Rahmenbedingungen für Gold rundum positiv

An den Finanzmärkten ist es wichtig, das große Bild im Auge zu behalten. Achten Sie auf die langfristigen Trends und die Rahmenbedingungen, auf denen sie basieren. Das schützt Sie davor, dem oft sehr hektischen Tagesgeschehen eine ihm nicht zukommende Bedeutung beizumessen.

Langfristige Charts helfen Ihnen dabei, die richtige Perspektive einzunehmen. Sie sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für jede Analyse.

Minimum-Kursziel 3.100 Dollar pro Unze

Der folgende Monatschart des Goldpreises zeigt ein extrem bullishes charttechnisches Bild. Der Kursverlauf seit dem Hoch des Jahres 2011 lässt sich etwas trivial bezeichnet als mächtige „cup with handle“-Formation (Tasse mit Griff) interpretieren.

Dabei handelt es sich um eine klassische Konsolidierung im Rahmen eines übergeordneten Aufwärtstrends, der in diesem Fall um die Jahrtausendwende begonnen hat.

Das Minimum-Kursziel dieser Formation beträgt übrigens 3.100 $ pro Unze. Die Herleitung erheblich höherer Kursziele ist ebenfalls möglich. So habe ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren auf die Ähnlichkeit der beiden großen Bodenformationen hingewiesen, deren Obergrenzen wir in diesem Chart mit horizontalen blauen Linien gekennzeichnet haben.

Goldpreis pro Unze in $, Monatschart, 1996 bis 2022

Chart

Die in Rot kenntlich gemachte „cup with handle“-Formation signalisiert einen langfristigen Aufwärtstrend und deutlich höhere Kurse.

Quelle: StockCharts.com

Plus 650% von 2001 bis 2011

Im ersten Fall (links unten im Chart) stieg der Goldpreis von einem Tief bei 255 $ pro Unze im Jahr 2001 auf 1.924 $ im September 2011. Trotz durchgängig niedriger offizieller Inflationsraten hat sich der Goldpreis in diesem ersten Teil der langfristigen Hausse also fast verachtfacht.

Das im Dezember 2015 erreichte Tief der Bodenformation rechts im Chart, die gleichzeitig einen Teil der größeren „cup with handle“-Formation bildet, betrug 1.045 $ pro Unze. Bei einem ähnlichen Aufwärtstrend wie in den 2000er Jahren reden wir also über ein Kursziel des Goldpreises von rund 8.000 $.

Kaufen Sie Qualitätsaktien des Edelmetallsektors

Letztlich hängt die Entwicklung des Goldpreises jedoch von den makroökonomischen Rahmenbedingungen ab, insbesondere von der zukünftigen Geld- und Staatsschuldenpolitik.

Die US-Zentralbank hat zwar deutliche Zinserhöhungen angekündigt. Geliefert hat sie bisher aber nur einen einzigen winzigen Zinsschritt – obwohl die offizielle US-Inflationsrate bereits auf 8,3% gestiegen ist.

Aufgrund der extrem hohen Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten Haushalten ist eine Rückkehr zu einer auch nur halbwegs seriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik nahezu ausgeschlossen. Es mag zwar ein paar Zinserhöhungen geben.

Sie werden aber nicht nur weit hinter der Geldentwertung zurückbleiben, sondern auch schnell wieder rückgängig gemacht, sobald eine Rezession beginnt und die Arbeitslosigkeit steigt oder die Aktienkurse stärker unter Druck geraten.

Die geld- und schuldenpolitischen Rahmenbedingungen sind und bleiben also überaus bullish für Gold. Deshalb sollten Sie die aktuelle Korrektur im Edelmetallsektor und insbesondere bei den Minenaktien unbedingt als Kaufgelegenheit nutzen.

Welche Qualitätsaktien des Edelmetallsektors ich Ihnen zum Kauf empfehle, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Apropos großes Bild: „Zäsur wie 1914 – Globalisierung und ökonomische Integration auf dem Rückzug“ lautet eine meiner aktuellen Analysen in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen?

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Ausbleibende Nutzung eines teuren Pavillons

Liebe Leserinnen und Leser,

für eine Ausstellung ließ ein Bundesland im Jahr 2018 einen Pavillon in Holzbauweise für knapp 600.000 Euro errichten. Die beabsichtigte Nachnutzung des Pavillons wurde bis heute nicht realisiert.

Zuständig für die Durchführung derartiger Ausstellungen ist eine Kultureinrichtung, die in das Wissenschaftsministerium des betreffenden Bundeslandes eingegliedert ist.

Im Jahr 2018 veranstaltete die Einrichtung zusammen mit einem Kloster eine Ausstellung, in welcher es u.a. um das Thema Wald ging. Weitere Beteiligte waren ein Landkreis und das Forstministerium des Bundeslandes. Die Gesamtausgaben der Ausstellung lagen bei rund 2,8 Millionen Euro.

Das Forstministerium hatte der Kultureinrichtung in der Planungsphase mitgeteilt, dass es bereit sei, an einer Ausstellung zum Thema Wald mitzuwirken. Man denke dabei an einen temporären, modern gestalteten Holzbau, der nach der Ausstellung auch an anderen Orten weiterverwendet werden solle.

Dies wäre eine richtungsweisende und innovative Demonstration der Möglichkeiten modernen Holzbaus. Die Weiterverwendung korrespondiere sehr gut mit dem Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die Einrichtung griff die Idee des Forstministeriums auf und ließ als zusätzlichen Ausstellungsraum im Garten des Klosters einen Pavillon aus Holz errichten.

Das Kloster sollte für eine Nachnutzung sorgen

Bei dem Pavillon handelte es sich um einen vieleckigen, weithin sichtbaren Holzbau von 6 bis 10 Metern Höhe. Nach den getroffenen Vereinbarungen sollte der Pavillon so konstruiert werden, dass er nach Beendigung der Ausstellung abgebaut und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden konnte.

Weiterhin war vereinbart, dass das Kloster nach der Ausstellung das Holzbauwerk für eine angemessene Kostenbeteiligung übernimmt, es einer Nachnutzung zuführt und die Kosten für den Wiederaufbau des Pavillons am neuen Standort trägt.

Hohe Kosten sind zu erwarten

Der errichtete Pavillon entspricht nach Aussage des Klosters jedoch nicht dem ursprünglich geplanten, leicht zu versetzenden und an anderer Stelle wiederaufbaubaren Holzbauwerk. Es sei daher mit einem hohen finanziellen Aufwand für Rückbau, Lagerung, Transport und Wiederaufbau des Pavillons zu rechnen.

Weiterhin verwies das Kloster auf Schwierigkeiten bei der angestrebten Nachnutzung. Vor diesem Hintergrund wandte sich das Kloster an das Land und bat um Unterstützung. Das Wissenschaftsministerium sieht weiterhin das Kloster bei der Gestaltung der Nachnutzung in der (primären) Verantwortung.

Es werde das Kloster aber im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Nachnutzung unterstützen.

Die Frage der Nachnutzung ist weiterhin ungelöst

Angesichts der hohen Errichtungskosten von fast 600.000 Euro steht es schlecht um die Wirtschaftlichkeit dieses staatlich angestoßenen und finanzierten Projekts. Der Pavillon befindet sich immer noch auf dem Gelände des Klosters und seine Nachnutzung ist offen.

Damit ist das staatliche Ziel, für nachhaltiges Bauen mit Holz zu werben und den Pavillon andernorts weiterzuverwenden, bisher nicht erreicht. Deshalb und angesichts der von dem Kloster angezeigten Probleme bei der Nachnutzung des Pavillons sollten sich die beteiligten staatlichen Stellen zusammentun und gemeinsam mit dem Kloster eine wirtschaftliche Nachfolgenutzung für den Pavillon entwickeln.

Das Land will bei der Nachnutzung helfen

Das Wissenschaftsministerium hat dazu ausgeführt, die ursprünglich geplante Errichtung eines Leichtbaus habe sich aufgrund verschärfter Bauvorschriften als unmöglich erwiesen. Versuche, den Pavillon für kulturelle Zwecke an anderer Stelle zu empfehlen, hätten bisher nicht zum Erfolg geführt.

Aus Sicht des Forstministeriums hat das Land einen vertraglich gesicherten Anspruch gegen das Kloster auf Übernahme und Nachnutzung des Pavillons. Die Lösung von Schwierigkeiten bei der Nachnutzung obliege dem Kloster. Gleichwohl hat auch das Forstministerium inzwischen Unterstützung bei der Frage der Nachnutzung signalisiert.

Dann wollen wir mal hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass bei so viel Unterstützungsbereitschaft alsbald eine Lösung für die weitere Nutzung gefunden wird, sagt mit Nachdruck

Ihr

Steuerzahler

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Die Aktienbaisse geht weiter – Doch einige Sektoren steigen

im Dezember vorigen Jahres haben wir in unserer Themenschwerpunkt-Ausgabe „Historische Baissen und Börsencrashs die wahrscheinlichen Folgen der geldpolitischen Wende der Fed skizziert sowie die sehr bearishen Implikationen der historischen Überbewertung der US-Börse. Unsere Schlussfolgerung lautete:

„Die Kombination aus dieser extremen fundamentalen Überbewertung, der geldpolitischen Wende der Fed und einer wahren Flut markttechnischer Warnzeichen ist ein starker Hinweis auf das baldige Ende der Spekulationsblase und den Beginn einer starken Baisse.“

Diese Baisse hat inzwischen begonnen. Die Kurse vieler besonders riskanter und hochspekulativer Börsenlieblinge sind bereits heftig unter die Räder gekommen. Ein aktuelles Beispiel ist die Netflix-Aktie.

Absturz der Netflix-Aktie …

In der Ende Januar erschienenen Februar 2022-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren hatte ich meinen Lesern den folgenden Chart der Netflix-Aktie gezeigt und dazu geschrieben:

„Netflix gehört zu den von uns beschriebenen Unternehmen, deren Bewertung noch vor kurzem ein völlig absurdes Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von mehr als 10 erreichte. (…) Wie Sie auf dem Chart sehen, rauschte die Aktie am nächsten Tag schlagartig unter die eingezeichnete Unterstützungslinie, die jetzt als Nackenlinie eines mächtigen Tops interpretiert werden muss, und eröffnete 21% tiefer. Damit beträgt der Kursrückgang in der Spitze bereits 45%.

Aufgrund der absurden Überbewertung ist das mit größter Wahrscheinlichkeit lediglich der erste Schritt auf einem langen Weg nach unten. Wahrscheinlich wird es im Lauf der Baisse zahlreiche Kursbewegungen dieser Art geben.“

Netflix in $, Umsatz, Momentum-Oszillator, 2020 bis 21.1.2022

Chart

Am 21.1.2022 schrieb ich zu diesem Chart: „Die extrem überbewertete Netflix-Aktie ist am Freitag um über 20% gefallen und hat damit eine mächtige Topformation beendet.“

Quelle: StockCharts.com

… hat sich wie erwartet fortgesetzt

Nachdem das Unternehmen am 19. April erneut schlechte Zahlen geliefert hat, kam es zu einem weiteren Absturz dieses hochgelobten Börsenlieblings. Damit ist die Aktie von ihrem im November 2021 erreichten Hoch aus gerechnet in der Spitze schon um 70% gefallen. Das sehen Sie auf dem nächsten Chart.

Netflix in $, Umsatz, Momentum-Oszillator, 2020 bis 21.4.2022

Chart

Inzwischen ist die Netflix-Aktie um 70% abgestürzt.

