der Dollar seit 1971 zum Beispiel um 80 % gefallen. Aktuell scheint es beim Dollar wieder eine Abwärtsbewegung zu geben. Für die nächsten Jahre würde ich davon ausgehen, dass der Dollar 40-50 % gegenüber dem Schweizer Franken nachgeben wird.

Es sieht also im Allgemeinen nicht gut aus für die US-Wirtschaft, die kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen: Ab 2022 werden wir in den kommenden Jahren (effektive) Kursverluste bei US-Aktien von 75-90 % erleben, dazu einbrechende Anleihe- und Immobilienmärkte, einen deutlich schwächeren Dollar und hohe Inflation.

Zudem wird die Verschuldung nicht aufhören zu steigen, solange bis eines Tages der gesamte Schuldenmarkt zusammenbrichtallem voran der 2 Billiarden $ schwere Markt für Derivate.

Was könnte hier noch die Lösung sein?

Nun, eben jene, die in schon in den letzten 5.000 Jahren ihren intrinsischen Wert gehalten hat und die darüber hinaus der beste Wert ist, den man aus Gründen der Vermögenssicherung in Krisenzeiten halten kann.

Ich meine damit natürlich physisches Gold. Seit der Schließung des Goldfensters durch Nixon 1971 ist Gold um das Zweiundfünfzigfache gestiegen (52 x).

Physisches Gold – ultimative Versicherung

Von 1999 bis 2011 stieg Gold innerhalb von 12 Jahren von 250 $ auf 1.920 $. Wir erleben gerade das Ende einer 11-jährigen Konsolidierungsphase; Gold steht ganz kurz vor dem Ausbruch zu viel höheren Kurshochs. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, Gold und Silber zu solchen Schnäppchenpreisen zu kaufen.

In den meisten meiner Artikel weise ich darauf hin: Gold ist heute so unbeliebt und unterbewertet wie schon 1971 bei 35 $ und 2000 bei 290 $. Somit wird es Anlegervermögen nicht nur schützen, sondern auch deutlich ausbauen.

Wollen wir zum Abschluss Konfuzius das letzte Wort lassen – ergänzt um nur drei Worte:

Denkst du an ein Jahr, säe ein Samenkorn; denkst du an ein Jahrzehnt, pflanze einen Baum; denkst du an ein Jahrhundert, bilde die Menschen zum Thema GOLD. – Konfuzius

www.goldswitzerland.com

Schweden mit 120 Soldaten gegen Rußland?

Wir befinden uns in einem Kriegszyklus, der noch Jahre andauern wird. Unter diesen Umständen halten sich die Aktien bisher noch gut, aber das Vertrauen schwindet und gute US-BIP Zahlen konnte nicht lange überzeugen.

Die Anleger bekommen Angst. Zinserhöhungen stehen in den USA ins Haus, doch wie wahrscheinlich ist es, daß lehrbuchmäßig vorgegangen wird? Markt und Anleger sind süchtig nach Geld-Drogen und ihr Ausbleiben führt zum Kollaps. Dennoch haben die langfristigen Zinsen wohl ihr Tief gesehen, Kursverluste bei Anleihen und viel mehr Geldschöpfung sind die wahrscheinliche Folge.

Auch der breite Aktienmarkt wird, von Ausnahmen abgesehen, keine gute Anlage sein. Realverluste wie nach 1929 drohen. Gold ist seit Jahrtausenden ein bewährter Wertspeicher und wird seine Funktion auch diesmal erfüllen. Jetzt ist es Zeit, die Weichen zu stellen.

 

Starker Putin & schwacher Biden: Auslöser historischer Vermögenszerstörung

Die Welt steht kurz vor einem großen geopolitischen Konflikt, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen Krieg verwandeln kann. In dieser Situation verfügen die USA mit Sicherheit nicht über einen Staatsmann, der das Land siegreich durch einen derartigen Konflikt führen kann.

Mit der Ukraine hat Putin die USA in eine brenzliche Lage gebracht, zudem wird Biden wahrscheinlich keine Unterstützung von deutschen Bundeskanzler Scholz oder Präsident Macron bekommen.

Die USA haben eine beständige Russland-Angst entwickelt und suchen händeringend nach Verteidigungsvereinbarungen mit vielen Anrainerstaaten Russlands. Die Beziehung Europas und der EU zu Russland ist hier komplexer, insbesondere weil Europa stark von russischer Energie (besonders Gas) abhängt. Beim Erdgas ist Deutschland z.B. zu 60 % von russischen Lieferungen abhängig. Da Deutschland gerade sein letztes Atomkraftwerk abschaltet, ist das Land völlig abhängig von russischem Gas und höchstwahrscheinlich nicht darauf aus, Putin vor den Kopf zu stoßen.

Deutschland wird also im Fall der Ukraine nicht an der Seite der USA stehen, und Macron posiert wie immer, ohne zu wissen, was zu tun wäre.

Putins Wachsamkeit ist spätestens seit der Maidan-Revolution von 2014 erregt; 2014 gab es dort einen Umsturz, angeblich mit US-Unterstützung, um den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch aus dem Land zu vertreiben und ein US-freundliches Regime zu installieren.

SCHWEDEN FÜRCHTET DIE RUSSEN SEIT ÜBER 300 JAHREN

Während der Westen besorgt ist, dass Putin in die Ukraine eindringen könnte, fürchten die Schweden darüber hinaus, dass die „Russen kommen“ könnten, was sie schon seit der verlorenen Schlacht von Poltawa 1709 gegen Peter den Großen fürchten.

In Schweden glaubt man also, von den Russen ginge im Baltikum eine echte Bedrohung aus. Hier bereitet man sich auf Krieg vor. Schweden nimmt Russlands Aktivitäten an der ukrainischen Grenze so ernst, dass man 120 schwedische Soldaten aus Zentralschweden auf die mitten im Baltikum liegende Insel Gotland verlegt hat. Dabei ist vielleicht noch zu erwähnen, dass Schweden seit den Napoleonischen Kriegen Anfang des 19. Jh. an keinem Krieg mehr beteiligt gewesen ist und dass Schwedens Armee und Bewaffnung etwas eingerostet sein dürften. Vielleicht werden noch weitere ca. 100 höchst kämpferische Soldaten verlegt, um die russischen See-, Luft und Landstreitkräfte abzuschrecken.

Ja, die Schweden zeigen sich zu Recht besorgt über Russlands Pläne in der Ukraine. Doch historisch betrachtet, scheint Schweden immer noch ein sehr sicherer Platz zu sein, und falls nicht, so werden ein paar hundert Soldaten wahrscheinlich keine Hilfe sein.

DREI GESCHEITERTE INVASIONEN ZUR EROBERUNG RUSSLANDS

In der Geschichte hat es drei große Invasionen Russlands/ der Sowjetunion gegeben – durch Schweden Anfang des 18. Jh., durch Napoleon Anfang des 19 Jh. und durch Deutschland in den 1940ern. Jedes Mal halfen den Russen sehr kalte Winter und die Taktik des Truppenrückzugs und Niederbrennens der Städte beim Rückzug. Den Angreifern blieben also keine Nahrungsmittel und viele Soldaten starben an Hunger und Erfrierungen. In den Entscheidungsschlachten standen die Russen schwachen und stark dezimierten Truppen gegenüber, weshalb sie aus jeder dieser drei großen Invasionen siegreich hervorgingen.

Seit der Niederlage des schwedischen König Karl XII gegen Zar Peter I in der Schlacht von Poltawa 1709 setzte ein schrittweiser Verfall des Schwedischen Reiches ein, das zuvor Nordeuropa dominiert hatte. Seit dieser Zeit herrscht in Schweden auch die Furcht vor den Russen. Die Karte Europa und die Russlands könnten heute ganz anderes aussehen, hätte König Karl diese Schlacht gewonnen.

AUSLÖSER DES WIRTSCHAFTSEINBRUCHS: RUSSLAND – UKRAINE oder CHINA-TAIWAN?

Ob Russland in die Ukraine einmarschieren wird oder nicht, wird sich zeigen, doch die Zeichen der Zeit sind unheilverkündend. Russland ist nie ernsthaft in Westeuropa einmarschiert (außer im 2. WK, um die Deutschen zu stoppen), sondern hat seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf den Osten und Südosten gerichtet. Es scheint recht eindeutig, dass Putin Ambitionen hat, schrittweise das alte russische Reich wiederherzustellen.