Quelle: StockCharts.com

„Bull sells“: Wall Street-Analysten in Aktion

Wie üblich, wurde die Aktie noch einen Tag vor diesem zweiten Absturz laut Bloomberg von 31 Wall Street-Analysten zum Kauf empfohlen, und nur 3 rieten zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel lautete 500 $, was einem erwarteten Anstieg von 42% entsprach. Anstatt zu steigen, kam es mit einem Minus von 39% zu einem Kursrückgang dieser Größenordnung.

Daraufhin zogen 11 der 31 bullishen Analysten ihre Kaufempfehlung zurück und 2 sprachen wenigstens jetzt eine Verkaufsempfehlung aus. Somit wird die Aktie also „nur“ noch von 20 Wall Street-Experten zum Kauf empfohlen und von 5 zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel wurde von 500 $ auf 378 $ reduziert. Bezogen auf das gerade erreichte Tief von 212 $ entspricht das einem erwarteten Kursanstieg von 78%.

„Bull sells“, heißt – bewusst doppeldeutig – das Credo der Wall Street-Analysten. Ich rechne weiterhin damit, dass es im Lauf der noch jungen Baisse zahlreiche Kursbewegungen dieser Art geben wird.

Setzen Sie auf den Rohstoff- und Edelmetallsektor

Das ist jedoch kein Grund, sich von der Börse abzuwenden. Ganz im Gegenteil. Denn wenn Sie der von den Wohlstandsvernichtern in den Zentralbanken hervorgerufenen hohen Inflation etwas entgegensetzen wollen, dann müssen Sie sich aktiv um Ihr Vermögen kümmern.

Abseits der allgemeinen Aktienmärkte gibt es auch jetzt noch Bereiche, die eindeutig bullish sind. Dazu gehören insbesondere die Edelmetall- und Rohstoffaktien. Hier bieten sich Ihnen exzellente Chancen, die Sie sich gerade als konservative Anleger nicht entgehen lassen sollten.

Einzelheiten dazu und meine aktuellen Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Dass der Kursverlauf von S&P 500, DAX und Co. in den vergangenen Monaten dem für Baissen typischen Muster gefolgt ist, lesen Sie in der aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

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Autor: Gotthilf Steuerzahler

Schwachstellen bei den Corona-Soforthilfen

Liebe Leserinnen und Leser,

an der administrativen Abwicklung der Corona-Hilfen für die Wirtschaft gab es bekanntlich viel Kritik. Ein Gutachter hat jetzt im Einzelnen untersucht, wo es bei der Durchführung der Corona-Programme in einem süddeutschen Bundesland hakte und was bei künftigen Hilfsprogrammen, die es aus welchen Gründen auch immer mit Sicherheit geben wird, besser gemacht werden sollte.

Im März bzw. April 2020 stellte die Landesregierung dieses Bundeslandes nacheinander zwei Programme auf, um den infolge der Corona-Politik wirtschaftlich gefährdeten Unternehmen, Soloselbstständigen und Angehörigen Freier Berufe schnellstmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Die Corona-Soforthilfen wurden den Betroffenen zur Abdeckung des laufenden ungedeckten Sach- und Finanzaufwands gewährt. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten mussten auf die Folgen der Corona-Politik zurückzuführen sein. Insgesamt wurden rund 2,2 Milliarden Euro an Landes- und Bundesmitteln ausbezahlt.

Die Antragstellung erfolgte bis 30.03.2020 ausschließlich über ein auszudruckendes PDF-Formular. Dies führte zu mehr als 207.000 Anträgen in Papierform, die per Post, Fax oder E-Mail an die örtlich zuständigen Bewilligungsstellen zu übermitteln waren.

Die oft handschriftlich ausgefüllten Antragsformulare waren in vielen Fällen unvollständig, unleserlich und fehlerhaft. Teilweise hatten die Antragsteller ihre Anträge doppelt versandt, zunächst per E-Mail und zusätzlich noch per Post.

Durch das Online-Antragsverfahren wurden Prüfmechanismen eingeführt

Nach Vorgaben des Wirtschaftsministeriums des betreffenden Bundeslandes war es ausreichend, die Angaben der Antragsteller lediglich auf Vollständigkeit und Plausibilität zu prüfen. Die Vorlage von Nachweisen bzw. Belegen war nicht gefordert. Mit Start des Online-Antragsverfahrens zum 31.03.2020 erfolgte die Antragstellung dann rein elektronisch.

Mit dem Online-Antragsverfahren wurden Prüf- und Plausibilitätsmechanismen eingeführt, wie z. B. die Prüfung auf identische Antragsteller anhand der Steuer-Identifikationsnummer sowie die Plausibilisierung der standardisierten internationalen Bankkontonummer (IBAN) durch Systemcheck. Diese Prüfmechanismen standen allerdings nicht von Anfang an zur Verfügung, sondern wurden sukzessive im laufenden Betrieb eingeführt.

Ein Online-Verfahren sollte als Standard für künftige Hilfen bereitstehen

Der Gutachter hat kritisiert, dass das Antragsverfahren in Papierform für ein Massenverfahren, wie es die Corona-Soforthilfen vorhersehbar auslösten, nicht geeignet und nicht zeitgemäß war. Ein tragfähiges Online-Verfahren hätte von Anfang an erheblichen Mehraufwand bei den Antragstellern und den Bewilligungsbehörden (z. B. wegen schlecht ausgefüllter Anträge, häufig notwendiger Rückfragen oder doppelter Anträge) vermieden.

Der Gutachter hat deshalb empfohlen, ein Online-Verfahren als IT-Standardverfahren für künftige Nothilfen zur Verfügung zu stellen und ressortübergreifend zu nutzen.

Ein Datenabgleich mit der Finanzverwaltung sollte künftig möglich sein

Das Papierverfahren war nach Auffassung des Gutachters auch nicht geeignet, Missbrauch mit vertretbarem Aufwand zu verhindern. Bei der Masse der Anträge war es den Sachbearbeitern nur bei Verdachtsfällen möglich, ausreichend zu prüfen.

Im Online-Antragsverfahren hätten Prüf- und Plausibilitätskriterien von Anfang an definiert werden und sofort zur Anwendung kommen müssen, um der erkennbaren Gefahr missbräuchlicher Inanspruchnahme von Soforthilfen zu begegnen.

Bei einem Hilfsprogramm mit Einsatz enormer Haushaltsmittel sollte die Steuer-Identifikationsnummer von Anfang an erhoben werden und die bei der Finanzverwaltung vorhandenen Informationen soweit rechtlich möglich zur Überprüfung genutzt werden.

Weitere Unterstützungsaktionen für die Wirtschaft könnten bald erforderlich werden

Das Wirtschaftsministerium des süddeutschen Bundeslandes räumt ein, dass das zunächst in Papierform gestartete Antragsverfahren für ein Massenverfahren nicht geeignet war und erheblichen Mehraufwand bei den Bewilligungsstellen verursacht hat. Ein frühzeitiger Beginn des Soforthilfe-Programms sei anders jedoch nicht möglich gewesen.

Aufgrund der gemachten Erfahrungen seien bei späteren Hilfen dann Prüfprozesse für einen Datenabgleich mit der Finanzverwaltung eingeführt worden.

Wollen wir hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass die Vorschläge des Gutachters von der Landesregierung aufgegriffen werden und auch sonst in Deutschland ähnliche Verbesserungen vorgenommen werden.

Denn so, wie es aussieht, könnte die nächste Unterstützungsaktion für die Wirtschaft aufgrund der aktuellen Entwicklung im Energiesektor schon bald erforderlich werden, meint sorgenvoll

Ihr

Steuerzahler

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Die meisten Aktien sind erst in der Endphase großer Inflationen attraktiv

Mit Aktien können Sie sich kaum vor Geldentwertung schützen. Das zeigt jedenfalls die Finanzgeschichte, der Sie mehr Glauben schenken sollten als Fondsmanagern, die Interessenskonflikten unterliegen und das Gegenteil behaupten.

Tatsache ist, dass Aktien erst am Ende großer Inflationen eine hervorragende Kaufgelegenheit boten, nicht jedoch in einer inflationären Frühphase, wie wir sie jetzt erleben. Und dafür gibt es einen simplen Grund: Inflationen sind keine guten Zeiten. Sie vernichten Wohlstand und schaffen Armut. Darunter leiden auch die meisten Unternehmen inklusive ihrer Aktienkurse.

Aber jetzt schon exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse für einige Sektoren

Abseits der allgemeinen Aktienmärkte gibt es jedoch Bereiche und Sektoren, die eindeutig bullish sind. Passend zu anderen inflationären Zeiten sind das insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Edelmetall- und Rohstoffaktien.

Hier gibt es exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse, die Sie sich gerade als konservative Anleger und zum Schutz vor den Wohlstandsvernichtern in den Zentralbanken nicht entgehen lassen sollten.

Sehr bullishes Signal der Newmont Mining-Aktie

Die schon vor geraumer Zeit von uns zum Kauf empfohlene Newmont Mining-Aktie hat gerade ein neues Allzeithoch erreicht. Das ist ein weiteres wichtiges bullishes Signal für den gesamten Edelmetallsektor. Hier gibt es noch eine Reihe weiterer Werte, die überaus bullishe Chartformationen zeigen und von mir zum Kauf empfohlen werden.

Das gilt auch für ausgewählte Aktien des klassischen Energiesektors, dem wir schon im Dezember 2020 eine Themenschwerpunkt-Ausgabe gewidmet hatten, um unsere Leser auf diese phantastische Kaufgelegenheit aufmerksam zu machen.

Lassen Sie sich Ihren Wohlstand nicht von den Zentralbankern zerstören. Werden Sie aktiv. Schützen Sie sich vor den Folgen der verheerenden geldpolitischen Machenschaften, die ja immer noch im Gange sind bei einer Inflationsrate von 7,3% und 0% Zinsen.

Einzelheiten zu den hier skizzierten Themen und unsere aktuellen Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die jüngste Kurserholung an der Börse war wahrscheinlich die erste größere Bearmarketrally dieser noch sehr jungen Baisse. Lesen Sie dazu unsere gerade erschienene Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Der aktuelle Bärenmarkt“.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (9.4.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Schwache Leistung bei der Digitalisierung der Justiz eines Bundeslandes

Liebe Leserinnen und Leser,

die Justiz in unserem Land tut sich schwer mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Vor wenigen Tagen wurde vom Rechnungshof eines westdeutschen Bundeslandes aufzeigt, wie schleppend die Umstellung in der dortigen Justiz vor sich geht und wie die Kosten aus dem Ruder laufen.

Mehrere Bundesgesetze sehen die verbindliche Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten ab 2018 und die verbindliche Verpflichtung zur Einführung der E-Akte in der Justiz für 2026 vor.

Seit der gesetzlichen Verpflichtung können Schriftsätze sowie Anträge und Erklärungen der Parteien von den Rechtsanwälten als elektronische Dokumente bei Gericht eingereicht werden. Das Justizministerium des hier in Rede stehenden Bundeslandes hat 2014 begonnen, das sogenannte „eJustice-Programm“ umzusetzen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Eine umfassende, koordinierte Anforderungsanalyse, basierend auf der Erstellung von Geschäftsprozessen, hat 2014 nicht stattgefunden. Die Beschreibung von Prozessen ist eine der Grundlagen, um Anforderungen an die Funktionalität der geplanten Software sowie der erforderlichen Hardware für einen effizienten Einsatz festzustellen.

Vor der Entwicklung von Software hätte eine Anforderungsanalyse anhand von Prozessbeschreibungen (hier: Gerichtsbarkeiten und Staatsanwaltschaft) erstellt werden müssen.