Eine potentielle Invasion der Ukraine, selbst eine gewaltlose, würde wahrscheinlich schwere Auswirkungen auf die Welt haben. Was eine solche Invasion wiederum wahrscheinlicher macht, ist die Tatsache, dass Russland die Ukraine als historischen Teil des eigenen Reiches betrachtet.

Ganz ähnlich ist die Situation zwischen China und Taiwan. China betrachtet Taiwan als sein Eigen, und eine chinesische Invasion wäre keine große Überraschung.

Die Reaktionen der USA und des Rests der Welt auf jede dieser potentiellen Invasionen wird entscheidend dafür sein, ob wir vor einem potentiellen Weltkrieg stehen. Putins Einschätzung der USA als Land mit schwacher Führung, einem schwächer werden Militär und einer bankrotten Wirtschaft ist womöglich korrekt. Richtig ist, dass die USA über ein massives Kernwaffenarsenal verfügen, doch wahrscheinlich wird selbst dieses gegen ein deutlich überlegenes russisches Raketensystem ineffektiv sein.

Krieg ist schon immer sehr gefährlich für die Weltwirtschaft und die geopolitische Gesamtsituation gewesen. In einer finanziell wie moralisch bankrotten Welt würde eine russische oder chinesische Invasion, auch ohne große Gewalt, als Auslöser ausreichen, um die globalen Schulden- und Vermögenswertblasen implodieren zu lassen.

EINE FRAGILE WELTWIRTSCHAFT STEHT VOR DEM BERSTEN

Die Zerbrechlichkeit der Weltwirtschaft kann keinem Beobachter entgehen, der tatsächlich noch beobachten will.

Nehmen wir allein den US-Aktienmarkt als Beispiel: Die Überbewertung ist himmelschreiend, doch leider können die einäugigen Investoren nur einen steigenden Markt sehen. Ihr bester Freund ist der reiche Onkel Fed, dessen Taschen grenzenlos tief sind. Also wird er den Markt stets stützen, ganz gleich wie tief dieser fällt. Nicht nur das, er wird auch alles Geld des Welt herausrücken, das seine Bankerkollegen einfordern, um die eigenen verlustbringenden Spektakel zu finanzieren.

Das Problem von Onkel Fed ist nicht die Tiefe seiner Taschen, sondern die Qualität ihres Inhalts. Je mehr Hokuspokus aus seinen Taschen kommt, desto niedriger dessen Wert.

Die Aktienmärkte sind nach allen Kriterien überbewertet wie z.B. der Umfang kreditfinanzierter Aktienkäufe, Kurs-Umsatz-Verhältnisse, Kurs-Gewinn-Verhältnisse etc. Sie sind nicht nur überbewertet, sondern haben historische Allzeit-Extreme erreicht, ungeachtet des angelegten Maßstabs.

Nehmen wir aber nur den sehr verlässlichen Buffet-Indikator, um zu sehen, wie berauscht die Investorenschaft wirklich ist.

Zwischen 1975 und 1995 lag das Verhältnis aus Aktienmarktkapitalisierung und BIP im Durchschnitt bei 50 %. Bei der 2000er-Bubble waren es 140 %; bei der heutigen EPISCHEN Aktienmarktblase haben wir Werte von über 200 % erreicht. Eine Rückkehr zum Niveau von 1975-1995 würde also mit einem 75 %igen Verfall einhergehen. Allerdings wird eine epische Bubble höchstwahrscheinlich auch einen epischen Verfall nach sich ziehen. Daher würde ich von einem effektiven Einbruch von 90-95 % ausgehen, der sich auch mit den Aktienmarktverlusten der Jahre 1929-1932 von 90 % decken würde.

GLOBALE SCHULDENBLASE: ERST EXPLOSION, DANN IMPLOSION

Allein in diesem Jahrhundert hat sich die globale Verschuldung verdreifacht, von 100 Bill. auf 300 Bill. $. Dieser Raketentreibstoff, aus dem sich das explosive Vermögensmarktwachstum speiste, ist im Grunde nur in Falschgeld verwandelte Luft.

In einem ersten Schritt werden diese Schulden explodieren, aufgrund grenzenloser Geldschöpfung zur Rettung des Finanzsystems und des 2 Billiarden $ schweren Derivatemarktes. Die 3-Billiarden-Dollar-Prognose in der Tabelle unten beinhaltet diesen Zusammenbruch der Derivatemärkte.