Kosten- und Zeitplanung außer Kontrolle

Der Rechnungshof des betreffenden Bundeslandes stellte fest, dass die Plankosten von 37 Millionen Euro auf 168 Millionen Euro gestiegen sind. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von rund 350 Prozent. Das Ende des Programms war für den 31. Dezember 2019 avisiert. Im Jahr 2019 wurde die Planung aktualisiert und die Programmlaufzeit bis 2025 erweitert.

Damit hat sie sich von sechs Jahren auf elf Jahre fast verdoppelt. Bei einer weiteren Verzögerung kann die bundesgesetzliche Vorgabe bis 2026 nicht erreicht werden. Die deutlich gestiegenen Plankosten und der starke zeitliche Verzug sind zum einen auf veränderte Anforderungen zurückzuführen.

Zum anderen wurden bei der ursprünglichen Planung wesentliche Kostentreiber wie Personalaufwand und Baumaßnahmen nicht einbezogen oder zu niedrig kalkuliert.

Die Projektsteuerung war mangelhaft

Der Rechnungshof hat kritisiert, dass es bislang an einer vernetzten Zeit-, Kosten- und Meilensteinplanung fehlte, die für eine engmaschige und effektive Projektsteuerung erforderlich ist.

Die Umsetzung des nunmehr vorgesehenen Masterplans, in dem Kosten, Zeit und Leistung in Bezug gesetzt werden, sei voranzutreiben, um eine bessere Steuerung des eJustice-Programms durchführen zu können. Die Ist-Kosten, erbrachte Leistungen sowie der Grad der Fertigstellung der Projektergebnisse sollten in regelmäßigen Abständen überprüft und erfasst werden.

Für den Erfolg des Programms hält der Rechnungshof ein konsequentes Controlling für unabdingbar.

Aufwändiger Medienbruch bei den Posteingängen

Bis zur Einführung der elektronischen Akte bei den Gerichten müssen elektronische Posteingänge ausgedruckt werden, um sie in der rechtsverbindlichen Papierakte bearbeiten zu können. In der gerichtlichen Praxis ist vielfach von den Gerichten als „Druckstraße der Anwälte“ die Rede.

Während im Jahr 2018 noch rund 74.000 Eingänge über das elektronische Anwaltspostfach eingingen, waren es im Jahr 2019 bereits rund 441.000. Dem Justizministerium ist es nicht gelungen, die elektronische Akte gemeinsam mit dem elektronischen Rechtsverkehr in 2018 einzuführen.

Sie muss zwar erst im Jahr 2026 umgesetzt werden, der dadurch entstandene Medienbruch verursacht aber erheblichen Mehraufwand.

Das IT-Vorhaben soll nun optimiert werden

Das Justizministerium des betreffenden Bundeslandes hat die Kritik des Rechnungshofs anerkannt, zwischenzeitlich hat es mit konkreten Prozessoptimierungen begonnen. So findet derzeit eine Anforderungsanalyse mit Aufnahme der Geschäftsprozesse statt, des Weiteren soll eine grundlegende Umstrukturierung der Projektsteuerung verwirklicht werden.

Seien wir froh, liebe Leserinnen und Leser, dass sich die Rechnungshöfe auch um schlecht laufende IT-Vorhaben der staatlichen Stellen kümmern, zum Nutzen der Allgemeinheit, sagt zustimmend

Ihr

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Hohe Inflation – Wohlstandsvernichter sind die Zentralbanken

Die offizielle Inflationsrate ist in Deutschland im März 2022 auf 7,3% gestiegen. Jetzt ist sie also da, die Geldentwertung, und sorgt dafür, dass viele Bürger den Gürtel enger schnallen müssen und Ihr Erspartes immer weniger wert ist.

In unserem Ende 2019 erschienenen Buch „Die Wohlstandsvernichter“ haben Roland Leuschel und ich die zentrale Rolle der Notenbanken für die Entstehung von Inflation ausführlich analysiert und unseren Lesern dazu geraten, sich vor diesen Machenschaften zu schützen. Auch jetzt ist es noch nicht zu spät, zumal sehr viel dafür spricht, dass die Teuerung hoch bleiben wird.

Die Wohlstandsvernichtung schreitet voran

Von dem wie ein Mantra wiederholten „nur vorübergehend, kein Problem“, mit dem die Zentralbanker voriges Jahr auf den ersten deutlichen Anstieg der Inflation reagiert haben, ist längst nichts mehr zu hören. Entweder wussten es die Notenbanker tatsächlich nicht besser, oder sie haben uns ganz bewusst dreist angelogen.

Jetzt versichern sie uns, mittelfristig werde die Inflation wieder deutlich sinken. Geldpolitische Maßnahmen zum Eindämmen der Geldentwertung hat die EZB bisher aber nicht unternommen. Losgelöst vom demokratischen Entscheidungsprozess haben uns die Zentralbanker mit ihrer unseriösen Nullzinspolitik fest im Würgegriff.

Prüfen Sie jetzt Ihr Depot auf Herz und Nieren

„Baisse an den Aktien- und Anleihenmärkten“ lautet der Titel unserer gerade erschienenen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe. Darin präsentieren wir Ihnen eine Übersicht und Bestandsaufnahme des aktuellen Bärenmarkts, der die Aktien- und Anleihenmärkte erfasst hat. So können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wo wir uns im laufenden Börsenzyklus jetzt befinden.

Wie Sie sehen werden, sind die Aktienmärkte in den vergangenen Monaten dem typischen Verlauf einer sich entwickelnden Baisse gefolgt. Darüber hinaus sind alle Merkmale vorhanden, die für die Frühphase einer Baisse charakteristisch sind. Deshalb sollten Sie Ihr Depot auf Herz und Nieren prüfen und sich die Frage stellen, ob sie mit einer Kurshalbierung oder sogar Drittelung leben können und wollen.

Keine guten Zeiten für die meisten Unternehmen

Hohe Inflationsraten mindern die Kaufkraft und dämpfen den Konsum. Für die meisten Unternehmen sind das keine guten Zeiten, zumal gleichzeitig die Kosten steigen. Deshalb waren Aktien in früheren Inflationen ein schlechtes Investment, mit dem Sie sich kaum vor der Geldentwertung schützen konnten.

Erst am Ende großer Inflationen, wenn die fundamentale Bewertung der Börse stets sehr niedrig war, stellten Aktien wieder eine sehr attraktive Geldanlage dar. Nicht jedoch auf dem Weg zu diesem Punkt. Und dieser Weg hat gerade erst begonnen.

Einige Sektoren sind dennoch bullish – Nutzen Sie sie

Abseits der allgemeinen Aktienmärkte gibt es jedoch Bereiche, die eindeutig bullish sind. Auch das besprechen wir in der oben genannten Themenschwerpunkt-Ausgabe. Derzeit sind das insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Edelmetall- und Rohstoffaktien. Hier gibt es exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse, die Sie sich gerade als konservative Anleger nicht entgehen lassen sollten.

Darüber hinaus können Sie mit einer disziplinierten Vorgehensweise auch in Baissephasen Geld verdienen. Mit unserem Trading-Depot geben wir Ihnen dazu eine lukrative Möglichkeit. Einzelheiten dazu und unsere aktuellen Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: „Das Ende einer Epoche – Globalisierung und ökonomische Integration auf dem Rückzug“ lesen Sie in der gerade erschienenen April-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und die „Inflationsfalle“ und ganz aktuell die „Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (2.4.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Vom liederlichen Umgang einer Medienanstalt mit dem Geld der Gebührenzahler

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn einer Einrichtung zu viel Geld zur Verfügung steht, was gelegentlich vorkommt, geht sie gewöhnlich sehr großzügig damit um. So führte eine Landesmedienanstalt medienpädagogische Seminare mit nur wenigen Teilnehmern und einer minimalen Kostenbeteiligung durch, wie bei einer Überprüfung festgestellt wurde.

Fast jedes Bundesland verfügt über eine eigene Landesmedienanstalt, nur in zwei Fällen wird eine Medienanstalt von zwei Bundesländern getragen. Die wichtigste Aufgabe dieser Einrichtungen besteht darin, private Hörfunk- und Fernsehveranstalter zuzulassen und dafür zu sorgen, dass die für das Programmangebot geltenden Vorschriften eingehalten werden.

Weiterhin sind die Medienanstalten auch um die Verbesserung der Medienkompetenz bemüht, engagieren sich bei der Digitalisierung der Rundfunktechnik und in der Medienpädagogik.

Die Landesmedienanstalten finanzieren sich aus dem von allen Haushalten zu zahlenden Rundfunkbeitrag. Gemäß Rundfunkstaatsvertrag beträgt ihr Anteil knapp zwei Prozent des Aufkommens aus dem Rundfunkbeitrag. Aus diesem Anteil erhält jede Landesmedienanstalt einen Sockelbetrag.

Der verbleibende Betrag steht den einzelnen Medienanstalten im Verhältnis zum Gebührenaufkommen in ihrem jeweiligen Bundesland zu. Im Jahr 2019 standen den Medienanstalten insgesamt rund 104 Millionen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung.

Ein Kostendeckungsgrad von 6 bis 9 Prozent bei medienpädagogischen Kursen

Die Medienanstalt eines kleinen Bundeslandes bietet in ihrem Medienkompetenzzentrum medienpädagogische Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für alle Bürger ohne Zugangsbeschränkungen an. Die Kurse werden von externen Dozenten durchgeführt und finden an Arbeitstagen in der Zeit von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr statt.

Ein Kurs umfasst in der Regel zwei bis drei Schulungstage. Für die Teilnahme an den Kursen wird eine einheitliche Nutzungspauschale von 10 Euro pro Veranstaltung erhoben. Die Nutzungspauschale hat nicht den Zweck, eine Kostendeckung zu erreichen.

Sie soll nach dem Selbstverständnis der Medienanstalt vor allem dem Zweck dienen, mehr Verbindlichkeit für die Anmeldung zu den Seminaren beim jeweiligen Teilnehmer zu erreichen. Der Kostendeckungsgrad der Kurse bewegte sich in den letzten Jahren zwischen 6 und 9 Prozent.

Der Bezug zur Medienkompetenz mancher Kurse ist zweifelhaft

Die Durchführung der Kurse erfolgte bis 2019 ab einer Mindestteilnehmerzahl von vier Personen. Seit 2020 genügt sogar eine Mindestteilnehmerzahl von drei Personen, damit der Kurs stattfindet. Das Kursangebot weist eine große Bandbreite auf.

Ob tatsächlich alle angebotenen Kursinhalte dem Begriff „Medienkompetenz“ zugeordnet werden können und damit förderungswürdig sind, wurde im Rahmen der erwähnten Überprüfung angezweifelt.

Eine Evaluierung des Kursangebots hat stattgefunden

Als Ergebnis der Überprüfung hat die Medienanstalt eine interne Evaluierung des Kursangebots durchgeführt. In Zukunft sollen Seminare ohne Bezug zur Medienkompetenz oder ohne relevante Teilnehmernachfrage nicht mehr angeboten werden. Ab dem Jahr 2022 werde die Nutzungspauschale auf 15 Euro für mehrtätige Kurse angehoben.

In einem Zeitraum von zwei Jahren werde dann geprüft, ob dies negative Auswirkungen auf die Teilnahmebereitschaft hat. Die Mindestteilnehmerzahl werde ab Januar 2022 wieder auf 4 Personen pro Kurs erhöht. Diese kleinen Änderungen sind immer noch viel zu gering, die zu Tage tretende Großzügigkeit ist nur vor dem Hintergrund der üppigen Finanzausstattung der Medienanstalt zu verstehen.