In einem zweiten Schritt – wenn die Welt entdeckt, dass die aus dem Nichts geschöpfte Zentralbankenliquidität wertlos ist – wird diese Schuldenblase dann plötzlich implodieren, zusammen mit allen Vermögenswerten, die durch diese Schuldenblase finanziert wurden.

COVID WAR NICHT URSACHE, SONDERN VORWAND

Wie ich häufig hervorgehoben hatte, war Covid nicht die Ursache der aktuellen Krise, sondern nur eine praktische Ausflucht. Die wahre Krise begann im September 2019, als die Federal Reserve sich gezwungen sah, Notfallkredite an zahlreiche schwer illiquide Wall-Street-Handelshäuser wie Nomura, JP Morgan und Goldman Sachs zu vergeben. Insgesamt vergab die Fed Notfall-Repokredite in Höhe von 19,9 Billionen $. Nomura, Goldman und Morgan bekamen davon 8 Bill. $; allein sechs Häuser bekamen 62 % jener fast 20 Billionen $, zu denen neben den eben schon erwähnten Banken auch Barclays, Citigroup und Deutsche Bank zählten. Siehe auch Tabelle unten.

Was die Repokredite noch kontroverser macht, ist der Umstand, dass bei ihrer Vergabe, nach Einschätzung des Ökonomen Michael Hudson, gegen den Dodd-Frank-Act verstoßen wurde.

Als Covid Anfang 2020 begann, konnten die Zentralbanken praktischerweise die Pandemie verantwortlich machen für die massive und wiederholte Ausweitung ihrer Bilanzsummen. Viel problematischer war aber, dass die großen Investmentbanken wieder einmal kurz vor dem Bankrott standen.

6 BANKEN BEKAMEN 12 BILL. $ VON INSGESAMT 20 BILL. $ NOTFALLKREDITEN

2022 – BEGINN DER GRÖSSTEN WIRTSCHAFTSKRISE DER GESCHICHTE

Es ist schon immer absolut klar gewesen (zumindest für mich!), dass die Krise von 2006-09 nie gelöst, sondern nur temporär zusammengeflickt wurde. Man muss es geradezu als Wunder bezeichnen, dass es die Zentralbanken geschafft haben, die Welt weitere 10 Jahre zum Narren zu halten – bis September 2019, als die Probleme wiederauftauchten.

Zugegeben, alle Akteure im Finanzsystem hatten aus Eigeninteresse an diesem Schwindel-Monopoly-Spiel teilgenommen, das auf illusionären Grundsätzen aufbaut. Sie konnten gar nicht anders als gewinnen, schließlich durften sie alle Gewinne einstreichen und sich aus der Verantwortung ziehen für jegliche Verluste.

Doch das Problem, das im September 2019 wiederauftauchte, wird nicht verschwinden. Die Explosion der Zentralbankenbilanzen und der Schulden hat jetzt unbeherrschbare als auch unlösbare Ausmaße angenommen.

2022 wird das erste von vielen Jahren sein, in denen die Welt die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Geschichte zu spüren bekommt.

Denn nie zuvor in der Geschichte hat es auf der Welt eine globale Wirtschaftskrise dieser Dimension gegeben – verursacht durch gewaltige Verschuldungsexzesse überall auf der Welt und verschärft durch epische Blasenbildung an allen Vermögensmärkten.

Es ist also irrelevant, ob der Auslöser eine potentielle Invasion der Ukraine oder Taiwans ist – oder aber eine viel weniger wichtige Schneeflocke, die eine Lawine erzeugt.

Das Risiko einer massiven Lawine, die Kredit- und Vermögensmärkte unter sich zerquetscht, ist jetzt so hoch, dass alle, die nicht das Weite gesucht haben, miterleben werden, wie das eigene Vermögen vollkommen aufgerieben wird.

Seit 5.000 Jahren ist Gold der beste Schutz in gleich welcher Krise gewesen, und es ist unwahrscheinlich, dass es diesmal anders sein wird.

Die Tabelle unten stammt aus einem meiner Artikel, in dem gezeigt wurde, wie man 10.000 $ in eine 1 Milliarde $ verwandelt, indem man einen Aktienindex oder Gold einfach 10 Jahre lang hält und nur alle 10 Jahre am 1. Januar alles reinvestiert; der Startpunkt war der 1. Januar 1970.

Bis zum 1. Januar 2020 waren aus jenen 10.000 $ 121 Millionen $ geworden, die dann zum Kurs von 1.550 $ in Gold investiert wurden. Um das Ziel von 1 Milliarde $ nach 60 Jahren zu erreichen, muss Gold bis Januar 2030 auf 12.500 $ steigen.

Ich würde annehmen, dass Gold bis dahin viel höhere Stände erreicht hat, aber man darf nicht vergessen, dass wir Gold zu Vermögenssicherungszwecken und nicht als Spekultivinvestition halten. Der Preis ist also weniger wichtig als Ihr Vermögen.

GOLD HEUTE SO BILLIG WIE 1970 UND 2000

Abschließend möchte ich Investoren erneut daran erinnern, dass Gold im Verhältnis zum US-Geldangebot heute noch genauso billig ist wie 1970 bei 35 $ oder auch 2000 zum Preis von 300 $. Mit anderen Worten: Es ist ein absolutes Schnäppchen!

AKTIEN BRECHEN EIN & GOLD STEIGT

Normalerweise machen wir uns nie Gedanken um kurzfristige Kursbewegungen, denn heutzutage ist Vermögenssicherung das Entscheidende.

Mit Blick auf die aktuelle Marktlage macht es aber den Eindruck, als würde es höchstwahrscheinlich zu großen Bewegungen kommen – und das relativ bald schon.

Investoren, die an ihren Aktienmarktinvestitionen festhalten, stehen vor dem Schock ihres Lebens, wenn die Aktienmarktblase platzt. Der Rückgang der Anlagewerte wird brutal und langanhaltend sein und zu massiver Vermögenszerstörung führen. Der echte Crash könnte in den nächsten 2-3 Monaten beginnen.

Gold hat jetzt für einen längeren Zeitraum konsolidiert und ist bereit für den Ausbruch nach oben. Wenn Gold entschlossen die 1.900 $-Marke nimmt, wird eine sehr kräftige Aufwärtsbewegung folgen.

www.goldswitzerland.com

 

70 Jahre, um den kommenden Marktwahnsinn wettzumachen?

Mitten im Marktwahnsinn gibt es kein Risiko, weil Wahnsinnige die Risiken weder sehen noch fürchten. Doch 2022 wird sich mehr um Risiko und Überleben drehen als um alles andere. Deswegen werde ich hier natürlich viel mehr über den „Triumph des Überlebens“ schreiben, über den ich detaillierter in einem kürzlich erschienenen Artikel schrieb.

„Wenn das Leben selber verrückt scheint, wer soll dann noch wissen, wo der Wahnsinn liegt?“ – Don Quichotte

Aus Risikosicht werden wir im Jahr 2022 wahrscheinlich den Höhepunkt erreichen – einen epischen Risikomoment in der Geschichte. Die meisten Investoren werden diesen Moment erst dann erkennen, wenn es schon zu spät ist, weil sie erwarten, dass sie abermals von der Fed und anderen Zentralbanken gerettet werden.

Doch warum sollte man überhaupt davon ausgehen, dass 2022 ganz anders werden wird als jedes andere Jahr seit 2009, also seit Beginn dieses Bullenmarktes? Wenige Investoren sind abergläubisch und werden deswegen nicht erkennen, dass 13 spektakuläre Jahre an Aktien- und anderen Vermögensmärkten vielleicht jetzt das Ende einer epischen Super-Bubble markieren.

Die Große Finanzkrise (GFK) von 2006-09 wurde nie repariert. Zentralbanker und Regierungen klebten Humpty einfach provisorisch mit Leim und Pflaster wieder zusammen – hier in Form vieler gedruckter Billionen Dollar, Euro, Yen, etc. Doch der arme Humpty war tödlich verletzt und die Intensivbehandlung, die er bekam, bescherte ihm nur eine vorübergehende Gnadenfrist.

Als die GFK 2006 begann, lag die globale Verschuldung bei 120 Billionen $. Heute sind wir bei 300 Bill. $, welche potentiell noch auf 3 Billiarden $ ansteigen werden, wenn am Ende auch die Schulden- und Derivateblase erst explodiert und dann implodiert, wie ich in meinem letzten Artikel erklärt hatte.