Die Bundesländer wollen an der Finanzierung der Medienanstalten nichts ändern

Die pauschale und automatische Teilhabe der Landesmedienanstalten am Aufkommen des Rundfunkbeitrags steht seit Jahren in der Kritik. Die Staatskanzlei des hier in Rede stehenden Bundeslandes hat dazu im Jahr 2021 ausgeführt, die Finanzierung der Landesmedienanstalten sei bereits seit längerem Gegenstand verschiedener medienpolitischer Erörterungen.

Ein von allen 16 Ländern getragener Konsens hätte aber bislang nicht erzielt werden können. Die Überprüfung der Zuständigkeiten, Aufgaben und Tätigkeitsfelder der Landesmedienanstalten werde aber fortgesetzt. Mit anderen Worten, die Bundesländer wollen erst mal nichts an der Überfinanzierung der Medienanstalten ändern, liebe Leserinnen und Leser, zum Nachteil der Gebührenzahler, sagt verdrossen

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

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2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“. 2019 ihr neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

 

Kaufsignal des XAU Goldminen Index

Zinserhöhungen sind Gift für die Börse. Diese generelle Erkenntnis gilt heute mehr denn je, da die fundamentale Bewertung der US-Börse extrem hoch ist. Darüber hinaus steigen die Anleihenzinsen schon seit vielen Monaten und sind aus charttechnischer Sicht aus mächtigen Bodenformationen nach oben ausgebrochen. Damit wird eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der Zinsen signalisiert.

Zinserhöhung der Fed ist Tropfen auf den heißen Stein

Wie so oft, hat die Börse auf diese erste Zinserhöhung mit Kursgewinnen reagiert, nachdem sie in den Wochen zuvor recht deutlich gefallen war. Lassen Sie sich davon nicht einlullen. Sowohl die extrem überbewerteten Aktienmärkte, als auch die hochverschuldete Wirtschaft werden durch höhere Zinsen unter Druck geraten.

Unsere Prognosemodelle geben weiterhin starke Baissesignale, die durch steigende Zinsen noch verstärkt werden. Völlig unabhängig von dem bedauernswerten Geschehen in der Ukraine sind alle Voraussetzungen für das Ende der riesigen Spekulationsblasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten erfüllt.

Deshalb erwarten wir in den kommenden Monaten erheblich tiefere Aktienkurse. Details dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

DAX und S&P 500 bearish

Ganz anders als der DAX oder der amerikanische S&P 500 präsentieren sich der Edelmetall- und Rohstoffsektor. Wie zuletzt im Baissejahr 2001 und im Baissejahrzehnt der 1970er Jahre, sind auch jetzt wieder alle Voraussetzungen gegeben für eine Abkoppelung dieser beiden Sektoren von der allgemeinen Börse.

Genau wie im Jahr 2001 prognostiziere ich deshalb auch jetzt wieder steigende Kurse bei ausgewählten Edelmetall- und Rohstoffaktien trotz allgemeiner Aktienbaisse. Damals halbierte sich der S&P 500, und an der NASDAQ und mit dem DAX ging es sogar noch heftiger nach unten. Gold und Goldminenaktien widersetzten sich diesem Trend und erfreuten die Anleger mit deutlichen Kurssteigerungen.

Bullisher Trend im Rohstoff- und Edelmetallsektor

Vorige Woche habe ich Ihnen hier einen Chart des Goldpreises in Euro gezeigt, der gerade ein Rekordhoch erreicht hatte. In den Wochen zuvor hatte ich Ihnen bereits zahlreiche Argumente geliefert, die für eine starke und lang anhaltende Goldhausse sprechen. Heute zeige ich Ihnen einen Chart des XAU Goldminen Index.

Wie Sie sehen, hat dieser Index kürzlich ein doppeltes Kaufsignal gegeben (blaue Ellipse). Erstens ist er mit dem Anstieg über die rotgestrichelte Linie aus einer Bodenformation nach oben ausgebrochen, ein Kaufsignal.

Zweitens ist er gleichzeitig über die blaugestrichelte Abwärtstrendlinie gestiegen, ein weiteres Kaufsignal. Dass diese beiden Linien fast auf dem gleichen Niveau verliefen, als der Anstieg darüber erfolgte, verstärkt die Bedeutung und Verlässlichkeit dieses Signals.

XAU Goldminen Index, 2020 bis 2022

Chart

Durch den gleichzeitigen Anstieg über die beiden eingezeichneten Widerstandslinien wurde ein starkes Kaufsignal erzeugt.

Quelle: StockCharts.com

Mit Gold und Minenaktien gegen Geldentwertung

Mit Gewinnen aus Goldkäufen und ausgewählten Minenaktien können Sie der hohen Inflationsrate und der Baisse an den allgemeinen Aktienmärkten entgehen. Wie vorige Woche schon geschrieben, war die kleine Korrektur im Vorfeld der oben genannten Zinserhöhung eine Kaufgelegenheit.

Wahrscheinlich ist diese Korrektur jetzt schon vorüber, und die Charts der von mir empfohlenen Minenaktien sind rundum bullish. Deshalb sollten Sie diese fundamental günstig bewerteten Qualitätsaktien jetzt kaufen. Die Einzelheiten dazu lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die Baisse an den Aktienmärkten ist noch jung. Warum eine Drittelung des S&P 500 alles andere als eine Überraschung wäre, lesen Sie ebenfalls in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (19.3.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Wenn die Betriebsprüfung sich mit den falschen Fällen beschäftigt

Liebe Leserinnen und Leser,

Steuerpflichtige, die Einkünfte über 500.000 Euro jährlich erzielen, unterliegen wie Großbetriebe der ständigen Betriebsprüfung. Ein Gutachter hat festgestellt, dass das nicht erforderlich ist und nur unnötig Ressourcen der Betriebsprüfungsstellen bindet.

Es geht im hier interessierenden Zusammenhang nur um ganz bestimmte Einkünfte, nämlich um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Renten. Kapitalerträge, die abgeltend besteuert werden, sind nicht einzubeziehen.

Steuerpflichtige, die ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielen, die sogenannten reinen Arbeitnehmerfälle, unterliegen ebenfalls nicht der ständigen Betriebsprüfung.

Die Erstbearbeitung von Steuererklärungen erfolgt grundsätzlich durch das zuständige Finanzamt. Vor der Steuerfestsetzung durchläuft jede Steuererklärung ein Risikomanagementsystem. Durch Risikohinweisen werden die Sachbearbeiter im Finanzamt zielgerichtet auf risikobehaftete und prüfungswürdige Punkte gelenkt.

Alle Hinweise, die nicht Gegenstand der Betriebsprüfung sein werden, hat das Finanzamt abschließend zu bearbeiten. Gelegentlich versäumen die Finanzämter es jedoch, den Risikohinweisen nachzugehen. Diese werden dann von der Betriebsprüfung näher untersucht.

Die Mehrergebnisse, die dabei erzielt werden und auf welche die Betriebsprüfung so stolz ist, sind streng genommen überhöht, bei richtiger Vorgehensweise wären sie bei den Finanzämtern angefallen.

Fehlendes Risikopotenzial bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit

Viele Daten, welche die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit betreffen, liegen dem Finanzamt bei Festsetzung der Einkommensteuer bereits elektronisch vor. So übermitteln die Arbeitgeber die Daten der Lohnsteuerbescheinigung ebenso wie die Agentur für Arbeit oder die Krankenkassen die Daten über ggf. gezahlte Lohnersatzleistungen mitteilen.

Zu den Werbungskosten bei nichtselbständiger Arbeit werden durch das Risikomanagement zahlreiche Risikohinweise ausgegeben. Sofern die Risikohinweise beachtet und sachgerecht bearbeitet werden, ist das Risiko sehr gering, dass die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in unzutreffender Höhe ermittelt werden.

Mit dem Ausschluss der reinen Arbeitnehmerfälle wurde diesem Sachverhalt bereits Rechnung getragen.

Geringe sonstige Einkünfte machen wieder die Betriebsprüfung zuständig

Ein Gutachter hat vor einiger Zeit die Steuerfälle über 500.000 Euro bei mehreren Finanzämtern eines Bundeslandes näher untersucht. Er hat festgestellt, dass es sich bei den Fällen über 500.000 Euro doch überwiegend um Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit handelt.

Wenn beispielsweise ein gutverdienender Manager auch noch eine Aufsichtsratsvergütung erhält, handelt es sich nicht mehr um einen reinen Arbeitnehmerfall, welcher ja von der Betriebsprüfung ausgenommen ist.

Vergleichsweise geringe Einkünfte aus anderen Einkunftsarten machen somit einen Steuerfall mit einem Arbeitslohn von mehr als 500.000 Euro wieder zu einem Fall für die Betriebsprüfung, obwohl diese Fälle kein besonderes Risikopotenzial aufweisen.

Die Betriebsprüfung sollte künftig nicht mehr zuständig sein

Der Gutachter hat vorgeschlagen, dass diese Fälle künftig nicht mehr als Fälle für die Betriebsprüfung eingeordnet werden. Dazu müssten allerding die bundeseinheitlich geltenden Kriterien zur Einordnung in Größenklassen geändert werden.

Durch eine solche Änderung würde sichergestellt werden, dass nur die wirklich bedeutenden Einkünfte einer besonderen Überprüfung unterzogen werden. Die Ressourcen der Betriebsprüfung würden zielgerichtet auf möglicherweise risikobehaftete Steuerfälle gelenkt werden.

Eine Änderung auf Bundesebene muss erfolgen

Das Finanzministerium des Bundeslandes, welchem der Gutachter seinen Vorschlag unterbreitet hat, stimmte der Grundüberlegung zu, dass die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit künftig nicht mehr zur Einordnung als Fall für die Betriebsprüfung herangezogen werden sollten.

Es werde den Vorschlag in die zuständige Arbeitsgruppe auf Bundesebene einbringen. Das kann natürlich dauern, bis eine Einigung auf Bundesebene erreicht werden wird. Gut Ding, liebe Leserinnen und Leser, braucht bekanntlich Weile, sagt verhalten optimistisch

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

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Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

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Gold vor dem Sprung auf neue Höhen

Ich verwende hier ganz bewusst das Wort „begonnen“, weil meine Modelle und Indikatoren sehr viel höhere Kurse signalisieren. Auch charttechnisch wird mit dem Anstieg auf neue Hochs der Beginn einer Hausse signalisiert, die sehr viel Luft nach oben hat.

Goldpreis pro Unze in Euro, 2017 bis 2022

Chart

Der erwartete Anstieg auf neue Hochs ist erfolgt. Charttechnisch wird damit der Beginn einer Hausse signalisiert.

Quelle: StockCharts.com

Inflation immer deutlicher spürbar

Putins Krieg gegen die Ukraine ist lediglich ein Auslöser für diese Kursgewinne. Der eigentliche Grund ist die unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen Jahre, auf deren inflationäre Wirkungen ich immer wieder hingewiesen habe. Jetzt wird die Geldentwertung immer deutlicher spürbar – und mit ihr die Notwendigkeit für Sie als Anleger, etwas dagegen zu tun.

Denn die Zentralbanken sind immer noch meilenweit von einer auch nur halbwegs seriösen Politik entfernt. Und von den Regierungen hören wir schon wieder von der angeblichen Notwendigkeit neuer Schuldenaufnahmen. Der Nährboden für die Fortsetzung der Edelmetallhausse ist also weiterhin vorhanden, ein Umdenken der Mächtigen ist nicht in Sicht.

Mit Investments im Edelmetallsektor schützen Sie sich vor den Folgen dieser verantwortungslosen und kurzsichtigen Politik.

Die von uns empfohlenen Edelmetallaktien steigen

Die meisten der von Roland Leuschel und mir in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren zum Kauf empfohlenen Edelmetallaktien sind bereits deutlich gestiegen. Doch das ist nur der Anfang. Dennoch haben wir in unserem kurzfristig orientierten Trading-Depot einige dieser schönen Gewinne realisiert – in der Absicht, sie in der nächsten Korrektur zurückzukaufen.

In unserem längerfristig orientierten Goldminen-Depot sehen wir allerdings keinen Grund, jetzt schon Gewinne mitzunehmen, im Gegenteil. Da unsere Modelle eine starke und lang anhaltende Hausse signalisieren, bleiben wir hier investiert und werden die Positionen sogar noch aufstocken.

Nutzen Sie jetzt jede kleine Korrektur zum Einstieg

Nachdem der Goldpreis in Dollar gerechnet am 8. März 2022 seinen alten Höchstkurs erreicht hatte, setzte eine Korrektur ein. Nach dem vorangegangenen Kursanstieg ist diese Verschnaufpause völlig normal. Wahrscheinlich wird sie nur wenige Tage dauern, bevor der Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird.

Für Sie ist das die Gelegenheit, um die von uns empfohlenen Minenaktien zu kaufen, bevor der Zug endgültig abgefahren ist. Es ist nicht zu spät, um sich beste Qualitätsaktien zu fundamental günstigen Bewertungen ins Depot zu legen und der Geldentwertung etwas entgegenzusetzen.

Welche Qualitätsaktien des Edelmetallsektors wir in unserem Goldminen-Depot empfehlen, lesen Sie in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die Baisse an den Aktienmärkten ist noch jung. Warum eine Drittelung des S&P 500 alles andere als eine Überraschung wäre, lesen Sie ebenfalls in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (12.3.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Tricks einer Forschungseinrichtung bei der Beschaffung von Zuschüssen

Liebe Leserinnen und Leser,

eine aus Steuergeldern finanzierte Forschungseinrichtung ließ über ein Investorenmodell einen Institutsneubau errichten. Damit unterlief die Einrichtung eine Entscheidung der Zuschussgeber, die zuvor eine Finanzierung des Bauvorhabens abgelehnt hatten.

Durch das komplizierte Investorenmodell verteuerte sich das Vorhaben erheblich, statt der ursprünglich angemeldeten Baukosten von 12,3 Millionen Euro werden sich die Gesamtkosten auf mehr als 20 Millionen Euro belaufen.

Nach den geltenden Regelungen hat die Forschungseinrichtung für größere Bauvorhaben (Baukosten von über eine Million Euro) den Zuschussgebern das Raumprogramm und die geschätzten Kosten vorzulegen. Mit einem Bauvorhaben darf erst nach Zustimmung der Zuschussgeber begonnen werden.

Bislang hatte die Forschungseinrichtung ein Mietgebäude genutzt, dessen Räume sich als unzureichend erwiesen. Da sie kein passendes Mietobjekt für Büroräume und Bibliotheken fand und ihr ein eigenes freies Grundstück zur Verfügung stand, beschloss die Einrichtung, auf dieser Fläche einen Neubau zu errichten.

Im Jahr 2000 hat die Einrichtung den Zuschussgebern die Pläne für einen Neubau vorgelegt. Die Investitionskosten wurden auf 12,3 Millionen Euro beziffert. Die Zuschussgeber verweigerten allerdings ihre Zustimmung zur Finanzierung des Bauvorhabens.

Eine Objektgesellschaft errichtete den Neubau

Tatsächlich wurde das Bauvorhaben jedoch über ein Investorenmodell weiter vorangetrieben. Ende 2003 schlossen die Forschungseinrichtung und eine Objektgesellschaft einen Erbbaurechtsvertrag mit einer Laufzeit von 60 Jahren, einen Geschäftsbesorgungsvertrag sowie einen Immobilienmietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren.

Die Objektgesellschaft verpflichtete sich, auf dem Erbbaugrundstück einen Forschungsbau nach Plänen und Baubeschreibung der Forschungseinrichtung zu errichten. Die Baukosten sowie alle sonstigen anfallenden Nebenkosten finanzierte die Objektgesellschaft während der Bauphase vor und räumte der Forschungseinrichtung ein 3-stufiges Ankaufsrecht nach 15, 20 und 30 Jahren Mietzeit ein.

Es lag ein Umgehungsgeschäft vor

Bisher zahlte die Forschungseinrichtung über 11 Millionen Euro an die Objektgesellschaft. Insgesamt hat sie nach den getroffenen Vereinbarungen Zahlungen von 20,8 Millionen Euro zu leisten. Die Forschungseinrichtung hat das Bauvorhaben ohne Zustimmung der Zuschussgeber realisiert und dadurch Mehrkosten von 8,5 Millionen Euro verursacht.

Damit hat sie ihre Pflicht als Zuschussempfänger, die Fördermittel wirtschaftlich und sparsam zu verwenden, gröblich verletzt. Mit ihrer Entscheidung für den Neubau auf der Grundlage eines Investorenmodells hat sie die Ablehnung der Zuschussgeber zum Neubau des Institutsgebäudes umgangen.

Die Zuschussgeber wollen nichts veranlassen

Als die Angelegenheit in der Öffentlichkeit bekannt wurde, haben die Zuschussgeber Fehlentwicklungen eingeräumt. Im Jahr 2007 hätten sie festgestellt, dass sie bezüglich des Baus nicht in angemessener Weise über den Abschluss des Erbbaurechtsvertrags und des Mietvertrags informiert und beteiligt worden seien.

Die Forschungseinrichtung habe das Genehmigungsverfahren für Baumaßnahmen durch Nutzung einer Regelungslücke in den geltenden Vorschriften umgangen. In der Konsequenz sei die Regelungslücke inzwischen durch ergänzende Bestimmungen geschlossen worden. Einen Anlass, die öffentlichen Mittel von der Forschungseinrichtung zurückzufordern, habe man nicht gesehen.

Die Zuschüsse hätten zurückgefordert werden müssen

Es trifft nicht zu, dass hier tatsächlich eine Regelungslücke in den Vorschriften bestand. Auch die Entscheidung der Forschungseinrichtung, den Institutsneubau über das Investorenmodell zu realisieren, hätte von den Zuschussgebern abgesegnet werden müssen. Wer formal als Bauherr auftrat, war dabei unerheblich.

Die Forschungseinrichtung hat die Errichtung des Gebäudes eigenverantwortlich gesteuert und das Bauvorhaben, wie ursprünglich geplant, realisiert. Es hätte daher für die Zuschussgeber sehr wohl Anlass dazu bestanden, die Zuschüsse ganz oder teilweise zurückzufordern.

Aber wenn es um öffentliche Mittel geht, liebe Leserinnen und Leser, sind die verantwortlichen Dienststellen gerne bereit, großzügig über Verstöße gegen die Vorschriften hinwegzusehen, sagt bitter

Ihr

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Goldpreis steigt – Baisse an den Aktienmärkten

„Höchste Risikostufe an der US-Börse erreicht“, titelten Roland Leuschel und ich in der Januar 2022-Ausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren. In der schon Mitte Februar erschienenen März-Ausgabe haben wir dann dargelegt, warum das Ende der riesigen Spekulationsblasen an den Aktien-, Immobilien- und Anleihenmärkten vermutlich bevorsteht.

Putin beschleunigt die Aktienbaisse

Vor diesem Hintergrund erscheint der Überfall Russlands auf die Ukraine also nicht als die Ursache der Aktienbaisse, die jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit begonnen hat, sondern als ein Beschleuniger und Verstärker.

Wie die Finanzmarktgeschichte lehrt, folgen auf große Spekulationsblasen stets überdurchschnittlich starke Baissen. Aufgrund der rekordhohen Überbewertung der US-Börse müsste sich der S&P 500 Index dritteln, um die fundamentale Bewertung auf ein Niveau zurückzuführen, das dem langfristigen Durchschnitt entspricht.

Das Ende großer Spekulationsblasen trifft allerdings nicht nur die Börse, sondern hat stets auch sehr unangenehme Folgen für die Realwirtschaft. Diese fallen umso heftiger aus, je größer die Verschuldung von Unternehmen, Privaten Haushalten und Staaten ist. Dass die Schulden aller drei Sektoren in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen haben, lässt also wenig Gutes erwarten. Darüber hinaus wirkt Russlands Überfall auf die Ukraine auch hier als ein Verstärker.

Topformationen bestätigen die Trendwende an den Aktienmärkten

Interessanterweise gehen großen Baissen häufig charakteristische Kursverläufe voraus, die von Charttechnikern als Topformationen bezeichnet werden. Tatsächlich haben sich solche Topformationen in den vergangenen Monaten bei zahlreichen wichtigen Indizes entwickelt, darunter der S&P 500 und der NASDAQ 100.

Beispielhaft sehen Sie auf dem folgenden Chart den Kursverlauf des DAX, bei dem sich seit April vorigen Jahres eine typische Topformation herauskristallisiert hat. Jetzt sind die Kurse unter die in Blau eingezeichnete untere Begrenzungslinie dieser Formation gefallen. Aus charttechnischer Sicht wird damit der Beginn einer Baisse signalisiert.

DAX, 2020 bis 2022

Chart

Der DAX zeigt eine typische Topformation (blaue Linie), aus der die Kurse jetzt nach unten ausgebrochen sind.

Quelle: StockCharts.com

Topformation warnte auch vor der verheerenden Baisse russischer Aktien

Bemerkenswerterweise zeigte auch der russische Aktienindex eine Topformation – obwohl er eine niedrige fundamentale Bewertung aufwies und sehr rohstofflastig ist. Als hätte die Börse schon gewusst, was sich zusammenbraut.

Aufgrund der Warnsignale hatten wir den Stop-Loss des von uns im März 2021 empfohlenen Russland-ETFs bereits Ende November 2021 angehoben. Auf diese Weise haben die Leser meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren die Position frühzeitig und mit einem Gewinn von 24,9% verkauft. Seither ist der Russland-ETF gut 70% gefallen, und der Handel russischer Aktien wurde inzwischen sogar eingestellt.

Dieses Beispiel zeigt Ihnen, wie wichtig ein diszipliniertes Risikomanagement ist und wie hilfreich die Charttechnik dabei sein kann. Die große Bedeutung des Risikomanagements für den langfristigen Börsenerfolg können Sie in unserer Themenschwerpunkt-Ausgabe „Risikomanagement an der Börse und schwerer Vorwurf an die Fed. Der heilige Gral der Börsianer wird fast immer an den falschen Stellen gesucht“ nachlesen.

Hausse bei den Minenaktien

Ein ganz anderes Bild als die oben genannten Aktienindizes zeigt der Edelmetallsektor. Hier haben meine Prognosemodelle in den vergangenen Monaten starke Kaufsignale gegeben, die den Beginn einer starken Aufwärtsbewegung angekündigt haben.

Diese sehr bullishen Signale wurden jetzt durch die Charttechnik bestätigt, indem zahlreiche Minenaktien aus typischen Bodenformationen nach oben ausgebrochen sind. Damit signalisiert jetzt auch die Charttechnik den Beginn eines neuen Aufwärtstrends. Welche Aktien des Edelmetallsektors Sie jetzt kaufen sollten und wie es an den Aktienmärkten weitergeht, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren. Bestellen Sie jetzt – 30 Tage kostenlos.kri

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Worauf es jetzt bei Silber ankommt, erfahren Sie ebenfalls in unserer neusten Ausgabe von Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (5.3.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Fehlanreize bei der Bekämpfung der Obdachlosigkeit in Hamburg

Liebe Leserinnen und Leser,

die Hansestadt Hamburg hat sich – ähnlich wie andere deutsche Großstädte – zu einem Magnet für ausländische Obdachlose entwickelt. Dabei stehen ausreichende rechtliche Möglichkeiten zu Verfügung, um hier gegenzusteuern. Diese werden aber bislang nicht genutzt.