Es ist verblüffend, was aus der Luft gegriffenes Falschgeld alles schaffen kann. Noch besser ist natürlich, dass die Zentralbanken auch die Zinssätze auf NULL oder niedriger manipuliert haben, was nur heißt, dass Schulden zum Null- oder Negativzins aufgenommen werden konnten.

INVESTOREN HABEN DAS SCHLARAFFENLAND ENDLICH GEFUNDEN

Aktuell denken Investoren, sie lebten im Schlaraffenland, wo Märkte nur steigen und sie selbst in ewiger Glückseligkeit leben werden. Nur wenige begreifen, dass es der Anstieg der globalen Verschuldung um 180 Bill. $ seit 2006 war, der die Investmentmärkte befeuerte.

Schauen Sie sich nur die Anstiege der Aktienindizes seit 2008 an:

Nasdaq: 16 x so hoch

S&P: 7 x so hoch

Dow: 6 x so hoch

Natürlich wurden noch viel spektakulärere Gewinne an den Aktienmärkten gemacht, wie z.B:

Tesla mit einer Ver-352-fachung oder Apple mit einer Ver-62-fachung.

Diese Art von Gewinnen hat sehr wenig mit fachkundigem Investieren zu tun, sondern in erster Linie mit einer Herde, die mehr Geld als Verstand hat und durch kostenlos geschöpftes Papiergeld zudem noch den nötigen Rückenwind.

Das Ende langlaufender Bullenmärkte zu prognostizieren, ist idiotisch. Nichts kann diese Bubble davon abhalten, sogar noch größer zu werden. Man darf aber auch Folgendes nicht vergessen: Je größer sie wird, desto höher steigt auch das Risiko, dass sie nicht nur die seit 2009 gemachten Gewinne auslöscht, sondern auch die seit Anfang der 1980er gemachten Gewinne (damals begann der aktuelle Bullenmarkt).

Zudem gibt es das Problem, dass die Mehrheit der Investoren gar nicht aussteigen wird können. Am Anfang werden sie noch glauben, dass hier wieder mal eine größere Korrektur kommt – wie schon 2020, 2007, 2000, 1987 etc. Es wird also die Gier sein, die sie vom Ausstieg abhält.

Wenn die Kurse aber weiter fallen und sich Angst breit macht, werden die Investoren höhere Limits für den geplanten Ausstieg ansetzen. Und wenn der Markt diese Stände nicht mehr erreicht, werden die verängstigten Investoren weiter Ausstiegslimits setzten, die nie erreicht werden – solange bis der Markt, 80-95 % vom Hoch entfernt, seine Talsohle erreicht.

Folglich werden Papiervermögen ausgelöscht. Man darf nicht vergessen, dass es schmerzlich lange dauern kann, bis sich der Markt erholt und dieses Hoch effektiv wieder erreicht hat.

Wie Ray Dalio im Chart unten zeigt, war selbst Mitte der 1960er das Hoch von 1929 effektiv nicht wieder erreicht. In den 2000ern wurde es schließlich übertroffen.

Das heißt: Die Erholung brauchte effektiv 70 Jahre! Vielleicht müssen Anleger also bis 2090 warten, um nach dem kommenden Fall die heutigen Hochs wiederzusehen.

Im Chart sieht man also, dass der Markt derzeit so überbewertet ist wie in den Jahren 1929, 1972 und 2000.

Daraus folgt, dass auch das Risiko heute so groß ist wie bei einigen der historischen Tops der letzten 100 Jahre.

ERHOLUNG VON DER EPISCHEN BUBBLE NICHT VOR 2090?

Im Chart unten sieht man, dass das Dow-Top von 1929 effektiv erst wieder im Jahr 2000 erreicht wurde.

Wie viele Investoren sind heute vorbereitet auf das Risiko eines Kursverfalls von, sagen wir, 90 %, der vielleicht erst im Jahr 2090 wieder wettgemacht wäre?

Auch hier wieder: Dies ist keine Prognose! Sondern eine monumentale Warnung, dass sich das Risiko an den Anlagemärkten aktuell auf einem Niveau bewegt, das man als Anleger unbedingt meiden sollte.