Hamburg verfügt schon seit längerem über ein ausdifferenziertes Hilfesystem zur Vermeidung und Überwindung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit. Gleichwohl stieg die Zahl der obdachlosen Menschen in Hamburg in den letzten Jahren stetig an.

Aus diesem Grund wurde das Hilfesystem für obdachlose Menschen weiter ausgebaut. So wurden Notübernachtungs- und Tagesaufenthaltsstätten geschaffen und das Winternotprogramm ins Leben gerufen. Im Jahr 2020 wurden über 20 Millionen Euro für diese Angebote aufgewendet, inklusive der pandemiebedingten Sondermaßnahmen sogar rund 34 Millionen Euro.

Der überwiegende Anteil der Obdachlosen in Hamburg besteht aus Personen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit und multiplen Problemen, insbesondere Suchterkrankungen (Alkoholismus). 2018 hatten 61 Prozent der obdachlosen Menschen eine ausländische Staatsangehörigkeit. Insbesondere das Winternotprogramm wird nach Angaben der zuständigen Hamburger Sozialbehörde überwiegend von dieser Gruppe in Anspruch genommen. Im Winter 2020/2021 betrug ihr Anteil rund 80 Prozent.

Die ausländischen Obdachlosen haben keinen Anspruch auf Sozialleistungen

Vor allem Osteuropäer auf vergeblicher Arbeitssuche verbleiben über Jahre hinweg vor Ort, werden immer wieder im Winternotprogramm vorstellig. Ein großer Teil dieser Menschen hat wegen fehlender Anwartschaften oder aus ausländerrechtlichen Gründen, wie zum Beispiel fehlender Aufenthaltserlaubnis oder bestehender asylrechtlicher Wohnsitzauflage in einem anderen Bundesland, in Hamburg keinen Anspruch auf Sozialleistungen und damit auch keinen Anspruch auf eine dauerhafte öffentlich-rechtliche Unterbringung bzw. Übernahme der Kosten für die Anmietung eigenen Wohnraums.

Es besteht eine Handlungspflicht bei Gefahr für Leib und Leben

Zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben hat die Stadt bei unfreiwilliger Obdachlosigkeit allerdings eine Handlungspflicht nach dem Gesetz zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Insbesondere bei Kälteeinbrüchen oder in akuten medizinischen Notfällen ist diese Hilfe uneingeschränkt auch anonym zu gewähren, weil vermieden werden muss, dass Menschen aus Angst vor (ausländer-)rechtlichen Konsequenzen die Angebote meiden.

Das Sozialrecht sieht die Rückkehr ins Heimatland vor

Jedoch ist es rechtlich nicht geboten, die dauerhafte anonyme Inanspruchnahme des Hilfesystems zu gewährleisten. Das Sozialrecht sieht als Hilfemöglichkeit ausdrücklich die Rückkehr ins Heimatland oder die Inanspruchnahme von Hilfen an einem anderen Ort vor.

Hilfebedürftige Ausländer erhalten in diesen Fällen nach den geltenden Bestimmungen lediglich existenzsichernde Leistungen zur Überbrückung des Zeitraumes bis zur Ausreise, längstens für die Dauer eines Monats. Liegen andere Sozialleistungsansprüche vor, zum Beispiel nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sind diese ebenfalls – gegebenenfalls an einem anderen Ort – in Anspruch zu nehmen.

Keine uneingeschränkte Freizügigkeit für EU-Bürger

Zur Klarstellung: Die europäischen Regelungen sehen, anders als oft dargestellt, keine uneingeschränkte Freizügigkeit für Bürger der EU vor. Für nicht erwerbstätige Unionsbürger ohne ausreichende Existenzmittel und Krankenversicherungsschutz besteht die Freizügigkeit nur bis zu sechs Monate zur Arbeitssuche.

Danach kann die zuständige Ausländerbehörde die Freizügigkeitsberechtigung gegebenenfalls entziehen. Werden diese Regelungen nicht angewendet, entwickelt sich das niedrigschwellige System zur Gefahrenabwehr hin zu einem Ersatzhilfesystem, das ungewollt Anreizwirkungen zum Zuzug nach oder zum Verbleib in Hamburg entfalten kann.

Keine Bereitschaft, etwas zu ändern

Die hamburgische Sozialbehörde argumentiert, dass es allein auf die faktische Gefahrenlage für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ankomme. Es bestehe eine Verpflichtung zur Unterbringung auch dann, wenn der Erwerb von Sozialleistungsansprüchen in Deutschland ausgeschlossen ist. Dazu ist zu sagen, dass es nicht Sinn und Aufgabe eines ordnungsrechtlichen Gefahrenabwehrsystems ist, spezielle gesetzliche Regelungen in ihrer Wirksamkeit dauerhaft einzuschränken.

Jetzt will die hamburgische Sozialbehörde gemeinsam mit der Innenbehörde eine Arbeitsgruppe einrichten, in welcher die Problematik erörtert werden soll. Es steht zu befürchten, liebe Leserinnen und Leser, dass sich im Ergebnis nicht viel ändern wird, sagt kopfschüttelnd

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“. 2019 ihr neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com – aber ganz bewusst nicht bei Amazon. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

 

Der Goldpreis steigt – die Aufwärtswelle läuft

Liebe Leser,

in den vergangenen Wochen habe ich Sie hier mehrmals auf meine Analysen hingewiesen, die den baldigen Beginn einer vermutlich starken Aufwärtsbewegung des Goldpreises signalisieren. Diese Aufwärtswelle läuft inzwischen.

So ist der Goldpreis seit Anfang des Monats bereits mehr als 150 $ pro Unze gestiegen und notiert jetzt schon bei mehr als 1.920 $ pro Unze. Dabei hat er wichtige charttechnische Widerstandslinien überwunden und scheint nun endgültig auf dem Weg zu neuen Hochs zu sein.

Goldpreis pro Unze in $, 2018 bis 2022

Chart

Der kürzlich Anstieg über die blaugestrichelte Abwärtstrendlinie signalisiert den Beginn eines Aufwärtstrends und bestätigt meine bullishen Analysen des Edelmetallsektors.

Quelle: StockCharts.com

Ausgewählte Goldminenaktien längst deutlich gestiegen

Der jüngste Goldpreisanstieg hat nicht zu einer entsprechenden Zunahme des Anlegerinteresses geführt. Das zeigen die Sentimentindikatoren und die Mittelzuflüsse der Gold- und Goldminen-ETFs. Die damit zum Ausdruck kommende große Skepsis der meisten Anleger ist ein sehr bullishes Zeichen, da es gewöhnlich nur in der Frühphase großer Haussen zu beobachten ist.

Lassen Sie sich von dieser skeptischen Stimmung nicht anstecken. Halten Sie dagegen, um von der bereits begonnenen Aufwärtswelle zu profitieren. Warten Sie nicht, bis die Stimmung dreht. Denn bis es so weit ist, sind die Kurse ausgewählter Goldminenaktien längst deutlich gestiegen.

Weitere Goldminenaktien geben starke Kaufsignale

Wie Sie in der jüngsten Monatsausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren und meinen aktuellen Wochenupdates lesen können, sind einige Edelmetallaktien gerade aus Bodenformationen nach oben ausgebrochen. Damit signalisieren sie das Ende ihrer langen Konsolidierung und den Beginn eines neuen Aufwärtstrends.

Während der Goldpreis in den vergangenen vier Wochen gut 7% gestiegen ist, waren es beim XAU Goldminen Index in der Spitze schon über 20%. Doch das ist erst der Anfang. Große Kursgewinne in recht kurzer Zeit sind bei Edelmetallaktien keine Seltenheit.

Gold steigt auch, wenn die Börse fällt

Darüber hinaus ist Gold nicht mit den Aktienmärkten korreliert. Es führt also ein von der Börse unabhängiges Eigenleben. Das gilt auch für die Minenaktien, deren Kursbewegungen vor allem von der Höhe des Goldpreises abhängen. Deshalb sollten Sie diese Aktien gerade jetzt im Depot haben, wo fast alles für eine schwere Baisse an der Wall Street spricht.

Die aktuelle Lage an der Börse und bei Gold gleicht der des Jahres 2001. Damals halbierte sich der NASDAQ 100, während sich der XAU Goldminen Index fast verdoppelte. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich auch jetzt wieder ab. Details dazu und zu der wichtigen Botschaft des Silberpreises lesen Sie in der aktuellen März-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Bestellen Sie jetzt – 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Lesen Sie jetzt in unserer neusten Ausgabe von Krisensicher Investieren: Das Ende der Superblasen zeichnet sich ab.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (26.02.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Die maroden Brücken der Kommunen

Liebe Leserinnen und Leser,

Straßen und Brücken in unserem Land sind in einem schlechten Zustand, was inzwischen allgemein bekannt ist. Nur langsam beginnt sich etwas zu ändern, ein größeres Problembewusstsein bei den Verantwortlichen ist festzustellen, mehr finanzielle Mittel werden bereitgestellt.

Aber es wird lange dauern, bis die Versäumnisse früherer Jahre beseitigt worden sind. Exemplarisch belegt dies eine gutachtliche Untersuchung aus einem westdeutschen Bundesland, in die alle Brücken einbezogen waren, für welche die dortigen Kommunen zuständig sind.

Nach dem Straßengesetz des betreffenden Bundeslandes haben die Kommunen die Gemeindestraßen einschließlich der Brücken in einem den Verkehrsbedürfnissen genügenden Zustand zu bauen und zu erhalten. Diese sich aus dem Straßenrecht ergebenden Verpflichtungen schließen auch regelmäßige Prüfungen und Besichtigungen von Straßen und Brücken ein.

Bauwerksprüfungen und -besichtigungen sind Grundlagen für ein ordnungsgemäßes Erhaltungsmanagement und gehören darüber hinaus zu den Aufgaben, die den Trägern der Straßenbaulast aufgrund ihrer Verkehrssicherungspflicht obliegen.

Verzichten Kommunen auf Bauwerksprüfungen oder lassen sie diese nicht sachgemäß durchführen, hat dies oft zur Folge, dass sich vorhandene Mängel und Schäden vergrößern und auf die Kommunen ein erhöhtes Haftungsrisiko zukommt.

Verschiedene Verbesserungen wurden auf den Weg gebracht

Im Jahr 2013 war schon einmal der Zustand der kommunalen Brücken in dem betreffenden Bundesland ermittelt worden. Im Rahmen der aktuellen Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Gemeinden seitdem verstärkt mit dem Thema Brückenerhaltung beschäftigt und verschiedene Verbesserungen auf den Weg gebracht hatten.

Diese Maßnahmen reichten von der erstmaligen Erfassung des Bauwerksbestandes über durchgeführte Brückenprüfungen mit Zustandsbewertungen bis hin zu Sanierungen und Erneuerungen. Während vor 2013 lediglich 26 Prozent der Gemeinden Brückenprüfungen durchgeführt hatten, waren es jetzt zwei Drittel, die ihre Brücken vollständig (48 Prozent) oder zumindest teilweise (17 Prozent) nach den hierfür geltenden technischen Regelwerken geprüft hatten.

Die Brücken der kreisfreien Städte sind besonders marode

Insgesamt befindet sich laut dem Gutachten jede fünfte kommunale Brücke bzw. fast ein Drittel der Brückenfläche in einem kritischen Zustand. Der Brückenzustand stellt sich in den Gemeindeklassen jedoch unterschiedlich dar.

In den kreisfreien Städten mit mehr als 80.000 Einwohnern befinden sich 17,5 Prozent der Brücken oder mehr als 40 Prozent der Brückenfläche in einem schlechten Zustand. In den übrigen kreisfreien Kommunen waren die Werte etwas besser, bei den kreisangehörigen Gemeinden sah es noch besser aus.

Es besteht ein gewaltiger Investitionsbedarf

Während die Untersuchung von 2013 einen Nachholbedarf von rd. 800 Millionen Euro für die Brückenerhaltung festgestellt hatte, ergaben die aktuellen Berechnungen des Gutachters einen Investitionsbedarf von bis zu 1,4 Milliarden Euro für die Erhaltung der Brücken einschließlich Ersatzbauten. Dabei entfallen etwa drei Viertel des Investitionsbedarfs auf die sechs größten Städte des Bundeslandes.

Immerhin haben die kreisfreien Städte ihre durchschnittlichen Ausgaben je Quadratmeter Brückenfläche im Vergleich zum Jahr 2013 von 12,44 Euro/m² auf im Mittel 29,17 Euro/m² deutlich erhöht. Gleichwohl wird das nach Auffassung des Gutachters nicht ausreichen, um den überaus schlechten Brückenzustand in Zukunft wirksam zu verbessern.

Sanierungspläne sollten aufgestellt werden

Zusammenfassend schlägt der Gutachter vor, dass Gemeinden mit sanierungsbedürftigen Brücken frühzeitig Überlegungen anstellen sollten, wie und in welchem Umfang Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen sind. Zweckmäßig sei die Aufstellung eines Sanierungsplans mit kurz-, mittel- und langfristigen Realisierungszeiträumen sowie Maßnahmenkosten.

Ein in kommunalen Gremien abgestimmter Sanierungsplan erhöhe die Akzeptanz für die Bereitstellung von Mitteln für die Bauwerkserhaltung und biete zudem Planungssicherheit für einen längeren Zeitraum. Wollen wir hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass die Kommunen das Gutachten ernst nehmen und sich in Zukunft mehr um ihre Brücken kümmern, meint vorsichtig optimistisch

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

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Entgehen Sie den Zentralbanken mit ausgewählten Edelmetall- und Rohstoffaktien

Liebe Leser,

durch die Kursrückgänge im Januar dieses Jahres haben sich an den Aktienmärkten große Topformationen gebildet, die typischerweise das Ende einer Hausse signalisieren. Das gilt umso mehr, da fast alle bewährten Indikatoren in den vergangenen Monaten klare Warnsignale gegeben haben und die US-Börse eine rekordhohe fundamentale Überbewertung aufweist.

Tatsächlich befinden sich sowohl die US-Aktienmärkte als auch die Immobilienmärkte gleichzeitig in einer riesigen Spekulationsblase. Und die gerade erwähnten Topformationen, die übrigens auch beim DAX und dem japanischen Nikkei Index vorhanden sind, legen die Vermutung nahe, dass die Bereinigung in Form einer starken Baisse bald beginnen könnte. Mehr dazu erfahren Sie in der am Dienstag erscheinenden aktuellen Monatsausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

Kennen Sie den Fahrplan

Als eine Art Fahrplan oder Wegweiser für die kommende Aktienbaisse haben Roland Leuschel und ich schon im Dezember vorigen Jahren eine Themenschwerpunkt-Ausgabe veröffentlicht, in der wir Ihnen unter anderem den Kursverlauf der wichtigsten Bärenmärkte der vergangenen 100 Jahre zeigen. Sie sollten diesen Teil der Finanzmarktgeschichte unbedingt kennen, damit Sie sich vorbereiten können und nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Wer glaubt, dass die Fed und andere Zentralbanken jede Baisse und jeden Abschwung aufhalten können, wiegt sich in falscher Sicherheit. Auch das belegt die Geschichte ohne Wenn und Aber.

Steigende Zinsen sind Gift für die Börse

Diese alte und bewährte Börsenregel kennen Sie wahrscheinlich noch. Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, der den Verlauf der Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen zeigt, mahnt sie zu großer Vorsicht. Die Zinsen sind nämlich nicht nur deutlich gestiegen. Sie haben auch eine große Bodenformation mit einem Ausbruch nach oben beendet (rote Linie) und sind am Donnerstag, den 10.2.2022 über die nächste Widerstandslinie gestiegen, die bei 2% verläuft.

Aus charttechnischer Sicht wird dadurch der Aufwärtstrend der Zinsen eindrucksvoll bestätigt. Gleichzeitig schreit die im Januar auf 7,5% gestiegene US-Inflation geradezu nach Zinserhöhungen. Die Fed sitzt in der Falle, da sie die Zinsen anheben muss, wenn sie gegen die Inflation vorgehen will. Für die Börse verheißt das nichts Gutes. Für Gold hingegen schon.

Zinssatz 10-jähriger US-Staatsanleihen, 2018 bis 2022

Chart

Die Zinsen sind aus einer mächtigen Bodenformation nach oben ausgebrochen. Damit wird ein weiterer Zinsanstieg signalisiert.

Quelle: StockCharts.com

Zinserhöhungen sind kein Problem für Gold

Zahlreiche Gold-Anleger beunruhigt jetzt folgende Frage: Wenn die Fed ihre Anleihenkäufe beendet und die Zinsen steigen, wird dann der Goldpreis fallen? Diese Furcht wird von den Medien regelrecht geschürt. Dabei zeigt die Finanzmarktgeschichte, dass es keinen stabilen Zusammenhang oder gar Automatismus zwischen dem Goldpreis und steigenden Zinsen gibt – im Gegenteil.

Beispielsweise sind während der großen Goldhausse von Ende der 1960er Jahre bis 1980 die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen von 5,5% auf 12,5% gestiegen. Der Goldpreis zeigte sich davon nicht nur unbeeindruckt, sondern vervierundzwanzigfachte sich in diesem Zeitraum.

„Das ist lange her“, mögen Sie jetzt vielleicht einwenden, „die Zeiten haben sich eben geändert.“ Nun, es gibt auch Beispiele aus jüngerer Zeit:

So stiegen die Zinsen von 3,2 % im Juni 2003 auf über 4% im Mai 2004, während der Goldpreis von 350 $ pro Unze auf 430 $ kletterte, ein Kursgewinn von 23%.

Und von Mitte 2005 bis Mitte 2006 ging es mit den Zinsen von knapp 4% auf gut 5% nach oben. Im gleichen Zeitraum stieg der Goldpreis von 420 $ pro Unze auf über 700 $ bzw. knapp 70%.

Bleiben Sie am Ball

Meine Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass der Goldpreis auch jetzt wieder mit deutlichen Kursgewinnen aufwarten wird. Aus technischer Sicht muss der Goldpreis nur noch eine Hürde nehmen, die bereits in greifbare Nähe gerückt ist, um letzte Zweifel an einem zügigen Anstieg auf neue Hochs zu beseitigen. Deshalb sollten Sie jetzt unbedingt am Ball bleiben, um den Zentralbanken und der von ihnen verursachten Geldentwertung mit ausgewählten Edelmetall- und Rohstoffaktien zu entgehen.

Die Konstellation, in der sich die Minenaktien derzeit befinden, ist extrem vielversprechend. Sie deutet auf einen sehr starken Kursanstieg hin, der bald beginnen wird. Verpassen Sie ihn nicht. Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Worauf es jetzt bei Silber ankommt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und die „Inflationsfalle“ und ganz aktuell die „Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (12.02.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Hohe Zahlungen für unbesetzte Teilnehmerplätze

Liebe Leserinnen und Leser,

die Agenturen für Arbeit und die Jobcenter zahlten Millionenbeträge für unbesetzte Teilnehmerplätze in Arbeitsmarktmaßnahmen, wie der Bundesrechnungshof vor kurzem festgestellt hat. Die Arbeitsverwaltung hat Schritte eingeleitet, um diese Schwachstelle zu beseitigen, der Bundesrechnungshof sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf.

Arbeitsmarktmaßnahmen sollen Ausbildung- und Arbeitsuchende bei der Eingliederung in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt unterstützen. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich um Kurse, welche die Arbeitsagenturen und Jobcenter bei externen Trägern einkaufen. Die Agenturen und Jobcenter planen den Bedarf an Teilnehmerplätzen. Sie beschaffen die Maßnahmen mit einer vertraglich festgelegten Zahl von Plätzen am Markt. Förderberechtigte Personen werden dann den Maßnahmen zugewiesen.

Um Arbeitsmarktmaßnahmen effektiv und wirtschaftlich zu nutzen, müssen Arbeitsagenturen und Jobcenter diese bestmöglich auslasten. Dies setzt eine realistische Planung voraus, wie viele Maßnahmen und Teilnehmerplätze voraussichtlich benötigt werden. Eingekaufte Teilnehmerplätze müssen möglichst vollständig besetzt werden. Andernfalls entstehen Ausgaben für unbesetzte Plätze. Zwar kann vertraglich vereinbart werden, dass nur eine bestimmte Mindestanzahl an Teilnehmerplätzen zu vergüten ist. Teilnehmerplätze oberhalb dieser Mindestanzahl müssen nur bezahlt werden, wenn sie besetzt sind. Dieses Vergütungsmodell wird jedoch längst nicht für alle Arbeitsmarktmaßnahmen benutzt.

Millionenzahlungen für unbesetzte Teilnahmeplätze

Der Bundesrechnungshof hat bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern die im Jahr 2017 laufenden Arbeitsmarktmaßnahmen geprüft. Er hat die Ausgaben für nicht besetzte Teilnehmerplätze nach einem Stichprobenverfahren ermittelt. Hierfür hat er über 2.700 von insgesamt rund 34.000 Maßnahmen untersucht. Deren Dauer reichte von wenigen Tagen bis zu mehreren Jahren. Die Arbeitsagenturen zahlten für die in die Stichprobe einbezogenen Arbeitsmarktmaßnahmen insgesamt 263 Millionen Euro. Davon entfielen 32,2 Millionen Euro (12,2 Prozent) auf unbesetzte Teilnehmerplätze. Die Jobcenter zahlten 144,3 Millionen Euro. Davon entfielen 23 Millionen Euro (15,9 Prozent) auf unbesetzte Teilnehmerplätze. Zusammen waren das unnötige Ausgaben von 55,2 Millionen Euro.

Eine Hochrechnung auf alle Maßnahmen ergab unnötige Ausgaben von 357 Millionen Euro

Der Bundesrechnungshof hat die Ergebnisse aus seiner Stichprobe mit einem mathematisch-statistischen Verfahren auf alle rund 34.000 Arbeitsmarktmaßnahmen übertragen, die im Jahr 2017 stattfanden. Er hat einen Gesamtbetrag von 357 Millionen Euro für unbesetzte, aber gleichwohl zu vergütende Teilnehmerplätze errechnet (Agenturen: 263 Millionen Euro; Jobcenter: 94 Millionen Euro).

Die Arbeitsverwaltung hat keinen Überblick über die Auslastung

Der Rechnungshof hat kritisiert, dass weder die Bundesagentur für Arbeit noch die Arbeitsagenturen und Jobcenter einen umfassenden Überblick darüber haben, inwieweit ihre eingekauften Arbeitsmarktmaßnahmen ausgelastet sind. Zwar stellt die Bundesagentur seit dem Jahr 2018 ein IT-Verfahren zur Verfügung, mit dem die Agenturen die Auslastung für bestimmte Arbeitsmarktmaßnahmen für Jugendliche abbilden können. Für alle anderen Maßnahmen der Agenturen ist dies jedoch nicht möglich. Für Jobcenter steht kein vergleichbares IT-Verfahren zur Verfügung. Die vorhandenen IT-Verfahren leisten dies nicht.