Ich fürchte leider, dass kaum ein Investor diese Risikowarnung beherzigen wird.

DON QUICHOTTE HÄTTE „WOKENESS“ BEKÄMPFT

Während die Welt mehr denn je vom Staat unterdrückt und kontrolliert wird, könnte Cervantes Botschaft in Don Quichotte passender nicht sein.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass Don Quichotte gegen die „Wokeness“ gekämpft hätte, die heute nicht nur zur Richtlinie menschlichen Verhaltens geworden ist, sondern sogar zur Richtlinie der Justiz.

Ein britisches Gericht sprach letzte Woche vier Menschen frei, denen vorgeworfen wurde, die Statue einer historischen Person – eines großen Wohltäters der Stadt Bristol – niedergerissen zu haben. Richtig, diese Person verdiente im späten 17. Jh. Geld mit dem Sklavenhandel, doch wie weit soll die Umschreibung der Geschichte gehen?

Mit der heute „woken“ Sicht auf Geschichte müsste praktisch jeder historische König, Kaiser, Staatsführer, General oder Geschäftsmann (um nur einige zu nennen) vor Gericht gestellt werden, selbst wenn von ihnen keiner mehr lebt.

Nur als Beispiel: Großbritannien, Frankreich und Spanien waren alle Teil der Eroberung Nordamerikas, bei der große Teile der indianischen Bevölkerung umgebracht und ihres Landes beraubt wurden. Wenn wir jetzt die Geschichte umschreiben, müssten wir dann nicht auch die Europäer und Afrikaner aus Nordamerika herausholen und das Land den Indianern zurückgeben?

Dasselbe gilt natürlich auch für Südamerika. Die Spanier und die Portugiesen müssten alle zurückkehren und das Land zurückgeben.

Wo hören wir aber auf? Eigentlich müssten wir zurück bis zur Han-Dynastie, den Römern, den Mongolen, den Ottomanen, Spaniern, Russen oder zum Britischen Empire.

Warum sollte man es beim Sklavenhandel in Afrika belassen, wenn auch all diese Imperien große Landmassen plünderten, Sklaven nahmen und die Reichtümer jener Ländern stahlen, die sie überfielen. In einer „woken“ und fairen Welt müssten auch diese Taten rückgängig gemacht werden.

Wenn die Welt sich entscheidet, die Geschichte umzuschreiben, dann muss das richtig gemacht werden – mit richtig großen Restitutionen. Natürlich muss es eine UN-Kommission geben und eine EU-Kommission und noch viele andere, die sich der Sache angemessen annehmen.

Wie Don Quichotte meinte: „Wer soll hier noch wissen, wo der Wahnsinn liegt.“

DER WAHN DES BILLIGEN GELDES

Der absolute Marktwahnsinn, der jetzt in der Finanzwelt herrscht, dürfte größte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Jahr 2022 und darüber hinaus haben.

Wie häufig angemerkt, haben die USA seit 1930 keinen Haushaltsüberschuss mehr gehabt, mit Ausnahme einiger Jahre in den 1940er und 50ern. Die Clinton-Überschüsse waren Scheinüberschüsse, weil die Schulden trotzdem weiter stiegen.

Der Geld- und Marktwahnsinn begann aber schon in den 1970er Jahren, nachdem US-Präsident Nixon finanziell nicht mehr über die Runden kam und die Goldkonvertierung des US-Dollars aufhob. Die US-Staatsverschuldung lag 1971 bei 400 Mrd. $. Seither sind die Schulden der USA im Durchschnitt um 9 % pro Jahr gewachsen. Das bedeutet, dass sich die US-Schulden seit 1971 alle 8 Jahre verdoppelt haben. Man kann tatsächlich 90 Jahre zurückblicken und feststellen, dass sich die US-Verschuldung seit 1931 alle 8,3 Jahre verdoppelt hat.

Ein ganzes Jahrhundert lang Misswirtschaft in der US-Ökonomie – ein bemerkenswerter Rekord!

Die USA haben ein Imperium auf unkonventionellem Weg aufgebaut, also nicht durch Eroberung anderer Länder. Es war die Kombination aus Reservewährung, Geldschöpfung und starker militärischer Macht, die den USA zu globaler Macht und einem Weltfinanzimperium verholfen hat.

Schlimmer noch: Seit einem sinistren schlauen Coup von Privatbankern im Jahr 1913, mit dem Ziel, die Geldschöpfung zu kontrollieren, ist die US-Staatsverschuldung von 1 Milliarde $ auf fast 30 Billionen $ angestiegen.

Wie Mayer Amschel Rothschild treffend im Jahr 1838 meinte:

„Lasst mich das Geld einer Nation begeben und kontrollieren und es kümmert mich nicht, wer hier die Gesetze macht.“

Und genau das beschlossen einige mächtige Banker sowie ein Senator 1910 auf Jekyll Island; sie verschworen sich, um das Geldsystem der USA mit der Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 zu übernehmen.

Und seither bedienen sich die Banker an einem Honigtopf, der sich selbst füllt.

Mit der Kontrolle der Fed konnten die Banker auf unbegrenztes Geld- und Kreditangebot zugreifen, um ihre Aktivitäten zu finanzieren. Sie setzten diese Mittel ein, um überall auf der Welt Vermögensanlagen zu erwerben, und auch Macht. Schulden werden, wie allgemein üblich heute, niemals zurückgezahlt, weil alten Schulden durch Neuschuldenaufnahme unwichtig werden, während die Währung aufgrund der Ausgabe von neuem Geld kontinuierlich abwertet.

Die emittierten Schulden wurden nicht nur zum direkten finanziellen Nutzen der Banker eingesetzt. Nein, mit Schulden kauft man sich enorme Macht. Mittels Geldschöpfung werden auch verschwenderische Regierungen finanziert, und so kaufen Banker Macht und kontrollieren auch die Politik.

Das ist eine ganz fantastische Position, wie Rothschild vor fast 200 Jahren deutlich machte.

ICH KOMME IN EINE WELT AUS EISEN, UM EINE WELT AUS GOLD ZU SCHAFFEN – Don Quichotte

Das war das ehrgeizige Ziel Don Quichottes.

Er schaffte es nicht. Die heutigen Banker haben jedoch ein völlig anderes Ziel, sie wollen eine Welt aus Fiat-Geld schaffen. Und dabei waren und sind sie unerhört erfolgreich.

Alle Investoren, die das kommende globale Wirtschaftsdebakel überleben wollen, müssen Don Quichottes Worte beherzigen und ihre Papieranlagen in physisches Gold verwandeln.

Aktien, Anleihen und Immobilien werden in den kommenden Jahren effektiv 90 % ihres Wertes gegenüber Gold verlieren.

Wie man im Chart unten sehen kann, startete Gold 2001 in seine Hausse gegenüber dem US-Dollar. Seither ist Gold jedes Jahr gestiegen (2018 war ein Seitwärtsjahr) – bis 2021, als wir eine kleine Korrektur hatten. In der Regel dauern die Aufwärtszyklen beim Gold mindestens 10 Jahre. Das heißt also, dass die aktuelle Phase des Goldbullenmarkts mindestens bis 2026 anhalten müsste und potentiell darüber hinaus.

Ich mache regelmäßig darauf aufmerksam, dass Gold im Verhältnis zum US-Geldangebot aktuell extrem billig ist.

Gold ist heute so billig wie 1970 bei 35 $ und auch so billig wie 2000 bei 290 $.

Das Aufwärtspotential für Gold liegt bei einem Vielfachen der heutigen Kurse, gerade weil sich die Währungsentwertung aufgrund rapide steigender Geldschöpfung beschleunigen wird.

Gold ist der König des Vermögensschutzes und sollte in physischer Form außerhalb des Bankensystems gehalten werden.

Silber wird wahrscheinlich 2- bis 3-mal so schnell steigen wie Gold und ist daher eine fantastische Spekulationsanlage, so lange sie in physischer Form gehalten wird. Papier-Silber bringt hingegen massive Risiken mit sich, weil praktisch kein physisches Silber verfügbar ist. Doch aufgrund der Volatilität von Silber sollte der Silberanteil an den Finanzanlagen von Investoren deutlich geringer sein als der Anteil von Gold.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: 2022 könnte das Jahr sein, in dem sich Investorenvermögen in Asche verwandeln oder aber, für kluge Investoren, in solide Gewinne bei Gold und Silber.

 

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