Die Arbeitsverwaltung muss ein Auslastungsmonitoring entwickeln

Aufgrund der unbesetzten Plätze können letztlich weniger Förderberechtigte von einer Maßnahme profitieren, als es die eingekauften und zu bezahlenden Plätze ermöglichen würden. Der Bundesrechnungshof hat dem zuständigen Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie der Bundesagentur empfohlen, ein umfassendes Auslastungsmonitoring für alle eingekauften Arbeitsmarktmaßnahmen zu entwickeln. Die Bundesagentur sollte prüfen, ob sie das bereits vorhandene IT-Verfahren für die Agenturen erweitern und auch für die Jobcenter zur Verfügung stellen kann.

Jetzt muss der Deutsche Bundestag entscheiden

Das Arbeitsministerium und die Bundesagentur haben eingeräumt, dass die Auslastung von Arbeitsmarktmaßnahmen nach wie vor nicht das gewünschte Niveau erreicht hat. Die Bundesagentur hat betont, sie habe seit dem Jahr 2018 verschiedene Schritte für eine bessere Auslastung eingeleitet. Sie hat angekündigt, weitere Schritte zu prüfen oder noch umzusetzen. Das alles wird jedoch noch viel Zeit benötigen, Zeit, die angesichts der finanziellen Dimension des Problems nicht zur Verfügung steht. Der Rechnungshof hat seine Feststellungen an den Deutschen Bundestag herangetragen, er sieht weiteren Handlungsbedarf. Es steht zu hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass der Bundestag der Arbeitsverwaltung Beine machen wird, sagt verdrossen

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

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5,1% Inflation und 0% Zinsen – EZB enteignet Sparer

Liebe Leser,

gemessen an den Verbraucherpreisen ist die Inflation in der Eurozone im Januar 2022 auf 5,1% gestiegen. Trotz dieses eklatanten Wohlstandsverlusts der Bevölkerung hat die Europäische Zentralbank am Donnerstag, den 3. Februar 2022 entschieden, die Geldentwertung nicht mit höheren Zinsen zu bekämpfen, sondern den von ihr festgesetzten Leitzins bei 0% zu belassen.

Anstatt ihrem Auftrag gerecht zu werden, das heißt für Geldwertstabilität zu sorgen, betreibt die EZB also eine Enteignungspolitik. In selbstherrlicher Weise vernichten die Zentralbanker die Ersparnisse der Bürger – und die Politik lässt sie gewähren.

Die heimliche Machtübernahme der Zentralbanken

In den vergangenen Jahren haben die Zentralbanken ihre Macht stetig ausgeweitet. Vor den Folgen dieser heimlichen und völlig undemokratischen Machtverschiebung weg von Parlamenten und hin zu demokratisch nicht legitimierten Institutionen haben Roland Leuschel und ich in unseren Büchern und unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren immer wieder gewarnt.

Insbesondere haben wir auf die sich abzeichnende Geldentwertung hingewiesen und auf die Gefahren, die sich aus den riesigen Spekulationsblasen für die Finanzmärkte, die Wirtschaft und Ihr Vermögen ergeben. Es gibt keinen schmerzlosen Weg aus dieser Misere, für die vor allem die Zentralbanken mit ihrer verantwortungslosen und kurzsichtigen Geldpolitik verantwortlich sind.

Schützen Sie sich vor der EZB

Aus Sicht der Politik und ihrer Zentralbanken ist die Inflation offenbar das kleinere Problem. Deshalb wird nichts zu ihrer Bekämpfung unternommen. Als Anleger sind Sie folglich auf sich allein gestellt.

In dieser Situation ist ein Blick in die Finanzgeschichte überaus hilfreich. Sie zeigt, dass der Edelmetallsektor und Rohstoffe den besten Schutz gegen die zerstörerischen Kräfte der Geldentwertung und die Begehrlichkeiten der Politiker bieten.

Was ist mit dem Goldpreis los?

Trotz der hohen Inflationsraten ist der Goldpreis in den vergangenen anderthalb Jahren aber nicht gestiegen, werden Sie jetzt vielleicht einwenden. Nun sind anderthalb Jahre jedoch ein viel zu kurzer Zeitraum, um ein prinzipiell langfristiges Investment zu beurteilen. Es ist natürlich richtig, dass der Goldpreis im August 2020 ein Zwischenhoch von 1.750 € pro Unze erreichte und damit 9% höher stand als heute. Gleichzeitig notiert er heute aber mehr als 20% höher als vor 2 Jahren und sogar fast 50% höher als Anfang 2019.

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, befindet sich der Goldpreis im Euro gemessen in einem klaren langfristigen Aufwärtstrend. Andersherum ausgedrückt, befindet sich der Euro in Gold gemessen in einem langfristigen Abwärtstrend. Die zu erwartende Fortsetzung der unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen Jahre wird dafür sorgen, dass das so bleiben wird.

Goldpreis pro Unze in €, Wochenchart, 1997 bis 2022

Chart

Der Goldpreis befindet sich in Euro gemessen in einem langfristigen Aufwärtstrend. Mit Gold können Sie auch in Zukunft Ihr Vermögen schützen.

Quelle: StockCharts.com

Große Chancen im Edelmetallsektor, Baisse an den Aktienmärkten

Vom Tief des Jahres 2018 bis zu dem Zwischenhoch im August 2020 ist der Goldpreis in Euro um mehr als 70% gestiegen – obwohl die offizielle Inflationsrate in diesen Jahren noch bescheiden war. Dass er sich seither eine kleine Verschnaufpause gegönnt hat, sollte Sie nicht weiter irritieren. Allzu leicht wollen es die Märkte uns Anlegern nicht machen. Es handelt sich dabei aber lediglich um eine Korrektur in einem Aufwärtstrend, die wahrscheinlich bald vorüber ist.

Im Unterschied dazu haben sich an den Aktienmärkten Topformationen gebildet, die auf eine vermutlich bald beginnende Baisse hindeuten. Als flexible Anleger müssen Sie sich davor nicht fürchten, im Gegenteil. Das gilt umso mehr, da Aktien des Edelmetall- und Rohstoffsektors auch in Zeiten einer allgemeinen Baisse steigen können.

Bereiten Sie sich vor. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, und bestellen Sie jetzt meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren – 30 Tage kostenlos zum Test.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Sie haben jetzt noch einmal die Gelegenheit, zu relativ niedrigen Kursen bei ausgewählten Minenaktien einzusteigen. Wer meine Favoriten sind, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (05.02.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Zu großzügige Förderung eines Landessportbundes

Liebe Leserinnen und Leser,

nach den geltenden haushaltsrechtlichen Bestimmungen sollen Zuschüsse nur ergänzend gewährt werden, d.h. die Zuschussempfänger sollen für ihre Vorhaben vorrangig ihre eigenen Mittel einsetzen. Doch die Förderpraxis sieht nicht selten anders aus, der Staat beteiligt sich finanziell in diesen Fällen in einem Umfang, der gar nicht erforderlich wäre. So geschehen auch bei einer millionenteuren Baumaßnahme eines Landessportbundes in einem ostdeutschen Bundesland, worüber Medien vor kurzem berichteten.

Die Geschäftsstelle dieses Landessportbundes war seit dessen Gründung in zentraler Innenstadtlage in einer Großstadt untergebracht. Daneben bestanden weitere Standorte. Bereits seit 2008 überlegte der Sportbund, die einzelnen Bereiche an einem Standort zusammenzuführen. Geplant war der Bau eines Hauses des Sports für 14,5 Millionen Euro. Dafür wollte der Sportbund lediglich einen Eigenanteil von 6,4 Millionen Euro aufwenden. Er beantragte daher im Jahr 2019 einen Zuschuss von 8,1 Millionen Euro.

Im Antrag auf Förderung gab er an, keine weiteren Vermögenswerte zur Finanzierung des Projekts einsetzen zu können. Der Betrag von 6,4 Millionen Euro entsprach einem Eigenanteil von 44 Prozent. Das für den Sport zuständige Landesministerium bewilligte die 8,1 Millionen Euro wie beantragt.

Der Landessportbund verfügte über erhebliche Vermögenswerte

Allerdings gab es deutliche Hinweise, dass der Landessportbund einen wesentlich höheren Anteil an der Finanzierung der Baumaßnahme hätte übernehmen können. Der Rechnungshof des betreffenden Bundeslandes hatte nämlich festgestellt, dass die Konto- und Wertpapierbestände des Sportbundes mehrere Jahre lang nie unter 2 Millionen Euro lagen, an mehreren Stichtagen sogar über 6 Millionen Euro betrugen. Auch hält der Landessportbund Anteile an mehreren Gesellschaften oder ist alleiniger Gesellschafter. Zum Teil verfügen diese Gesellschaften über hohe Vermögenswerte. Jedenfalls bei den Gesellschaften, die ihm allein gehören, hätte der Sportbund auf deren Mittel zugreifen können.

Die finanziellen Möglichkeiten des Sportbundes hätten geprüft werden müssen

Schließlich ist da noch das bisher genutzte Gebäude in zentraler Innenstadtlage. Die ursprünglichen Pläne des Sportbundes sahen vor, den Veräußerungserlös für dieses Grundstück für das Haus des Sports einzusetzen. Von diesen Plänen rückte der Sportbund später ab. Allein der Bodenrichtwert für das Grundstück betrug zuletzt rund 500.000 Euro. Alle genannten Tatsachen über die finanzielle Lage des Sportbundes hätten in die Abwägung über die Höhe des Landeszuschusses einbezogen werden müssen. Tatsächlich hat sich das Land mit den Eigenmitteln des Sportbundes nicht wirklich auseinandergesetzt. Vielmehr hat das Sportministerium einfach die Angaben des Landessportbundes übernommen und den Zuschuss wie beantragt bewilligt.

Der Antrag auf Erhöhung der Förderung wurde abgelehnt

Ende 2020 teilte der Sportbund dem Land dann mit, dass die Kosten der Baumaßnahme auf etwa 18,7 Millionen Euro angestiegen seien und beantragte eine zusätzliche Förderung in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Da der Rechnungshof das Sportministerium zwischenzeitlich über die finanzielle Lage informiert hatte, lehnte das Land den Antrag auf höhere Förderung ab. Wenig später erklärte der Sportbund, die Mehrkosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro selbst zu tragen. Er war also durchaus in der Lage, die zusätzlichen Kosten aus eigenen Mitteln zu bestreiten.

Die hohe Förderung war politisch motiviert

Das Sportministerium vertrat erwartungsgemäß die Position, dass die Zuwendung in Höhe von 8,1 Millionen nicht zu hoch gewesen sei. In Anerkennung der über drei Jahrzehnte andauernden herausragenden Arbeit für den Sport habe die Landesregierung beschlossen, den Landessportbund wie beantragt finanziell zu unterstützen. Das Sportministerium gab also zu, dass hier eine politisch motivierte Entscheidung getroffen wurde. Damit hat die Landesregierung sich aber über die Vorgaben des Haushaltsrechts hinweggesetzt, wonach das Land ein Vorhaben nur im finanziell notwendigen Umfang fördern darf. Immerhin, liebe Leserinnen und Leser, hat das Sportministerium dann aber den Antrag auf Erhöhung der Förderung abgelehnt, sagt zustimmend nickend

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

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